My Opera is closing 1st of March

Freundin Montgomery

Schuhe sind treuer als Männer

Mein wiederkehrender Alptraum

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Letzte Nacht ereilte mich wieder dieser Alptraum, der mich seit einigen Jahren verfolgt. Es ist ein Geburtstraum mit fühlbaren Schmerzen nach dem Aufwachen. Ich hasse diesen Traum, kann ihn aber nicht deuten. Wahrscheinlich spukt er deshalb noch immer in meinem Unterbewusstsein herum.

Ich träume, dass ich in einem Kreißsaal liege. Dieser Saal ist schmuddelig. Rostiges Regenwasser läuft unaufhörlich von den Wänden und sammelt sich in einer Rinne am Boden. Es riecht nach Chlor und verbranntem Fleisch. In dem Traum bin ich auf einen Tisch geschnallt und nackt. Gleißendes OP-Licht blendet meine Sicht. Ich kann nicht erkennen, welche Personen anwesend sind, aber ich spüre ihre Gegenwart. Im Hintergrund läuft klassische Musik. Ich bin mir nicht sicher, aber es scheint, als würde sie rückwärts laufen.

Mein Blick wechselt auf meinen Körper. Plötzlich verändert sich die Blickweise und ich schaue aus der dritten Person auf mich selbst herab. Ich bin dick. Unendlich pervers schwanger. Nackt. Nur meine Lieblings-Stiefel trage ich: Hohe Stiefel in schwarz von Gianni Gregori. Aus edlem Leder und mit Zierschließe am Schaft. Reißverschluss, tragefreundlicher Textilinnenausstattung und Synthetiklaufsohle mit modischem 75-mm-Keilabsatz. Sie sind perfekt gewichst und reflektieren das Licht. Ein Traum im Traum. Wundervoll.

Dann öffnet sich die Tür und Julian, mein Ex, kommt herein. Er trinkt rostiges Wasser aus der Rinne und spuckt es wieder aus. Dann nimmt er eine Schere und schneidet meinen Bauch auf. Ich kann mich nicht bewegen. Weiterhin schwebe ich über mir und kann nichts tun. Nur zuschauen.

Mit Klammern wird mein Bauch aufgehalten und die Personen, die um den Tisch stehen, greifen allesamt in mein Inneres. Sie holen ein Baby nach dem anderen aus meinem Bauch. Alle Babys sehen aus wie Grace Kelly. Furchtbar! Grace Kelly!

Dann wache ich schweißgebadet auf. Mein erster Weg führt mich zum Schuhschrank. Ich schaue nach, ob meine Stiefel noch da sind. Sind sie. Danach hebe ich an, wieder ins Bett zu gehen und schlafe daraufhin wieder ein.

Was kann das bedeuten?

BüroarbeitBoutiquenschlampe

Comments

Unregistered user Monday, October 20, 2008 12:13:04 AM

Véronique writes: Das ist ganz einfach, Süße. Dein Unterbewusstsein will dir mitteilen, dass du endlich produktiv werden musst, dein Drang nach kreativer Selbstverwirklichung wird sich sonst gegen dich richten und dich verschlingen. Sicher stehen das Krankenhaus und der Kreissaal für das was aus dem Haus deiner Seele werden wird, wenn du NICHT endlich beginnst, Schuhe zu entwerfen. Dass die Blagen alle aussehen wie die Kelly soll dir nur zeigen, dass es dir bestimmt ist, grandioseste Kreationen absoluter Extravaganz zu erschaffen, die der Welt zeigen werden, was Stilexquisität wirklich ist, denn immerhin wird Grace Kelly von vielen Verblendeten als Ikone verehrt. Und dein spuckender Ex ist ein Symbol dafür, dass die Männerwelt nicht mögen wird, wie du dich entwickeln wirst, solltest du dich weiterhin selbst verleugnen. Du bist zur Designerin geboren! Wer will noch Gianni Gregori oder Manolo Blahnik an den Füßen tragen wenn er statt dessen etwas von DIR haben kann?!

Unregistered user Tuesday, October 21, 2008 8:17:59 AM

Griseldis writes: Ich glaube, sie hat vielleicht einfach einen Kinderwunsch. Oder?

Unregistered user Tuesday, October 21, 2008 1:23:47 PM

Véronique writes: Meine Güte Kindchen, ein Kinderwunsch? Das kann nicht dein Ernst sein. Ich träume doch nicht davon, in einer totalen Baracke von Krankenhaus, in einem KZ-artigen Kreissaal, Dutzende von Grace-Kelly-Schrottblagen abzuferkeln, wenn ich tatsächlich welche haben will. Wie verdreht müsste ein Unterbewusstsein sein, solch einen widerlichen Traum zu produzieren, wenn es mir eigentlich mitteilen will: "Gebäre, du willst es doch auch!" Nein, meine liebe Griseldis, von einem Kinderwunsch kann gar nicht erst die Rede sein.

Unregistered user Wednesday, October 22, 2008 9:53:35 AM

Griseldis writes: zunächst mal finde ich es supertoll, dass es endlich ein blog gibt, wo alle véroniques der welt sich versammeln. wenn ich nicht so einen schönen namen hätte, dann würde ich mich glatt umtaufen lassen. und dann wollte ich noch loswerden, dass es wohl die richtige entscheidung war, julian gehen zu lassen.

Unregistered user Wednesday, October 22, 2008 5:02:20 PM

Véronique writes: Wieso spricht du vom Plural, Herzchen? Hier bin doch nur ich. Julian war aber ganz offensichtlich nicht gut für sie, da hats du recht, das will ihr Unterbewusstsein ja definitiv auch vermitteln. Ich würde so gerne mit nach Dänemark fahren, liebste Montgomery, auch wenn dort die Kunden die zu Verkauf angebotenen Speisen antatschen. Ich bin schon fast neidisch auf Nadine... Ich werde wohl wieder nur in St. Moritz versauern.

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