Thursday, 29. October 2009, 23:25:21
Bei einem großen Unternehmen, das seine Mitarbeiter ausspioniert, ... nein, nicht die Bahn, auch nicht die Telekom, und Siemens auch nicht, ich meine den Lebensmitteldiscounter. Auf jeden Fall gibt es da die Marke Gebirgsjäger. Und natürlich gibt es vom Gebirgsjäger Fleisch. Und was assoziiert man nicht alles für männliche Tätigkeiten mit
Gebirgsjägern. Harte Kerle von keiner Naturgewalt klein zu kriegen. Mit Geduld, Geschick und Ausdauer scheues Rotwild erlegen. Oder sogar unter Gefahr für die eigene Gesundheit Wildschweine schießen. Zumindest aber Enten jagen. Also irgendwas männliches halt.
Und was gibt es vom Gebirgsjäger? Frikadellen und Schinken - natürlich fettarm und in Scheiben. Aus Schwein und Huhn.
Hausschwein und Huhn. Und während ich noch überlege, in welchem deutschen Urwald es noch wilde Hühner gibt, und wie viele Schuss mit dem vollautomatischen Elefantenfänger der Gebirgsjäger braucht, bis aus so einem aggressiven Hühnchen eine verzehrfertige Frikadelle wird, packe ich auch gleich noch einen Müsliriegel ein, den man unter dem Namen sicher nicht auf dem englischsprachigen Raum verkaufen mag. Oder würden sie etwas essen wollen, dass kitschig, blöd, abgeschmackt oder schmalzig heißt? Ja, irgendwo an 4. Stelle gibt es auch die veraltete Bedeutung kornreich. Aber das kann Schwartau ja nicht meinen, schließlich sind in Corny nur
gepresste Mehlklumpen.
Es ist schon
Saudhof, mit welch unglücklichen Namen manche Produkte gestraft sind. Manchmal steckt nicht nur der Teufel im Detail sondern prangt sogar der
Satan in Schriftgröße 128 auf Satellitenschüsseln.