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Going to South France

Living in South France

SF Videos

Hier endlich die versprochenen Videos, für die, die Sie noch nicht gesehen haben oder nochmal ansehen wollen.
Ameisengewusel











Codex Alimentarius

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Mal was Anderes

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Die Armutsindustrie - abschreckendes Beispiel für 'Erwerbslosenbewirtschaftung'

Folgender Filmbeitrag zeigt, zu was für absurden Erscheinungen es führt, wenn versucht wird, das herkömmliche Erwerbsarbeitssystem künstlich aufrecht zu erhalten. Es wird überdeutlich, wie hier die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens Abhilfe schaffen könnte.

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=9XFFV9rb5w8
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=6G42fU8Vsn4&feature=related
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=MtLqFUj-nGw&feature=related

Danksagungen

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Achtung, diese Liste ist keine Wertung....;o)und die Reihenfolge entbehrt jeglicher Absicht.

Danke!!! an:

Andrea Stiftl vom Bad Endorfer Freiraum Bad Endorfer Freiraum durch Ihre Seminare wurde ich bestärkt in meinem Leben etwas zu ändern.
Mia, für Ihr Feuerlaufseminar
Lena Danke für die vielen langen Gespräche, die meine Entwicklung wesentlich förderte.
Birgit Danke für deine Art und deine Ehrlichkeit, auch wenn ich nicht immer damit konform gehen kann (aber das gehört dazu)
Dirk, Markus, Karin und Andi, die nie wirklich (außer in Ihren schwachen Minuten ;o) an mir gezweifelt haben, mich auf die eine oder andere Weise voran trieben und unterstützten.
Meine Mutter, die mich zumindest finanziell unterstützte.
Vanessa und Betty, für die Liebe.
Christine
Reiner
Johannes
Melanie
Alexandra
Eugene, Loraine und deren Kinder, die mir die Bühne und die Gelegenheit boten das alles zu erleben.
und zu guter letzt an die Fa. Haufe, die mir die letzten 9 ½ Jahre Lohn und Arbeit (die mich auch in meiner Entwicklung vorantrieb) gab.
All die lieben Menschen, die mich mit Rat und Gedanken unterstützten
Gott

Das Arbeitsamt Freiburg, den deutsche Staat und deren Politiker, die mich – seit meiner Rückkehr - in meiner Überzeugung stärken, dass hier einiges verkehrt läuft und ich hier nicht mehr richtig bin!

ein sehr schönes Bild

Die letzten Tage

26.07. - 28.07.

Sonntag

eigentlich hatte ich nicht vor, vor der Fahrt noch was zu schreiben, aber es ist 20:00 Abends, Abendessen ist herum, meine Sachen sind gepackt und es ist noch eine späte Besuchergruppe erschienen (die waren auch angekündigt), somit habe ich etwas Leerlauf vor dem Schlafen.

Gestern Abend bin ich nach dem Abendessen (und Blumengiesen) zum Pic gefahren, um die Sterne zu betrachten. Ich brauchte 45 Minuten für die 30 KM.....zum Einen, weil die Strecke nicht einfach ist und zum Anderen, weil ich es nicht mehr gewohnt bin Nachts zu fahren. Wenn man extrem kurvige und schmale Strecken tagsüber fährt schaut man immer so weit wie es geht um die Kurve herum, um eventuell entgegenkommende Fahrzeuge rechtzeitig zu sehen. Das funktioniert Nachts einfach nicht. Aber OK, mit der Zeit werde ich auch damit wieder klar kommen.
Der Sternenhimmel war schön wie immer, aber irgendwie waren die Sterne nicht so hell, wie bei anderen Gelegenheiten. Und es war extrem schattig – glücklicherweise hatte ich ein Kapuzenshirt mit genommen. Ich sah einiges am Himmel herumschwirren, das Meiste waren allerdings Satelliten. Aber auch eine Sternschnuppe war mit dabei. Wie schon die vorherigen Male sah ich immer wieder im Augenwinkel hellere, neblige Schemen, diesmal waren Sie aber nicht so häufig, wie früher.
Nach einiger Zeit fuhr ich wieder zurück und schlief recht gut und lang.

Das Wetter war heute, wie gestern schon, extrem gut, strahlender Sonnenschein, keine Wolke am Himmel, ein leichter Wind, der etwas für Abkühlung sorgte und geringere Luftfeuchtigkeit – sprich mein Lieblingswetter.
Gestern hatte ich schon die Idee den Pic zu erklimmen und da heute mein allerletzter Tag hier ist, war es auch die letzte Gelegenheit und................. ich habe Sie nicht wahr genommen, ähnlich wie letzten September, nur damals habe ich es getan. So What, hatte sicher seinen tieferen Sinn.
Statt Dessen bin ich ein wenig durch die Gegend gefahren und kam zu folgender Erkenntnis:

Frei ist nur, wer seine Freiheit auch zu nutzen weiß.

Manchmal weiß ich nichts damit an zu fangen, aber vielleicht lerne ich das noch ;o)

Ich fand durch Zufall bei Lavaldieu eine sehr interessante Gesteinsformation, die im ersten Moment wie ein Turm einer Burgruine aussieht. Bei genauerer Betrachtung ist es aber nur eine Art Steinmauer, bei der ich rätselte, ob Sie natürlich ist oder von Menschenhand erschaffen wurde.
Zwischendurch habe ich noch den Wasserkreislauf meines Kühlers entlüftet. Gegen 14:30 war ich wieder zurück und einige der Kinder fanden es nur natürlich (indem Sie gleich das Bad belegten, um sich zu stylen), dass ich Sie ins Schwimmbad fahren würde.........L fragte mich wenigsten und ich machte Sie darauf aufmerksam, dass Ich danach mein Auto packe und dann kein Platz für Niemand mehr ist, sprich die Kinder irgendwie anders hoch kommen müssten. Wofür gibt es Tante Tracy.......;o) Tracy, James und Tante Sophie kamen auf einen Kaffee vorbei und um mir eine Kleinigkeit zu Abschied zu geben, damit war auch die Sache gelöst.

Nebenbei: für mein Gefühl (OK, ich war sicher auch nicht besser) sind die Kid´s, abgesehen von Molly (die ist noch zu jung) und C (die schmeißt den Laden) faul. Ab und zu wird mal etwas Wäsche gewaschen, ein bisschen gebügelt oder abgewaschen. Aber mal selbst ins Schwimmbad oder zurück laufen.....Fehlanzeige.
Als wir gestern bei der Rückfahrt vom Schwimmbad einige Läufer den Berg herunter laufen sahen (zuvor hatte ich Sie hoch laufen gesehen)nnjhbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb (das war Mohrle, der es sich gerade auf meiner Tastatur gemütlich machen wollte).
Also, Lynn erzählte mir gestern, dass Sie die Strecke auch schon gelaufen ist und wie lange man dafür braucht.....aber Lynn scheint mit Ihren 14 Jahren manches nicht mehr nötig zu haben und L&E haben wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen, weil die Kinder, während Besucher da sind, sich leise verhalten müssen und z.T. Nicht in Ihr Zimmer können. Abgesehen davon ist L langsam müde Lynn dauernd etwas zu sagen, was Sie so wie so ignoriert.

Ich packte am Nachmittag meine Sachen (hey, ist das ein Haufen Zeugs) und es dauerte einige Zeit, bis ich mein Zelt zusammengepackt hatte. Etwas traurig stellte ich fest, dass keiner mich fragte ob er mir irgendwie helfen könnte – vielleicht interpretieren Sie mich, dass ich keine Hilfe annehme oder (und das erscheint mir wahrscheinlicher) Sie denken einfach nicht dran.
Wie auch immer, nach etwa 3 (gemütlichen) Stunden hatte ich weitgehendst alles eingepackt und im Wagen verstaut.

Diese Nacht war sehr unruhig und ich habe einige geschwitzt. Ich schlief die Nacht in einem Raum, in dem vorher meine Sachen gelagert waren – irgendwie ist es nach 6 Wochen in einem Zelt ungewohnt in einem Raum zu schlafen. Ich erwachte früh Morgen an einem kläglichen Gemaunze, das von Tiger stammte. Ich ignorierte es und schlief noch ein wenig weiter.
Der Himmel war grau und bedeckt als ich aufstand und genau so fühlte ich mich auch. Ich packte die letzten Dinge in mein Auto und nutzte die Gelegenheit, C alleine an zu treffen, um Ihr noch etwas über Ihre Eigenheiten bezüglich Essen zu sagen (wollte ich seit Tagen)..............und es ging gründlich in die Hose.
C konnte nicht mit dem was ich Ihr sagte umgehen (Sie war richtiggehend wütend), Sie fragte mich warum das jetzt nötig ist und ich würde damit das Schöne zerstören (aus meiner Sicht eher eine Illusion). Sie meinte dann noch, ebenso hätte das Eine oder Andere zu mir gesagt werden können, aber Sie hätten es nicht getan, es einfach akzeptiert (oder ignoriert??).
OK, das was ich zu C sagte war ein Volltreffer aber es war mir ein Bedürfnis Ihr das zu sagen. Vielleicht denkt Sie darüber nach oder Sie tritt es einfach in die Tonne.
Als dann Besucher kamen war es endgültig Zeit das Weite zu suchen. Leider hatte ich noch nichts von meinem Päckchen gehört, aber ich versuchte es einfach auf gut Glück und ich hatte kein Glück, das Päckchen war noch nicht angekommen. Somit hatte ich Zeit hier weiter zu schreiben.
Nach einigem Warten rief ich beim ADAC an und fragte, was ich tun könne – ich wollte langsam los. Ich erklärte Ihnen, dass ich das Teil eigentlich nicht mehr benötige.........die Leute vom ADAC wiederum sagten mir, dass ich einfach zu fahren sollte, Sie würden sich um den Rest kümmern.
Und so fuhr ich los, über Land, geführt von meinem Navi, wie ich es geplant hatte.......und.....wurde in die Irre geführt. ;o)
Eigentlich ging es die meiste Zeit gut und ich sah – abgesehen von vielen Kreisverkehren (im Schnitt alle 5-6 KM Einen) – wunderschöne Alleestraßen, malerische Dörfer und einfach schöne Landschaft. Irgendwann (ich habe so grob die Karte von Frankreich im Kopf) wurde ich etwas stutzig, als ich das Schild „Willkommen in der Carmarque“ las, dachte „OK jetzt sollte es aber bald nach Norden gehen“ und es ging weiter Richtung Osten.............
Irgendwann schaute ich genauer nach, wo mich mein Navi hin lotsen wollte und war mit Marseille überhaupt nicht einverstanden. Also Navigation gestoppt und neu gestartet – darauf hin war erstmal eine Kehrtwendung angesagt. Als ich dann eine bekannte Straße immer weiter geradeaus fuhr kam mir das auch nicht so ganz passend vor und siehe da, wie es schien wollte mich mein Navi wieder an den Ausgangspunkt (Alet) zurück leiten..............war ich überhaupt nicht mit einverstanden.
Also Navigation wieder gestoppt und erneut gestartet. Nun sollte ich Richtung Norden fahren, womit ich einverstanden war. Kurz vor Sonnenuntergang erreichte ich Pont du Gard (ich hatte mir schon überlegt, es mal wieder (das letzte Mal war ich vor etwa 40 Jahren dort) an zu sehen) und war erstaunt......viel Grün, gepflegte Parkanlagen, überhaupt eine sehr gepflegte Gegend. In meiner Erinnerung ist es ein recht karge und trockene Landschaft, mit nicht viel drum herum (aber in 40 Jahren kann sich einiges verändern). Die Parkgebühren für den entsprechenden Parkplatz gaben dann den Ausschlag nicht zu verweilen, sondern weiter zu fahren. Kurze Zeit später (ich hatte mein Navi ausgeschaltet) fuhr ich durch wirklich hübsche, z.T. mittelalterliche Dörfer. In einem schaltete ich mein Navi wieder ein uuuuuuuuuunnd.....es gab mir sehr konfuse Angaben „Links, gleich wieder Rechts und dann gleich wieder Rechts“ und das in einem Dorf, wo man betet, dass auf der schmalen Straße, zwischen den Häusern keiner entgegenkommend. OK, nach einigem hin und her landete ich ohne die Hilfe meines Navis wieder auf der Hauptstraße. Und dann kam der eigentliche Hammer (der irgendwie auch lustig war), an einer Stelle der Hauptstraße stand auf der linken Seite ein Richtungshinweisschild (oder wie so etwas auch immer heißen mag) in Fahrtrichtung. Und das zeigte nicht ganz geradeaus, sondern leicht nach Links..........und genau hier sagte mein Navi „bitte Links abbiegen und dann der Straße folgen“ „Also gut, machen wir“ dachte ich und fuhr in eine Gasse hinein, die auf jeder Seite gerade 10cm breiter war als mein Auto.........;o)
Erst, als die Gasse einen Knick nach links machte, wo ich dann wirklich kein weiterkommen mehr sah (weil es einfach zu Eng wurde) war ich mir sicher in die Irre geführt worden zu sein.
Also Navi aus und sehr vorsichtig rückwärts raus, was mir auch ohne größere Schrammen gelang.
Und dann fuhr ich nach eigenem Ermessen weiter Richtung Norden.
Langsam wurde es immer dunkler und ich überlegte/suchte nach einem Platz zum Zelten. Eigentlich wollte ich irgendwo wild campen aber irgendwie war mir nicht wohl dabei. Als ich an einem Ort vorbei fuhr sah ich ein Hinweisschild zu einem Campingplatz (mittlerweile war es schon dunkel). Ich fand Ihn auch (gut belegt) aber leider war die Anmeldung nicht mehr besetzt und auf mein klingeln reagierte keiner. Also weiterfahren. Einige Orte weiter fand ich das nächste Schild und hatte mehr Glück. Auf dem Platz gab es noch einige freie Stellen und ich konnte sogar noch Jemanden finden, der mir meinen Platz zeigte (und auch gleich die 7.-€ kassierte).
Ich hatte an diesem Tag innerhalb von 7 Stunden 350KM zurück gelegt!!!
Die Nacht schlief ich recht gut mit dem Gedanken, am nächsten Tag den Rest des Weges über die Autobahn zu fahren.

Dienstag:

Losgefahren, die nächste Autobahn genommen und Heim gefahren.
Auf dem Rückweg kam es mir manchmal so vor, als wäre ich erst gestern nach Alet gefahren.
Gegen 16:30 kam ich in Freiburg an und freute mich, wieder zu Hause zu sein.

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?

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Heute, Sonntag, war die letzte Möglichkeit den sonntäglichen Markt in Esperaza zu besuchen. Glücklicherweise erinnerte mich E daran. Ich war leider etwas spät dran und wollte/sollte auch noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Trotzdem war Zeit genug um vor dem Laden mit einem deutschen Bikerpärchen zu quatschen (die gestern ankamen) und Ihnen ein paar Tipps bezüglich der Gegend zu geben. Mit der Kasse in dem Laden hatte ich heute echt Pech, ich erwischte die, an der eine frische Mitarbeiterin saß und die hatte nicht wirklich so den Plan..........
Aber es war immer noch genug Zeit für den Markt. Es herrschte ganz guter Trubel und auch mein Stammparkplatz war gut gefüllt. Dann war schlendern angesagt. Ich hatte die Idee noch nach ein paar ausgefallenen Klamotten und nach bestimmten Tüchern (die Großen, mit Tribal oder anderen Motiven, die man als Wandbehang o.Ä. nutzen kann) zu schauen.
Und ich wurde auch fündig.........;o)
Aber das eigentlich Interessante war ein junges Schweizer Pärchen, die auch einkaufen waren.
Die Begegnung war interessant:
Sie war mir schon vorher aufgefallen – einfach hübsch.
Und dann standen beide neben mir am Klamotten Stand und ich hörte Schwizerdütsch. Ich musste einfach lachen und Beide sahen mich etwas verwundert an. Ich erklärte Ihnen, dass es einfach ungewohnt ist hier diese Sprache zu hören und Sie entgegnete, dass Sie sehr froh ist mal wieder eine deutsche Stimme zu hören.......;o)
Wir unterhielten uns ein wenig – was wer hier macht und er erzählte mir, dass er 2 Monate auf einem (ökologisch, dynamischen, alternativen usw.) Ziegenhof gearbeitet und auch Canabis angebaut hätte. Ich fragte Ihn, wo dieser Hof ist, aber er wollte mir die genaue Lage (nachdem was er mir vorher erzählt hatte) nicht sagen........;o)
Ich beschwichtigte und erklärte Ihm, dass es mir dabei eher um die Ziegen geht – er berichtete mir ein wenig von seinen Erfahrungen.
Er erzählte mir von einer Organisation WOOF, wo entsprechende Bauernhöfe – ähnlich wie bei HelpEx - Unterkunft und Kost gegen Arbeit anbieten.
Sollte ich im Hinterkopf behalten!!!!!!!

War einfach eine schöne Begegnung, ich fand es im Nachhinein schade, dass wir uns einfach so trennten, aber vielleicht treffen wir uns irgendwo/irgendwann wieder.
Interessant war für mich, dass mir Beide sehr bekannt vor kamen obwohl ich mir sicher bin, dass ich die Zwei noch nie zuvor sah.

Der Rest des Tages ging schnell und ohne weitere Besonderheiten rum.

Die Nacht zum Montag war sehr durchwachsen.......nach 2 stürmischen Nächten zuvor war es nun windstill und regenfrei und somit einfach zu leise. Irgendwann schlief ich ein und erwachte, als Mohrle sich in mein Zelt schlich und sich breit machte. Die Luftmatratze hatte ich vor dem Schlafen gehen noch aufgepumpt, allerdings etwas zu hart. Am Morgen erwachte ich auf einer sehr weichen Luftmatratze, mit etwas Kreuzschmerzen und dem Gefühl, ich könnte den ganzen Tag weiter schlafen.
Ich glaube immer mehr, dass diese Luftmatratze auch den Katzen zu Opfer fiel.

Es war Dies und Jenes und Einkaufen zu erledigen und so ging der Tag recht schnell herum. Gegen Abend brummelte E ein wenig, weil ich für sein Gefühl zu wenig Begeisterung für das Pflanzengießen zeigte. Manchmal verstehe ich Ihn einfach nicht............ Auch wenn ich eigentlich den Umgang mit launischen Zwillingen gewohnt bin. ;o)

Ich tauschte die Luftmatratze gegen mein Falt/Klappbett aus und bekam Besuch von 2 sehr lauten Käfern. Die machten alleine beim Bewegen durch das Laub einen Krach, als würde sich eine der beiden Katzen durch das Laub bewegen – ja, Katzen hört man auf trockenem Laub sehr gut. ;o)
Auf jeden Fall handelte es sich bei den Beiden um eine etwa doppelt so große Art von Juni Käfern, die anscheinend einerseits gestört, aber andererseits durch mein Taschenlampenlicht angezogen, etwas durch die Gegend taumelten, halb krabbelnd, halb fliegend. Ich beschloss die beiden Käfer (Bug´s) Microsoft und Apple zu nennen (wer jetzt behauptet Apple hätte keine Bug´s sollte sich besser informieren.......OK meistens werden Sie Feautures genannt).
Apple habe ich mit einem Glas eingefangen und raus geworfen, Microsoft machte sich erstmal dünne, sobald das Licht aus war entwickelte er aber wieder ein Eigenleben, nervte noch eine Zeit lang mit Krabbeln und Flugversuchen,stürzte aber immer wieder ab und war nicht mehr gesehen.

Um 04:45 erwachte ich …......und........war einfach wach.- irgendwie ging mir zu viel im Kopf herum. Also nutzte ich die Chance, um das zu tun was ich seit Wochen tun wollte – mir den Sonnenaufgang an zu sehen. Also rein ins Auto und nach oberhalb St. Salvare gefahren. Es war unbeschreiblich.
Das einzige, was ich beschreiben kann ist, dass der Wind von Südosten kam und den Geruch von Meer (nein, nicht stinkender Fisch sondern Salzwasser und Sonnenschutzcreme ;o) mit sich trug, das Mittelmeer ist - Luftlinie – etwa 80 KM entfernt.

Danach beschäftigte ich mich noch eine Weile mit Diesem und Jenem, bis E soweit war um mit mir zur Bank, zur Post und (weshalb ich überhaupt mit dabei war) zu einem Computerladen zu fahren, der gebrauchte Teile u.A. gebrauchte Farblaserdrucker verkauft.
Wir schauten uns das Gerät an, leider war es nicht geprüft also wollten wir Nachmittags wieder hin fahren.
Zwischenzeitlich überprüfte ich per Internet was die Toner dafür kosten. Bei Amazon Deutschland sind Sie recht preiswert. Bei Amazon.com gibt es Sie überhaupt nicht und bei Amazon.fr sind Sie doppelt so teuer.
Nachmittags fuhren wir erneut hin und nahmen einen Testausdruck mit. Dann war es mal wieder Zeit für Blumengiesen, Abendessen..........

Diese Nacht war durchwachsen: Beide Katzen folgten mir ins Zelt, da es aber sehr stürmisch war, waren Beide sehr unruhig. Außerdem vermissten Sie scheinbar die Luftmatratze. Mohrle suchte sich erstmal einen sicheren Platz unter meiner Liege........Irgendwann legte ich eines meiner Schaffelle einfach auf den Boden neben meiner Liege, auf dem es sich die Beiden gemütlich machten. Auch diese Nacht hatte ich ein paar Mal das Gefühl, das Zelt würde gleich weg fliegen, aber, oh Wunder, am Morgen war Alles noch an einem Stück und auch die Heringe waren alle noch da, wo Sie hin gehören.

Nebenbei: Bei Montsegure hat es scheinbar so gestürmt, dass es ein paar Bäume umgelegt hat und auch ein Zelt (ich weiß nicht, ob jemand drin war) von einem Baum platt gemacht wurde. Soweit ich weiß gibt es bei Montsegure keinen Campingplatz......

Ich erwachte wieder gegen 05:00 mit dem ersten Vogelzwitschern und überlegte, ob ich vielleicht früh zum Pic de Buggarach fahren sollte, entschied mich aber dann doch für´s Weiterschlafen.

Danach war wieder shoppen angesagt: heute erstmal den Farblaserdrucker holen (irgendwie traue ich den Verkäufern nicht) und danach noch einige Lebensmittel (und als Geburtstagsgeschenk für Lynn von meiner Seite, eine Erbeertorte) besorgt. Die Torten sind hier verhältnismäßig günstig und zudem lecker. Danach Drucker installieren und E einiges am PC erklären, Kid´s ins Schwimmbad bringen, Emmy begrüßen und so ging der Tag auch rum. Heute war zeitweise in Limoux und am Eingang zum Tal richtiges Wüstenklima – heiß und relativ trocken. Für meinen Geschmack nur noch ein wenig zu feucht.
Warum ich dem Verkäufer nicht traue? Weil die Angaben von Ihm bezüglich der Tonerpatronen nicht stimmen und er mir ein Gerät verkaufte, das nicht das zu sein scheint, welches er uns am Vortag zeigte (in dem Laden stehen 3 Geräte davon herum).
Ich erzählte E davon und es ist sein Job etwas zu unternehmen oder auch nicht.
Aber ich denke (und hier ist wieder das Thema Sprachen und Sicherheit) E ist sich nicht sicher genug in Französisch um zu reklamieren.
Ehe ich mich an dem Abend schlafen legte sah ich, dass mein Digitalwecker auch die Temperatur anzeigt...........es waren in meinem Zelt 25,5 Grad um 23:30 (und es befindet sich tagsüber meistens im Schatten).
Die Nacht war relativ erholsam.

Donnerstag war wieder shoppen angesagt, diesmal brauchte ich 3 Stunden, bis alles, inkl. Wasser holen erledigt war und dann kam die erwartete große Besuchergruppe. Ich nutzte die Zeit um ein wenig nach meinem Päckchen zu forschen – laut Hermes wurde es am 16.07. gegen Unterschrift abgeliefert, nur existiert hier Niemand mit dem Namen Rebel. Auch im Nachbarhaus (hier sind nur 2 Häuser) gibt es niemand mit dem Namen und auch kein herrenloses Päckchen. Somit ist es aus meiner Sicht verschütt gegangen.,
Nachdem ich wegen dem Päckchen mit Karin telefoniert hatte rief ich als nächstes den ADAC an und fragte ob und wie schnell Sie mir das Teil besorgen und liefern können. Alles kein Problem, es ist nur die Frage ob das Zentrallager es auf Lager hat und welches das Teil genau ist. Ich beschrieb, meinem bayrischen Freund vom ADAC das Teil (genauso wie ich es Karin beschrieben hatte) aber dieser verstand nur Bahnhof (obwohl er sich mit VW sehr gut auskennt – eigene Aussage), Karin hatte mich sehr gut verstanden............. auch wieder eine sprachliche Unstimmigkeit??? Immerhin ist Bayrisch (für manche) eine Fremdsprache ;o))))
OK nach ein paar gemailten Fotos (von dem Teil) und einem Anruf von Karin bei dem Mitarbeiter war Diesem auch klar, um welches Teil es sich genau handelt. Karin rief den Mitarbeiter an um Ihm die Teilenummer zu geben – das war das Erste, wonach er mich fragte. (woher bitte sollte ich Die wissen.....ohne dass Teil aus zu bauen....?)
Freitag Morgen will er mich anrufen, um mir zu sagen ob das Teil lieferbar ist und den weiteren Versand besprechen.

Freitag Morgen, nachdem ich mein Handy eingeschaltet hatte, sah ich 2 Anrufe in Abwesenheit – ADAC. Ein Rückruf von mir ergab, dass das Teil lieferbar ist und per Kurier am Montag ankäme.
Mit ein bisschen hin und her wegen der Lieferadresse - die vom ADAC hatten bedenken, es an eine private Adresse, wie der hiesigen zu schicken *kannichgarnichtverstehen* - einigten wir uns auf eine Adresse.........welche, wird erst verraten, wenn das Teil angekommen ist.

OK, also bleibe ich der Familie das WE über noch erhalten (ich hatte schon überlegt, ob es eine gute Idee ist am WE zurück zu fahren), worüber Sie recht froh sind, weil Sie immer noch kein Auto haben und ohne Auto ist man hier aufgeschmissen. E gab mir gleich eine lange Einkaufsliste und genügend Geld. Ich ging zum Auto, um einkaufen zu fahren und sah, dass ich über Nacht das Fenster der Fahrertür offen gelassen hatte. Plötzlich gab es ein heftiges gepolter, gefolgt von einem hektischen Rascheln und ich sah 2 große, leere Einkauftüten durch mein Auto fliegen.........richtig geraten es war Mohrle, der (wahrscheinlich) in meinem Auto bzw. den Tüten was Essbares vermutete. Scheinbar erschrak er, als ich ans Auto trat und wollte einfach nur schnell aus der Tüte und dem Auto raus kommen. Auf jeden Fall habe ich herzlich gelacht – Danke Mohrle.
Nach dem Einkauf fuhr ich die Kid´s wieder ins Schwimmbad, diesmal war Molly auch wieder mit dabei (Sie hatte sich letzte Woche erkältet und war sehr unglücklich, dass Sie ein paar Tage nicht ins Schwimmbad durfte).
Als ich die Kid´s wieder auf las, hatte Molly ein kleines Päckchen in der Hand, welches sich bei näherer Betrachtung als das Verlorengegangene von Karin harausstellte. Als ich fragte, wo Sie es her habe erzählten mir die Kid´s, dass Serge (der Besitzer des kleinen Krämerladens) es angenommen hatte und nun, als die Kinder an seinem Laden vorbei liefen, es Ihnen gegeben hatte. Er hatte es über eine Woche und war nicht in der Lage mal kurz oben an zu rufen. Scheinbar wartete er immer darauf, dass einer von der Familie vorbei kommt. Seine Frau heisst übrigens Isabel und bei einer etwas schludrigen Handschrift lässt sich daraus Rebel lesen. ;o)

Ich war überglücklich!!!!
Endlich hatte ich das Ersatzteil, das ich seit 3 Monaten versuche zu bekommen.

Gedanken zu dem Ersatzteil, den Umständen und meiner Seite:

Der Erste und für mich wichtigste Gedanke:Ich hatte nicht genug Vertrauen, dass für mich gesorgt ist und ich das Ersatzteil rechtzeitig haben werde.

Ich warte jetzt noch bis Montag um das, vom ADAC geschickte, Ersatzteil ein zu sammeln.
Auf Grund des fehlenden Ersatzteils waren mir längere Fahrten/Ausflüge nicht möglich.
Dafür hatte ich die Möglichkeit meinem ursprünglichen Wunsch, den ich (wenn mich jemand nach dem Grund für mein Hierher kommen fragte) so formulierte: Ich will meinen Freunden helfen (OK, das ist die gekürzte Version).
Wie alle Wünsche ging auch Dieser in Erfüllung (wenn auch etwas Anders, als vielleicht ursprünglich gedacht – andererseits, wirklich gedacht, habe ich manchmal nicht..........;o)
L&E freuen sich über meinen etwas längeren Aufenthalt, weil dadurch noch etwas länger ein Auto zur Verfügung steht.
Sonntag werde ich noch für einen Ausflug nutzen und um meine Sachen ein zu packen.

Wäre am Abend nicht mein Abschieds BBQ gewesen hätte ich das Teil noch heute Abend eingebaut.
So aber hatten wir ein richtig gelungenes BBQ mit Cieren und Familie (das ist eine andere Storie) Tracy und Ihre Kinder, inkl. Tante waren auch zeitweise zugegen.
Es war einfach toll E hielt eine Rede und gab mir mein Abschiedsgeschenk (doch wirklich, Sie haben etwas gefunden, was ich noch nicht habe – einen ganz speziellen Kochtopf), ich hielt eine Rede und dann haben wir auf die ganz spezielle Art getanzt, gesungen, gelacht und ich habe noch ein wenig meine LED Poi geschwungen. Ich werde es vermissen.!

Samstag Morgen, nach dem Aufstehen und der Dusche war erstmal basteln angesagt – ersatzteil einbauen – manche Dinge können manchmal schwieriger werden, als ursprünglich gedacht. Aber letztlich hat alles geklappt und ich fuhr einkaufen um aus zu probieren, ob alles dicht ist.
Es ist!!!! Bisher..............
Heute Abend gibt es mein Lieblingsgericht: Tandoori Chicken.

Ich denke, ich werde die nächsten Tage nicht mehr groß zum Schreiben kommen, daher gibt es meinen nächsten Blog Eintrag erst nach meiner Rückkehr.

14.07. - 18.07.


Dienstag war der Himmel den ganzen Tag bedeckt, ich hatte recht lange geschlafen und bin mit einer seltsamen Stimmung, die sich den ganzen Tag nicht veränderte aufgewacht.
Am Vormittag gab es wenig Geräusche und auch die Vögel, die ich normalerweise hier höre, waren sehr schweigsam.
Ich bemerkte, dass meine Geruchswahrnehmung gegen Null geht und das schon einige Tage. Außer irgendwelche starke Gerüche, wie z.B. Rauch, Essen etc. nehme ich sonst keine war (Was heißt hier Selbstschutz .? ;o)
Auf jeden Fall könnte ich nicht beschreiben, was für einen Geruch diese Gegend hier hat.
Am Nachmittag lies sich eine Wolke hier nieder – wer schon einmal durch eine Wolke gelaufen ist weiß wie das ist, es regnet nicht, sondern es nieselt sehr fein. Das Wetter überzeugte mich mir nicht das Feuerwerk in Carcassonne an zu sehen – die Aussicht, 2-3 Stunden bei dem Wetter irgendwo Draußen auf das Feuerwerk zu warten war nicht gerade erfrischend (eigentlich schon erfrischend, wenn auch ein wenig zu sehr). Die nächsten Tage erfuhr ich aus anderen Quellen, dass das Wetter bei Carcassonne den ganzen Tag über gut und sonnig war – typisch für die Gegend, an einem Ort kann es Katzen hageln und 10KM weiter ist strahlender Sonnenschein.
E bat mich eine Arbeit, die Mick begonnen hatte (Hinweisschilder für den Laden in Rennes zu bauen) fort zu führen. Es mussten noch einige Teile davon gestrichen werden.
Der Gesundheitswahn, der vor kurzem aus brach hat sich wieder gelegt und C ist in den letzten Tagen auch nicht gelaufen, was z.T. sicher auch an Ihrer Erkältung lag.
Tracy hatte heute Geburtstag und die ganze Familie (außer mir, ich bin nicht Familie) war bei Mick und Tracy eingeladen. Ja, Tracy und ich sind sehr verschieden.........dafür hatte ich Zeit und Muse mich mal wieder am PC aus zu toben (schreiben, Bilder hoch laden) und mir mal wieder einen Film an zu sehen. An Tagen wie heute bin ich recht froh, dass ich bald gehe/fahre.

Nebenbei: interessant, habe ich die letzte Zeit öfters beobachtet, wenn mich etwas stört z.B. etwas, was jemand Anderes tut, und ich denke intensiv darüber nach, ändert Derjenig sein Verhalten am nächsten oder übernächsten Tag, ohne dass ich was dazu tue oder sage

Mittwoch herrschte rege Betriebsamkeit – Mick und James (Tracy´s Sohn) bastelten fleißig an den Wegweisern. Ich bezeichne das Ergebnis als Murks, aber mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ist es brauchbar. Trotz allem Stress wurden die Beiden aber nicht fertig.....und Morgen sollen die Schilder in Rennes aufgestellt werden.
Der Hintergrund mit den Schildern: Rennes ist Juli und August für den Verkehr gesperrt, d.h. Nur Fahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung dürfen in den Ort rein fahren, die Anderen müssen unterhalb parken und die Besucher dürfen den Wanderweg benutzen. Da Viele aber nur wegen der berühmten Kirche kommen, laufen Sie auch nur bis dahin und nicht bis ganz nach oben. Da der Laden sich oberhalb der Kirche befindet, kommen weniger Kunden in den Laden. Normalerweise fahren die Besucher bis ganz nach oben und stehen somit praktisch vor dem Laden. Die Schilder sind als Hinweis für den Laden gedacht.
Ich habe mich aus der Bastelei der Beiden raus gehalten, erhielt von E eine lange Einkaufsliste und ging einkaufen – am Nachmittag habe ich die Kid´s noch ins Schwimmbad. Gegen ½ 6 kamen 2 Deutsche Wanderer (Deutsche verirren sich recht selten hier her), die am Abend zuvor als Musiker in der Kirche von Carcassonne bei einem Konzert mitspielten. Sie erzählten mir von einigen Kuriositäten (Notenständern haben gefehlt, das Licht war unzureichend, die Toilette am entgegengesetzten Ende der Kirche etc.) mein Kommentar war lediglich: „willkommen in Südfrankreich“
Als die Beiden hörten, dass ich nach Alet runter fahren würde (um die Kid´s wieder ein zu sammeln) waren Sie überglücklich und fragten ob ich Sie mitnehmen würde – klar, kein Frage ;o)
Am Abend saßen wir wieder zusammen und sangen nach dem Essen – jeder was er konnte und wenn es was Bekanntes war, sangen Alle zusammen.
Als ich meinen Weg zum Zelt antrat bemerkte ich, was für ein toller Sternenhimmel war. Leider war es schon recht spät, zu spät um noch irgendwohin (z.B. zum Pic) zu fahren und dort den Sternenhimmel in Ruhe zu betrachten.

Heute, Donnerstag stellte ich zufrieden fest, dass mein Geruchssinn wieder zurück gekehrt ist – vielleicht war er aber auch nie abwesend, sondern meine Wahrnehmung war auf Anderes konzentriert.
Am Morgen hatte ich wieder einmal die Gelegenheit mich mit der Motorsense aus zu toben,
Der Tag war sonnig und heiß, ich brachte die Hinweisschilder nach Rennes, probierte dort das teure (1,90€ pro Kugel) , aber leckere Ziegenmilcheis und fand heraus, dass die Wirtsleute von der Gartenwirtschaft in Rennes Berliner sind. Ich genoss ein wenig die Aussicht (der Pic war in Wolken gehüllt und von Süden schwappten die Wolken über die Berge) und bedauerte etwas, dass ich nicht einfach ein Tourie hier bin.
Danach noch ein wenig einkaufen und die Kid´s wieder zum Schwimmbad bringen – richtig geraten, ich habe Sie am Abend auch wieder dort abgeholt.

Nebenbei: E zahlt mir den Sprit, den ich für Ihn hier verfahre.

Zwischendurch gab es noch eine kleine Ameiseninvasion (die netten, etwas größeren, Geflügelten) in E´s Büro, die aber mit einem speziellen Anti Ameisen Pulver schnell beendet war.
In letzter Zeit sind hier einige der Familie etwas allergischer gegen Insekten und manchmal auch Katzen – wenn ich daran denke, wie ich belächelt wurde, als die Ameiseninvasion in meinem Zimmer war.........
Die Meisten haben hier mit Stichen Probleme (ich habe auch Einige, aber kein Problem damit) und in letzter Zeit höre ich immer wieder, dass die Katzen eklig sind (ich kann an Katzen nichts ekliges finden, aber Menschen sind halt verschieden.......;o). Da wären einige andere Dinge, die ich hier eklig finden könnte - Eklig ist hier ein gerne benutztes Wort.

Am Abend, kurz bevor es richtig dunkel wurde, goss ich noch die Pflanzen, was eigentlich für den A.... war. Weil ein Gewitter herauf zog.
Es war seltsam, es gab eine Art Wetterleuchten, das aber von der Richtung nicht wirklich zu fixieren war – es wurde einfach nur für eine Sekunde ein wenig heller.
Die Nacht war entsprechend unruhig, zum Einen weil immer wieder Windböen über das Zelt hinweg fegten und ich manchmal die Befürchtung hatte, das Zelt könnte abheben.
Zum Anderen machten es sich die beiden Katzen auf meiner Matratze bequem....Tiger brauchte wieder einige Zeit, bis Sie mit Schmusen (z.T. mit meinem Schaffell – ein herrliches Bild, wenn eine Katze zur Hälfte im Fell versunken ist und sich einfach nur wohl fühlt) zu Ende war und sich an meine Seite unter den Arm kuschelte. Blacky kam später, nachdem ich das Licht ausgemacht hatte und fand es auf meinen Unterschenkeln sehr bequem – ich fand es nach einiger Zeit unbequem und dann suchte er sich einen neuen Platz. Wie üblich verschwanden die Beiden als die ersten Vögel mit Singen anfingen.

Nebenbei: Neulich (an einem sehr heißen und sonnigen Tag) sah ich eine Gruppe (Freizeit)Radler die Straße von Alet hoch kommen. Vielleicht war es auch eine größere Familie. Einige fuhren oder versuchten es zumindest, Andere schoben Ihr Rad, was bei der Steigung durchaus verständlich ist (ich bin die Strecke auch schon einmal hoch geradelt). Mir fiel hauptsächlich eine Radlerin auf, die sehr schlank für Ihre (geschätzten) 1,80 Meter Körpergröße war. Und Sie trug nur ein sehr knappes Bikinitop (2 Dreiecke, mit dünnen Schnüren verbunden) oben herum und war von recht blasser Natur. Ihren Sonnenbrand, am Abend, wollte ich nicht haben...............mir ist das hier in der Gegend schon ein paar Mal aufgefallen, dass gerade Touries mit (fast) nakten Oberkörper (aber dafür mit Helm ;o) hier radeln.
Als ich eine Stunde später die Strecke wieder hoch fuhr waren die Leute immer noch am schieben – zwischenzeitlich hatten Sie etwa 2,5 KM zurück gelegt.

Freitag Morgen regnete es recht heftig und ich erwachte gerade zeitig genug um C zur Arbeit nach Rennes zu fahren (weil es regnete, Weichei ! ;o). Dort war es trocken, aber sehr windig.
Danach für die Familie einkaufen.......

Scherzfrage: was ist der Unterschied zwischen einigen (meist jüngeren Familienmitgliedern und den Katzen bzw. dem Hund?
Keiner!
Wenn du mit Essen ankommst erscheinen Sie aus dem Nichts, fallen wie die Heuschrecken darüber her und nach kurzer Zeit ist das Meiste (inklusive der Heuschrecken) spurlos verschwunden – dies gilt zumindest für Chips, Schokolade und andere Leckereien.

Es stürmte den ganzen Tag und auch die ganze Nacht, begleitet von zeitweiligem heftigen Regen – entsprechend schlecht habe ich geschlafen. Auch die Beiden Miezen waren die Nacht über sehr unruhig.
Am Nachmittag war ich irgendwann (als ich im Büro saß) so müde. Dass ich einfach die Beine hoch legte und ein wenig döste.
Zwischendurch schnitt ich aus einem großen, alten Sonnenschirm Stücke zu recht, um daraus Sandsäcke zu nähen. Die Hinweisschilder müssen unbedingt beschwert werden.

Schon mal eine Katze beobachtet, die versucht den Zigarettenrauch, der von einer Taschenlampe angeleuchtet wird, zu fangen oder einfach danach hangelt? Tiger tat es neulich Abends, als ich im Zelt in meinem Klappstuhl saß und eine letzte Zigarette vor dem Schlafen rauchte. Tiger saß auf meinem Knie und versuchte die Rauchwolken zu erhaschen. Einfach spaßig......;o)

Samstag ging ohne wirklich Hoch oder Tiefpunkte rum, abgesehen von Einkaufen und einer Handtuchschlacht zwischen Lynn und E. E ist ein Kämpfer und Lynn ein Dickschädel.....
Und die Pony´s sind mal wieder ausgebüchst – durch das hochgelobte Gatter. Das nicht geschlossen war, weil der Schließriegel seit Tagen defekt ist – E teilte mir heute mit, ob ich Ihn wohl austauschen könnte. Eine Halbe Stunde war Trubel, bis die 3 mit viel trockenem Brot und Äpfel wieder dort waren, wo Sie hin gehören. Dabei sahen wir, dass sich am Bauch und zwischen Hinterläufen des einen Pony´s eine Horde Fliegen angesammelt haben, die scheinbar nicht son ungefährlich sind und gerne Eier dort platzieren. Glücklicherweise ist gerade Jordan (eine Freundin von Lynn) zu Besuch, die sich Sehr gut mit Pferden auskennt und weiß, was zu tun ist.
Die Nacht war so ungewohnt still, dass ich erstmal Probleme hatte ein zu schlafen. Ich schlief recht unruhig, weil die Matratze Luft verlor und Mohrle sich mitten in der Nacht reinschlich
Diese Nacht beschloss ich in einer Woche am Samstag zurück zu fahren. Mein Abschied wird hier Freitag Abend mit einem BBQ gefeiert.
E fragte mich ob ich irgendwelche speziellen Wünsche dafür hätte.
„Ein einfaches BBQ“ antwortete ich. „Einfach Würste, Burger, Pommes, Salat und vielleicht gekochte Kartoffeln“
Hört sich nicht einfach an?
Normalerweise bereitet Tracy noch irgendwelche Leckereien zu, die aus meiner Sicht nichts mit einem BBQ zu tun haben und viel Zeit in Anspruch nehmen.
L ist in letzter Zeit nicht so gut auf Tracy zu sprechen, was wahrscheinlich z.T. mit Tracy´s Art und dem Verhalten von Sophie (Tracy´s Tochter) zusammen hängt.
Am Nachmittag fuhr ich Angé (Lynn´s Freund, der 3 Tage hier verbrachte) noch kurz nach Hause. Eigentlich sollte ich Ihn nur nach Alet fahren, aber auf meine Frage, wie er weiter käme erklärte er mir, dass er Trampen wolle.......mit 14 Jahren. Ok ich glaube das ist hier in der Gegend öfters der Fall, aber L&E erzählten mir, dass überall in den Bahnhöfen und den Supermärkten Bilder von vermissten Kindern aushängen.

nochmal neue Bilder unter Landschaft

05.07. - 13.07

Sonntag war es sehr feucht, sprich es regnete öfters – bisher ist es in meinem Zelt trocken geblieben. ;o)
Ich verzog mich in den Keller um die Engelkarten fertig zu sortieren. Zwischendurch kamen einige Besucher und Mohrle wurde deshalb in einen anderen Keller verfrachtet. Als ich bei einer Zigarettenpause vorbei ging hörte ich erstmal ein Rumpeln, maunzende und kratzende Geräüsche aus dem Keller und sah dann Mohrle mit leicht panischem Gesicht hinter einer Fensterscheibe der Holztüre – er hatte die 1,6 Meter vom Boden bis zur Fensterscheibe nur mit hoch springen und Krallen überwunden und wirklichen Halt gibt es an der Stelle nicht.....Naja, ich öffnete die Türe und lies Ihn raus und er lies sich dankbar kraulen. Ein paar Minuten später kamen L&E um Besuchern den „Steinraum“ in dem Keller zu zeigen. L erklärte mir nur kurz, dass Sie Mohrle in den Keller verfrachtet habe, weil er (während die Besucher aßen) dauernd auf den Tisch gesprungen sei. Und das kommt nur davon, weil ich die Katzen, während meinem Essen füttere – seltsam, bei mir sprinngen Sie nicht auf den Tisch und wenn setze ich Sie einfach wieder auf den Boden......außerdem haben Sie das von Anfang an versucht, auch ohne mein Füttern. Whatever als L die Kellertüre öffnete, um die Besucher hinein zu führen, sah Sie das Chaos, das Mohrle angerichtet hatte – ich hatte schon überlegt, auf zu räumen (warum auch immer) aber ich war erstmal mit Katze kraulen beschäftigt ;o)
Ansonsten war der Tag recht ruhig.

Montag hatte ich eine magische Begegnung, ich nenne es den Mogli Moment....es erinnerte mich an die Szene im Film Dschungelbuch als Mogli das erste Mal ein Mädchen am Fluss sieht......
Ich war in diesem Moment an der Wasserquelle von Alet (ein Areal, wo aus mehreren Brunnen Wasser fließt und jeder sich frei versorgen kann) und die Schönheit mit Ihren langen, schwarzen, gelockten Haaren füllte singend Ihre Wasserflaschen gegenüber. Das Berührte etwas in mir, das ich scheinbar längere Zeit vermisst habe, ohne es zu wissen (so wie Mogli die Zivilisation) nur was genau, das weiß ich nicht. Jedenfalls war es ein bezaubernder Moment.......Sie verließ die Wasserstelle mit ihren Kindern und ihrem Mann.
Zuvor hatte ich einige Stunden Training mit Sand schaufeln (zum Warm werden), Fliesen klopfen und Chris zur Hand gehen. Arbeiten auf dem Bau kann ich jedem empfehlen, es ersetzt das Fitnesstraining und ist effektiver ;o)
Aber langsam habe ich genug davon.
Ein kurzer Anruf bei meiner Werkstatt in Freiburg gab mir die Bestätigung, dass mein Ersatzteil immer noch irgendwo in Frankreich unterwegs ist..........manchmal frage ich mich, ob der liebe Ralf das Teil überhaupt weggeschickt hat oder mir einfach nur irgendwelche Stories erzählt.
Die Nacht war recht chaotisch, weil außer Vollmond auch noch beide Katzen im Zelt unruhig waren und dazu noch ein Unwetter niederging. Manchmal hatte ich das Gefühl, das Zelt fliegt gleich weg.

Entsprechend müde aber doch irgendwie wacher als sonst erwachte ich am Dienstag.
Ian eröffnete mir, nachdem ich mit Antoinett wegen der Bezahlung der letzten Woche gesprochen habe, dass Morgen mein letzter Tag sei, weil Ihnen das Budget für mich ausginge – ist mir auch recht. Da soll noch einer sagen, dass Wünsche nicht wahr werden: den Wunsch nach Arbeit auf dem Bau hatte ich und gestern wünschte ich mir das Ende.
Heute war abgesehen von den Fliesen, Gips und alter Putz von der Wand klopfen angesagt. Die ganze Klopferei geht gut auf die Handgelenke.
Aber ich weiß nun oder habe zumindest eine Ahnung davon, was meine Großeltern und Eltern geleistet habe als Sie aus den Trümmern des 2ten Weltkriegs Deutschland wieder aufgebaut haben.
Das Wetter ist weiterhin kühl, regnerisch und windig – OK ab und zu kommt mal die Sonne heraus.
Müde und hungrig kam ich wieder zu L&E, das Abendessen lies auf sich warten und als es fast soweit war kam überraschend Besuch in Form von alten Bekannten/Nachbarn aus Irland – das war ein Hallo.... und es kam auch Oh Shrek: Fiona. Kein Scherz, Sie heißt wirklich so und ist auch nicht gerade die Hübscheste aber einfach lieb.
Aber das war mir auch letztlich egal, denn ich hatte Hunger und war todmüde. Nach dem Essen habe ich mich auch gleich verkrümelt und sehr gut geschlafen.

Erfrischt und gut gelaunt (letzter Arbeitstag) erwachte ich Mittwoch, ging meine letzte Wand klopfen und wartete am Nachmittag auf Antoinett wegen der Bezahlung. Sie müsse erst noch zur Bank Geld holen, teilte Sie mir mit. OK, kein Problem, in die Richtung wollte ich so wie so. Bei der Bank angekommen wartete ich draußen auf Antoinett. Nach einer guten halben Stunde kam Sie wieder heraus (scheinbar ist das eine normale Zeit, wenn man nicht direkt an den Geldautomaten geht) und eröffnete mir, dass Sie mir einen kleinen Restteil schuldig bleiben müsste – warum auch immer. Also weiter in Geduld üben.

Donnerstag ging ohne besondere Hoch oder Tiefpunkte herum. Die Katzen schlafen nun öfters im Zelt und sind mittlerweile auch recht ruhig, sprich Sie legen sich hin und schlafen.......und stehen meist um 5 Uhr auf, um zu sehen welche Vögel gerade zwitschern.

Da am Freitag mein Ersatzteil immer noch nicht ankam rief ich Karin (meine Nachbarin und guter Geist) an und bat Sie mir das Teil zu besorgen, ein zu tüten und zu schicken. Markus hatte es mir auch schon angeboten aber ich weiß, dass er in letzter Zeit etwas im Stress ist.
Karin gab mir am Nachmittag Bescheid, dass Sie das Teil bekommen habe und es noch am gleichen Tag versenden würde. Heute versprach mir Mick, dass wir Morgen (Samstag) Reifen einkaufen gehen – toll ;o) Am Abend bereitete ich wieder meine berühmte Pizza und alle waren happy – nur der Boden will mir hier einfach nicht gelingen

Samstag kam Mick, Tracy, Tracy´s Sohn und Tochter aus der ersten Ehe und Tracy´s Tante (ein bisschen schrullig aber lieb). Der Sohn ist Anfang 20, recht lieb, Raucher (und dadurch schon sympathisch) und aufgeschlossen. Seine Schwester könnte man hübsch nennen, wenn man auf Hungerharken steht – Sie ist einfach zu dünn für Ihre Größe. Scheinbar liegt das auch etwas an der Ernährung, mit der Sie (laut Tracy) sehr schwierig zu sein scheint – Vegetarierin, mag aber kein Gemüse........ich weiß zwar nicht wie das funktioniert aber scheinbar tut es.
Wie auch in Deutschland darf man auch in Frankreich auf einer Achse nur die gleichen Reifen haben. Also demontierte ich eines der Vorderräder (kaputt ist das rechte Hinterrad), die vorderen Reifen sind schon gut abgefahren und machte dabei einen Denkfehler.....ich nahm dass rechte Vorderrad.....
Warum das ein Fehler ist?
Nun, die Reifen haben eine Drehrichtung, sprich das Profil ist so gestaltet, dass es nur für eine Drehrichtung was taugt.
Aber zuerst fuhr ich mit Mick, der zuvor noch alles mögliche Andere zu erledigen hatte (und ich schon befürchtete, dass es für die Reifen zu spät würde) zuerst nach Limoux. Dort stellte Mick das fest, was ich mir schon gedacht hatte – die Reifenhändler hatten um 16:00 Uhr schon alle geschlossen. Also weiter nach Carcassonne.
Dort steuerte Mick zu einem Reifenhändler, den er kannte.

Nebenbei: der Grund, warum ich das mit Mick machen wollte war:
1.Mick spricht französisch.
2.Ich wollte nicht, dass die von der Werkstatt die übrigen Reifen begutachten (OK, ganz so abgefahren wie Micks sind meine noch lange nicht.)

Das, was Mick auf französisch beim Händler zusammen stotterte hätte ich auch noch hin gebracht. Außerdem gab es dort einen Mitarbeiter, der gut englisch sprach.
Wäre ich mit meinem Auto hin gefahren, wäre mir mein Fehler und die Erkenntnis daraus erspart geblieben.
Und Mick würde immer noch mit 2 total heruntergefahrenen Reifen durch die Gegend fahren.
(Zitat Mick: „du bist schuld, dass ich mir nun auch 2 neue Reifen gekauft habe und dadurch sicherer unterwegs bin“ - kann ich mit leben.)
Über den tieferen Sinn lässt sich also etwas streiten. Aber es war auch einfach gut das mit Mick zusammen zu tun.
Micks 2 neue Reifen waren 3 Mal so teuer wie meine....meine Beiden kosteten mit Auswuchten komplett 100.- €! Dafür habe ich nun eine neue Marke kennen gelernt (America) und habe das Gefühl, dass Sie schon etwas älter sind – was soll´s.
Als wir wieder zurück waren montierte ich die Reifen auf einer Achse, sprich Beide Vorne und stellte danach fest, das der linke vordere Reifen sich wegen der Drehrichtung nicht hinten rechts montieren lässt. OK also die nächsten Tage zu einem Reifenhändler fahren und den Reifen um montieren lassen – wieder was gelernt ;oS
Die Temperaturen die letzten Tag waren wieder um einiges wärmer......

Sonntag war nichts besonderes, außer dass ich aus Holz ein Gestell für L&E angefertigt habe, in das man normale Einkaufstüten einhängen kann um Müll darin zu sammeln – bei den größeren Läden, wie Leclerc usw. gibt es große Müllcontainer, in die man recyclebare Sachen, wie Papier, Plastik etc. einwerfen kann. Irgendwie sind die Lebensmittel hier in Frankreich anders verpackt und produzieren für mein Gefühl mehr Müll und eine Familie, wie die von L&E so wie so. Oder ich bin mein Single Dasein so gewohnt....;o)
Aber wenn ich z.B. Bier betrachte...die Brühe, die die Franzosen mixen ist recht dünn, also braucht man schon mal die doppelte Menge um den gleichen Rausch zu erhalten. Die Flaschen sind nur halb so groß wie in D, also produziert man insgesamt die 4 fache Menge an leeren Flaschen.
Und wenn dann noch alles ungeordnet gesammelt wird, dann macht das Entsorgen in die Contianer wirklich Arbeit. Also produzierte ich das Gestell, um den Müll zu trennen.
Heute war es richtig stechend heiß d.h. Die Sonne brannte nach kurzer Zeit richtig gut auf der Haut und ich habe kaum geschwitzt. Also war die Luftfeuchtigkeit recht gering. So wie ich es liebe.

Nebenbei: was ich immer wieder vergaß zu erzählen, an einem Tag, als ich einiges an Fliesen bei Antoinett aus dem Keller geschleppt hatte, war auf meinem Tshirt ein interessantes Bild aus Schweiß und Staub entstanden. Davon gibt es auch 3 Fotos. Als E das sah erkannte er Gesichter, für L sah es aus wie ein Teddybär, ich sehe auch eher Gesichter (ich hatte die Idee, <achtung spiritueller Nonsense> ob es die Gesichter einiger früherer Hausbewohner wieder spiegelt, deren Energie noch in den Fliesen vorhanden war).....auf jeden Fall ist es interessant.

Montag war ich fast den ganzen Tag auf Achse....zuerst einkaufen – der helle Wahn. Morgen – Dienstag ist der 14.07., in Frankreich anscheinend einer der höchsten Feiertage (vielleicht so etwas wie Badische Revolution ;o) Auf jeden Fall waren Läden wie Leclerc sehr gut besucht. Und die Franzosen gehen nicht nur einkaufen, nein, Sie nutzen es auch zur Pflege sozialer Kontakte (wahrscheinlich sehen sich manche Leute nur 1 Mal im Jahr beim Einkaufen........;o)))
und tun das natürlich an den passendsten Stellen um den ganzen Verkehr (im Laden) lahm zu legen.
Bei diesen Kunden handelt es sich zu 95% um Menschen über die 70, und wenn Sie sich bewegen (Verzeihung „schleichen“) neigen Sie zu abrupten Bremsungen oder unkontrollierten Richtungswechsel. Und dann noch die ganzen Touristen, die schon immer mal in Frankreich einkaufen wollten, sich wahrscheinlich mit der ganzen Familie einquartiert haben und (ungelogen) 2 volle Einkaufswägen bewegen (oder gibt es bald keine Lebensmittel mehr und ich habe es noch nicht erfahren???)
Nebenbei: ich fühle mich hier eher als Einheimischer ;o)
Zuerst aber fuhr ich zu einer Werkstatt um den Reifen ummontieren zu lassen. Was genau „apre midi“ heißen soll wusste ich nicht, aber „dö ör“ hörte sich nach 2 Stunden an. Kurz geschaut, wann die Mittag machen „aha, von 12:00 bis 14:00“, kurz auf die Uhr geschaut 10: 40...“also gehe ich kurz vor 12 wieder vorbei, denn er hat sicher nicht auf die Uhr gesehen“ dachte ich.
OK, nachdem ich den Einkauf überlebt hatte (meistens muss man in mehrere Läden, um Alles zu bekommen) wieder zur Werkstatt, lag so wie so auf dem Rückweg. Der Mensch dort war etwas ungehalten und meinte wieder „apre midi“
„ach so, nachmittag!! Warum erzählt er mir dann was von 2 Stunden??“ dachte ich, nickte und fuhr weiter. Auf dem Rückweg fuhr ich auch noch bei Antoinett vorbei, um das restliche Geld zu holen. Leider war Sie nicht da.
Zwischendurch fuhr ich Ciara zum Shop nach Rennes, weil Ihr Mofa einen etwas platte Vorderreifen hatte. Die Straßen hier sind schon wahre Reifenkiller. Aber letztlich habe ich etwas Luft rein gepumpt und es schien wieder OK zu sein.
So um 3 fuhr ich wieder nach Limoux, lud zwischen drin die Kid´s von L&E beim Schwimmbad ab und fand meinen Reifen in der Werkstatt richtig herum montiert.
Ich verstand den Menschen in der Werkstatt, auf meine Frage hin was er an Geld bekomme, dass es nichts koste. Nachdem ich den Reifen eingeladen hatte wollte er aber doch 10.-€ (OK ich sollte doch französisch lernen........;o) Naja, teurer Spaß
Am Abend bereitet ich nochmal 3 Pizzen (weil die Iren von letzter Woche zu Besuch kamen), diesmal benutzte ich aber fertigen Bodenteig. Es war ein schöner Abend und wir aßen, tranken und sangen ;o)
Die Luftfeuchtigkeit, die gestern nicht vorhanden war, hat sich zu der heutigen dazu gesellt, es war einfach nur schwül, dampfig heiß. Und ich schwitzte das, was ich gestern nicht geschwitzt hatte und das, obwohl ich mich wenig bewegte.


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