Incredible India

Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen

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Das war's

Vor einem Jahr hab ich den ersten Eintrag aus Bangalore geschrieben, jetzt bin ich wieder hier...wenn der Bericht schon so beginnt, wisst ihr wohl schon was jetzt kommt...ja, das wird der letzte Eintrag sein!

Die letzten zwei Monate habe ich nochmal ganz und gar den Alltag in Prakashpalaya genossen. Nur durch zwei kleine Besuche in Mysore wurde er unterbrochen, bei denen ich einmal den Palast von tausenden Gluehbirnen beleuchtet gesehen hab (sehr beeindruckend aber halt auch ein bisschen Stromverschwendung) und beim anderen viele andere Volontaere beim "Volunteers meeting" getroffen hab.
Ansonsten ist das Leben so vor sich hin geplaetschert und es war richtig schoen! Am 15. August haben wir kraeftig Indiens Unabhaengigkeit gefeiert und letzten Mittwoch kam dann beim Kirchenfest nochmal richtig Leben ins Dorf. Ich sag nur Festmesse mit 16! Priestern und 3-stuendige Prozession!

Und dann kam der Abschied...Es war traurig und schoen.
Viel mehr will ich jetzt gar nicht schreiben. Erstens weil ich euch alle in drei Tagen wiedersehen und euch alles persoenlich erzaehlen kann und zweitens weil sich das Gefuehl sowieso nicht beschreiben laesst, dass man hat, wenn man mit der Rikshaw davon faehrt und ueber 200 Kinder aus ihren Klassenzimmern gestuermt kommen um nochmal zu winken!

So, genug der grossen Worte.
Ich danke euch fuers lesen und hoffe der Blog konnte euch einen kleinen Einblick in mein Indisches Jahr geben. Ich habe mein bestes gegeben, aber wenn ich mir die Eintraege jetzt so anschau, kann ich nicht sagen, dass sie dieses Jahr wirklich widerspiegeln.
Aber Incredible India laesst sich halt nicht so leicht aufs Papier oder in die Tasten bringen!

Bis Bald!

Familienbesuch

Die letzten zwei Wochen war ich mal wieder unterwegs. Und zwar nicht einfach so, sondern weil Besuch da war! Von Mama, Papa, Margret und Benni. Schön wars!

Hampi

Die erste Station mit Mama und Papa war Hampi. Mitten in einer großen Steinlandschaft gibt es hier viele alte Tempelruinen zu sehen. Diese haben wir zu Fuß, per Boot und mit dem Fahrrad erkundet. Tempel, Tempel, Tempel und noch ein Tempel in einer wirklich schönen Atmosphäre vor allem wegen der atemberaubenden Landschaft.

Rund um Hassan...

...gibt es einiges zu sehen: In Shravanabelagola eine große Statue und in Belur und Halebid noch mehr Tempel. Hier war auch endlich unsere Reisegruppe mit Margret und Benni komplett und alles lief so glatt dass wir schon fast Angst hatten die Sehenswürdigeiten zu schnell abzuklappern und am Schluss zu viel Zeit übrig zu haben...aber nur fast. In Hassan wurde ich mal wieder vom Zufall überrascht als ich auf dem überfüllten Marktplatz plötzlich ein bekanntes Gesicht wieder fand. Ein Brother der eine Zeit lang in meinem Projekt in Prakashpalaya gewohnt hat. Der hat uns natürlich gleich im Don-Bosco-Haus einquartiert. Tja, nicht nur die Welt, sondern auch Indien ist klein!

Prakashpalaya

Mein Besuch wollte natürlich auch mein Zuhause kennen lernen und es hat Spaß gemacht meine Familie mit in meine Welt zu nehmen. Nur wer die Giraffe Benni nun denn eigentlich wirklich ist, wird für die Einwohner Prakashpalayas wohl immer ein Geheimnis bleiben: Kein Bruder? Kein Ehemann? Häää?

Kerala - Backwaters

Als nächstes gings dann nach Kerala „God‘s own Country“. Nach einer Nacht auf dem Hausboot hatten wir das Glück auch noch ein Schlangenbootrennen mit anzusehen. Das war wirklich ein Spektakel: Bis zu 80 Ruderer waren da in einem Boot und die Zuschauer waren bester Stimmung. Während die ganze Welt Fußball schaut haben wir Ruderer angefeuert, auch nicht schlecht!

Ashram

Auch wenn der männliche Teil unserer Reisegruppe diesem Ziel sehr skeptisch gegenüber stand: Einen Tag lang haben wir einen Ashram besucht. Sicherlich eine interessante Erfahrung doch leider war Amma, die Frau die mit ihren Umarmungen tausende von Menschen fasziniert auf Reisen in den USA. Vielleicht unser Glück, denn so ist niemand dort hängen geblieben und wir sind alle ohne Gehirnwäsche davon gekommen.

Cochin

Ein nettes Städtchen. Und mit ein bisschen Sight seeing (Chinesische Fischernetze, „Dutch“-Palace, Synagoge) und viel Souvenir-shoppen ein typischer Urlaubstag.

Ayurveda

Die letzte Station des Urlaubs hatten wir Margret und Benni zu verdanken. Ein paar Tage entspannen in sauberen Zimmern, umgeben von guten Düften und leckerem Essen. Und nebenbei noch eine kleine Ayurvedabehandlung. Sehr interessant was man per Pulsdiagnose so alles heraus finden kann!


Jetzt sind Mama und Papa wieder zu Hause und ich wieder zurück in Prakashpalaya. Ich weiß das hab ich schon öfter geschrieben aber so langsam wird es ernst: Bald ist meine Zeit hier zu Ende! Nur noch zwei Monate mit den vielen kleinen Kinderlein! Der Abschied wird sicher schwer aber ich freue mich auch schon auf daheim und auf euch alle. Aber davor gibts hier sicher noch mal einen Eintrag...oder zwei...aber mehr nicht!

blablabla

jetzt ist schon wieder ein Monat seit dem letzten Eintrag vergangen, da dachte ich, es wird mal wieder Zeit sich zu melden.
Aber eigentlich ist nicht allzu viel passiert. Den Mai habe ich größtenteils hier in Prakashpalaya verbracht und das Leben ist so vor sich hingeplätschert.


Ein Wochenende gab es aber doch an dem es wieder etwas zu erleben gab. Für ein paar Tage sind wir mal wieder nach Bangalore gereist um Lisas Schwester, die zu Besuch kam, abzuholen. In der Nähe von Bangalore haben wir dann eine Safari gemacht. Naja Safari...der Nationalpark war ziemlich klein, eher ein großer Zoo. Meine Safari-verwöhnte Afrikafamilie würde mich wahrscheinlich auslachen ;-) Nur auf eines kann der Park richtig stolz sein: Weiße Tiger! Wirklich faszinierend, so große und anmutige Tiere!

Jetzt hat die Schule wieder angefangen und somit auch die Arbeit und der Alltag. Schon in einer Woche steht aber der nächste Urlaub an, wenn der Familienbesuch aus Deutschland kommt. Darauf freue ich mich schon und dann gibt es bestimmt auch wieder mehr zu berichten!

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