The Orchideologist

Someone with nothing to say writing for someone with nothing to do. Or otherwise.

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Die Export-Narren.

Die Export-Narren. Ein Kommentar von Andreas Popp.

Good bye, Steve Jobs. 1955-2011



"Picasso had a saying: ‘Good artists copy, great artists steal.’ We have always been shameless about stealing great ideas…I think part of what made the Macintosh great was that the people working on it were musicians, poets, artists, zoologists and historians who also happened to be the best computer scientists in the world." – 1994

"That’s been one of my mantras — focus and simplicity. Simple can be harder than complex: You have to work hard to get your thinking clean to make it simple. But it’s worth it in the end because once you get there, you can move mountains." -Interview with BusinessWeek, May 1998

"You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your gut, destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and it has made all the difference in my life." -Commencement Speech at Stanford University, 2005

MacClade und Mesquite

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Für die Erstellung phylogenetischer Stammbäume (Cladogramme) steht heute eine Vielzahl brauchbarer Computerprogramme zur Verfügung, wie z.B. PAUP (Swofford 1993/1999) oder PHYLIP (Felsenstein 1993).
Diesen Computerprogrammen liegt das mathematisch-methodische Prinzip der “maximum parsimony” (der grössten Sparsamkeit - MP -) zugrunde, das heisst, dass derjenige Stammbaum für die wahrscheinlichste Variante angesehen wird, die mit der geringsten Anzahl evolutiver Schritte auskommt. Als Ausgangsmaterial können molekulargenetische, proteinchemische,morphologische oder phänologische Datensätze benutzt werden, die zuvor in ein standardisiertes Format überführt werden müssen. Dieses NEXUS-Format wurde durch die Zusammenarbeit zweier Software-Projekte und deren Autoren David L. Swofford und den Brüdern David R. und Wayne P. Maddison 1987 begründet. Die beiden letztgenannten Autoren haben sich durch die Entwicklung der MP-Analyse-Werkzeuge MacClade und Mesquite verdient gemacht.
Und nun die gute Nachricht:
“Apple is dropping support for older programs like MacClade in the next version of their operating system, MacOS 10.7 (codenamed "Lion"), which was released today, 20 July 2011.” Deshalb kann nun die Version 4.08 von MacClade kostenfrei von der Website der Entwickler heruntergeladen werden ( vorher ca. 250 US$). Das Programm kommt mit einem sehr instruktiven Manual, das als ein Handbuch der Kladistik betrachtet werden kann; u.a. analysiert das Tool Parsimonitäten nach nach Fitch, Wagner, Camin-Sokal, Fisher und Dollo. Die Exportfunktion umfasst zugleich die Umwandlung in die Input-Formate anderer Kladistik-Programme.
Zusammen mit dem Programm Mesquite derselben Autoren, welches sich durch seinen modularen Aufbau und die diversen Möglichkeiten der Verfolgung und Rekonstruktion der sog. “ancestral states” beobachteter Merkmale auszeichnet, sind dem Evolutionsbiologen zwei vorzügliche computergestützte Analysewerkzeuge in die Hand gegeben, die auf Mac OS X Snow Leopard laufen. Beide Programme sind mit umfangreichem Übungs- und Tutorialmaterial ausgestattet, welches das Erlernen der Funktionen in kurzer Zeit ermöglicht.
Quellen:
Maddison, D. R. and W. P. Maddison, 2005. MacClade 4: Analysis of phylogeny and character evolution. Version 4.08a. http://macclade.org.
Maddison, W. P. and D.R. Maddison. 2010. Mesquite: a modular system for evolutionary analysis. Version 2.73 http://mesquiteproject.org

Born in the Eighties...

(Sozusagen als verspätetes Geburtstagsgeschenk, M.)



Hier ein paar Stellen aus dem Songtext:

Ich wuchs auf in den 90'ern, zumindestens war es das was ich versuchte.
Suchte nach Wegen um glücklich zu sein...
Ich fühlte mich wie ein Goldfisch, der in ein Glas gesteckt wird.
Ich wartete auf etwas, das ich kontrollieren könnte.
Nach 2000 war ich nicht länger ein Kind,
die Welt ging nicht unter aber etwas anderes endete.
Als mein Vater auszog war ich bereits 19,
er war nicht so glücklich wie ich dachte, das es schien.
Wenn das mein Drehbuch ist, mag ich meine Rolle nicht,
denn dies sind ausgerechnet die Dinge die man nicht kontrollieren kann...

Obwohl ich mich viel älter fühle, bin ich erst 23,
wenn du nach Antworten suchst, komm nicht zu mir.
Anstatt einer Zukunft habe ich eine Gitarre,
aber lautes Träumen wird mich nicht sehr weit bringen!
Ich fühle mich immer noch so, als sei ich bereit für Rock’n’Roll,
denn da könnte es etwas geben, das ich kontrollieren kann!
Wenn ich die Dreißig erreiche, werde ich genug davon haben,
ein verliebter Zwanzigirgendwas zu sein.
Meine Freunde werden alle verheiratet oder weg sein.
Ich werde mich immer noch fragen, was los ist!
Wenn es nötig ist, werde ich meine Seele verkaufen
So lange es etwas gibt, das ich kontrollieren kann!

Eines Tages werde ich aufwachen und 38 sein,
die Dinge tun, die ich für gewöhnlich hasse!
Der Trick, um das große Ganze zu vergessen, ist es
sich alles aus der Nähe so oft wie möglich zu betrachten.
Unsere Revolution ist mit Schimmel bedeckt,
da gibt es nur so viel, was du kontrollieren kannst!
Dies ist keine Hymne, denn Hymnen sind stolz!
Und Stolz ist nicht das um was es hier geht,
ich sollte mich nicht interessieren, mich nicht kümmern!
Aber das tue ich und manchmal ist es zu schwer zu ertragen!
Ich gehe immer noch die selbe Straße entlang, mit Schuhen voller Löcher
und warte auf etwas, was wir kontrollieren können!

Wenn ich jemals 50 oder 65 werde
Es ist zu früh um zu sagen, das ich dann noch am Leben bin!
Wir sind in den Achtzigern geboren und nun sind wir hier!
Der Traum meiner Generation wird verschwinden!
Ich bin auf einem Friedhof und gehe die Gräberreihen entlang,
von einer Stille umgeben, die wir nie erreichen werden!
Das ist meine Geschichte, du hast sie ganz geschluckt!
Über unsere Gefühle und unser Bedürfnis, alles unter Kontrolle zu haben ...

Polaroid - das Ende einer Legende

Beim Blättern in den Bildern meiner Kindheit find ich viele vergilbt in all' den Jahren, und andre von fast unwirklicher Klarheit, von Augenblicken, die mir wichtig waren.
Reinhard Mey

Beim Sortieren alter Photographien (oder sollte man besser neudeutsch Fotografien schreiben?) fielen mir auch einige alte Polaroids aus den Jahren 1968-1970 in die Hände; farbstichig, sepiafarben und nachgedunkelt. Sic transit gloria mundi, dachte ich, und das bezog sich nicht nur auf die Bilder des flotten, schlanken Jünglings, welcher auf den abgegriffenen Photos zu betrachten war.
Die Polaroidfilmtechnik entwickelte 1948 der amerikanische Techniker Edwin Herbert Land. Anstoss zu dieser Erfindung gab seine quengelnde Tochter, die gleich nach dem Schnappschuss ein fertiges Bild sehen wollte. Die neue Technik verbreitete sich schnell weltweit; Kriminalisten, Modelscouts, Filmcrews, Touristen und Künstler (Andy Warhol) zeigten sich sofort begeistert. Leider waren die Bildqualität, die Farbtreue und der Preis nie wirklich überzeugend. Auch ein weitverbreiteter Irrglaube hielt sich hartnäckig: Frisch aus der Kamera entnommene Bilder wurden von Profis wie Amateuren oft heftig durch die Luft gewedelt, um damit die Filmentwicklung zu beschleunigen. Das allerdings schadete eher, als dass es nutzte: Allzu heftige Bewegungen konnten sogar zu einer Trennung der Chemikalien und zur Blasenbildung führen. Am besten, so der Rat des Herstellers, legte man das Photo flach auf einen Tisch, wo es sich dann ganz ungestört optimal entwickeln konnte. Der Anbruch des Digitalzeitalters in der Photographie hat den exklusiven Vorteil der Polaroids zunichte gemacht. 2008 hat der Hersteller die Produktion des Sofortbild-Filmes eingestellt. Pfiffige französische Softwareentwickler haben jedoch ein Programm - Poladroid - ausgetüftelt, mit dem unverbesserliche Nostalgiker ihre digitalen Snapshots in schöne altmodische, fehlfarbene, vignettierte Polaroids umwandeln können; auch der unvermeidliche Papprahmen der Polaroids fehlt nicht (das Bild oben ist ein Beispiel).

The times they're changin'... Bob Dylan wird heute 70

"Om mani padme hum" oder: Kreativ(er) schreiben mit dem OmmWriter

Auf unserem Schreibtisch liegen Dokumente und Bilder, an denen wir gerade arbeiten, bunte Icons blicken uns aus dem Dock heraus an. Die Liste ließe sich endlos weiter führen. Wenn wir ehrlich sind, sind dies nicht wirklich gute Voraussetzungen, um fokussiert arbeiten zu können. Der kostenlose Texteditor OmmWriter setzt genau hier ein, er hilft uns, sich wieder auf das zu konzentrieren, was am wichtigsten ist beim Schreiben – auf den Text und unsere Gedanken. Der OmmWriter ist wahrscheinlich das Textverarbeitungstool, dass dem Federkiel mit Tintenfass und dem selbst geschöpften Papier am nächsten kommt. Denn die Macher des Programms haben nicht nur ein extrem reduziertes Tool produziert, sondern auch noch einige Kleinigkeiten mit eingebaut, die man wohl getrost als “Om mani padme hum” bezeichnen kann. So startet der OmmWriter z.B. im Vollbildmodus und blendet alles aus, was vom reinen Schreiben ablenken könnte aus. Ungewohnt, aber konsequent: Zum OmmWriter gehören sowohl Hintergrundmusik wie auch Hintergrundbilder … beides auf ein reines Schreibambiente ausgelegt. Man sieht keine Menüleiste mehr, Bedienelemente sind auf das Allernötigste reduziert und blenden sich nach Gebrauch sofort wieder aus. Eine wirklich gute Idee: Kurz gesagt bietet das Programm genau die Vorteile, die ein herkömmliches weißes Blatt in einer x-beliebigen Office-Anwendung vermissen lässt: Gestaltungsfreiraum, Luft für Ideen und individuell anpassbare Werkzeuge – dabei dennoch aufs Nötigste beschränkt. Am Anfang mögen einen die dezente Hintergrundmusik oder die leichten Tippgeräusche vielleicht noch eher ablenken, doch wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, möchte man gar nicht mehr anders schreiben.
Es gibt den OmmWriter bisher lediglich für dem Mac und in zwei Versionen: eine kostenfreie und eine kostenpflichtige. Wobei die freie Version alle Funktionen hat, die auch die kostenpflichtige mitbringt, nur dass es in der Premiumversion z.B. weitere Hintergrundmusiken und -bilder gibt.

Das Einführungsvideo zu OmmWriter Dāna von herraizsoto&co befindet sich auf Vimeo.

ET IN ARCADIA EGO...

Der Name Arkadien leitet sich von der griechischen Landschaft gleichen Namens ab, ein von Bergen umschlossenes Hochland in der Mitte des Peloponnes. Die Arkadier galten in der Antike als raues Volk von Hirten. Gewisse Charakterzüge Arkadiens lassen sich durch seine isolierte geographische Lage erklären. Seine Einwohner sehen sich als das älteste griechische Volk überhaupt an. Schon in der Periode des Hellenismus und der römischen Kaiserzeit wurde Arkadien verklärt zum Ort des Goldenen Zeitalters, wo die Menschen unbelastet von mühsamer Arbeit und gesellschaftlichem Anpassungsdruck in einer idyllischen Natur als zufriedene und glückliche Hirten lebten. Entsprechend war es das ideale Thema der antiken bukolischen Literatur (beispielsweise der Hirtengedichte Vergils). Die Rezeptionsgeschichte des mythischen Arkadiens setzt sich in der europäischen Renaissance und im Barock fort und findet ihren Ausdruck in der Dichtung und zahlreichen Gemälden des 16. bis 18. Jahrhunderts.
Auch der in meinem Eintrag über das „Lost Eden“ erwähnte Maler Nicolas Poussin hat in seinem 1630 entstandenen Gemälde das arkadische Thema aufgegriffen; man sieht vier Hirten in bukolischer Landschaft vor einem antiken Sarkophag beim Entziffern der darauf angebrachten Inschrift: Et IN ARCADIA EGO. Dieser Satz hatte wohl ursprünglich die Bedeutung „auch wenn du in Arkadien lebst, holt dich der Tod irgendwann” und sollte als Memento Mori auf die Vergänglichkeit unseres irdischen Daseins verweisen.
Die Bedeutung dieser lateinischen Phrase ist umstritten und mehrdeutig; das macht sie interessant. Dem Satz fehlt das Verbum (esse=sein), was im Lateinischen möglich ist, aber zu unterschiedlichen Interpretationen führt. Während der Zeit der Aufklärung erfuhr diese Sentenz eine Interpretationswandlung. "Et in Arcadia ego“ wurde nicht mehr auf den Tod, sondern auf den Verfasser oder Leser der Inschrift bezogen; so trat an die Stelle von „Selbst in Arkadien gibt es mich“ oder „Auch in Arkadien bin ich“ die Deutung „Auch ich war in Arkadien“.
Die deutsche Übersetzung „Auch ich in Arkadien!“ wurde von Goethe seiner “Italienische Reise ” als Motto voran gestellt; sie sollte seiner Freude Ausdruck verleihen, nun endlich "auf klassischem Boden" zu weilen. Der Satz erhielt aber seine heutige Bekanntheit zumeist durch Schillers Gedicht “Resignation”, das mit den Worten beginnt: „Auch ich war in Arkadien geboren“. Zu bleibender Popularität des Satzes "Ooch isch in Argaadien” hat dann in der Filmkomödie Go Trabbi Go (1991) der Deutschlehrer Udo Struutz (Wolfgang Stumph) beigetragen.
So hat wohl jederman sein Arkadien.

Das neueste Produkt aus dem Apple-Store...

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Auf der Website von scoopertino.com gefunden:
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