Huhu!

Grüße aus Uganda

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Wieder daheim!

Abschied von Uganda!!

Also, ich mach mich schon so langsam ran ans Abschiednehmen. Ich ueberlege, wie ich mich von wem, wann verabschieden werde. Es ist schon ein eigenartiges Gefuehl, manche werde ich wohl nie wieder sehen. Und auch bei denen, die ich inzwischen besser kennengelernt habe, weiss ich nicht, in wie weit und ob ueberhaupt der Kontakt weitergehen soll. Uganda und Deutschland sind einfach verdammt weit weg... Ich fuehle mich, vor allem seit den letzten Wochen, in denen ich immer mehr engere ugandische Freunde bekommen habe, als wuerde ich in zwei verschiedenen Welten leben. Manchmal denke ich, ich verstehe nichts und niemanden mehr, inklusive mich selber... Ja, ja, eine spannende Erfahrung so ein Auslandsaufenthalt... Aber jetzt geht er zuneige, ich habe noch meinen letzten Ausflug nach Fort Portal vor mir, da gehe ich mit Marie hin, um eine potentielle Einsatzstelle fuer sie auszuchecken. Danach hole ich Andy ab und geniesse meine letzten Tage mit ihm. Ich freue mich schon sehr, wenn ich auch alle meine anderen Lieben in Deutschland wieder sehe und ich hoffe, ihr habt n warmen Tee fuer mich vorbereitet, wenn mich der Schnee und die Kaelte plagt.
Bis dann liebe Freunde und danke fuers Lesen!!
Ach ja, ich komme am 24. Februar!

Weihnachten In Tanzania!!

Es ist mal wieder viiiiiel passiert seit dem letzten Blogeintrag. Inzwischen waren meine Eltern hier und sind wieder gegangen (es war sehr schoen, naehere Infos gibts in Wolfatz), ein Freund von uns hat geheiratet (ich habe beim Dekorieren fuer das Fest mein erstes Geld hier verdient! ca 1,50 Euro fuer Arbeit von 1 Uhr nachts bis 4 Uhr nachmittags, das ist hier der gaengige Tageslohn...), und ich war ueber Weihnachten in Tanzania. Marie war natuerlich auch dabei und nen Ugander haben wir auch noch mitgenommen. In Tanzania haben wir nen anderen Freund besucht, der hier in Uganda auf die Schule geht (fuer die Insider: Bukalasa) aber aus dem Sueden Tanzanias kommt. Wir sind mit dem Bus von Kampala direkt nach Dar es Salam gefahren. Mittags um 1 losgefahren und abends so um 8 am anderen Tag! angekommen. Aber es war komfortabel... In Dar es Salam ist es heiss, meine Guete. Da waeren wir fast geschmolzen. Und wir waren auch auf Zanzibar. Es war echt super schoen. Bluetenweisse Straende und alles sieht total arabisch aus!! Die Suahili-tueren haben mich sehr beeindruckt. (Bilder folgen wie immer smile) Dar und Zanzibar war sehr gut, aber auch anstrengend mit unseren zwei Kollegen aus Afrika. War gar nicht so leicht zusammen Urlaub zu machen... Dann sind wir zu Octis Familie gefahren, in die Berge! Wieder einen Tag Busfahrt. Die Berge waren wirklich sehr schoen, auf einmal haben wir uns wie in den Alpen gefuehlt. Die Temperaturen waren auch so aehnlich... Ueber die Weihnachtsfeiertage haben wir uns am Kohleoefelchen gewaermt und uns ueber die witzige Familie gefreut. Nur das sogenannte local brew (lokales Gebraeu, wahlweise aus Banaen, Mais oder Bambus) nicht so gut bekommen und hat mir zu Weihnachten zwei fast schlaflose Naechte beschert. Naja, aber trotzdem war Weihnachten sehr schoen... Ich habe auch viel an meine Lieben in Deutschland gedacht. Ich hoffe, ihr hattet auch alle schoene Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2010!!
Machts gut alle und packt euch warm ein!!

Kyamuliibwa

Nach Kyamulibwa hab ich mich zum ersten mal seid langem mal wieder ohne Marie aufgemacht. Ich war dort die letzten zwei Wochen und habe in einer Berufschule in der Schreinerei gearbeitet! Da bin ich in die tiefen Gruenden der ugandischen Kultur eingedrungen... Ich habe es tatsaechlich geschaft bei den Schuelerinnen im Schlafsaal unterzukommen! Ich muss dazu schreiben, dass es fuer Bazungu (Weisse) nicht einfach ist. Die Ugander denken irgendwie, dass man kaputt geht, wenn man zu wenig Luxus hat, oder so... Naja, auf jeden Fall hatte ich Glueck, mehrere Umstaende haben dazu beigetragen, dass ich meinen Willen durchgekriegt hab. Was in Uganda auch wiederum nicht so einfach ist, weil alle wissen besser, was man mag und was gut fuer einen ist. Ok, die Anleitung, um in einem dormitory unterzukommen:

1. man suche sich ein parish aus, das ein bisschen unorganisiert ist und in dem sich mehrere Personen gleichzeitig fuer einen verantwortlich fuehlen

2. man spreche ein paar Worte luganda und tut so als koenne man sich ohne Probleme verstaendigen

3. man rasiere sich den Kopf(ja, tatsaechlich, das habe ich gemacht, Bilder folgen) und sieht aus wie 17

4. man kaufe sich strahlend weisse Kniestruempfe, zieht ein Roeckchen an und einen Strickpulli mit V-Ausschnitt, damit wird das Schueleraussehen perfekt!


Ok, so habe ich es also geschafft, in den dorm zu kommen. Es hat mich natuerlich trotzdem viele Nerven gekostet. Vor allem die sisters, bei denen ich die erste Nacht geschlafen habe, konnten es ueberhaupt nicht verstehen und haben mich jeden Tag gefragt, wann ich zurueckkomme... Diese Bloesse konnte ich mir dann natuerlich nicht mehr geben, obwohl es im dorm echt auch gewoehnungsbeduerftig war.

Das Essen, das ja angeblich gaaaaanz furchtbar sein soll, fand ich gar nicht so schlimm. An das schlabbrige porrige (siehe Bilder aus dem step up) hab ich mich ja schon lang gewoehnt. Und auch das Posho (Maispampe) mit Bohnen war eigentlich ganz gut. Im Lehrerzimmer, da hab ich immer zu Mittag gegessen, gab es auch manchmal Posho, dann aber 1. Klasse. Das Posho, das die SchuelerInnen kriegen ist 3. Klasse, aber ich find es eigentlich besser. Ist ein bisschen fester und dunkler und schmeckt halt einfach wie Vollkornposho! Mein bester Freund in der Schreinerei schwoert auch auf das Zeug. Es ist einfach das beste fuer Arbeiter, das bring viel Energie!!
Gut, man muss dazu sagen, dass ich fuer das porrige auch keinen Ekelbecher benutzt habe, sondern ne Tasse und dass ich wenn immer ich wollte, bei den sisters fuer nen kleinen evening tea oder auch mehr vorbei kommen konnte. Und ich hab ja nur abends mit den SchuelerInnen gegessen. Ausserdem haben mir meine tausend Freunde immer viele Fruechte vorbeigebracht, die ich aber natuerlich mit den anderen Maedels geteilt hab. Ok, also mein Resume: Posho mit Bohnen ist halb so schlimm, aber jeden Tag zweimal und nichts anderes ist vielleicht schon ein bisschen eintoenig auf die Dauer...

Mit dem Waschen war es auch so eine Sache. Gut, dass wir in Lwebitakuli schon ein bisschen geuebt haben, dort gab es auch keine Dusche. Aber im dormitory habe ich mich unter Fledermaeusen in einem dunklen Loch mit nur einer Schuessel und nem Kanister Wasser gewaschen. Nach den Maedels sogar zweimal am Tag, aber mir hat natuerlich einmal am Tag gereicht, ich Dreckspatz... Am Ende habe ich dann gemerkt, dass es draussen in einem kleinen Haeuschen noch einen Waschplatz ohne Fledermauskacke gegeben haette, aber das hat mir ja niemand gesagt...

Schlafgewohnheiten haben die da auch ganz komische. Licht die ganze Nacht durch. Zum Glueck gab es von der zweiten Nacht an keinen Strom mehr, dann hat man auch nicht mehr so gut gesehen, dass ich weiss bin. Ach ja und es ist uebrigens ein Geruecht, dass da keine Jungs drin sind. Da kamen staendig welche zu Besuch... Die ganze Nacht laufen mindestens zwei Radios. Meistens rauscht eines, aus einem kommt Musik und aus nem dritten Gelaber... Ich freu mich auf mein ruhiges Bett in Masaka!!

Morgens geht das Gewusel dann ab ca 6 Uhr los, die Maedels plappern, waschen sich, den Boden oder Geschirr und dann gehen alle mit ihren Bechern oder Termoskannen zur Porrigekueche und holen sich ihr Geschlabber. Ich hab dann immer brav meine Jeans mit Loch (unter anderen Umstaenden unmoeglich) angezogen und bin in die Schreinerei gegangen. Ich hab meine Klamotten aber den Tag ueber angelassen, meine Kollegen haben meistens immer noch ein sauberes Hemd dabei fuer die Teepause oder wenn Besuch vorbeikommt! smile Ja, die ziehen sich dann tatsaechlich schnell um und schwupps sind sie wieder geschniegelt und gestriegelt wie es sich fuer einen rechten Ugander gehoert. Mit den Schuelern durfte ich uebrigens nicht zusammenarbeiten. Keine Ahnung, wo die die ganze Zeit waren. Theorieunterricht und glaub auch exams. Ich hab immer mit den Arbeiter gearbeitet und ich war auch echt fleissig: Wir haben Stuehle angestrichen, Latrinentueren (Tueren fuers Plumsklo) gemacht und Schraenkchen zusammengenagelt. Ich durfte sogar kurz an der Kreissaege saegen!

Ja, jetzt ist es schon dunkel und ich muss los. Aber das meiste ist auch schon gesagt. Vielleicht schreibe ich beim naechsten mal von meinen Besuchen bei meinen Arbeiterkollegen und neugewonnenen Freunden. Ich wurde in Kyamulibwa insgesamt fuenfmal nach Hause eingeladen, das war echt spannend, mal so richtige ugandische kleine 'Wohnungen' zu sehen.

Ok, aber jezt muss ich wirklich. Viele Gruesse ins kalte Deutschland! Bei uns hier ist Sonnenbrandwetter!!

Lwebitakuli

Jetzt ist echt mal wieder ein Eintrag faellig! Ich habe viel erlebt in der Zwischenzeit. Ich war mit Marie ein paar Tage in Lwebitakuli ne neue Gruppe Young Catholic Workers Movement zu gruenden. Das war echt schoen und wir waren von den Jugendlichen beeindruckt. Es hat schon eine Gruppe existiert, sie wollten nur noch offiziell dem Movement beitreten und sie haben uns mit einem perfekt organisierten meeting inklusive Entertainment ueberrascht. Die meetings in Uganda sind wirklich auch so eine Sache... Am meisten wundert uns immer, wie die offiziell Verantwortlichen immer so bachelig rueberkommen und trotzdem alles so gut laueft. (Scheinbar oder tatsaechlich, das werden wir uns im Januar anschauen, wenn wir die Gruppe nochmal besuchen und die Projekte besichtigen)
Neben dem meeting und ein paar Spielchen in zwei Schulen hatten wir aber auch jede Menge Freizeit, die wir im Busch verbracht haben. Lwebitakuli ist wirklich trocken und es gibt viele Baeume, die original nach 'Koenig der Loewen' aussehen!! Dort haben wir gepennt und viele Bilder gemacht. Es wuerde sich lohnen, ein paar davon hochzuladen, vielleicht komm ich mal dazu... Ansonsten waren wir dort auch zum ersten mal auf einem richtigen Markt im Busch und haben sogar den Viehmarkt besichtigt! Es gibt einfach ueberall Buesche, Huegel und ausgetrocknete Erde und ploetzlich steht man vor nem Platz der dem Oberstaufener Viehscheidt aehnlich ist, nur die Hoerner der Kuehe sind laenger! Das nur soviel dazu, die Erinnerungen an Kyamu sind noch frischer und wie gesagt, vielleicht kommen noch Bilder!

Wangaala Kabaka - Lang lebe der Koenig!!!

Gestern war also der grosse Tag in Kitovu und der Kabaka ist tatsaechlich gekommen. Fuer alle die sich noch nicht mit der ugandischen Politik auseinander gesetzt haben: Es gibt neben der staatlichen Regierung mit dem Praesidenten Museveni noch das alte Koenigreichtum. Masaka liegt im Koenigreich Buganda, ein grosses und vor allem frueher ein sehr einflussreiches Koenigreich. Der Koenig von Buganda ist der Kabaka und das Volk der Baganda verehren ihn sehr. Es war wirklich beeindruckend, diesen Koenigsbesuch mit zu erleben!! Zuerst hat es angefangen mit einer vielstuendigen Messe unter den Festzelten. Um noch einen Platz zu ergattern, waren wir zwei Stunden !! frueher da. Leider konnten wir den Koenig waehrend der Messe trotzdem nicht sehen. Die Ugander um uns rum haben alle laut geklatscht und gejubelt und sind aufgestanden, manche haben auch versucht, vor zu draengeln, um den Koenig zu sehen. Nach der Messe konnten wir auch noch einen Blick ergattern. Die ganze riesige Menschenmasse hat einen Gang fuer den Kabaka gebildet! Wirklich beeindruckend wie reibungslos das ging, mit so wenig Security. Es waren soooo viele Menschen da, es war wirklich ueberwaeltigend die vielen schwarzen Gesichter. Als die Bischoefe und der Koenig dann tatsaechlich durchgelaufen sind, ging es richtig los. Alle haben geschrien und gejubelt, mir kam es vor wie bei einem Konzert von einem beruehmten Popstar!!! Danach ist der Kabaka in das Bischofshaus gegangen. Wegen unserer weissen Hautfarbe durften wir auch mit! Wir haben uns dann aber nicht getraut, auf ihn zuzugehen und ihn zu gruessen, aber er hat uns zugewunken!! Wow, der Kabaka hat mich angeschaut! smile Dann war er auch wieder verschwunden, er hat vor der Menschenmenge noch eine kurze Rede gehalten. Nachdem der Kabaka gefahren ist, war das Fest dann auch zu Ende. Die Staende der Exhibition, auch village genannt, sind wieder abgebaut worden und der Platz hat sich gelehrt, zurueck geblieben sind nur unzaehlige kleine Plastiktueten und allerlei anderer Muell.
Also, das war wirklich eine ereignisreiche Woche!! Vielleicht lade ich ein anderes mal noch Bilder hoch! Viele Gruesse von Beate Nakawunde und schreibt mal wieder!! smile

The Exhibition und was sonst noch grad so los ist

Weil heute das Internet so rasend schnell ist, gibts gleich nochmal nen Eintrag!! Und zwar ueber die besagte "Exhibition". Anlaesslich des 100jaehrigen Jubilaeums der Gemeinde Kitovu findet eben diese Ausstellung statt. Kitovu ist eine sehr wichtige Gemeinde, das vorne weg, fuer die Dioezese Masaka und auch sonst. Dort stizt naemlich auch der Bischof und die ganze Dioezesanverwaltung. Und dort hatte auch nach den weissen Missionarsbischoefen der allererste schwarze Bischof seinen Sitz! Und eben diese Gemeinde feiert am Sonntag 100jaehriges Jubilaeum, das wird ein ganz grosses Fest, es soll auch der Kabaka, der Koenig im Koenigreich Buganda kommen! Wir hoffen alle, dass er auch tatsaechlich kommt. Letzte Woche gab es in Kampala und auch in Masaka naemlich Unruhen wegen eines Konfliktes zwischen dem Praesidenten und dem Kabaka. In Kampala sind auch Menschen umgekommen, 24 stand in der Zeitung... Ueberall haben die Leute gestreikt, weil sie ihren Koenig so verehren und unzufrieden mit dem Praesidenten sind. Das Militaer ist daraufhin losgezogen und hat Leute verhaftet und verpruegelt. Es sind auch viele Schuesse gefallen... Uns geht es aber gut, wir durften an diesen Tagen einfach nicht nach Masaka town und die Laeden waren ueberall zu. Ausserdem ging auch das Handynetz einen ganzen Tag ueberhaupt nicht. Wahrscheinlich, um den Informationsfluss zu stoppen... Offiziell gibt es in Uganda das Recht zu streiken, aber die Realitaet sieht eben anders aus... Deswegen ist es noch nicht ganz sicher, ob der Kabaka tatsaechlich zum Jubilaeum kommen kann, aber wahrscheinlich schon, weil es nur ein ueblicher Besuch ist.
Ok, jetzt aber zur Ausstellung: Es sind viele Huetten neben einander, in denen die unterschiedlichsten Gruppen Plakate und Bilder ueber ihre Arbeit ausstellen oder ihre Waren verkaufen. Das Transitory home und die CWM/YCWM haben auch Staende. An den meisten Staenden kann man aber nur Essen oder Trinken kaufen. Die Staende sehen auch nicht aus, wie man sich in Deutschland eine Ausstellung vorstellt. Die Leute haben Stuehle,Tische und Matratzen mitgebracht. Manche sogar Kuehlschraenke und Fernseher! Und jede Huette hat eine Gluebirne in weiss oder auch in bunt. Ueberall kann man bis spaet in die Nacht Musik hoeren, weil es muessen ja auch Leute uebernachten und auf die Waren aufpassen. Marie und ich sind auch jeden Abend bei unserem YCWM-Stand und trinken Bier oder Wein (Ananas, jambula, red berry, red beat <-- keine Ahnung was das ist, schmeckt aber super lecker) mit Ben und den anderen Catholic Workers. Wir sind schon gespannt auf den Sonntag, den Hoehepunkt des Festes!! Also, ich habe hier jede Menge Spass und mir geht es blendend!! Machts gut und schreibt weiterhin fleissig comments,
Beate Nakawunde
Ach ja: Matooke, das sind uebrigens die Kochbananen hier, die gibt es in manchem ugandischen Kuechen zum Fruehstueck, zum lunch und zum supper!!

Meine Arbeit....

So,jetzt gibts mal wieder nen Blogeintrag!!! Ich will endlich mal berichten, was ich hier eigentlich so mache: Meine Arbeit gestaltet sich hier sehr chillig. Meistens wenn ich im Buero rumhaenge, hab ich nicht wirklich was zu tun. Wir fangen sowieso meistens mit einer Teepause an. Das heisst, ich bin um 10 da, Ben kommt um 10 nach 10 und dann trinken wir erstmal Tee. In den ersten Tagen hab ich ein bisschen deutsche Ordnung in Bens Buero gebracht smile Wir haben neue Ordner erstellt und ich hab seine Unterlagen mal durchsortiert. Da war eine ganz schoene Unordung… Sonst sitzen wir meistens zu zweit am Schreibtisch und tippen irgendwas ab. Also er diktiert und ich tippe. smile Einmal haben wir zum Beispiel die Abrechnung fuer den August fertig gemacht, das heisst wir haben die Belege in eine Tabelle eingetragen. Einmal durfte ich auch fuer einen Freund eine Kostenkalkulation fuer seine Hochzeit abtippen, weil er keinen PC hat… Ausserdem haben wir Plakate ueber die YCWM fuer die Ausstellung anlaesslich des 100jaehrigen Jubilaeums der Gemeinde Kitovu gemacht. Zum Glueck hatten wir von der letzten Ausstellung noch welche, also war das auch schnell gemacht. smile Ueber die Ausstellung gibt es auch noch einiges zu berichten, aber das verdient einen eigenen Blogeintrag!
Unter der Woche ist also im Buero normalerweise nicht so viel zu tun, zumindest bis jetzt. Einmal war ein Meeting mit den Dioezesanleitern in der Kantine, da wurde zum Beispiel die vergangene 72h Aktion nachbesprochen und weitere Aktionen geplant. Natuerlich ging es auch viel um Geld wie immer hier… Am Wochenende ist dagegen oft was los. Mit einer Jugendgruppe haben wir zum Beispiel einmal in harter Handarbeit einen Volleyballplatz erstellt. Eine andere Gruppe haben wir bei ihrer nachtraeglichen 72h Aktion besucht. Die Gruppen besuchen ist immer spannend, weil es da richtig aufs Land geht. Nur, muss ich dann immer eine Rede schwingen, das heisst, sie sind schon daran gewoehnt, dass ich immer nur ein paar wenige Saetze sage… smile
Auch ausserhalb von dem YCWM bin ich immer sehr beschaeftigt. Father Simon Peter, ein Priester, den ich ueber Lisa kennengelernt habe, ist bis letzte Woche immer fleissig bei mir vorbei gekommen, um deutsch zu lernen. Maria, die andere Praktikantin hilft aber auch schon mal aus, wenn ich keine Zeit habe. Father Simon Peter ist uebrigens gerade in Deutschland, fuer alle, die ihn kennen!
Ausserdem bin ich jetzt immer zwei mal die Woche in einer Schule, um ne Stunde Kinderbetreuung machen. Da hau ich mit der anderen Praktikantin Marie ein paar schoene paedagogische Spiele raus smile Bilder davon gibts vielleicht auch noch spaeter. Marie waere uebrigens auch ein Blogeintrag wert, aber ich weiss nicht, ob ich das noch schaffe, Bilder kommen aber natuerlich noch!
Ach ja, und fuer Anne Namuddu durfte ich natuerlich auch schon ein paar Briefe abtippen, aber das ist auch jedes mal sehr witzig, sie ist immer fuer einen kleinen Spass zu haben!
So, das waers erstmal von meiner Arbeit! Es macht wirklich alles sehr viel Spass!
Viele Gruesse,
Beate Nakawunde!

Die ersten zwei Wochen!!

Als erstes mal danke fuer die vielen Comments! Das mit den Fotos ist tatsaechlich nicht so einfach, dauert ewig hoch zu laden. Aber vielleicht versuche ich es irgendwann mal... Ihr koennt aber auch hier schauen, das sind die Bilder von Margret, meiner Schwester und Benni, wenn sie es geschafft haben das afrikanische IT-system zu besiegen, sehr ihr da auch Bilder von mir: http://gallery.me.com/benjaminpuhl#100305
Der Abipulli ist leider nicht mit dabei, muss dich enttauschen Michi. Genau wie die helle Hose hab ich es daheim gelassen, hab ich nur noch am letzten Tag daheim angehabt... Ich brauch ja auch noch was zum anziehen, wenn ich zurueck komme!

Aber jetzt mal zum Wesentlichen: Mir geht es hier super gut!! Ich habe viel Urlaub gemacht und schon viel gesehen. Zuerst habe ich ja meine Cousine Lisa getroffen und dann sind gleich meine Schwester Lucia mit Ali und Martin und dann meine andere Schwester Margret und Benni gekommen. Ausserdem ist auch ueberall mit dabei: Maria, eine andere Praktikantin. Wir waren alle zusammen im Queen Elizabeth Nationalpark. Das war wirklich super. Wir haben Elefanten, Nilpferde, Antilopen, Bueffel, Warzenschweine, Affen und jede Menge tolle Voegel gesehen. Nur leider keine Loewen.

Auch sonst gefaellt es mir hier wunderbar. Es ist zwar noch nicht so richtig Alltag eingekehrt, aber es hoert sich alles sehr vielversprechend an! Ben, mein Anleiter hier, hat mir schon ziemlich viel gezeigt und erklaert. Ich werde also bei Young Catholic Worker Movement arbeiten, das ist so etwas wie die CAJ (katholische Arbeiterjugend) in Deutschland. Ist echt witzig, die Jugendarbeit ist auch tatsaechlich so aehnlich aufgebaut, wie ich es von der KSJ kenne. Ich werde dann mehr schreiben, wenn ich mal richtig angefangen habe zu arbeiten! smile Erstmal alles anschauen lautet die Devise smile

Also mir geht es wirklich sehr gut hier und ich schicke allerliebste Gruesse nach Deutschland!! Ich freue mich ueber eure Comments und mails!!

Machts gut,
eure Beate "Bieti" Nakawunde (mein neuer lugandischer Name)




Dann sag ich mal "Tschüssi"!!

So, ich meld mich hier jetzt noch ein letztes mal aus Deutschland! Morgen nachmittag geht mein Flieger ab! Meine sieben Sachen hab ich schon zusammen wie ihr seht. Leider ist das Foto nicht besonders geglückt, wir haben das "zur Sicherheit"-Bild weggelassen und der Rucksack ist zu schwer, um die Fotosession zu wiederholen wink
Also, dann machts mal gut und bis bald!!
Beate

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