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Widrigkeiten des Alltags

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Mendeley portabel machen

Die IT-Policy an meinem Arbeitsplatz wurde geändert. Benutzer haben keine Admin-Rechte mehr und können keine Software mehr installieren, allerdings portable Software benutzen.

Leider ist die Bibliographiesoftware Mendeley nicht portabel. Sie läßt sich mit der Software Evalaze portabel machen. Die hier beschriebene Methode funktioniert, wenn man alle Artikel im selben Verzeichnis  (gerne mit Unterverzeichnissen) hat.

Zutaten

1. Eine Vollversion der  Software "Evalaze" (kostet 70€) . Eine Vollversion  findet sich auf der DVD, die der c't 24/2011 beiliegt.
2. Ein neuinstalliertes Windows XP mit .NET und Internet-Zugang. Ich habe eine virtuelle Maschine,  den Windows XP Mode von Windows 7 benutzt.
3. Eine Mendeley- Installationsdatei. Ich habe Version 1.3 benutzt

Zubereitung

1. Windows XP Mode von Windows 7 und .NET

Gilt nur für Windows 7 Professional, Ultimate und Enterprise. Der XP-Mode fehtl bei Windows 7 Home. Die nötigen Dateien und eine Installationsanleitung bietet Microsoft hier an. Im neu eingerichteten virtuellen System sollten alle aktuellen Sicherheitsupdates und .NET installiert werden. 

2. Installation von Evalaze

Evalaze per Doppelklick starten. Die Software muß per Internet aktiviert werden. Dann  "Ohne Assistenten starten", einen Namen (z. B. Mendeley)  und Pfad fürs Projekt eingeben.

3. Festen Laufwerksbuchstaben für das Verzeichnis mit den Artikeln

Kommandozeilenbefehl
    subst B: F:\Meins\Artikel
ausführen. Hierbei steht F:\Meins\Artikel für das Verzeichnis, in dem die Papers liegen.

Wofür? Mit Evalaze erzeugt man eine Mendeley-Version, die alle Schreibzugriffe auf Systemdateien- und Verzeichnisse in einen eigenen Ordner wählbarer Lokalisation, eine Sandbox, umleitet. Aber wohin mit den Artikeln? Der Ordner mit Papers hat einen festen Platz in meiner Ordnerstruktur. Ihn umzuziehen hätte zu viele Nebenwirkungen. Als muß ich dafür sorgen, daß mein portables Mendeley den Ordner, egal auf welchem Datenträger er liegt, immer im gleichen Verzeichnis findet.
Das habe ich erreicht, indem ich den Ordner mit den Artikeln per subst-Kommandozeilenbefehl den Laufwerksbuchstaben B: zugewiesen habe:
subst B: F:\Meins\Artikel.
B: ist ein Alias fürF:\Meins\Artikel.  Löscht man eine Datei unter B:, so verschwindet sie natürlich auch unter F:\Meins\Artikel. Die Laufwerksbuchstaben werden beim Runterfahren zurückgesetzt. Der Subst-Befehl muß als bei jedem Systemstart neu ausgeführt werden. Ich starte mein portables Mendeley per BAT-Skript. Dieses Skript führt erst den subst-Befehl aus, dann startet es Mendeley.
Der subst-Befehl funktioniert auch mit den meist FAT-formatierten USB-Sticks. Setzt man nur NTFS als Dateisystem ein, kann man einfach einen Hardlink setzten, der bleibt auch beim nächsten Neustart erhalten.

4. Prescan

Scanbereich auswählen. Laufwerk B, Laufwerk C (mit Ausnahme irrelevanter Ordner , wie Recycler)  und die gesamte Registry auswählen. Auf den Button "Prescan" drücken. Warten, bis Evalaze feritig ist.
Evalaze macht jetzt eine Bestandsaufnahme des Systems, um  die Änderungen nach der Installlation identifizieren zu können.

5.  Mendeley installieren und konfigurieren

Mendeley wird real auf dem System installiert, es verschwindet nicht, wenn man Evalaze schließt.
Auf den Button "Setup" drücken. Im "Setup-Starten"-Dialog die Mendeley Installationsdatei wählen und ausführen. Unter "Choose Start Menu Folder" einen Haken bei "Do not  create shortcuts" setzen. Das Setup durchlaufen lassen.
Mendeley nach abgeschlossenem Setup starten und in den vorhandenen Account einloggen. Warten, bis alle Dateien und Referenzen runtergeladen sind. Dann  Tools->Options -> File Organizer aufrufen.  Haken vor "Organize My Files" setzten und als Pfad B:\ eingeben. Ich selber benutze auch den Umbenenner "Rename Document Files". Dann auf Apply drücken. Mendeley kopiert jetzt alle Dateien aus seinem eigenen Download-Verzeichnis nach B:\.
Wenn Mendeley fertig ist, kann es geschlossen werden.

6. Postscan

Auf den Button "Postscan" klicken. Evalaze scannt das System, um Änderungen durch die Installation zu finden

7. Konfigurieren des Pakets

Button "Build-Einstellungen" wählen. Unter Anwendungen nur  "MendelyDesktop.exe" auswählen. Unter "Pfad der Sandbox" "Anwendung portierbar machen" auswählen.
Ribbon "Dateisystem" öffnen. Laufwerk B von "WRITECOPY" auf "MERGED" setzen.
Zurück zum Ribbon "Virtuelle Anwendung" und auf  "Anwendung erstellen" klicken.. Zunächst wird man nach dem Speicherpfad gefragt, dann legt Evalaze los.

8. Das fertige Produkt

Das Resultat der Mühen ist eine Datei mit dem Namen Mendeley.exe (wenn der Projektname Mendeley war). Durch Doppelklick wird Mendeley gestartet (nachdem man sein Artikelverzeichnis mit subst auf B: gelegt hat). Beim ersten Start werden die Mendeley-Dateien  in ein Verzeichnis im gleichen Pfad wie Mendeley.exe entpackt. Das dauert, selbst auf einem schnellen Rechner. Danach startet Mendeley etwas schneller.
Die Evalaze-Version von Mendeley ist hakeliger als das Originalprodukt. Die Software reagiert langsamer. PDF-Dateien lassen sich auch extern öffen, der Menüpunkt "Open Folder" geht  nicht. Die für mich wichtigen Funktionen (Importieren, Umbenennen, Taggen, Suchen und mit dem Netzaccount synchronisieren) gehen.

Windows 7 und unscharfe Schrift

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Im Oktober 2009 kam Windows 7 auf dem Markt. Im Mai 2011 habe ich mir einen neuen Rechner gekauft. Und so muß auch ich mich vom kuschlig-vertrauten Windows XP verabschieden, um in der weiten Welt von Windows 7 mein Glück zu finden.

Aero ist ja ganz hübsch- aber die unscharfe Schrift stört. Von XP wußte ich noch, daß Clear Type schuld ist (auch wenn Microsoft in jedem Einstellungsfenster das Gegenteil behauptet!), und wie es abzuschalten ging. Nun- ganz so einfach ist das unter Windows 7 leider nicht. ClearTyp  wird bis zum letzten Mann Registry-Eintrag verteidigt!

Erst mal muß man Clear Type an drei verschiedenen Stellen abschalten. Davon wird die Schrift zwar schärfer, aber nicht besser lesbar. Die Systemschrift Segoe UI ist nämlich auf Cleartype optimiert ("Segoe UI is optimized for Vista's default ClearType rendering environment, and it is significantly less legible when ClearType is disabled." Wikipedia). Deshalb muß da, wo die Schriftart wählbar ist (an acht Stellen) Segoe UI durch Tahoma ersetzen. Die nicht über GUI konfigurierbaren Schriftarten müssen schließlich durch Registry-Einträge geändert werden.

Welch Glückes Geschick, daß all die anderen da draußen schon 1,5 Jahre Zeit hatten, die Lösungen dieser Einzelprobleme ins Netz zu stellen. Es fehlte nur eine Komplettanleitung- die reiche ich nach.

Clear Type deaktivieren

  1. Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> System -> Erweiterte Systemeinstellungen-> Karteikarte "Erweitert" -> Knopf "Einstellungen" im Feld "Leistung": Haken vor "Kanten der Bildschirmschriftarten verfeinern" wegnehmen. Alternativ kann man den Registry-Schlüssel für diese Option von 2 nach 1 ändern *:
        [HKEY_CURRENT_USERControl PanelDesktop]
        "FontSmoothing"="1"
Leistungsoptionen
  
 
  1. Systemsteuerung -> Darstellung und Anpassung -> Anzeige -> ClearType Text anpassen: Haken vor "ClearType aktivieren" wegnehmen. Alternativ kann man den Registry-Schlüssel für diese Option von 2 nach 1 ändern *:
  2.     [HKEY_CURRENT_USERControl PanelDesktop]
        "FontSmoothingType"=dword:00000001


    Clear Type deaktivieren



  3. Systemsteuerung -> Netzwerke und Internet -> Internetoptionen -> Karteikarte Erweitert: Haken vor "Immer Clear Type für HTML verwenden" wegnehmen. Damit wird u.a. die Windows-Hilfe besser lesbar. Die Option steht im Abschnitt Multimedia, mittendrin in einer langen, unübersichtlichen Liste:
Internet-Explorer: Clear Type für HTM-Abschalten

Segoe UI durch Tahoma ersetzen

  1. Systemsteuerung -> Darstellung und Anpassung -> Anpassung -> Fensterfarben ändern -> Erweiterte Darstellungseinstellungen: Alle Elemente durchklicken. Überall, wo die Schriftart geändert werden kann, Segoe UI durch Tahoma ersetzen. Die Registry-Settings stehen in folgendem Pfad: *:
    [HKEY_CURRENT_USERControl PanelDesktopWindowMetrics]
Fensterelemente ändern


  1. Nun muß man Windows vorspiegeln, daß die Fonts Segoe UI (und Calibri) fehlen- und ihm als Ersatz Tahoma vorschlagen. Das geht nur per Registry-Manipulation **.
    #Remove Segoe UI
    Windows Registry Editor Version 5.00

    [HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionFonts]
    "Segoe UI (TrueType)"=""
    "Segoe UI Bold (TrueType)"=""
    "Segoe UI Italic (TrueType)"=""
    "Segoe UI Bold Italic (TrueType)"=""
    "Segoe UI Semibold (TrueType)"=""
    "Segoe UI Light (TrueType)"=""
    "Segoe UI Symbol (TrueType)"=""
    "Calibri(TrueType)"=""
    "Calibri Bold(TrueType)"=""
    "Calibri Bold Italic(TrueType)"=""
    "Calibri Italic(TrueType)"=""

    [HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionFontSubstitutes]
    "Segoe UI"="Tahoma"
    "Calibri"="Tahoma"


        Rückgängig machen läßt sich das mit
    #Restore Segoe UI
    Windows Registry Editor Version 5.00

    [HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionFonts]
    "Segoe UI (TrueType)"="segoeui.ttf"
    "Segoe UI Bold (TrueType)"="segoeuib.ttf"
    "Segoe UI Italic (TrueType)"="segoeuii.ttf"
    "Segoe UI Bold Italic (TrueType)"="segoeuiz.ttf"
    "Segoe UI Semibold (TrueType)"="seguisb.ttf"
    "Segoe UI Light (TrueType)"="segoeuil.ttf"
    "Segoe UI Symbol (TrueType)"="seguisym.ttf"
    "Calibri(TrueType)"="CALIBRI.TTF"
    "Calibri Bold(TrueType)"="CALIBRIB.TTF"
    "Calibri Bold Italic(TrueType)"="CALIBRIZ.TTF"
    "Calibri Italic(TrueType)"="CALIBRII.TTF"

    [HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionFontSubstitutes]
    "Segoe UI"=-
    "Calibri"=-


Hier gibt es mehr Infos und ein Tool zum Download, daß diese Registry-Einträge automatisch vornimmt.

Der Autor berichtet auch, daß einige Programme (Diverse Acrobat-Software und Microsoft Office 2007) Segoe vermissen und bei diesen unmöglichen Arbeitsbedingungen selbstverständlich streiken. Meine eigene Software ist genügsamer, ich hatte bislang keine Probleme.



* Die Registry-Schlüssel entstammen folgendem Thread (man muß die Seite etwas runterscrollen). Überprüft habe ich sie nicht.

** Siehe http://www.davidjnice.com/articles/windows7_fonts.html. Habe ich selber ausprobiert, und es funktioniert. Das Rückgängig machen habe ich nicht getestet.

Prepaid Internet für Ausgewanderte

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Ich bin in eine wild-exotische Gegend mit Meer, alpinem Gebirge und rauhem Klima gezogen. Manchmal kriege ich Sehnsucht nach Frühling, sanften Anstiegen und Buchenwäldern. Dann mache ich Urlaub in einem langweiligen deutschen Mittelgebirge.

Urlaub hin oder her- ohne Internet geht gar nix.

Technisch ist das kein Problem. Mein Fonic Surf-Stick funktioniert nach Treiberinstallation unter Windows und nativ (ohne Treiberinstallation) unter Ubuntu. Mein Android-Handy habe ich geroutet und mit der Gratis-App Barnacle zum WLAN-Router gemacht. Neuere Androidversionen bieten diese Funktion auch ohne Zusatzsoftware. Man kann jeden WLAN-fähigen Rechner mit dem Handy wie mit einem ganz normalen WLAN-Router verbinden.

Jetzt braucht man nur noch mobiles Internet. Für maximal 3-4 Wochen im Jahr ist nur die Prepaid-Variante aktuell. Deckung in deutschen Mittelgebirgen möchte man auch gerne haben. Ich mag's auch billig. Und vor allem möchte ich einen Anbieter, der sich an den Vertrag hält und Internet liefert, wenn man Internet bezahlt.

FONIC

Ich habe mir im Frühjahr 2009 einen Fonic Surf-Stick gekauft (Huawei E 160). Der tut, was er soll. Er zieht offenbar mehr Strom aus dem USB-Port als mein Netbook im Batteriebetrieb hergeben mag. Zuverlässig funktioniert er nur, wenn mein Netbook an der Steckdose und der Stick ohne USB-Hub direkt an einem USB-Port hängt. Unter Windows muß man Treiber installieren. Unter Ubuntu funktioniert der Stick ohne Treiberinstallation. Das ist sehr praktisch, wenn man Bankix einsetzt. Der Stick hat kein SIM-Lock und kann mit Nicht-Fonic-Karten benutzt werden. Inzwischen verkauft Fonic neuere Sticks mit etwas höherer Datenrate. Mit denen habe ich keine Erfahrung.

Bei der Bestellung des Sticks per Internet mußte man Fonic eine Einzugsberechtigung geben. Die habe ich gleich wieder widerrufen. Ich mag es nicht, wenn mein Handy Zugriff auf mein Konto hat. Guthabenkarten kriegt man in diesen Läden.

Fonic bietet eine Tagesflatrate für 2,50€ an. Pro Kalendermonat bezahlt man maximal 25€. Ab einer Datennutzung von 500 MB/Tag bzw. 5 GB/Kalendermonat wird die Bandbreite auf GPRS-Geschwindigkeit beschränkt. Fonic benutzt das O2-Netz.

Bislang funktionierte Stick und Mobil-Netz erwartungsgemäß. Die Datenverbindung in deutschen Mittelgebirgen ist oft etwas dünn und instabil. Die Telekom ist da wohl besser, aber deutlich teurer. Der Browser Opera, der auf Wunsch Internet-Seiten über einen Proxy komprimiert (Opera Turbo), hilft, mit dünnen Datenleitungen zu leben.

PLUS
  • Fonic hat nach meiner Auffassung von allen Anbietern die fairsten Vertragsbedingungen..
  • Bislang habe ich das, was ich bezahlt habe, auch geliefert gekriegt. Das ist nicht selbstverständlich (siehe unten)
  • Der Stick (von 2009) funktionierte ohne Treiberinstallation unter Ubuntu
  • Der Stick hatte 2009 kein SIM-Lock.
MINUS
  • Bandbreitenbegrenzung auf 500MB/ Tag oder 5GB/ Monat. Das ist für mich kein Problem. Allerdings stelle ich mir unter einer Flatrate was anderes vor.
  • Schlechte Datenrate abseits der Ballungszentren. Für die Handy-Navi, E-Mail und Zeitunglesen reicht's.
  • Es gibt nur eine Tagesflatrate, keine Monatsflatrate. Die Kostenbegrenzung auf 25€ gilt nur für den Kalendermonat. Leider reise ich selten vom 1. bis zum 31 eines Monats...
  • Der 2009 erworbene Stick funktioniert zuverlässig nur direkt an einem USB-Port und (bei meinem Netbook) im Netzbetrieb.
  • Verkaufsstellen für Guthabenkarten sind dünner gesät als für die großen Anbieter wie O2 und Telekom

O2 oder: Wie setzt man seine Kunden schachmatt.

Ein Freund von mir machte gerade schlechte Erfahrungen mit einem O2-Surfstick.

Am 15.4.11 kaufte er für 39€ einen Surfstick mit 5 Tagen Internetzugang und einer O2-Prepaid-Karte. Am 23.4.11 lud er sein Guthaben mit 30€ auf und erwarb eine Internet-Monatsflat für 25€ Per SMS wurde ihm die Flatrate bis zum 23.5. bestätigt. Bis zum Freitag, dem 27.4.11 funktionierte der Internet-Zugang . Ab diesem Zeitpunkt kam nur noch die Meldung, daß das gesamte Guthaben von insgesamt 30€ aufgebraucht sei. Mit leerer Karte kann man den O2- Kundenservice weder anrufen noch ansimsen. Aus Nicht-O2-Netzen ist der O2-Kundenservice nicht erreichbar. Mein Freund hatte bei so gutem Service verständlicherweise keine Lust, die Karten nochmal aufzuladen, bevor O2 den Fehler gefixt hat. Man könnte von einem Patt reden- wenn O2 daran nicht 30€ verdient hätte. Also ist es ein Schachmatt.

O2-Handy-Läden sind in deutschen Mittelgebirgen ähnlich selten wie UMTS-Bandbreiten. Der Surf-Stick-Händler in Hildesheim ging ans Telefon. Er fühlte sich sogar zuständig und versuchte, leider erfolglos, das Problem zu fixen. Die Begründung ist so verwickelt, daß sie sowieso keiner lesen will *.

Der Händler schlug meinem Freund vor, mit dem O2-Support zu telefonieren und um Kulanz zu bitten. Aber dazu hätte mein Freund O2 wieder 15€ spenden müssen. Man soll ja kein gutes Geld schlechtem hinterherwerfen, wird gesagt...

Die Geschichte nahm dann doch ein glückliches Ende: Für Händler gibt es natürlich Servicenummern, die auch aus anderen als O2-Netzen erreichbar sind. Wir stießen im Forchheimer Handyladen "The Phone House" auf eine Verkäuferin der seltenen Art: Nett, kompetent und engagiert. Sie schaffte es tatsächlich, O2 zu einer Reaktivierung der Monatsflat zu bewegen.

Ohne den Glücksfall mit dieser Verkäuferin wäre der O2-Stick mt SIM-Lock jetzt Elektronikmüll. O2 hätte für 10 Tage Surfen zum E-Mail-Abfragen und Zeitung lesen 69€ bekommen. Mein Freund fühlte sich- diplomatisch ausgedrückt- reingelegt. Sein Kommentar: "Glücklicherweise war's Prepaid, sonst wäre noch eine dicke Rechnung gekommen.""




* Falls doch: Wie der Hildesheimer Händler berichtete, galt die Bestätigung für eine Handy-Telefonie-Flatrate- die würde nämlich immer zuerst aktiviert werden. Erst dann könne man die Internet-Flatrate aktivieren. Mein Freund surfte also zum "normalen Datentarif"- und da sind schonmal 30 Euro in 5 Tagen weg, wenn man seine E-Mail abruft.

Naheliegend ist die Aktivierung der Handy (Telefonie)-Flatrate für einen Surfstick nicht. Mit einem Surfstick kann man nämlich keine Handy-Telefonate führen. Erwähnt wurde diese etwas seltsame Aktivierungsreihenfolge weder in der beiliegenden Gebrauchsanweisung noch in der Bestätigungs-SMS. Mein Freund ist Programmierer. Man darf ihm also den Umgang mit Handys und Computern zutrauen. Er kann sogar Gebrauchsanweisungen lesen.

Sandisk Sansa Clip+ mit Rockbox

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Wie man hier im Detail nachlesen kann, gibt es zur Zeit keinen MP3-Player auf dem Markt, der sich wirklich für Hörbücher im MP3-Format eignet. Die beste Lösung ist der Sandisk Sansa Clip+ mit Rockbox. Hier kann man nachlesen, wie man Rockbox auf dem Sansa Clip + installieren und  für Hörbücher konfigurieren kann. Sansa Clip + mit Rockbox

Rockbox

ist ein alternatives Betriebssystem für einzelne MP3-Player.
  • Es ist Open Source und Freeware.
  • Rockbox mehr Optionen als die Original-Software. Wenn man eine spezifische, schwer zu kriegende Funktion möchte: Rockbox hat sie wahrscheinlich.
  • Verhältnismäßig hoher Einarbeitungsaufwand. Es hilft, die Gebrauchsanweisung (ca 200-seitiges PDF-Dokument) zu lesen.
  • Rockbox-Ports gibt es typischerweise erst, wenn es die Hardware schon nicht mehr zu kaufen gibt. Der Sansa Clip+ ist eine der wenigen Ausnahmen
  • Weitestgehend konfigurierbar. Mit etwas Mühe kann man seinen MP3-Player auf die eigenen Bedürfnisse hin optimieren.

Download und Installation

Rockbox ließ sich mit Hilfe der PC-Software Rockbox Utility  komplikationslos auf dem Sansa Clip + installieren. Die Software übernimmt auch gleich den Download der richtigen Rockboxversion.Die Rockbox Utility braucht eine lokale Kopie der Sansa Clip + Firmware. Die kann man sich bei Sandisk runterladen.
Ist Rockbox korrekt installiert, so startet Rockbox beim Einschalten des Gerätes. Das Original-Betriebssystem startet, wenn man das Gerät enschaltet und gleichzeitig die „Links“-Taste drückt.

Einstellungen für Hörbücher (Rockbox, Version 3.7.1)

Mit diesen Einstellungen funktioniert der Sandisk Sansa Clip + beim Hörbuchhören am besten:
Settings -> Playback Settings -> Skip Lenght: 10 s. Entspricht Study mode (Springen im Track, statt zwischen Tracks).
Geht nicht: Springen oder Spulen von Trackanfang zu Ende des vorigen Tracks. 
Workaround: Alle Tracks zu einer Datei zusammenfügen, z. B. mit  MP3-Direct cut: Menü Datei->Serienfunktionien: gewünschten Ordner laden- Dateien, die zusammengefügt werden solle, markieren- unter "Aktion" "zusammenfügen" anklicken und einen Dateinamen angeben. Maximal 50 Dateien lassen sich in einem Rutsch zusammenfügen.
Settings -> Playback-Settings: Fade on Stop/ Pause: No. Damit wird verhindert, daß der Ton beim Starten eingeblendet wird und man den Anfang nicht mitkriegt.
Settings -> General Settings-> System -> Start Screen: Resume playback: Man kann verschiedene Startbildschirme wählen. Dieser sorgt dafür, daß der Player einfach da weitermacht, wo man ihn beim letzten Mal ausgeschaltet hat.
Settings -> General Settings -> Bookmarking -> Bookmarks on Stop: Yes. Legt beim Stoppen des Players eine Bookmark an.
Settings -> General Settings -> Bookmarking -> Load last bookmark: Beim Spielen eines Tracks wird automatisch die letzte Bookmark angesprungen,statt mit dem Anfang zu beginnen. Nein. Klingt erstmal verführerisch, wird aber ein Problem werden, wenn man in einem Track nach einer bestimmtes Stelle sucht.
Settings -> General Settings -> Bookmarking ->  Maintain a list of Recent Bookmark: Unique Only  Nur die jeweils letzte Bookmark im Ordner und der Playlist wird in der Liste der zuletzt benutzen Bookmarks gespeichert. Frühere Bookmarks aus dem gleichen Ordner oder der gleichen Playlist werden entfernt
Settings -> General Settings -> Language: Beim Versuch, die Sprache auf Deutsch umzustellen, ist mir der Player abgestürzt.
Theme settings Status/- Scrollbar -> Volume Display/Battery Display: Numeric. Die Lautstärke und die Batterieladung werden (präziser) mit Zahlen, statt mit einem Symbol angezeigt.
Settings -> Sound Settings -> Timestretch Mode. Könnte bei fremdsprachigen Hörbüchern nützlich sein. Habe nicht rausgekriegt, wie ich an den rankomme.

Theme Settings -> Browse Theme Files: Basic 1.0
Damit kriegt man ein sechszeiliges Display. Eventuell muß man sich das Theme mit dem Rockbox Utility runterladen und aufs Gerät überspielen.
  1. Zeile: Batterieladung, Lautstärke und Uhrzeit angezeigt.
  2. Zeile: Interpret (in dem Tag steht bei mir der Autor)
  3. Zeile: Titel (in diesem Tag steht „Tracknummer  – Buchtitel“ bei mir)
  4. Zeile: Album (in diesen Tag schreibe ich „Verfasser – Titel– CD-Nummer“)
  5. Zeile: Fortschrittsbalken. Zeigt, wie weit man im Track ist
  6. Zeile: Verstrichene Zeit (im Track), Anzahl Tracks im Ordner, Gesamtlänge des Tracks
Theme Settings -> Font: 10-fixed
Leider ist der Standard-Font des Basic Themes schlecht lesbar. 10-fixed ist besser. 11-fixed geht zwar auch noch, aber bei diesem Font ist eine Zeile zweifarbig. Das sieht scheußlich aus.
Settings -> General Settings -> Display -> Scrolling -> Scroll Speed: Hier kann man die Geschwindigkeit justieren, mit der lange Texte im Display durchlaufen.
Settings -> General Settings -> Display -> LCD-Settings -> First Keypress Enables Backlight Only: OFF Wenn diese Funktion eingeschaltet ist (ON), wird nach jedem Tastendruck erst mal das Licht eingeschaltet. Erst der zweite Tastendruck startet die gewünschte Aktion. Dieses Verhalten nervt gewaltig, wenn man das Gerät blind bedienen will. Man weiß nämlich nie sicher, ob das Display gerade an (nur einmal drücken) oder aus (dann muß man zweimal drücken) ist.

Bedienung Sandisk Sansa Clip + mit Rockbox Version 3.7.1.

Einschalten

Einschalten mit Rockbox
„Power“ drücken
Das Startverhalten/ Startbildschirm ist konfigurierbar. Bei mir spielt der Player nach dem Einschalten da weiter, wo er aufgehört hat (Settings -> General Settings-> System -> Start Screen: Resume playback).

Einschalten mit Original-Betriebssystem
  • Gleichzeitig „Left“ und „Power“ drücken oder
  • USB– stecker einstöpseln und starten (Rockbox unterstützt noch keinen Dateitransfer mit USB auf dem Sansa Clip +)

Displays

Rockbox hat mehrere Typen Displays.
  • „While Playing Screen“ WPS: Zeigt an was gerade gespielt wird. Ist weitgehend konfigurierbar
  • Diverse Listen, z. B. Dateien, Playlists, Einstellungsoptionen, Bookmarks u.s.w
  • Quick Screen: Schnelleinstellungen für häufig geänderte Optionen.
  • Diverse Zusatzsoftware (z. B. Spiele und Anwendungen. So wird z. B. eine Stoppuhr und ein Metronom mitgeliefert).

Tastenbelegungen

Rockbox kennt
  • kurze Tastendrücke
  • lange Tastendrücke (Home, Select, Submenu und Power-Knöpfe)
  • Tastenkombinationen (Left+Power, Home+Select)

Navigation in Listen (Dateilisten, Playlists, Listen mit Optionen u.s.w) Folgendes klappt meistens:

  • Up-Down zum Navigieren in Listen
  • Select kurz drücken um etwas auszuwählen, alternativ
  • Right um etwas auszuwählen
  • Left: Eine Ebene zurück
  • Select lang drücken: Kontextmenü (wenn es eines gibt)
  • Home: Zum Hauptmenü
  • Home + Select: Zeigt den While Playing Screen des gerade gespielten Tracks an.
  • Power kurz drücken: Zurück zum letzten Screen.
  • Power lang drücken: Schaltet das Gerät ab.
 In manchen Listen haben die Knöpfe andere Effekte. Das merkt man dann….

Navigation im WPS (While Playing Screen)

  • Right und Left: Springen im Track (geht leider nicht über Trackgrenzen). Dieses Verhalten muß konfiguriert werden: Settings -> Playback Settings -> Skip Lenght: 10 s.
  • „Up/ Play“ Startet und stoppt die Wiedergabe
  • „Down/ Submenu“: Aktuelle Playlist
  • „Select“ kurz: Zurück zur letzten Liste vor dem Sprung in den While Playing Screen
  • „Select“ lang: Kontextmenü für die gerade abgespielte Datei
  • „Home“ kurz: Hauptmenü
  • „Home“ lang: Quick Settings Screen.
  • „Home“ + „Select“: Lock/ Unlock Screen
  • „Power“ kurz: Bookmark erzeugen
  • „Power“ lang: Ausschalten

Navigation im Quick Screen

  • Right, Left, Up, Down: Ändern von Einstellungen
  • Power kurz: Zurück zum letzten Bildschirm
  • Home kurz: Zurück zu letzten Bildschirm
  • Select: Hat keinen Effekt.

Navigation in Anwendungen und Spielen

Muß man in der Gebrauchsanweisung nachlesen

Bookmarks (Lesezeichen)

Rockbox legt für jeden Ordner eine eigene Bookmark-Liste an, die sie in diesem Ordner speichert. Die Bookmark-Listet ist eine simple Textdatei mit der Endung .bmark. Die neuesten  Bookmarks stehen oben in der Liste.

Damit die Bookmarks wie hier beschrieben funktionieren, benötigt man diese Einstellungen:
Settings -> General Settings -> Bookmarking -> Bookmarks on Stop: Yes. Legt beim Stoppen des Players eine Bookmark an (aber nicht bei Pausen oder absichtlichem Trackwechsel!)
Settings -> General Settings -> Bookmarking -> Load last bookmark: Beim Spielen eines Tracks wird automatisch die letzte Bookmark angesprungen,statt mit dem Anfang zu beginnen. Nein. Klingt erstmal verführerisch, wird aber ein Problem werden, wenn man in einem Track nach einer bestimmtes Stelle sucht.
Settings -> General Settings -> Bookmarking ->  Maintain a list of Recent Bookmark: Unique Only  Add each new bookmark to the list of recently used bookmarks, but only keep one bookmark from the current directory or playlist; any previous entries are removed.
Bookmarks anlegen
  • Im While playing screen kurz „Power“-Knopf drücken oder
  • Im While Playing Screen lang „Select“ drücken, um das Kontext-Menü aufzurufen. Im Kontextmenü: Bookmarks -> Create Bookmark
  • Wenn der Player abgeschaltet wird, wird automatisch eine Bookmark angelegt.
Bookmarks aufrufen
  1. Das letzte Lesezeichen in jeden Ordner findet man in der Bookmarkliste „Recent Bookmarks“ im Hauptmenü. Nützlich, wenn man verschiedene Hörbücher gleichzeitig hört.
  2. Die Bookmarkliste für die Ordner findet man unter „Files“ Hier sind zuerst die Ordner, und dann die Bookmarklisten für die Ordner aufgelistet.
Navigation in der Bookmark-Liste
Down/ Submenu
Nach unten
Play/ Up Nach oben
Select oder Right Spielt ab dem Lesezeichen weiter
Left Zurück
Home Löscht das Lesezeichen
Select lang drücken Kontextmenü


MP3-Player für Hörbücher

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    Sich wohlig ins warme Bett kuscheln, Licht aus und einer Gutenachtgeschichte lauschen– himmlisch! Leider war’s damit vorbei, als ich lesen lernte. Paradise Lost. Radiohörspiele, aufgenommen auf Audiokassetten, kamen dem verlorenen Paradies für viele Jahre am nächsten. Ich sage nur „Per Anhalter ins All“, „Professor Dr. Dr. van Dusen“, „Der letzte Detektiv“, „Dickie Dick Dickens“…

Paradise Regained im Jahre 2002, dank Digitaltechnik: Mit Hörbuch und MP3-Player ist es abends vor dem Einschlafen fast so gemütlich wie ganz früher. Wenn sich denn der MP3-Player  zum Anhören von Hörbüchern eignet und sich im Dunkeln und im Halbschlaf bedienen lässt.

Um hörbuchgeeignete MP3-Player geht es in diesem Posting. Wie brauchbar sind die Geräte  für Hörbücher in Form von nicht kopiergeschützte MP3-Dateien? Andere Hörbuchformate (Audible, Ipod-Hörbuchformat) habe ich nie benutzt.

Der ideale Hörbuch-Player

  • Handlich, soll in die Hosentasche passen
  • Genug Speicherplatz (1 Gigabyte für 1-2 Hörbücher ist Minimum.)
  • Läuft mit Standard-Batterien, lange Laufzeit. Geräte mit fest eingebauter Batterie haben eine Lebensdauer von 2-3 Jahren. Außerdem sind sie extrem unpraktisch auf Reisen, wo man bei fehlenden Lademöglichkeiten nicht einfach mal eine Ersatzbatterie kaufen/ mitnehmen kann.
  • Sekundengenaues Resume. Nach dem Abschalten spielt er genau an der Stelle weiter, an der er aufgehört hat- auch mitten im Track.
  • Springen im Track (Study Mode), statt Springen zum nächsten Track.
  • Springen zum Ende des letzten Tracks, wenn man am Trackanfang rückwärts springt
  • Spielt die Tracks in der Reihenfolge der Dateinamen ab.
  • Bookmarks. Die sind nötig, wenn man abwechselnd Hörbücher und Musik hören will.
  • Blind und einhändig bedienbar .  Damit entfallen viele IPods und alle anderen Geräte mit Touchscreen. Für Gesunde ist das bequem, für Behinderte eine Notwendigkeit.
  • Das Gerät sollte ein Display haben, um zumindest den Dateinamen des Tracks anzuzeigen. Damit entfällt der IPod Shuffle.
  • Muß sich als USB-Massenspeicher beim Rechner anmelden. Spezielle Software darf nicht nötig sein. Damit entfällt Apple.
  • Ordnernavigation (Es muss möglich sein, Dateien in der Reihenfolge der Dateinamen, nicht in von den MP3-Tags vorgegebenen Reihenfolgen abzuspielen.

Leider gibt es einen solchen MP3-Player schlicht nicht (mehr) zu kaufen. Viele für Hörbücher nützliche Optionen sind zum Anhören von Musik überflüssig (Bookmarks, Ordnernavigation) oder störend (Springen im Track statt zum nächsten Track). Umgekehrt gilt das gleiche– Hörbücher hört man sich selten im Shuffle-Modus an. Ich vermute, die Hersteller lassen Hörbuch-Optionen weg, weil sie die Bedienung komplizierter und den Support teurer machen. Deshalb sind Geräte, mit denen man vernünftig Hörbücher hören kann sehr dünn gesät.Der Programmierer des Audioplayers MortPlayer für Android hat das Problem einfach dadurch gelöst, dass er zwei spezialisierte Player, einen für Hörbücher, einen für Musik anbietet.

Fest verbaute Akkus haben nur einen einzigen Grund: Der Hersteller kann alle 2-3 Jahre einen neuen MP3-Player verkaufen. Viele der Geräte funktionieren während des Aufladens nicht- sie lassen sich also nicht mal mit mehr an einer Steckdose weiterbetreiben, wenn die Batterie kaputt ist. Die Umwelt dankt. Alternativen dazu gibt es nur noch bei EBay. Man kann also nicht mal mehr mit den Füßen abstimmen als Kunde…

Ein weiteres Problem bei MP3-Player-Kauf ist der Mangel an Information. Die Hersteller informieren weder in ihren Prospekten, auf ihren Homepages oder auf E-Mail-Anfrage über hörbuchrelevante Funktionen. Die ergiebigste Quelle sind die Gebrauchsanweisungen, die manche Firmen zum Download bereitstellen. Die interessanten Geräte sind üblicherweise auch nicht zum Ausprobieren im Laden zu finden. Da bleibt oft nur Bestellen und zurückschicken- zum Schaden der Internet-Händler.

Seit 2002 habe ich 5 MP3-Player gekauft, teils für mich, teils als Geschenk. Hier meine Erfahrungen mit den Geräten:

Meine MP3-Player


Riovolt SP-250

Gekauft 2002. Tragbarer CD-Player, der auch MP3-CDs abspielen kann. Braucht 2 AA-Batterien. Sehr gute Klangqualität. Sekundengenaues Resume, Study-Mode, blind bedienbar. Das Gerät hat sogar eine Ladeelektronik. Man kann AA-Akkus zum Aufladen im Gerät lassen.


Urteil: Als CD-MP3-Player nicht mehr zu verbessern. Hat den besten Klang von allen Geräten in meinem Besitz.

 










IFP-899

Iriver IFP-899

Gekauft 2005 für 180€. 1 Gigabyte Speicher. 1 AA-Batterie. Study Mode, sekundengenaues Resume, Ordnernavigation, keine Zusatzsoftware nötig.
+    Gut blind bedienbar
+    Sehr lange Laufzeit (um die 40 Stunden mit einem AA-Akku)
–    Über Trackgrenzen kann nur gespult, nicht gesprungen werden.
–    Etwas klobig
–    Spielt die Tracks in der Reihenfolge ab, in der sie aufs Gerät überspielt werden. Ignoriert Dateinamen oder Id3-Tags.
-    Keine Bookmarks

Urteil: Mein bester MP3-Player und das Gerät, das ich täglich benutze.
 

Iriver T60

Gekauft 2007. 4 Gigabyte Speicher. 1 AAA-Batterie. Study-Mode, sekundengenaues Resume. Ordnernavigation. Keine Zusatzsoftware nötig

+    Springen über Trackgrenzen möglich
–    Start dauert ewig
–    Beim ersten Tastendruck geht das Licht an, erst der zweite Tastendruck hat den gewünschten Effekt. Macht die blinde Bedienung unzuverlässig– man muss immer erst wissen, ob das Licht gerade noch an, oder schon wieder aus ist
–    Es ist schwierig, mit dem winzigen Steuerknüppel exakt zu zielen
–    Es können nur 1000 Dateien abgespielt werden. Je nach Hörbuch und Komprimierung ist der Player damit nicht mal halbvoll. 

Urteil: Erfüllt seinen Zweck, ist aber nicht ideal.
 

XPeria X10/Android mit MortPlayer AudioBooks

Gekauft April 2010. Study Mode, sekundengenaues Resume, Bookmarks. Ordnernavigation. Speicherplatz und Batterielaufzeit von Hardware abhängig. Keine Zusatzsoftware nötig
+    Großes Display
+    Merkt sich bei jedem Track, wie weit man ihn gehört hat
–    XPeria: Nur mit Zusatzhardware (Bluetooth-Empfänger) blind bedienbar. Bluetooth saugt die Batterie leer und ist im Flugzeug nicht zugelassen.
–    großes, empfindliches, unhandliches Gerät, zum Sport ungeeignet
–    Spulen oder Zurückspringen zum Ende des letzten Tracks nicht möglich.
Urteil: Brauchbar. Ist mit Bluetooth-Adapter vielleicht sogar besser als der T60. MortPlayer Audiobooks ist als Hörbuch-Player unter Android unbedingt zu empfehlen


Sandisk Sansa Clip +

Gekauft November 2010. 8 Gigabyte, erweiterbar mit 16GByte Mikro-SD-Karte. Fest verlöteter Lithium-Ionen-Akku, Laufzeit laut Hersteller 15h. Tasten blind bedienbar, kleines handliches Gerät. Keine Zusatzsoftware nötig

Mit Originalbetriebssystem

Ordnernavigation (optional). Inhalte können per Explorer kopiert werden, Sekundengenaues Resume
–        Kein Study Mode. Im Hörbuch-Modus kann man nur Spulen, nicht zwischen Tracks springen, so daß man wenigstens nicht aus Versehen im letzten Track landet
–    Startet langsamer als Rockbox
–    Zurückspringen oder -spulen zum Ende des letzten Tracks ist nicht möglich. Es ist äußerst umständlich, mittels Ordnernavigation zum letzten Track zu kommen.
–     Fest verlöteter Akku. Man kann das Gerät kann man nach 2-3 Jahren wegwerfen.
Urteil: Für meine Hörgewohnheiten eine absolute Notlösung.

Mit Rockbox

Ordnernavigation. Inhalte können per Explorer kopiert werden. Echtes Resume, Study Mode, Bookmarks.
+    Weitestgehend konfigurierbar.
+    Startet sehr schnell
+    Sehr schnelles Spulen in langen Tracks
–    Springen oder Spulen zum vom Anfang des aktuellen zum Ende des letzten Tracks ist nicht möglich.
–    Hoher Zeitaufwand für die Konfiguration– Rockbox hat sehr viele Optionen. Eine Konfigurationsanleitung findet man hier.
–    Fest verlöteter Akku. Man kann das Gerät kann man nach 2-3 Jahren wegwerfen.

Urteil: Sansa Clip + mit Rockbox ist der beste derzeit erhältliche MP3-Player für Hörbücher.

 

Samsung YP U6 MP3-Player

Gekauft im Januar 2011 bei Pixmania. Ausgeliefert mit französischer Firmware. 4 GByte Speicherplatz, Ordnernavigation, Inhalte können per Explorer kopiert werden. Sekundengenaues Resume. Schließt man das Gerät an ein reines Ladegerät an, spielt es weiter. Schließt man es an einem Computer an, spielt es nicht mehr. Blind bedienbar. Kalorienzähler/ Trainingslog (sehr rudimentär) als Zusatzfunktion. Laufzeit laut Hersteller 20 Stunden.

+ Study Mode (Lernmodus), kann in Tracks springen, statt zwischen den Tracks zu springen.
+ Man kann die Wiedergabegeschwindigkeit erhöhen oder vermindern– gut für fremdsprachige Hörbücher oder zum Sprachenlernen.
+ Sehr gut blind bedienbar (Springen und Lautstärkeregelung), liegt gut in der Hand, die Tasten haben  einen deutlichen Druckpunkt. 
+ Ausfahrbarer USB-Stecker. Man benötigt kein eigenes USB-Kabel
+ Man kann von Anfang des aktuellen zum Ende des letzten Tracks spulen, aber nicht springen.

–  Fest eingebauter Akku, also ein Wegwerfgerät, das nur 2-3 Jahre hält
–  Nur 4 GByte Speicherplatz
–  Größer und schwerer als der Sansa Clip
–  Keine Bookmark-Funktion
–  Ein großer Teil des ohnehin kleinen Displays wird durch ein Cover-Bild verschwendet. Fehlt ein Cover-Bild, kriegt man eine sinnlose Animation zu sehen. Selbst kurze Dateinamen können nicht komplett angezeigt werden. Es werden maximal 12 Zeichen ohne Scrollen dargestellt.
–  Beim ersten Tastendruck geht das Licht an, erst der zweite Tastendruck hat den gewünschten Effekt. Macht die blinde Bedienung unzuverlässig– man muss immer erst wissen, ob das Licht gerade noch an, oder schon wieder aus ist
– Unterstützt maximal 3000 Dateien.

Fazit

Der Samsung YP U6 ist, soweit ich es überblicke, der einzige zur Zeit verkaufte MP3-Player, der im Auslieferzustand auch nur entfernt als Hörbuchplayer taugt. Der Sansa Clip + ist im Auslieferzustand  schlechter, mit Rockbox und auf Hörbücher optimierte Einstellungen wesentlich besser. Keines der Geräte ist als Hörbuchplayer so gut wie die nicht mehr erhältlichen Geräte IFP 899 von iRiver oder (der etwas schlechtere) T60 von iRiver.

 

QR-Codes erzeugen

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Strafarbeit
Lange URLs auf einem Smartphone einzutippen ist Strafarbeit. E-Mail, Bluetooth, Dienste zur Bookmark-Synchronisation, neu Googeln auf dem Handy oder USB zum Transfer sind nur unwesentlich bequemer.

Elegante Loesung
Es klingt extrem umstaendlich, ist aber- erstmal eingerichtet- die mit Abstand bequemste Loesung: Die URL wird am Rechner in einen Barcode umgewandelt, mit der Handykamera vom Bildschirm abfotografiert und vom Smartphone in eine URL zurueckkonvertiert. Es wird eine bestimmte Sorte Barcode verwendet, die QR-Code heisst.

Gebrauchsanweisung
So funktioniert es mit einem Android Smartphone (Xperia X10) und Opera. Es geht aber auch mit jedem anderen Browser und wahrscheinlich den meisten Smartphones.

Zutaten

Zubereitung
1. Bookmarklet erstellen mit Opera

Rechtsklick auf die Lesezeichenliste > "Neues Lesezeichen"
  • Name: Beliebig (ich habe es "URL to QR-Code" genannt)
  • Adresse: Hier folgenden Code eingeben:
     javascript:window.location='http://chart.apis.google.com/chart?cht=qr&chs=480x480&chl='+window.location 
  • Haken vor "In Persoenlicher Leiste anzeigen" setzen

In der Persoenlichen Leiste wird nur ein neues Icon angezeigt:



2. Webseite aufrufen, deren URL in QR-Code konvertieren moechte.

Achtung: Fuer die Seite muss Javaskript aktiviert sein. Falls man aus Sicherheitsgruenden Javaskript abgeschaltet hat, kann man es fuer eine einzelne Seite unter dem Kontextmenue der Seite > Menuepunkt Seitenspezifische Einstellungen > Karteireiter Skripte anschalten.

3. Auf das gerade erstellte Bookmarklet-Icon klicken.

Es erscheint ein Popup-Fenster mit dem QR-Code


4. Den QR-Code mit dem Barcode-Scanner des Smartphones abfotografieren.

Der Barcode-Scanner wandelt den QR-Code automatisch in eine URL um. Die laesst sich auf dem Xperia X10 direkt im Browser oeffnen.

Was man noch so alles mit QR-Codes machen kann
Wer mehr wissen moechte, kann den c't-Artikel "Kloetzchenkunde" (Heft 12/2010) von Johannes Endres lesen. Den hat Heise freundlicherweise ins Netz gestellt.
Hier findet man Links und weitere Infos . So beispielsweise einen Link zum QR-Code-Generator von Google.
Er wandelt kurze Texte, Geotags, Adressen, Telefonnummern und WLAN-Einstellungen in QR-Tags um. Das Smartphone verarbeitet sie umstandslos in den passenden Anwendungen. Man kann sogar eine SMS am Computer erstellen, scannen und dann mit dem Mobiltelefon verschicken.
Die Freeware Zint  kann das offline:

Zint

LOVOS und LOHAS oder Ist Butter Sondermüll?

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Mageres Frühstück....
Ich mag fettarmen Naturjoghurt mit Getreideflocken zum Frühstück. Praktischerweise passen in diesem Punkt Ernährungsempfehlungen (wenig tierisches Fett, wenig Zucker, wenig Chemie) und mein Geschmack gut zusammen. Man sollte annehmen, daß sich auch der Geldbeutel über meine Vorlieben freut: Plattgequetschte Getreidekörner sollten billiger sein als Rosinen und Nüsse, von kandierten Südfrüchten ganz zu schweigen. Und das dem fettarmen Joghurt entzogene Fett bringt als Butter extra was ein.

Ein Mysterium
Letzthin beim Einkaufen einem kleinen Ort in Mittelfranken. Lidl hatte meinen Lieblingsjoghurt nicht. Bei Edeka kostete Naturjoghurt mit 0,1% Fett doppelt so viel wie Naturjoghurt aus der gleichen Molkerei mit 1,5% Fettgehalt. Da steht man nicht nur vor dem Kühlregal, sondern auch vor einem Rätsel: Warum ist das billiger hergestellte Produkt doppelt so teuer?

Sondermüll oder EU-Subvention?
Meine erste Idee war: Milchfett ist ja ungesund. Keiner will’s mehr haben. Es muß teuer als Sondermüll entsorgt werden. Ich bezahlte gerne 95 Cent für 500g Joghurt in der beruhigenden Gewissheit, dass mir der Sondermüll im Müslischälchen erspart blieb. Doch am 30.04.10 hatte die Süddeutche Zeitung eine beunruhigende Meldung auf ihrer Titelseite: „Eis ohne Creme: Hersteller ersetzen teures Milchfett durch billiges Palmfett.“ Den Herstellern von Eiscreme ist Butter zu teuer geworden! Offensichtlich kann man Butter doch noch absetzen in Europa. Meine Sondermüll-Hypothese war widerlegt.

Mein nächster Gedanke war die EU. Vielleicht wird fetter Joghurt ja subventioniert, magerer nicht? Die Subventionsregeln der EU sind so kompliziert, daß diese Hypothese leider weder beleg– noch falsifizierbar ist. Dagegen spricht, daß Aldi und Rewe beide Joghurtsorten zum gleichen Preis anbieten kann.

LOHAS, LOVOS und Zielgruppenmarketing
Dann fiel mir das Müsli ein. Da kostet eine simple Getreideflockenmischung je nach Laden 50-400% mehr als das Trauben-Nuss-Müsli im gleichen Regal, das 20% Sultaninen (also Traubenzucker) enthält. Die Billigketten wie Lidl und Aldi führen Getreideflockenmischungen gar nicht.

Wer ißt eigentlich so komische Sachen wie Naturjoghurt mit Getreideflocken? Ich natürlich. Aber Marketingfuzzis Marketingabteilungen denken nicht an mich, die denken an Zielgruppen. Wer Naturjoghurt mit Getreideflocken isst, muß zur Zielgruppe der LOHAS („lifestyle of health and sustainability) oder der LOVOS („lifestlyle of voluntary simplicity“) gehören. Schon die Wikipedia weiß, daß LOHAS hohe Einkommen haben. Die geben gerne viel Geld für gesunde Sachen aus und vermeiden den ungesunden Stress von Preisvergleichen. LOVOS suchen „Lebensfreude in wenigen einfachen, meist kostenlosen Dingen“, haben also Geld übrig. Das fehlt gerade noch, daß sie das behalten! Billigste Basiswaren werden für diese Zielgruppen exzessiv überteuert vermarktet. Der gleichen Logik folgend kosten Flußufer und Wälder demnächst Eintritt (für Jogger das Doppelte).

Die Zwangs-LOVOS hingegen– diejenigen, die aus wenig Geld das Beste machen wollen– die sind keine relevante Zielgruppe. Das Zielgruppenmarketing mauert seine Zielgruppen ein . Es wird zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Die gerade definierte Zielgruppe existiert nach einer Weile tatsächlich und es läßt sich Geld an ihr verdienen. Die Arbeit der Marketingabteilung hat sich gelohnt und die Werbefuzzis kriegen Gehaltserhöhung.

Und der Kreis schließt sich
Geld macht frei und Geldmangel schränkt uns ein. Das Letzte, was man mit Hartz IV oder einem Frisörgehalt braucht, sind Extra-Erschwernisse durch künstlich verteuerte Produkte.
Das ist übrigens kein deutsches Phänomen. Im ach so egalitären Norwegen ist die Preisdifferenz zwischen Molkereiprodukten der Mager– und Normalfettstufe und zwischen Getreideflocken und überzuckertem Müsli noch viel deutlicher. Wie in allen westlichen Ländern werden auch die Norweger, besonders die armen Norweger, immer dicker. Und als Gegenmaßnahme wird unter anderem die Subventionierung gesunder Lebensmittel diskutiert. Schöne neue Welt…

Reference-Manager-Datenbanken in BibTex (Jabref) konvertieren

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Die Vorgeschichte

Man muss sich ja auf dem Laufenden halten in seinem Beruf. Und Weiterbildung trägt Früchte: Vor zehn Jahren stand ich vor 1,5 Regalmetern mit Fotokopien, handschriftlichen Notizen, Zeitschriften und Broschüren.

Ich hätte das Zeug wegwerfen sollen. Hinterher ist man immer schlauer.

Statt dessen habe ich mir Reference Manager 9 gekauft und manch einen verregneten Donnerstag damit verbracht, die Papierberge zu katalogisieren. Die Datenbank zusammen mit der Loseblattsammlung war einige Jahre lang eine wirklich nützlichen Handbibliothek. Wenn ich da nichts fand, konnte ich im nächsten Schritt komfortabel in Internet-Datenbanken, z. B. PubMed suchen.

Dann hat PubMed seine Schnittstelle geändert. Der Hersteller von Reference Manager hat auf die Version 10 (zum vollen Preis, ein Upgrade gab es nicht) verwiesen und klar gemacht, dass es keinen PubMed-Patch für die Version 9 geben wird.

Ohne PubMed hätte ich die Metadaten für die meisten Artikel von Hand eingeben müssen. Das kam nicht in Frage. Damit war der Reference Manager für mich unbrauchbar geworden. Die Update-Politik war so wenig vertrauenserweckend, dass ich keine Lust hatte, nochmal >100Euro für die Software abzulöhnen. Ich habe außerdem jedem anderen, auch meinem Arbeitgeber,  davon abgeraten, Reference Manager zu kaufen.

Ich habe den Reference Manager nicht lange vermisst. Mein Arbeitgeber stellte bald darauf einen Volltext-Zugang zu den relevanten Zeitschriften und Datenbanken zur Verfügung. Meine Handbibliothek überflüssig.

Eigentlich sollte ich die 1,5m Artikel jetzt ins Altpapier beamen, die Datenbanken und Reference Manager löschen. Da steckt aber so viel Arbeit drin, ich kriege es nicht über’s Herz. Also habe ich gute Zeit schlechter hinterhergeworfen. Ich habe eine Tag damit verbracht, einen Exportfilter für die Konversion Reference Manager nach JabRef zu schreiben.

Reference-Manager –> JabRef

Ich möchte eine mit Reference Manager 9 erstellte Datenbank ins BibTex-Format konvertieren, um die Datenbank in JabRef importieren zu können.

Was nicht ging

  • Datenbank direkt in JabRef importieren. JabRef hat keinen Importfilter für Reference Manager, aber für Endnote
  • Datenbank in einer Testversion von Endnote in Endnote-Format konvertieren und in JabRef importieren. Leider können die neueren Versionen von Endnote das Reference-Manager Format nicht mehr importieren
  • Exportieren im RIS-Format und Import in JabRef. Das funktioniert nur mit komplett umlautfreien Datenbanken. Umlaute werden beim Export durch kryptische Zeichen ersetzt. Das ließ sich auch mit Suchen-Ersetzen nicht reparieren. Der Texteditor hat einige der Zeichen nicht mal suchen können.

Was funktionierte

Reference Manager erstellt Bibliografien in frei konfigurierbarem Format. BibTex, das Datenbankformat von JabRef, ist eine simple Textdatei. Man kann also eine Bibliografie im BibTex-Format erstellen.

Ich habe eine Style-Vorlage von Mark Potse  modifiziert. Meine Version des BibTex-Styles exportiert alle Felder der unterstützten Referenztypen (Journal, Book Chapter, Book, Pamphlet, Generic).

 

Datenbank konvertieren

  1. BibTex-Style-Filter runterladen (Tipp: Rechtsklick auf den Link und “verlinkten Inhalt speichern” wählen)
  2. Im Reference Manager Bibliography ->Generate from Reference List anklicken. Man kriegt eine Dialogbox. Unter General macht man folgende Eingaben: 
  3. Bibliography und Page koennen blieben, wie sie sind.
  4. Speichern der Datenbank, gerne mit der Dateiextension .bib.
  5. Die so erstellte Bibtex-Datei ist fast korrekt. Keywords sind leider durch einen Schrägstrich ( / ) statt durch ein Semikolon ( ; ) getrennt. Das lässt sich durch einen -Durchlauf mit einem Texteditor fixen.

Man hat jetzt eine Datenbank im JabRef-Format. Man kann sie per Doppelklick in JabRef öffnen.

Filter anpassen

Der Filter/ Style laesst sich mit dem Style-Editor aendern. Dazu muss man in Reference Manager den Befehl Bibliography -> Open Output Style anklicken und den BibTex-Filter öffnen:

Das rechte Editorfenster sieht zwar aus wie ein simples Textfenster, hat aber ein paar Eigenheiten. Man muss halt ein bisschen rumprobieren:

c’t Notfall Windows


CT-Notfall-Windows 2010 liegt der CT 06/2010 bei. CT-Notfall-Windows ist ein Softwarepaket, mit dem man ein von CD/ DVD oder USB bootfaehiges Windows 7 mit diversen Reparaturtools und Virenscannern bauen kann. Es baut auf der Software WinBuilder auf.

Hier sind meine Erfahrungen beim Bau eines Windows-7-Notfall-Boot-Sticks unter Windows XP. Ein Windows 7 besitze ich nicht, aber die 90-Tage-Testversion von Windows 7 tut es auch.

CT-Notfall-Windows ist ziemlich komplex. Ohne den zugehoerigen CT-Artikel waere ich vermutlich nicht sehr weit gekommen. Es gibt eine Projektseite zu ct-Notfall-Windows 2010

Schritt 1- Windows 7 beschaffen
Download der 90-Tage-Testversion von Windows 7 Enterprise . Der Download kommt als 2,2GByte grosses Iso-Image.
Vor dem Downloaden muss man ueber ein paar Hindernisse springen:
  1. Die Navigation auf den Microsoft-Seiten setzt Javaskript voraus.
  2. Man benoetigt ein MSN Hotmail-, MSN Messenger- oder Passport-Konto und muss sich fuer den Download einloggen.
  3. Nicht jeder kriegt die Software. Wenn man die Fragen unter Welche Aussage beschreibt Ihre Taetigkeit am besten? und Zu welchem Zweck moechten Sie Windows 7 herunterladen? Ich lade Windows 7 herunter, um.. falsch beantwortet, kriegt man die Meldung, dass die Testversion nur fuer den Unternehmenseinsatz gedacht sei. Mit der Angabe IT-Managerund Die Hardware meines Unternehmens mit Windows 7 zu testen klappte der Download.

Schritt 2- Windows entpacken
Entpacken des ISO-Images in ein eigenes Verzeichnis. Ging problemlos mit 7-Zip (http://www.heise.de/software/download/7_zip/13139)

Schritt 3- VM-Ware
Das fertige Notfall-Windows kann man in einer virtuellen Maschine im laufenden System testen. Das geht schneller als immer wieder eine CD oder einen bootfaehigen USB-Stick zu erstellen.

Ich habe dazu den VMWare Player (http://www.heise.de/software/download/vmware_player/33923)runtergeladen und installiert. Ging problemlos.

Schritt 4- CT Notfall-CD starten
Entpacken der Datei ctnotwin2010.zip von der CT-Software-CD in einen Ordner mit dem Namen NotfallWindows (der darf natuerlich auch anders heissen). Alle von WinBuilder erstellten Dateien und Ordner landen in Unterverzeichnissen von NotfallWindows .
Starten des WinBuilders WinBuilder.exe . Verbindung zum Internet herstellen. Ohne Internet-Verbindung bricht der WinBuilder mit einer Fehlermeldung ab. Wenn man die richtigen Optionen an- und wegklickt, geht es wohl auch ohne Internet-Verbindung. Details findet man im CT-Artikel.

Schritt 5 - Notfall-Windows erstellen
Im Projektbaum des WinBuilders CC7PE-2010 auswaehlen. Auf den Knopf Quell-/ Zielverzeichnis klicken. Den Ordner, in dem das entpackte Windows-7 liegt als Quellverzeichnis angeben. Es ist nicht noetig, das Zielverzeichnis zu aendern.
Im Projektbaum den Zweig CC7PE-2010- Base- PreConfig waehlen. Unter Boot.wim die Option 1. Microsoft Windows PE (x86) waehlen.
Auf das blaue Dreieck Ausfuehren rechts oben klicken. Der Rechner braucht ziemlich lange um eine erste Version des Notfall-Windows zu erstellen. Wenn alles geklappt hat, findet man eine Datei mit dem Namen cc7pe.iso im Unterverzeichnis ISO von NotfallWindows .

Schritt 6- Notfall-Windows konfigurieren
Im Zweig Apps von CC7PE-2010 kann man auswaehlen, welche Software man installieren moechte. Die CT empfiehlt, so wenig wie moeglich zu installieren. Ich habe nach jeder Aenderung (Waehlen oder Abwaehlen von Software, Aenderung der Konfiguration) das Skript mit dem gruenen Dreick im Konfigurationsfenster gestartet. Ich bin aber nicht sicher, ob das ueberhaupt noetig ist. Vielleicht reicht es auch, nur Haekchen zu setzen oder wegzunehmen.
Nach abgeschlossener Konfiguration wieder auf das blaue Dreieck klicken. WinBuilder erstellt eine neue ISO. Das sollte schneller gehen als beim ersten Mal.

Schritt 7- Notfall-Windows testen
Im Zweig Virtual Test von CC7PE-2010 die Option Run ISO from VM-Ware anklicken. VM-Ware startet CT-Notfall-Windows der gerade erstellten ISO-Datei wenn man auf das gruene Dreieck neben dem VM-Ware-Icon klickt.

Das geht schneller, als sein Notfall-Windows zum Testen auf CD zu brennen.

Schritt 8- Installation auf einem USB-Stick
Hierfuer benoetigt man die Skripten im Zweig CC-Multiboot 2010.
WinBuilder benoetigt einige Dateien (robocopy und das HP USB disk storage format tool , um bootfaehige USB-Sticks zu erstellen. Diese Dateien hat die CT nicht mitgeliefert. WinBuilder laedt sie hierunter, wenn man unter CC-Multiboot 2010 - Base - Get files waehlt und auf das gruene Dreieck neben den Zahnraedern klickt .

Danach waehlt man CC-Multiboot 2010 - Finalize - Create USB-drive from Target Folder . Alle Optionen in Step to go when building muessen angekreuzt sein. Dann klickt man auf All Steps in One Go .

Nach dem Start wird zunaechst das HP USB disk storage format tool aufgerufen.

Hier waehlt man in einer Drop-Down-Box den Stick, auf den das Notfall-Windows installiert werden soll. Als Dateisystem gibt man FAT32 an. Die Option Quick Format beschleunigt die Formatierung. Wenn das Tool fertig ist, kann man auf Cancel klicken. WinBuilder kopiert nun mit Robocopy alle Dateien auf den Stick. In einem letzten Schritt wird der Stick bootfaehig gemacht. Jetzt ist man fertig.

Ergebnis
Lohn der Muehe ist ein USB-Stick, von dem man ein rudimentaeres Windows 7 mit diversen Tools und Virenscannern booten kann.
Leider habe ich den WLAN-Adapter weder auf dem Netbook noch auf meinem stationaeren PC zum Laufen gekriegt. Auch das Erzwingen einer Suche nach neuen Geraeten im Programm PENetwork half nicht weiter. Die CT schreibt zu diesem Thema lakonisch

Vor allem bei WLAN-Adaptern geht aber der Aufbau einer Netzwerkverbindung haeufig in die Hose, obwohl der Treiber fuer den Adapter ordnungsgemaess geladen zu sein scheint- die 7PE-Entwickler arbeiten daran.

Damit ist die Windows-Notfall-CD leider zum Virenscannen und Surfen nicht zu gebrauchen. WLAN koennen die Linux-Live-Distributionen einfach besser.



PubMed als benutzerdefinierte Suchmaschine in Opera

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Benutzerdefinierte Suchmaschinen in Opera
Mit dem Browser Opera kann man komfortabel suchen: Man gibt einen selbstdefinierten Kürzel (z. B. g für Google), gefolgt vom Suchbegriff in die Adresszeile ein, drückt die "Enter"-Taste- und kriegt eine Seite mit den Suchergebnissen.

Eine solche Suche einzurichten, ist normalerweise einfach: Im Kontextmenü des Suchfeldes (klappt bei Rechtsklick ins Suchfeld auf) klickt man auf "Suche erstellen".

Man muß nur noch den Kürzel eintragen- fertig.

Man kann das auch nochmal im Kapitel über die Suche in der Opera-Hilfe nachlesen

PubMed als benutzerdefinierte Suchmaschine
Auch die medizinische Datenbank PubMed kann auf diese Weise durchsucht werden. PubMed hat aber Ende Oktober 09 ihr Interface geändert. Die alte Suche geht nicht mehr. Eine mittels des Befehls "Suche erstellen" konfigurierte Suche funktioniert auch nicht.

Da muß man leider Hand anlegen:

  1. Mit STRG-F12 den Einstellungsdialog aufrufen- Karteikarte Suche
  2. Die PubMed-Suche markieren und auf „Bearbeiten“ klicken
  3. Auf den Knopf „Einzelheiten“ klicken
  4. Den Haken an „Benutze POST“ wegnehmen und den Text im Feld „Adresse“ ersetzen durch
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?term=%s

  5. Mit OK bestätigen.

  6. Man kann auch in anderen NCBI-Datenbanken suchen indem man bei Adresse eingibt:
    MeSH (Medical Subject Headings)
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/mesh?term=%s

    OMIM (Online Mendelian Inheritance in Man)
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/OMIM?term=%s