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Widrigkeiten des Alltags

c’t Notfall Windows


CT-Notfall-Windows 2010 liegt der CT 06/2010 bei. CT-Notfall-Windows ist ein Softwarepaket, mit dem man ein von CD/ DVD oder USB bootfaehiges Windows 7 mit diversen Reparaturtools und Virenscannern bauen kann. Es baut auf der Software WinBuilder auf.

Hier sind meine Erfahrungen beim Bau eines Windows-7-Notfall-Boot-Sticks unter Windows XP. Ein Windows 7 besitze ich nicht, aber die 90-Tage-Testversion von Windows 7 tut es auch.

CT-Notfall-Windows ist ziemlich komplex. Ohne den zugehoerigen CT-Artikel waere ich vermutlich nicht sehr weit gekommen. Es gibt eine Projektseite zu ct-Notfall-Windows 2010

Schritt 1- Windows 7 beschaffen
Download der 90-Tage-Testversion von Windows 7 Enterprise . Der Download kommt als 2,2GByte grosses Iso-Image.
Vor dem Downloaden muss man ueber ein paar Hindernisse springen:
  1. Die Navigation auf den Microsoft-Seiten setzt Javaskript voraus.
  2. Man benoetigt ein MSN Hotmail-, MSN Messenger- oder Passport-Konto und muss sich fuer den Download einloggen.
  3. Nicht jeder kriegt die Software. Wenn man die Fragen unter Welche Aussage beschreibt Ihre Taetigkeit am besten? und Zu welchem Zweck moechten Sie Windows 7 herunterladen? Ich lade Windows 7 herunter, um.. falsch beantwortet, kriegt man die Meldung, dass die Testversion nur fuer den Unternehmenseinsatz gedacht sei. Mit der Angabe IT-Managerund Die Hardware meines Unternehmens mit Windows 7 zu testen klappte der Download.

Schritt 2- Windows entpacken
Entpacken des ISO-Images in ein eigenes Verzeichnis. Ging problemlos mit 7-Zip (http://www.heise.de/software/download/7_zip/13139)

Schritt 3- VM-Ware
Das fertige Notfall-Windows kann man in einer virtuellen Maschine im laufenden System testen. Das geht schneller als immer wieder eine CD oder einen bootfaehigen USB-Stick zu erstellen.

Ich habe dazu den VMWare Player (http://www.heise.de/software/download/vmware_player/33923)runtergeladen und installiert. Ging problemlos.

Schritt 4- CT Notfall-CD starten
Entpacken der Datei ctnotwin2010.zip von der CT-Software-CD in einen Ordner mit dem Namen NotfallWindows (der darf natuerlich auch anders heissen). Alle von WinBuilder erstellten Dateien und Ordner landen in Unterverzeichnissen von NotfallWindows .
Starten des WinBuilders WinBuilder.exe . Verbindung zum Internet herstellen. Ohne Internet-Verbindung bricht der WinBuilder mit einer Fehlermeldung ab. Wenn man die richtigen Optionen an- und wegklickt, geht es wohl auch ohne Internet-Verbindung. Details findet man im CT-Artikel.

Schritt 5 - Notfall-Windows erstellen
Im Projektbaum des WinBuilders CC7PE-2010 auswaehlen. Auf den Knopf Quell-/ Zielverzeichnis klicken. Den Ordner, in dem das entpackte Windows-7 liegt als Quellverzeichnis angeben. Es ist nicht noetig, das Zielverzeichnis zu aendern.
Im Projektbaum den Zweig CC7PE-2010- Base- PreConfig waehlen. Unter Boot.wim die Option 1. Microsoft Windows PE (x86) waehlen.
Auf das blaue Dreieck Ausfuehren rechts oben klicken. Der Rechner braucht ziemlich lange um eine erste Version des Notfall-Windows zu erstellen. Wenn alles geklappt hat, findet man eine Datei mit dem Namen cc7pe.iso im Unterverzeichnis ISO von NotfallWindows .

Schritt 6- Notfall-Windows konfigurieren
Im Zweig Apps von CC7PE-2010 kann man auswaehlen, welche Software man installieren moechte. Die CT empfiehlt, so wenig wie moeglich zu installieren. Ich habe nach jeder Aenderung (Waehlen oder Abwaehlen von Software, Aenderung der Konfiguration) das Skript mit dem gruenen Dreick im Konfigurationsfenster gestartet. Ich bin aber nicht sicher, ob das ueberhaupt noetig ist. Vielleicht reicht es auch, nur Haekchen zu setzen oder wegzunehmen.
Nach abgeschlossener Konfiguration wieder auf das blaue Dreieck klicken. WinBuilder erstellt eine neue ISO. Das sollte schneller gehen als beim ersten Mal.

Schritt 7- Notfall-Windows testen
Im Zweig Virtual Test von CC7PE-2010 die Option Run ISO from VM-Ware anklicken. VM-Ware startet CT-Notfall-Windows der gerade erstellten ISO-Datei wenn man auf das gruene Dreieck neben dem VM-Ware-Icon klickt.

Das geht schneller, als sein Notfall-Windows zum Testen auf CD zu brennen.

Schritt 8- Installation auf einem USB-Stick
Hierfuer benoetigt man die Skripten im Zweig CC-Multiboot 2010.
WinBuilder benoetigt einige Dateien (robocopy und das HP USB disk storage format tool , um bootfaehige USB-Sticks zu erstellen. Diese Dateien hat die CT nicht mitgeliefert. WinBuilder laedt sie hierunter, wenn man unter CC-Multiboot 2010 - Base - Get files waehlt und auf das gruene Dreieck neben den Zahnraedern klickt .

Danach waehlt man CC-Multiboot 2010 - Finalize - Create USB-drive from Target Folder . Alle Optionen in Step to go when building muessen angekreuzt sein. Dann klickt man auf All Steps in One Go .

Nach dem Start wird zunaechst das HP USB disk storage format tool aufgerufen.

Hier waehlt man in einer Drop-Down-Box den Stick, auf den das Notfall-Windows installiert werden soll. Als Dateisystem gibt man FAT32 an. Die Option Quick Format beschleunigt die Formatierung. Wenn das Tool fertig ist, kann man auf Cancel klicken. WinBuilder kopiert nun mit Robocopy alle Dateien auf den Stick. In einem letzten Schritt wird der Stick bootfaehig gemacht. Jetzt ist man fertig.

Ergebnis
Lohn der Muehe ist ein USB-Stick, von dem man ein rudimentaeres Windows 7 mit diversen Tools und Virenscannern booten kann.
Leider habe ich den WLAN-Adapter weder auf dem Netbook noch auf meinem stationaeren PC zum Laufen gekriegt. Auch das Erzwingen einer Suche nach neuen Geraeten im Programm PENetwork half nicht weiter. Die CT schreibt zu diesem Thema lakonisch

Vor allem bei WLAN-Adaptern geht aber der Aufbau einer Netzwerkverbindung haeufig in die Hose, obwohl der Treiber fuer den Adapter ordnungsgemaess geladen zu sein scheint- die 7PE-Entwickler arbeiten daran.

Damit ist die Windows-Notfall-CD leider zum Virenscannen und Surfen nicht zu gebrauchen. WLAN koennen die Linux-Live-Distributionen einfach besser.



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