Es ist nicht deine Schuld dass die Welt ist wie sie ist; es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt.

(Die Ärzte - Deine Schuld)

Den Konservatismus umkehren oder Time goes by...

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Hiho!

Tja, atm schläft mein Blog ja ein bissl ein, aber ich schau dass sich das jetzt ändert. Die Schocktherapie hab ich immer noch nicht fertig, aber ich hab jetzt ein anderes Thema zum Schreiben.

Da ich übermorgen 16 werde, möchte ich über die Veränderungen in meinem und eigentlich in den Leben aller Personen meines Alters schreiben.

Es ist wirklich so wie alle immer gesagt haben. Pubertät und älter werden ist ein Prozess, der sich bemerkbar macht. Nur merkt man es selbst wirklich nicht. Es geht einfach so. Ich dachte immer, dass diese klassischen Dinge wie Streit mit den Eltern oder Demotivation mich nicht betreffen, doch mittlerweile merke ich es. Ich streite zwar kaum mit meinen Eltern, und wenn dann meistens mit meiner Mutter über politische Themen, aber die Demotivation schießt sich voll auf mich ein. Schule ist so fad wie immer, und mittlerweile sind die einzig freudigen Ereignisse am Schulvormittag entweder der Entfall einer Stunde oder ein Treffen mit Prof. Schalko (sie, Prof. B., seh ich ja nie!). Gut, das war früher auch so, nur merke ich, dass mein Ehrgeiz weg ist. Bei der Lateinolympiade, bei der ich gestern teilgenommen habe, bin ich 40. von 49 geworden, und es stört mich überhaupt nicht. Ob ich bei der CHOLY teilnehme, muss ich mir noch sehr genau überlegen. Hausübungen bin ich nicht mehr gewillt zu machen, obwohl mir das wahrscheinlich eh mal gut tun würde. Vielleicht ist das jetzt aber auch nur eine Phase (30 Minuten Geschichte lernen waren das Einzige, was ich seit Jänner für die Schule gemacht habe), die vorbei geht, wenn wir wieder Schularbeiten haben. Mal sehn.

Was aber noch viel schwerwiegender ist, ist meine Freizeitgestaltung. Heute habe ich mir meine Blogs vom letzten Jahr durchgelesen, vor allem die über Alkohol und Fortgehen. Mittlerweile habe ich auf diesem Gebiet eine 180° Wende vollzogen, und ich glaube, meine Freunde ausnahmslos auch. Das Weggehn am Freitag und Samstag Abend ist im Moment meine persönliche Erfüllung, auf die ich sozusagen die ganze Woche hinarbeite. Das kanns doch auch irgendwie nicht sein, oder?

Nun, irgendwie doch. Trinken, feiern, Mädchen "kennen lernen"...das ist es, was ich gerade will. Ich komme so gut klar, und fühle mich bei dem Gedanken an dieses Gesamtbild sehr gut.

Nur kann ich mir das nicht vorstellen. Ich habe noch im Mai und Juni 2007 genau diese Dinge verurteilt. Würde der Julian von damals mich heute sehen, ich glaub, ich würd mich schlagen. Für mich bedeutet das, dass meine Persönlichkeit entweder irrsinnig schwach oder unbeständig ist und meine Meinung sich sprunghaft ändern kann. Wenn ich mich aber vor diesen Kontext stelle, muss ich mich fragen, wie viel von mir dann echt ist? Wenn eh alles nur oberflächlich ist, was macht mich dann aus? Und was macht uns allgemein aus? Wie kann ich von anderen erwarten, dass sie mich ernst nehmen, wenn ich das selbst nicht kann?

Komischerweise ist es so, dass sich wirklich nur meine Meinung zu den Themen Fortgehen und Alkohol geändert hat. Politisch und ethnisch bin ich derselbe Mensch wie immer (außer dass mein Atheismus mittlerweile stärker ausgeprägt ist). Was verändert sich jetzt dann wirklich? Ich glaube, dass
sichverändern hier ein falscher Ausdruck ist. Die Person verändert sich irgendwie nur bedingt. Was sich ändert, ist die Art, wie sich die Meinung bemerkbar macht und wie man sie nach außen hin mitteilt. Viel mehr fällt mir dazu nicht ein, nur ist mir gerade eben der Ausdruck Sich Verändern extrem komisch vorgekommen, und ich höre gerne auf mein Bauchgefühl.

Es hat den Anschein, als ob es einigen zur Zeit so geht. Jeder zeigts halt anders, is eh klar.

Wir gehen gerade durch eine Zeit der Veränderungen, und es ist eine gute Zeit. Ich denke, dass die nächsten 1 1/2 zum Ausnutzen da sind und wie reife Früchte sind, die wir pflücken müssen, denn sobald wir älter sind, sind es diese Früchte auch und sie fallen ab und sind für immer verloren. Natürlich wachsen welche nach, doch werden die immer anders sein als ihre Vorgänger. (Was für ein behinderter Vergleich, aber er passt grad gut, find ich).

In diesem Sinne, lasst uns die Äpfel unserer Jugend nutzen, bevor wir dann die Tollkirsche der Matura, die Bananen des Studentenlebens, etc etc... haben.

Ich hoffe jedenfalls, dass ich am Samstag meinen Geburtstag gebührend feiern kann und all die Personen kommen, von denen ich es hoffe (die, dies wissen sollen, wissen eh wer gemeint ist). 16 ist eine große Zahl und das muss man auch merken^^.


So long
Julian

P.S:
Mir fällt auch auf, dass meine Blogeinträge nicht mehr so lang und ausführlich sind wie früher. Woran liegt des scho wieder? Ist mein Gehirn so sehr verwest? Oder bin ich einfach kreativer, wenns draußen schön ist?

P.P.S:
Hab gerade einen Oreo Shake getrunken, selbstgemacht. Sehr gut.





















newsflashAmerica Part 2

Comments

gyurigyuri77 Saturday, March 8, 2008 10:07:16 AM

alles gute! interessante fragen zum thema veränderung, wobei ich glaube, daß die antwort einfacher ist als du glaubst. du mußt sie trotzdem selbst für dich finden ;-)

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