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Damn Dan

Personal Blogfish

Ein Arzt, ein Tag

An sich ist dies keine lustige Geschichte: keine Witze, keine Dramatik, keine Pointe, aber wo sonst kann man über so etwas Unwichtiges berichten...

Nachdem ich letzte Woche eineinhalb Stunden länger in der Schule geblieben bin, weitere eineinhalb Stunden Zeit Busfahrt auf mich nahm um beim Arzt festzustellen, dass er streikt, versuchte ich diese Woche noch einmal, ein Wort mit ihm zu wechseln. Eine Stunde bin ich länger in der Schule geblieben, eineinhalb Stunden Busfahrt habe ich auf mich genommen, um 14:55 Uhr stand ich vor der Tür - nur um festzustellen, dass er erst um 16:00 Uhr öffnet und ich eine weitere Stunde vor der Tür verbringen würde. Das Wetter war allerdings perfekt um zu warten, ein Wetter, bei dem man einfach gern vor der Tür steht: die Sonne schien -irgendwo in Australien vielleicht, es betrug ungefähr -10°C gefühlte Außentemperatur, es regnete in Strömen und ich war allein :irked: . Als ich dann die Tür um etwa 16:05 geöffnet bekam freute ich mich sehr, schon kurz darauf ein etwa einminütiges Gespräch mit dem Doc führen zu dürfen, mir meinen Zettel geben zu lassen und wohlbehütet mit dem Bus nach Hause fahren zu können. Als ich an der Bushaltestelle stand war es genau 16:10 Uhr uns als ich auf den Fahrplan blickte stellte ich fest, dass dummerweise der Bus seit genau einer Minute weg war, also lief ich in die Stadt.

Insgesamt bin ich also 35 Minuten gelaufen, 50 Minuten länger in der Schule geblieben und habe 3 Stunden an Bushaltestellen und im Bus verbracht und das für eine Minute Gespräch mit dem geeigneten Mann dafür.

Wenn ich übrigens länger über diesen Tag nachdenke frage ich mich, wie viel Zeit ein Mensch für eine Stunde oder sogar einen Tag mit der "großen Liebe" aufwenden will.:confused:

Die fabelhafte Welt der Sparkasse

Irgendwann reicht es! Gerade überprüfte ich meine E-Mails, stellte fest, dass Dell, Tschibo, Yahoo, die Sparkasse usw. allesamt meine Adresse kennen, trug mich geduldig aus etwa 50% der Newsletters aus und löschte die anderen 50% der Spam-Mails. Es ist nicht lange her, dass die Sparkasse mich auch am Telefon vollspammte, mir irgendwelche tollen Angebote machte, mich davon überzeugen wollte, irgendwelche Verträge abzuschließen usw.. Als ich meinen Rucksack in mein Zimmer brachte sah ich einen Brief auf meinem Bett liegen -natürlich von der Sparkasse. Sonst bekomme ich gewöhnlich das Angebot, in ein Kleinkinderfinanzmilitärlager der Sparkasse unter dem Decknamen "First Cash - DAS Sommercamp" eingeliefert zu werden, damit ich dort zum Anzugträger und Spammer manipuliert werde, aber dieses Mal wurden mir neue Möglichkeiten bezüglich der Kennzeichen an meinem Zweirad (kaputte Rollschuhe zählen auch?) und Ausweishüllen angeboten, die Sparkasse schafft also auch ohne die Unterstützung des Militärs für die Ausbildung von Kindern zu Spam-Experten, mich auch per Post zuzuspammen. Zuviel des Spams beschloss ich, dass es besser wäre, nicht paranoid zu werden und einfach schlafen zu gehen, aber vielleicht täte etwas Fernsehen auch gut. Was kommt denn an einem schönen Abend wie diesem? Natürlich:

"Paycheck - die Abrechnung"

Hast du's oder hast du's nicht

Unser Dinosaurier wird zur Zeit verabschiedet. Warum ich das in einen Text schreibe, der auch über viele Wochen wenn nicht sogar Jahre lesbar sein wird ist damit zu erklären, dass seine Verabschiedung etwa Wochen wenn nicht Jahre dauert. Drei Termine sind offiziell angesetzt, einer davon sollte Freitag sein, also am 26.01.07. Der Dinosaurier ist übrigens unser Schuldirektor und deshalb ein Dinosaurier, weil er eine Kieferform hat wie viele Dinosaurier, so alt ist wie die Skelette von Dinosauriern und ich noch nie zuvor bei einem "Menschen" naturgelbe Augen und diese extreme Form von Schuppenpanzer gesehen habe. Er hat auch vermutlich ein Gehirn von der Größe einer Walnuss, allerdings bin ich mir dieser Tatsache noch nicht hundertprozentig sicher, nur etwa neunundneunzigprozentig.

Jedenfalls sollten wir Freitag die ersten drei Stunden Unterricht haben, danach aber frei, damit in der Pausenhalle genug Ruhe und Platz dafür da ist, dass ein Dinosaurier bei seinem Kunstvollen Rundumschlag mit seinem mächtigen Schwanz keine Schüler verletzen braucht oder einfach dass das gesamte Kollegium versammelt werden kann um ihn zu verabschieden. Die Kollegen können eh keinen Unterricht geben, während ein wichtiges Tier verabschiedet wird. (An dieser Stelle fällt mir gerade auf, dass meine Tierliebe dann doch Grenzen hat, auch wenn es um Echsen geht.)

Da unser Biologielehrer es sonst nicht organisiert bekommt, sein Fahrrad auch in seinen Freistunden auf dem Schulhof zu parken und (geistig?) anwesend zu sein um eventuell wichtige Gespräche wie etwa Facharbeitsbesprechungen zu führen und wir in der dritten Stunde bei ihm haben sollten entschied er, dass diese Stunde für Facharbeitsbesprechungen genutzt wird und für den Rest des Kurses entfällt. Somit hatte ich auch die dritte Stunde frei.

Als ich morgens extra früh aufgestanden bin und nicht extra zu spät zur Schule kam stand mein halber Englischkurs in der Pausenhalle versammelt und der stellvertretende Dinosaurier wuselte im Wollpullover um die Menschenansammlung herum. "Wir haben keinen Raum und keinen Lehrer. Da wo wir hatten sitzt jetzt irgendson Spast und sagt da ist praktische Philosophie", teilte eine Kursteilnehmerin mir mit. Nach einer Weile wuselte der stellvertretende Dinosaurier ins Lehrerzimmer, wuselte kurz darauf wieder zurück und sagte, dass eine Telefonkette gestartet wurde, die uns darüber informieren sollte dass der Unterricht nicht stattfindet.

Nicht dass ich nicht dafür dankbar wäre, dass ich gar keine Schule hatte und nicht dass das der extremste Fall von spontanem Schulfrei durch den Ausfall von Einzelstunden gewesen wäre, aber: WARUM SAGT MIR DAS KEINER? Und warum kommt unsere Englischlehrerin nicht auf die Idee, dass wir GAR KEINE TELEFONKETTE HABEN?????

Hallo Bahn!

Letztes Wochenende hatte ich versucht, in ein nahegelegenes Dorf zu gelangen, um einen Freund zu besuchen. Es ist zwar keine große Geschichte, aber als ich in dem "von Gott persönlich verfluchten" Dorf Werdohl umsteigen wollte stand ich am Gleis und hörte in dem Moment als mein Zug hätte einfahren sollen nicht etwa die Durchsage "Bitte Vorsicht bei der Einfahrt auf Gleis eins", sondern "Der Zug entfällt wegen der Sturmschäden".

Gut, dann eben wieder vom Bahnhof weg zum Busbahnhof, über die Überführung und weil ich zu faul zum Laufen bin zwar die Treppen rauf, aber mit dem Fahrstuhl wieder runter. Im Fahrstuhl begegnete ich aber zwei kommerziell ausgerichtet gekleideten jungen Damen mit sehr viel Wangenrouge und kam mit ihnen ins Gespräch. Sie erzählten mir, ihr Zug fahre auch nicht und in einer Stunde führen aber wieder Züge in beide Richtungen. Ich dachte mir, ich könne so lange die Zeit auch im Fahrstuhl verbringen anstatt draußen in der Kälte.

Nach einer halben Stunde Wartezeit in der die eine der Beiden ihren Freund telefonisch verbal verprügelte und ihm "auf den heiligen Koran" und dann auf ihre Mutter schwor, zu ihm nach Duisburg zu kommen während die andere der Beiden angefangen hatte zu singen und es immer noch tat kam eine weitere Durchsage, dass auch jetzt noch kein Zug für die Beiden fahre. Nungut, so ging ich davon aus, dass es nicht viel Sinn macht, einen Zug in die Gegenrichtung auf der selben Strecke zu erwarten und wir standen kurz darauf zu dritt am Busbahnhof, eine telefonierend, eine singend, ich trinkend.

Nach sehr viel (Telefon-)Terror erklärte ich mich bereit, meinen Bruder zu fragen, ob er das eine Mädel zu ihrer Zufriedenheit nach Hagen fahren würde und mich dann nach Hause mitnähme. Natürlich war eine Fahrt nach Hagen das Letzte was mein Bruder wollte und mit noch mehr (Telefon-)Terror klärten wir, dass er uns alle drei in Werdohl abholt, die beiden Mädchen nach Lüdenscheid fährt und mich mit nach Hause ins Niemandsland in dem immer Schnee liegt (siehe Nayrons Blog) nimmt.

Als ich aufgelegt hatte bemerkte ich ein schrilles Quietschen und sah, dass mein Zug nur etwa drei Minuten Klärung und eine Minute Laufen von mir entfernt stand und dementsprechend auch vor meiner Nase wieder wegfuhr.

Nachteilhafte Hinkunft

Hinkunft ist ein Begriff, der mir gerade für das eingefallen ist, was ich als Nomen für "hinkommen" gesucht habe, im Sinne von "hinkommen" als Inhalt einer vorwurfsvollen Frage "Wo kommen wir denn da hin?".

Ich war neulich wegen unserer leicht militärisch angehauchten Sportlehrerin bei meinem Hausarzt, von dem ich nicht genau weiß, aus welchem Land er ursprünglich kommt, aber ich meinte es sei der Irak gewesen. Ich wollte ein Dauerattest für Sport, sodass ich nie, NIEMALS wieder in diesen Sportunterricht gehen muss. Herr Dr. wollte mir aber ungern ermöglichen eines zu bekommen, weil er nach meinen Erzählungen aus dem Sportunterricht der Meinung war, man müsse eher gegen die Frau vorgehen, anstatt dass jeder für sich einen Weg sucht, hinterrücks seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Die Lehrerin werde, auch wenn 30 Schüler aus ihrem Kurs ein Dauerattest mitbrächten, weiter unterrichten dürfen und dies sollte man allgemein verhindern. Sein Hauptargument dafür war:

"Sonst kommen wir dahin wo ich herkomme und das wär gar nicht gut!" :devil:

Wortklauberei?

günstig etwas tun.......= man zahlt wenig, oder?
kostenlos..................= man zahlt nichts, oder?
Zahlungen empfangen.= man bekommt Geld, oder?
bezahlen...................= man gibt Geld ab, oder?

Einstellungsverfahren eingestellt?

Heute saß ein Viertel der Jahrgangsstufe dicht zusammengequetscht wie Ölsardinen in einer entsprechenden Dose, neben mir Nayron und daneben etwa in der Tür Herr R., der als Aufsichtsperson eingeteilt war.

Als an entsprechendem Morgen der dem in Neveroddorevens Blog beschriebenen Brillenhecht stark ähnelnde AOK-Mitarbeiter versuchte Auszubildende für die Krankenkasse zu werben erzählte er von einer Bewerberin, die ihm das erste Mal in seinem Leben gewährte, zu erfahren, wie ein String-Tanga aussieht (sonst lieber weiße Blümchenwäsche in Größe XXXXXXXL an einer ungeschminkten Frau mit Pottschnitt?). Sie habe sich vornüber gebeugt, weil ihr ein Gegenstand zu Boden gefallen sei und dabei habe ihr Pullover in Zusammenarbeit mit ihrer Hose für einen Schwarzen Querstreifen Sichtbarkeit verschafft, von dem aus ein weiterer, aber senkrechter Streifen sich bis in die Hose zog.
Herr R. warf in diesem Moment nur die Vermutung ein:

"Sofort eingestellt!"

Nudeln!

Ich liebe Nudeln und Herr D. vom Bergstadt-Gymnasium liebt Mathematik. So hat jeder seine Interessen und manchmal liegen Welten dazwischen. Während ich es schaffe, innerhalb von zehn Minuten zwei sehr große Teller Nudeln mit "Irgendetwas" oder "Interessantes Dressing" zu inhalieren kann Herr D. sich innerhalb zehn Minuten zwischen vier und 17 Male in den Himmel und wieder zurückrechnen (Ausschlaggebend für die Formulierung war vor einigen Jahren bereits Nayron.). Wie oft haben wir uns vorgestellt, wie Frau D. Herrn D. verführt oder ihn anders glücklich macht? Nur ein paar Auszüge aus unseren Fantasien:
"Oh, du Hengst, wollen wir Integrale rechnen?"
"Liebling, weil heute unser Hochzeitstag ist habe ich dir eine extra schwere Parabel ausgerechnet."
"Schatz, du musst noch den Hausflur berechnen."
"Oooh! Oh ja! Aaaah Baby! Ex...po...nential...funktionen!!!!!"
"Weißt du noch am ersten Tag nach der Geburt, als wir den Oberflächeninhalt unseres Kindes ausrechneten?"
Eine weitere Fantasie war, dass sich Herr D. nach der Schule mit Frau A. heimlich verabredet, um ihr Glockenvolumen zu berechnen (sie hat in etwa diese Form). Jedenfalls blickte ich Heute auf den Tisch und freute mich über die dort liegende Packung Nudeln. Manchmal liegen die Welten wohl doch nicht so weit auseinander:
Der Name der Nudeln lautet "Integralis".

Kentucky Fried Chicken beim SSK!

Kentucky Fried Chicken hatte offenbar mal einen großen Ausverkauf, jedenfalls hat Frau Hund mir heute etwas ungewöhnliches erzählt. Ein Auszug aus ihrem Satz war:

"[...] bei Kentucky Fried Chicken, wo wir damals die Gesangsanlage gekauft haben[...]"

Ein Euro

Eigenlob stinkt, aber...

Da stand ich doch neulich mit Nayron im Kiosk und sah ihm dabei zu, wie er seinen Kaffee schlürfte. Die Kioskbesitzerin M. hatte unter anderem eine offensichtlich gute Bekannte im Kiosk stehen mit der sie sich unterhielt. Als diese ging und M. sich mit den Worten "Und denk dran: Wenn du ganz brav bist kriegste Samstag 'n Euro von mir." verabschiedete musste ich nur kurz einwerfen: "Das ist für die meisten ne Stunde Arbeit."
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