Jörgs Opera-Blog

Opera et cetera

Dilemma für Opera

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Kleine haben es oft schwerer nach oben zu kommen, dies gilt wohl auch für den Browsermarkt. Mozilla Firefox hat es in den letzten Jahren geschafft, nennenswerte Anteile zu gewinnen, Opera dümpelt dagegen leider immer noch bei vielleicht einem Prozent herum? Obwohl dies doch ein ausgezeichneter Browser ist.

Es gibt wohl mehrere Gründe, warum Opera nur weniger Neu-User gewinnt, einer ist wohl der, dass es einige Webseiten gibt, die in Firefox und dem Internet Explorer ganz passabel ausschauen, in Opera aber Anzeigefehler erzeugen. Wenn man etwas von HTML und CSS versteht, dann kann man sehen, dass diese Fehler zumeist nicht auf Browserbugs zurückzuführen sind, sondern auf Fehler in den Webseiten. Das dumme ist, dass die meisten Browsernutzer nichts oder nur sehr wenig von HTML und CSS verstehen, und so nur einen Fehler sehen, den sie im IE und im Firefox eben nicht sehen.

Wenn man standardkonform Webseiten erstellt, hat man hinsichtlich der Darstellung in Opera genauso viele bzw. wenige Probleme wie in Firefox oder Safari. Der Internet Explorer macht da schon erheblich mehr Probleme, insbesondere der noch weitverbreitete IE 6. Nur wenige Webmaster werden eine Fehlerkorrektur, wie ich sie in dem Artikel (X)HTML- und CSS-Fehleranalyse beschrieben habe, durchführen. Viele verfahren so, dass sie ihre Webseiten mit ihrem Lieblingsbrowser IE oder Firefox testen und dann am Ende noch an den anderen wichtigen Browser anpassen. Nachdem man das Layout zweimal auf diese Weise zurechtgebogen hat, ist es sehr schwer, noch einen dritten oder gar vierten Browser zu berücksichtigen. Oft bekommen diese Browser den Stempel besonders schwierig zu sein, wobei sich diese Einschätzung mit der Erfahrung von Websurfern deckt, dass es in Opera einige Seiten mehr gibt, die nicht sauber dargestellt werden.

Das Dilemma von Opera, Safari und Co ist, dass sie wegen eines geringen Marktanteils auch weniger Berücksichtigung bei der Erstellung von Webseiten finden und dass eben diese Ignoranz der Webseitenersteller mit dazu beiträgt, dass der Marktanteil gering bleibt. Dass dieser Teufelskreis aber auch durchbrochen werden kann, hat Firefox gezeigt.

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