Weißes Rauschen

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Warum lässt ein allmächtiger Gott Leid zu?

Wie erklärt es die Bibel?

In Genesis Kapitel 3 behauptete Satan, Gott würde die Menschen unnötig bevormunden. Sie könnten selbst genauso gut zwischen Richtig und Falsch entscheiden. Die Menschen stimmten Satan zu und begannen freie Entscheidungen zu treffen. Zuerst, indem sie von dem verbotenen Baum aßen - dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Danach, indem Kain seinen Bruder tötete.

Verhinderte Gott alles Leid, machte er sich selbst zum Lügner, denn es ginge den Menschen ohne seine Gesetze auch gut. Selbst wenn er sich auf alle Ewigkeit so zum Affen macht, löst das nicht alle Probleme. Denn manches Leid lässt sich nicht verhindern, ohne den Täter einzuschränken: verhindert Gott eine Vergewaltigung, ist er der böse, weil er Menschen bevormundet; lässt er sie zu, ist er der böse, weil er Leid zulässt.

Bevor Gott sich selbst zum ewigen Lügner, Affen und Bösewicht macht, lässt er die Menschen alleine herum kaspern - zumindest bis das Experiment der Selbstverwaltung gescheitert ist.


Auto-FormenPolemik gegen kleine Religionsgemeinschaften

Comments

Unregistered user Monday, November 28, 2011 7:36:32 AM

David writes: Darüber haben sich schon vor Jahrhunderten die Geleerten (!) die Köpfe zerbrochen. Man muss unglaubliche Gedankenverzwirbelungen hinlegen, um das vernünftig zu erklären - falls man an Gott glaubt. De facto gibt es keinen Gott - es gibt nur Menschen. Wir sind für das verantwortlich, was wir tun und die Natur kennt das Wort "Verantwortung" überhaupt nicht. Wenn man sich mit Religionswissenschaft befasst, wird schnell klar, das "Gott" eine Erfindung von Priestern zur Festigung Ihrer Macht war (und ist). Gutgläubige lassen sich eben leicht verführen.

SaschaEinSascha Monday, November 28, 2011 5:43:50 PM

Ich respektiere Deine Meinung, kann mich ihr aber nicht anschließen:

Originally posted by anonymous:

Man muss unglaubliche Gedankenverzwirbelungen hinlegen, um das vernünftig zu erklären - falls man an Gott glaubt.


Wenn ich das in 3 Absätzen erklären kann, kann es nicht so kompliziert sein.

Originally posted by anonymous:

De facto gibt es keinen Gott - es gibt nur Menschen.



Was meinst Du mit "De facto"? Damit Gottes Nichtexistenz ein Fakt sein kann, müsste sie bewiesen sein. Ist sie aber nicht, wahrscheinlich wäre seine Nichtexistenz sogar unbeweisbar (ein erkenntnis-theoretisches Problem).

Originally posted by anonymous:

"Wenn man sich mit Religionswissenschaft befasst, wird schnell klar, das "Gott" eine Erfindung von Priestern zur Festigung Ihrer Macht war (und ist).



Ich stimme zu, dass Menschen den Glauben anderer auszunutzen und Irrlehren verbreiten. Die Behauptung, Religionswissenschaft halte Gott für eine Erfindung von Priestern, ist aber unhaltbar.


Unregistered user Wednesday, February 1, 2012 2:06:45 AM

Anonym writes: @david: verantwortung ist ein durchaus natürliche eigenschaft. es ist eine erwartungshaltung, das imaginäre potential einer person auf probleme antworten zu können. nicht immer wird jemand dieses potential tatsächlich besitzen. dann wird jemand zur rechenschaft gezogen, quasi über sein potential, zu antworten, abgerechnet. gott ist eine personifizierung allen paradoxens. insofern erwarten wir oder zumindest gottgläubige von gott eine rechtfretigung, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es erwarten. gott ist quasi die antwort auf alle ungelösten probleme in form einer frage ^_^

Unregistered user Wednesday, February 1, 2012 2:09:32 AM

Anonym writes: s/ungelöste probleme/fragen/ nicht jede frage behandelt ein tatsächliches problem.

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