Saturday, 24. March 2007, 23:43:54
Computer
Nicht schwer zu erraten wird es sein, dass ich schon seit einigen Jahren ein Nutzer des OPERA-Browsers bin.
Waren es zunächst Aspekte der Computersicherheit, die mich bewogen, eine alternative Internet-Software zu wählen, hatte mich bald die Multifunktionalität von OPERA (Surfen, Emailen, Bloggen, Recherchieren, Bittorrent) überzeugt.
Vor einer Woche habe ich mir nun die Version 3.1 des javabasierten OPERA Mini-Browsers auf mein Nokia 6600 geladen und ich bin - wie man so sagt - von den Socken: Klare, gut lesbare Darstellung, einfache Bedienung, klug integrierte Recherchefunktionen - eben alles, was man unterwegs wirklich braucht, wenn man nicht stundenlang im Internet herumhängen will. Und last not least die kleinen Datenmengen, die durch das Pre-Rendering auf dem Opera-Server erreicht werden - 3(!) bis 50kb durchschnittlich pro geladene Webseite - da ist auch mobiles Surfen möglich und bezahlbar.
Wer dann noch einen Provider hat (so wie ich), der nur 25 Cent pro Megabyte Datentransfer berechnet, wird wissen, was ich meine ...
Es bedarf meiner Empfehlung nicht. Sapienti sat.
Friday, 15. December 2006, 16:00:41
Computer, Opera
RAM-Drive/RAM-Disk ist ein Treiber, der es ermöglicht, Arbeitsspeicher als eine virtuelle Festplatte zu nutzen.
Eine RAM-Disk verhält sich also wie eine Festplatte. Durch diese intelligente elektronische Variante wird erreicht, temporäre Dateien auf ein virtuelles Laufwerk im RAM auszulagern, was zu erheblichen Geschwindigkeitsvorteilen führen kann. So kann man z.B. den Opera-Cache oder die temporären Internet-Explorer-Dateien auf die RAM-Disk dislozieren. RAM-Drive ist bekannt von früheren Windows-Betriebssystemen; die Installation unter XP kann leider schwierig werden, wenn man sich auf den bekanntermassen defizitären Microsoft-Support verlässt. Wer sich eine RAM-Disk einrichten möchte, aber nur NTFS-Partitionen auf seinem Rechner hat, wird schnell feststellen, dass die RAM-Disk nach ihrer Installation nicht als verfügbar angezeigt wird. Das liegt daran, dass eine RAM-Disk das FAT-Dateisystem nutzt, das Betriebssystem aber keine FAT-Treiber initialisiert, wenn sonst nur NTFS-Geräte im System sind. In den einschlägigen Foren und Wikis wird auf die notwendige FAT-Treiber-Einbindung leider nicht oder nur unvollständig eingegangen.
Deshalb sind hier noch einmal die erforderlichen Schritte aufgelistet, welche in der dargestellten Reihenfolge abzuarbeiten sind, will man eine RAM-Disk garantiert unter XP auf einem NTFS-formatierten System zum Laufen bekommen:
1) Voraussetzung für das Funktionieren ist ein ausreichend grosser Arbeitsspeicher von 1 GB, besser mehr. Als erstes wird das Laden der notwendigen FAT-Treiber beim Bootvorgang konfiguriert. In der Registry (im Registry Editor) den Schlüssel aufrufen:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\FastFat\Start und hier REG_DWORD von 4 auf 1 ändern.
Registry Editor schliessen. Neu starten. Nun werden die erforderlichen FAT-Treiber bei jedem zukünftigen Systemstart geladen.
2) Von ARSOFT (http://www.arsoft-online.com/) AR RAM DISK herunterladen, entzippen, und Setup starten, Warnmeldungen "Winlogo-Test nicht bestanden" ignorieren und Installation fortsetzen. System neu starten.
3) Für den folgenden Schritt - siehe Abb. links - soll man:
Startmenü - Systemsteuerung - RAM-Disk aufrufen und folgende Einstellungen vornehmen:
- Enable RAM Disk
in "General"
- einen nicht besetzten Laufwerksbuchstaben auswählen
- Start Type: Automatic
- Operating Mode: Emulate a local hard disk
in "Geometry"
- Schieber auf die gewünschte MB-Grösse ziehen, in der Regel reichen 120 MB, alles andere unverändert lassen. Neu starten. Nun wird - wie unten rechts abgebildet - eine RAMDISK unter der Rubrik Festplatten im "Arbeitsplatz" aufzufinden sein.
4) In OPERA: Gib im Adressfeld ein: opera:config
Suche Cache auf und gib den Laufwerksbuchstaben für dein RAM-Drive ein.
Einstellungen speichern. Opera neu starten. Opera-Extras-Einstellungen aufrufen und unter "Verlauf" eine angemessene Cachegrösse einstellen. Der Performance-Gewinn ist sofort beim Surfen spürbar. Besonders bei dem Mouse-Gesturing "Rechts-zurück" geht die Post ab.
5) Im INTERNET EXPLORER (für IE-Nutzer): Nun muss man Windows anweisen, die temporären Internetdateien auf der RAM-Disk abzulegen. Starte hierfür den Internet Explorer, und klicke auf Extras-Internetoptionen. In der Registerkarte "Allgemein" wähle Einstellungen und dann Ordner verschieben. Markiere die RAM-Disk als Speicherort, und bestätige mit OK. Bestimme den Anteil des Speicherplatzes und klicke auf OK. Melden dich ab und dann wieder an.
Wichtig: Bei jedem Systemstart wird der Internet-Cache nun inklusive Cookies gelöscht werden. Das kann unter Sicherheitsaspekten nur günstig sein.
Es ist auch möglich, weitere Dateien, auf die häufig zugegriffen werden soll, im RAM-Disk zwischenzulagern; die Auslagerung des Drucker-Spool-Ordners oder des Caches von Photoshop bieten sich z.B. dafür an. Sollen diese aber nicht verloren gehen, muss man sie vor jedem Systemneustart anderenorts speichern!
In jedem Fall ist die Installation der RAM-Disk von ARSOFT oder einer anderen vergleichbaren Software der genuinen Microsoft-Version vorzuziehen, die nur die Separation von maximal 31 MB Speicherplatz zulässt.
Tuesday, 5. December 2006, 19:23:50
literature
Ernest Hemingway, Across the River and into the Trees
— But that was in another country and besides the wench is dead.
— Is she really dead?
— Deader than Phoebus the Phoenician. But she doesn't know it yet.
— What would you do if we were together in the Piazza and you saw her?
— I'd look straight through her to show her how dead she was.
— Thank you very much — the girl said. — You know that another woman, or a woman in memory, is a terrible thing for a young girl to deal with when she is still without experience.
— There isn't any other woman — the Colonel told her and his eyes were bad and remembering — Nor is there any woman of memory.
Monday, 4. December 2006, 10:20:29
diary

Heute habe ich mir eine weitere Web-Sammlung für meine Bilder angelegt:
http://profile.imageshack.us/user/HauserZur Zeit sind nur Testbilder hochgeladen. Kommentare sind zukunftig willkommen.
Thursday, 7. September 2006, 14:11:16
zen, philosophy
Like the little stream
Making its way through the mossy crevices
I, too, quietly
Turn clear and transparent.
Zen-Meister RYOKAN (1758-1831)
Tuesday, 5. September 2006, 13:41:28
personal

"So, Sie treiben Botanik! Meine Frau auch."
Napoleon Buonaparte, bei einem Zusammentreffen mit A. v. Humboldt
Und manchmal will mir scheinen, dass zwei Menschen wie Billardkugeln auf einander zurollen, zusammenprallen und auseinander fliegen,
nicht ahnend, das ihr Lebensweg hinfort von diesem Zusammenstoss bestimmt sein wird.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)Mir ist noch sehr genau und lebhaft erinnerlich, wie ich als 15-jähriger alles verschlang, was es damals an Reiseberichten, Biographien, Originaltexten und Sekundärliteratur von und über Alexander von Humboldt zu lesen gab. Heute weiss ich nicht mehr genau zu sagen, was mich vor allem an diesem Autor gefangen nahm: Seine unbändige Reiselust, seine Neugier, sein fesselnder, an klassischen Formen geschulter Stil, die umfassenden Kenntnisse auf den Gebieten der Geologie, Vegetationsgeographie, Botanik, Klimakunde und Ethnologie oder sein Ehrgeiz als Bergsteiger. Er berührte mich in jenem sensiblen Alter, als ich mich selbst für diese Wissens - und Erlebensbereiche zu interessieren begann.
An der Wand meines Zimmers hatte ich in dieser Zeit ein Faksimile seines Stahlstichs mit dem Querschnitt durch den südamerikanischen Kontinent, die Höhenstufenzonen der Vegetation darstellend, angepinnt (aus seinem Werk: "Geographie der Pflanzen in den Tropenländern, ein Naturgemälde der Anden, gegründet auf Beobachtungen und Messungen, welche vom 10. Grade nördlicher bis zum 10. Grade südlicher Breite angestellt worden sind, in den Jahren 1799 bis 1803"). Damals kraxelte ich viel in den Bergen herum und vertiefte mich in die Botanik der alpinen Pflanzen. Auch sass ich in jeder freien Minute auf dem Fahrrad und erkundete die Umgebung meines Heimatortes. Nicht wissen konnte ich aber in jenen Tagen, dass mich pflanzengeographische Fragen seither nicht mehr loslassen würden. Er hatte mich angesteckt mit seiner Neugier und seiner genialen Fähigkeit des Zusammenfügens scheinbar entfernter und inkohärenter Beobachtungsgegenstände in der Natur. Ein Samenkorn war gelegt - über Zeiten, Gegenwart und individuelle Lebensumstände hinweg.
Bemerkenswert erscheint es mir heute, dass bereits Alexander von Humboldt das immer noch aktuelle und umstrittene Thema "vicariant versus dispersalist biogeography" so früh und - auf einem aus heutiger Sicht noch so unvollkommenem Kenntnisstand - aufgriff und bearbeitete, welches bis dato einer eigentlichen Lösung harrt.
(Nun ackere ich selbst auf diesem Felde, und ich hoffe, bald zu vorzeigbaren Ergebnissen zu gelangen. Habent sua fata libelli.)
In dem erwähnten Alter erwachte auch meine Vorliebe für Pharmakologie und Ethnobotanik und ich erinnere mich an die Lektüre von Humboldts Bericht über die indianische Praxis von "Curare" als Pfeilgift, eine Substanz, die noch in den ersten Jahren meiner ärztlichen Praxis für Narkosezwecke benutzt wurde; in der Retrospektive muss ich wohl konstatieren, dass der grosse "Verführer" meinen beruflichen Weg als Anästhesist im eigentlichen Sinne angestossen hatte.
Drei Jahrzehnte später nahm ich mit Verwunderung und Vergnügen wahr - auch der von mir geliebte und vereehrte Horst Janssen fing an dem ENT-DECKER Alexander von Humboldt Feuer (Abb. links unten):
Ein Kapitel für sich: das Dioskuridenpaar Wilhelm und Alexander. Hier der ältere, stete, ortstreue, der Staatsdiener, der Objektstarke - dort der jüngere, bewegliche, reisende, der auf seine Unabhängigkeit bedachte, der Objektschwache. Dies wäre wohl der Stoff für einen Roman.
Oder so: Der öffentliche, der offizielle, der veröffentlichte Alexander von Humboldt und der tatsächliche, der wirkliche, TATsächliche (oder heimliche), der unveröffentlichte Autor und Mensch.
Tertium: Alexander von Humboldt und unsere Zeit - hoch gelobt und gern zitiert - doch wird er überhaupt noch gelesen? (Auf Cuba gehört Humboldt zur Pflichtlektüre in den Schulen).
Postremum: Welchen ästhetischen und philosophischen Denkansatz verfolgte Alexander von Humboldt zeitlebens?
Hinlänglicher Stoff zum Nachdenken.
Zu manchen Zeiten geschieht es während einer Wanderung oder einer Zugfahrt,
dass ich mich unversehens wiederfinde, in ein Gespräch vertieft, mit Alexander,
meinem Reisebegleiter aus einer anderen Zeit.
Das aber ist eine andere Geschichte.
Ich habe meinen Meister und Bruder im Geiste gefunden.
Am 14. September wird Alexander von Humboldt 237 Jahre alt.
Saturday, 2. September 2006, 10:06:29
literature
"Unsere akademischen Brüder im Lehrfach sind durch die allzu nahe Berührung mit der pietätlosen Jugend aller Glorie entkleidet und doch sind sie mit demselben Öl der Wissenschaft gesalbt und mit gleicher Weisheit beträufelt wie wir."
Hermann Neubert, Mathematiker, in: Akademisches Zucht- und Trostbüchlein oder Studienanleitung für eine Tochter. Hamburg. 1929.
Wir sind es gewohnt, zu delegieren: Die allfälligen Reparaturen an den Handwerker, die Zubereitung des Kinderbreis an den Lebensmittelkonzern, die Verantwortung für unser Gemeinwesen an den Politiker und - last not least - mit der Bildung unserer Kinder auch deren ERZIEHUNG an den Pädagogen.
Nun berichtet uns mit Frank McCourt ein "Frontschwein" von der vordersten pädagogischen Linie am Ende seines Berufslebens im dritten Band seiner Lebenserinnerungen, wie das geht, wie es sich anfühlt, die ungezähmten und desillusionierten Enkel von Amerikas verlorener Generation zu erziehen. Markant und bisweilen schnoddrig im Ton, voller Empathie für diese Kinder, und voller gelebter Lebensweisheit.
„Ich war mehr als ein Lehrer“, schreibt McCourt in seinen Erinnerungen. „Und weniger. Im High-School-Klassenzimmer ist man Feldwebel, Rabbi, Schulter zum Ausweinen, Zuchtmeister, Sänger, Stubengelehrter, Büroangestellter, Schiedsrichter, Clown, Berater, Beauftragter für die Kleiderordnung, Schaffner, Fürsprecher, Philosoph, Kollaborateur, Stepptänzer, Politiker, Therapeut, Narr, Verkehrspolizist, Priester, Mutter-Vater-Bruder-Schwester-Onkel-Tante, Kritiker, Psychologe, Rettungsanker.“
Gewiss, New York ist nicht Berlin... Wirklich nicht?
Ein gelungenes, lesenswertes Buch, wie ich finde.
Nach der Lektüre mag es dem einen oder anderen doch schwerer werden mit voreiliger und unbedachter Kritik an jenen "akademischen Brüdern und Schwestern" (siehe oben), an die wir bereitwillig das delegieren, was doch eigentlich Eltern-Aufgabe ist: Unsere Kinder zu erziehen.
Friday, 1. September 2006, 08:05:50
diary
Früher, da ich unerfahren
Und bescheidner war als heute,
Hatten meine höchste Achtung
Andre Leute.
Später traf ich auf der Weide
Ausser mir noch andre Kälber,
Und nun schätz ich, sozusagen,
Erst mich selber.
Wilhelm Busch
Dies ist meine informative, persönliche Website, die jenen Gegenständen gewidmet ist, für die ich mich im Besonderen interessiere, Literatur, Philosophie und - natürlich - Botanik. Es muss keineswegs sein, dass der Leser dieses Blogs ein "aficionado a la botanica" ist. Alle Ansichten, welche hier zur Darstellung kommen, sind - sofern nicht besonders kenntlich gemacht - meine eigenen. Kommentare sind ausdrücklich willkommen. Die bevorzugten Sprachen dieses Blogs werden Deutsch und Englisch sein.
Wer auf diese Seite klickt, bestätigt damit, dass
- er nicht isst, während er liest
- er nicht am Zeigefinger leckt, bevor er eine Buchseite umblättert
- er niemals Bücher als Türstopper missbraucht
- er niemals beim Lesen die letzte Seite zuerst aufschlägt, um herauszufinden, wie die Sache ausgeht
- er niemals Bücher nur deshalb im Ledereinband kauft, weil sie sich im Regal gut anschauen lassen.
Wer diesen Vorschriften des Gebrauchs nicht zustimmt, muss diese Website unverzüglich verlassen!
Wohlan, und nun geht es los!
This is an informational, personal site devoted to all things I am interested in, dealing with literature, philosophy and - botany of course.
It is not necessary to be an "aficionado a la botanica" at all for having a look at my opinions shown in this blog.
All views represented on this site are my own, unless explicitly otherwise noted. Comments are wellcome.
The preferred languages of this blog shall be German and English.
By entering this site you certify that you are not in the habit of: Eating while you read, licking your fingers prior to page turning, using books as doorstops, reading the last pages before their time to see how it turned out, and buying books bound in leather for the sole purpose of display. Everybody not agreeing with this prescription of use shall leave this site immediately!
Alas, and now it starts!