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März 2008: Rück- und Ausblick

Im März beginnt auch in Deutschland so langsam wieder die OL-Saison. Für mich begann der März allerdings nicht wie erhofft mit mehr (OL)Training dank der jetzt beginnenden Semesterferien, sondern im wahrsten Sinne des Wortes mit Abwarten und Teetrinken. Die Ende Februar einsetzende Erkältung weitete sich zur Nasennebenhöhlenentzündung aus und wollte mich nicht so recht in Ruhe lassen. Zehn endlose Tage nichtstun waren die Folge.

Während für die meisten sächsischen Oler der Startschuß traditionell bei der Radebeuler Saisoneröffnung erfolgte, ging es für mich einen Tag später beim Post LRL los. Ein Lauf über die Mitteldistanz stand auf dem Programm, allerdings mit den Besonderheiten Kartenwechsel und Maßstab 1:5000 gespickt. Für Abwechslung war also gesorgt. Ich ging das Rennen relativ schnell an und versuchte trotz des hohen Tempos technisch sauber zu laufen. Dies gelang auf der ersten Schlaufe (drei waren zu absolvieren) sehr gut, auf der zweiten schlichen sich dann aber doch der eine oder andere kleine Fehler ein. Gegen Ende merkte ich dann doch deutlich die lange Trainingspause - zum Glück war es nur ein Mittel-OL. Am Ende sprang ein zweiter Platz in der HE, knapp 2 Minuten hinter Chris heraus. Garkein so schlechter Start :smile:

Ergebnisse

Eine Woche später - Ortswechsel: Bad Freienwalde - da war doch was. Vor gut 5 Monaten fanden im selben Wald die Deutschen Meisterschaften statt. Ich hatte damals den schlechtesten Lauf der ganzen Saison - eine miserable Orientierungsleistung, mangelnde physische Vorbereitung plus eine Prise Hungerast summierten sich zu einem letzten Platz in der Elite mit gut 45 Minuten Rückstand auf Sieger Leif Bader. Ich hatte also noch eine Rechnung mit dem Wald offen. Anlaß zur Revanche boten die Deutschen Bestenkämpfe im Nacht-OL. Und diesmal kam wirklich alles anders - weil besser. Die Erkältung schien nun wirklich aus dem Körper zu sein und so startete ich motiviert ins Rennen. Die ersten drei Posten liefen wie am Schnürchen, kurz vor dem vierten interpretierte ich das Höhenbild falsch, und suchte bereits 50m vor dem Posten. Dieser Fehler kostete allerdings nur ca. 30s. Auf dem Weg zu Posten 6 konnte ich das erstmal den Lichtschein von Henryks Lampe ausmachen, was einen weiteren Motivationsschub gab. Auf der langen Verbindung zu Posten 8 schließ Henryk dann wieder zu mir auf und wir bewältigten die nächsten Posten gemeinsam. Allerdings wählten wir zu ebendiesem Posten eine etwas ungünstige Anlaufroute, so das wir auf dem Plateau etwas unsicher "rumeierten" und wertvolle Zeit liegenließen. Die nächsten kurzen Verbindungen liefen dann wieder sicher und ohne größere Probleme. Einzig zu Posten 14 wählte ich eine etwas unsinnige Route, allerdings fiel mir dies erst beim Auswerten nach dem Lauf auf. :frown:
Zu Posten 16 wählte ich im Gegensatz zu Leif die "nicht nachdenken, nur laufen Variante" und trotzdem war Leif knapp eine Minute schneller. Am Ende blieb die Uhr bei knapp 75 Minuten stehen - dies bedeutete 5 Minuten Rückstand auf Sieger Leif und Platz 2. 19 Sekunden hinter mir wurde Ed Nash knapp dritter. Die Rechnung mit dem DM Wald war also beglichen und 5 Minuten Rückstand fühlen sich soviel besser an als 45. :smile:

Karte mit GPS Track
Ergebnisse

Die nächsten zwei Wochen werden vollständig im Zeichen des OLs stehen. Morgen geht es ersteinmal los nach Ostfriesland wo ich mich mit Chris treffen werde um am Donnerstag weiter nach London zu fahren.
Über Ostern werden wir beide am JK Festival teilnehmen, der größten OL Veranstaltung in Großbritannien. Nach den Feiertagen wechsle ich vom Läufer ins Trainergeschäft und werde Achim bei der Durchführung des Sachsenkadertrainingslagers auf Rügen unterstützen. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit den Wäldern des Ostsee OLs 2004.

Winter OL bei 10 Grad plusKarten Hochschulmeisterschaft

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