Mannis Meinungskosmos

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Fussballer und ihre Wehwehchen

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Ein paar einleitende Worte


Ich bin Fussballfan. Seit ich denken kann und sogar meine früheste Erinnerung hat mit Fussball zu tun. Das WM Finale ’90. Persönlich wars keine positive Geschichte, aber doch der Anfang einer lang anhaltenden Liebe. Wenn auch nur noch in passiver Form, meine Liebe zum Ball glüht noch immer.

Da ich aber auch ein eher kritischer Mensch bin, halte ich im organisierten Bereich des Fussballs (= dem zum zuschauen) einige Entwicklungen für falsch bis fatal. Angefangen mit dem Bosman-Urteil und verrückten Gehältern, über windige Spielerberater bis hin zur vollumfsassenden Kommerzialisierung - und der damit einhergehenden Degradierung meiner Lieblingssportart zum Marketingtool - gibt es so einiges auszusetzen.

Zu einigen dieser Punkte gibt es Lösungsansätze von denen ein Teil bereits umgesetzt wurde oder irgendwann umgesetzt werden wird. Andere Probleme wiederum wird man wohl nie lösen können, bzw. man erkennt sie nicht als Problem an.



Das Problem: Das Menschenmaterial


Der Sachverhalt zu dem ich eine Lösungsmöglichkeit beitragen möchte umfasst in erster Linie die Verletzungsanfälligkeit der Spieler aufgrund des zu intensiven Spielplans. Damit im Zusammenhang die Übernutzung von Medikamenten (ich denk auch verbotene Substanzen) und ganz indirekt die völlig überdrehten Marktpreise rund um Spielergehälter & Ablösesummen.



Die Lösung: Die Zwangspause


Mir geht es um ein Zeitlimit für Spieler. Jeder Spieler darf pro Saison (oder Kalenderjahr) nur eine bestimmte Anzahl von Pflichtspielminuten absolvieren. Was als Pflichtspiel gewertet wird muss definiert werden. Die Strafen bei Verstössen müssen empfindlich sein, gleichzeitig muss es aber eine Art Zeitkonto geben können (etwa 10% in 5 Jahren), um Vereine mit Verletzungspech oder zu vielen gesperrten Spielern etwas entgegenzukommen.



Ein Zahlenbeispiel


Der überdurchschnittliche Hochleistungserstligaspieler mit Fussballnationalmannschaftshintergrund kommt pro Saison auf potentielle 34 (36/38) Ligaspiele, 7 Pokalspiele, 4(5/6) Liga-Cup-Spiele, 16 UEFA/FIFA-Spiele und grob gemittelte 15 Nationalmannschaftsspiele.
Macht summa summarum 76-82 Spiele mit mehr als 7000 Spielminuten und im Schnitt alle 4-5 Tage ein Spiel auf höchstem Niveau. Uwe-Seeler-Cup und andere Testspiele sind da noch nicht mitgerechnet.

Dass es hier trotz hervorragender Trainingsmethoden und medizinischer Versorgung zwangsläufig zu Verletzung und irreversiblen körperlichen Schäden kommt sollte klar sein. Niemand ist davor gefeilt, der alle paar Tage einen Halbmarathon läuft, während ihm dabei permanent in die Hacken getreten wird und er noch bei höchster Konzentration akrobatische Kunststücken vollführen soll.

Das geht nicht. Für niemanden und vor allem nicht über mehrere Jahre. Daher greifen die Spieler vermuteterweise zu allem was ihnen in die Hand kommt. Und da sie viel Geld haben und sie von einem entsprechendem Umfeld umgeben sind - andere Spieler mit den selben Problemen und dem selben Leistungszwang - wird das auch nicht wirklich schwierig sein.



Ein Einwand


Viele Trainer schonen ihre Spieler gezielt. Van Gaal machts vor - mit Robben. Dessen permanente Verletzungen scheinen der Vergangenheit anzugehören und auch bei anderen Spielern (z.B. Ribery) sieht die Sache ähnlich aus. Andere Trainer machen es auch und schonen ihre Spieler wenn es geht. Aber es machen längst nicht alle und wenn der Trainer ein wichtiges Spiel hat, dann muss der Spieler eben doch ran. Auch wenns zwickt.

So geschehen bei Bayern vs ManU - mit Rooney, der einem Leid tun kann überlastet wie er ist - und so geschehen bei Bayern vs Lyon. Demichelis und van Buyten, eigentlich verletzt wurden irgendwie fit gespritzt und durften jeweils eine Halbzeit lang ran.
Da die Entscheidung von van Gaal getroffen wurde gehe ich davon aus, dass sie vertretbar war. Trotzdem bleibt: Im Zweifel fällt die Entscheidung immer für den unbedingten Erfolg. Was danach kommt, für den Spieler und für den Verein, ist dann erst einmal egal.

Das sollte nicht sein. Insbesondere in England (nochmal Stichwort Rooney) herrscht so ein unglaublicher Erfolgsdruck, dass die mittel- und langfristige (gesundheitliche) Entwicklung der Spieler nur eine untergeordnete Variable darstellt welche notfalls weggespritzt werden kann. Nach mir die Sinnflut. Genug Geld und afrikanische Nachwuchsspieler sind ja da.



Der Plan


Natürlich spielt nicht jeder Spieler 80 Spiele lang 90 Minuten plus X, es ist das theoretische Maximum. Die meisten Vereine scheitern in den Pokalwettbewerben vor dem Finale, teilweise erfordert die Taktik eine Auswechslung und natürlich stellt kein Trainer einen Spieler auf der in einer Formkrise steckt.
Daher schätze ich, dass ein Spieler im Verein auf etwa 40 Spiele pro Saison kommt. In der Nationalmannschaft sind es dann vielleicht noch einmal 5 (gibt bestimmt genauere Zahlen, aber hab die nicht).

Eine Verringerung der Vereinsspiele auf 25 Spiele a 90 Minuten fände ich angebracht. Die Nationalmannschaftsspiele bleiben dabei außen vor. Es gäbe wohl zu viele Reibereien zwischen Vereinen und Verbänden geben müssten diese das Zeitkonto teilen.



Was wäre wenn...


Trainer müssten genau abwägen welchen Spieler sie wann und wie lange einsetzen. Es müssten Prioritäten gesetzt werden. Liga oder Pokal? Europa oder National?

Die Wertung eines bestimmten Spiels als wichtig oder unwichtig würde endlich wieder eine Bedeutung erhalten. Wenn Messi nicht spielt, dann kann es nicht so wichtig sein. Verliert die Mannschaft, dann wird er eingewechselt. Kann er das Spiel drehen?
Das besondere, früher in Form wenigen Europapokalabenden und Länderspielen vorhanden, käme vielleicht ein kleines Stückchen zurück. Wo dem Fan heute richtige neben Ballonseite auf dem Sat1/DSF Ramschtisch reingedrückt wird könnte das besondere genau dann wider entstehen, wenn zwei Mannschaften mit großen Ambitionen alle ihre besten Spieler auf das Feld schicken.

Wenn herausragende Spieler nur noch in bestimmten Spielen und Situationen eingesetzt werden können, dann müssen sie zwangsläufig zielgerichteter eingesetzt werden. Schwächere Mannschaften erhielten den Vorteil, das sie ihre besten Leute bei weniger Spielen im Verhältnis öfters einsetzen könnten. Die Reise in die 3 Klassengesellschaft, sie wäre vielleicht etwas weniger radikal, wenn Bochum in Bestbesetzung gegen ein Bayern im Ressourcenschongang spielt.

Talente aus der zweiten Reihe würden einen weitaus größeren Raum erhalten sich zu entfalten und sich zu beweisen. Wenn erst einmal der Nimbus vom unangreifbaren Stammplatz weg ist, dann wird die Konkurrenz größer, die Qualität steigt und der Verteilungskampf um die Start- bzw. Hauptelf gewinnt ein neuen Dreh hinzu.
Man denke nur an die Torhüterposition. Oliver Kah hat seinen Ersatzmännern vielleicht ein Spiel von 20 überlassen. Nicht auszudenken wie gut Rensing heute wäre, wenn er 40% der Bayernspiele (Kahn hatte wahnsinnig viele Pflichtspiele) auf dem Platz gestanden hätte.

Mit der geringeren Spielzeit würden zwangsläufig die Ablösesummen sinken und mit ihnen die Gehälter. Denn wenn ein Spieler nur begrenzt einsetzbar ist, dann ist er auch nur von begrenztem Wert. Ebenfalls sinken würde die Risikoprämie für das oben erwähnte gesundheitliche Risiko. Wer nur halb so oft aufs Ganze geht, der wird sich auch nicht so oft verletzen.

Während die Maximalsummen zwar sinken, so ist doch gleichzeitig zu erwarten, dass die Summen in der Breite etwas ansteigen werden, und zwar aus den genau entgegengesetzten Gründen von oben. Mit einer Normalisierung der Preise im professionellen Fussball auf menschliches Niveau insgesamt rechne ich nicht, aber es wäre evtl. etwas gleichverteilter.



Mein was wäre wenn.. für Feinschmecker


Stichwort Sebastian Deisler: Angenommen, er wäre von Hertha auf dem Platz nicht so verbrannt worden wie er es ist, sondern hätte nur 30 Spiele pro Saison gemacht. Er wäre wohl trotzdem in der Öffentlichkeit gestanden so gut wie er war, er hätte sich vermutlich trotzdem schwer verletzt und Depressionen bekommt man bei entsprechender Veranlagung auch mit weniger Pflichtspielen.
Aber das alles wäre vielleicht etwas weniger krass ausgefallen. Bayern hätte weniger Ablöse bezahlt und hätte ihn weniger verbrannt. Eventuell wäre ihm eine der schweren Verletzungen nicht passiert und ganz vielleicht hätte das alles in Verbindung mit seiner Depression nicht zum Karriereende geführt. Er könnte noch heute spielen und er könnte heute so gut sein.

Stichwort Mehmet Scholl:


Stichwort Bernd Schneider: Nach jahrelangem Nischendasein als Talent mit Tricks, das er bei niederklassigen Vereinen oder der Bank verbracht hat wurde er mit Ende 20 intensiver eingesetzt und hat für Leverkusen und die Nationalmannschaft so ziemlich alle Spiele mitgemacht. Während er zuvor jahrelang unverletzt war musste er seine Karriere letztlich aufgrund einer schweren Verletzung beenden. Man könnte sagen, es war das Alter oder einfach nur Pech. Man könnte aber auch behaupten, es war die Intensitätssteigerung der Spiele in Zahl und Härte, die für seinem Körper irgendwann zu viel waren.


Und Stichwort Lionel Messi: Ich behaupte bei ihm wirds laufen wie bei Allen Iversen[/video]. Durch das intensive Pensum mit dem Messi seinem Körper regelmäßig quält wird er in spätestens 8 Jahren völlig verbrannt sein. Naja, ihm bleiben dann noch die Millionen... El Fazito Wie alle meine Ideen wird auch diese nie umgesetzt werden oder gar in die Nähe von Realität gerückt werden. Trotzdem hielte ich eine künstliche Spielzeitverkürzung für das richtige Mittel. Denn mich als Fussballfan wird es in 10 Jahren auch noch geben und ich hätte gerne, dass Messi auch dann noch seine Tricks vorführt und durch gegnerische Abwehrreihen tanzt als gäbs kein Morgen. Doch den, da bin ich mir sicher gibt es auch bei ihm.

Mein Respekt für China...

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ist ab sofort weg!


Schuld daran ist nichts geringeres als die brandneue Spezialeinheit der Volksbefreiungsarmee - die für die horizonate Kriegsführung mit den Tarn/Erkennungsfarben...





Rosa! Barbieland im kapitalkommunistischen Einheitsstaat! Oh man was für eine Ironie jedweder Geschichte. Nicht nur Mao würde sich bei so einer frauenfeindlichen, mädchenhaften, herabwürdigenden - auf gut deusch gesagt - Scheisschnapsidee im Grab umdrehen und kotzen!


Was für eine herausstechend lächerliche Entscheidung eine Fraueneinheit so einzukleiden! Offensichtlich getroffen von Leuten ohne irgend eine Ahnung von Kultur, Geschichte, Respekt und was sonst noch so nötig ist, um so eine selten dümmliche Idee - vermutlich entstanden während eines Saufgelages im Puff - am Tag danach auch noch durchzuziehen!


„Dem Chinesen“ muss man einiges zutrauen, nur das hätte ich ich nie und nimmer erwartet. LOL.

Ich brauch mal 60 Mio Euro für Afghanistan...

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Das Problem

In Afghanistan geht es ja immer mehr rund und ich frage mich ob die (unsere) Probleme dort nicht etwas besser und nachhaltiger lösen lassen.
Man könnte zwar sagen es war von Anfang an falsch dort hinzugehen, bei der Befriedung eines solchen Landes handele es sich um eine unlösbare Aufgabe. Aber ich hielte es für einen außerordentlich großen Fehler würden wir uns in der gegenwärtigen Lage von dort zurückziehen. Ganz egal ob jetzt gleich oder in drei Jahren.

Das Land würde sofort wieder in einen offenen Bürgerkrieg zurückfallen, die Regierung in Kabul könnte sich vielleicht noch einige Jahre halten, aber die radikalen Gruppen würden alles in ihrer Macht stehende tun und früher oder später die Kontrolle übernehmen.
Zu groß wäre die symbolische Bedeutung eines offiziellen Sieges gegen den Westen, als dass sie sich das nehmen ließen. Zu interessant ist die Perspektive eines Rückzugsgebiets für den faschistischen Islamismus, denn dann könnten sie strukturiert und mit staatlich legitimierter Macht andere Länder infiltrieren, angreifen und ins Chaos stürzen. Pakistan wäre mein Hauptziel und wäre es auch das ihrige, wir hätten ein verflucht großes Problem.

Würden wir Afghanistan verlassen bliebe eine perfekt vorgewärmte Petrischale voller radikaler Keime zurück. Daher sehe ich keine Alternative als dort zu bleiben, das Land befrieden und für ein bisschen Nachhaltigkeit in der Lebensweise der dort lebenden Menschen zu sorgen.


Die Symptome

So aber wie es momentan läuft kann es aber nicht weitergehen. Die radikalen Gruppen haben schon länger ein sehr starkes Momentum. Sie können sich mit Söldnern, Waffen und Geld aus dem Ausland aufrüsten, bekommen durch die Fehlschläge der ISAF Truppen eigentlich friedliche Leute auf ihre Seite und werden - wie es immer und überall ist - von opportunistischen Geschäftemachern unterstützt.
Die Finanzierung auf der anderen Seite besteht, so denke ich jedenfalls, aus zwei Komponenten. Einerseits Spenden von reichen Onkels aus Saudi Arabien (..und so), andererseits aus dem massiven Export von Opium.

Alle obigen Komponenten (Söldner, Waffen, Geld, Opium) werden mutmaßlicherweise über die Grenze geschmuggelt. Eine sehr lange Grenze (ca. 5.200 km) und ich komme daher zu dem Schluss, dass die Grenzen - wenn überhaupt - nur sehr unzureichend kontrolliert werden. Ich folgere daraus, dass es für die Eindämmung der Gewalt im Land zwingend erforderlich ist, die Grenzen dicht zu machen und möglichst alles zu kontrollieren was rein und raus geht.


Die Lösung 1.0

Ich stelle mir eine Art von deutsch-deutscher Grenze 2.0 rund um Afghanistan vor. Aber keinen Stacheldraht, keine Sprengfallen, Hunde und Soldaten, sondern Überwachungstürme. 3-4m hoch, ausgerüstet mit 360° Kameras (mit Nachtsicht, Wärmesucher, etc.) und aufgestellt im Sichtabstand von 1-3 Kilometern (je nach Topografie und Fauna) könnte man es Schmugglern und illegalen Grenzgängern sehr schwer machen, unbemerkt in das Land rein oder herauszukommen.

Die Türme ließen sich ferngesteuert bedienen, so dass der Personalaufwand gering gehalten werden kann. Ich denke es wäre ohne weiteres möglich die Steuerungs- und Überwachungstätigkeit von Deutschland aus zu betreiben. Genügend Soldaten hätten wir für den Job.
Das einzige was man dann noch vor Ort machen müsste ist alle paar Wochen die Akkus an den Türmen auszutauschen. Dies könnte aber von Afghanen übernommen werden.


Die Kosten 1.0

Die Kosten für einen solchen Turm kann ich leider nur grob schätzen. Für eine qualitativ hochwertige Kamera würde ich etwa 2.000 Euro veranschlagen und Steuerungs- und Kommunikationsinstrumente im Turm und in Deutschland würden noch einmal mit ca. 200 Euro zu Buche schlagen (Handytechnik und ein Bildschirm sollten genügen). Ein Akku der entsprechend lange hält kostet vielleicht 800 Euro und die kugelsichere Hülle des Turms würde ich mit 1.000 Euro bewerten.

Insgesamt komme ich pro Turm auf 4.000 Euro. Nimmt man die 5.200 Kilometer Grenze als Maßstab und einen Turmabstand von 2 Kilometern, dann betrügen die Kosten 10,4 Mio Euro für 2.600 Türme. Hinzu kommen noch Entwicklung, Transport und Einbau. Ich nehme hier einmal an, der Preis verdoppelt sich dadurch auf 20 Mio Euro.
Möglicher Mehrbedarf an Türmen ließe sich durch geschicktes Abschneiden von weniger gut einsehbaren oder unbewohnten Grenzstücke kompensieren, insbesondere denke ich hier an den nordöstlichsten Zipfel des Landes.

Bliebe noch die Überwachung. 2.600 Türme liefern rund um die Uhr Bilder und jemand muss sich diese ansehen. Angenommen es ist „normal wenig“- also nichts - los, dann könnte ein Soldat 4 Kameras überwachen. Im 4 Schicht Betrieb käme so ein dauerhafter Bedarf von 2.600 Überwachungssoldaten zusammen.
Die Personalkosten hierfür rechne ich aber nicht hinzu, da unsere Bürger in Tarngrün ansonsten nur in ihren Kasernen rumsitzen würden und auch nicht einmal nach Afghanistan gebracht werden müssten.


Die Lösung 2.0

Da es aber relativ sinnlos ist Schmugglern beim Grenzübertritt zuzusehen und einen Strich auf der Liste zu machen, oder sogar mitansehen zu müssen wie ein Turm demoliert wird ist es natürlich angebracht diese zu bewaffnen.

Einerseits um Eindringlinge abzuschrecken (oder auch Fahrzeuge zu stoppen) aber auch um die Personen außer Gefecht zu setzen bis eine mobile Einheit mit Hubschrauber oder ggf. ein Kampfjet die Situation klären kann.

Die Türme bräuchten also gute MGs, die relativ zielsicher 1-2 Kilometer weit schiessen können. Damit möglichst wenige äußerlich bewegliche und sensible Teile an den Türmen sind müssten die MGs komplett innen sein. Daher würde ich vermuten, dass 3 MGs pro Turm angemessen sind um jeweils 1/3 des Sichtfeldes abzudecken.

Von MGs habe ich leider noch weniger Ahnung als von kugelsicheren Hüllen. Daher kann ich auch hier nur schätzen. Ich denke, ein für die beschrieben Zwecke geeignetes MG kostet in etwa 3.000 Euro. Die Technik für die ferngesteuerte Bedienung eines MGs kostet vielleicht noch einmal 300 Euro (für einen guten Joystick und Software zur Berechnung von Entfernungen auf dem Monitor). Der Preis pro Turm würde also um 10.000 Euro auf 18.000 Euro steigen.

Damit aber nicht auch Unschuldige sofort zu Tode kommen, wenn sie aus Versehen in die Reichweite eines Turms kommen - z.B. ein Hirte auf der Suche nach einem Schaf - ließen sich die MGs gleichzeitig mit zwei Arten von Patronen befüllen. Einmal welche mit Blei und einmal welche mit Schlafmittel.
Ich kenne mich weder mit MG-Ladetechniken aus noch weiss ich ob es derartige Schlafpatronen gibt, aber ich bin mir sicher so etwas lässt sich entwickeln.


Die Kosten 2.0

Nimmt man nun die 20 Mio. Euro von vorher und addiert das Geld für die Bewaffnung hinzu, dann ergibt sich ein Gesamtpreis von ca. 60 Mio. Euro, 25 Mio. für die Bewaffnung, 5 Mio. Euro für etwaige Entwicklungsprobleme und noch einmal 10 Mio. Euro angesichts meiner Schätzungen ins Blaue.


bliebe noch..

Eine spezielle Sache sind die Grenzübergänge. Da der allergrößte Teil der Grenze nach meiner Idee komplett zu ist müsste es gut verteilte und große Übergänge geben. Damit der komplette Schmuggel aber nicht dort verläuft -Stichwort Trinkgeld für Zöllner - wäre auch an dieser Stelle ein hohes Maß an Überwachungstechnik nötig. Trotz geeigneter Personalwahl und -zuordnung, Prämienanreizen zur Aufdeckung von Schmuggelversuchen sind die Übergänge die eindeutige Schwachstelle im System.
Leider fehlen mir für eine auch nur annähernd gute Schätzung zu viele Informationen. Ich gehe aber stark davon aus, für eine mit den Überwachungstürmen vergleichbare Qualität der Grenzkontrollen müsste einiges an Geld fliessen (Personenscanner, Fahrzeugscanner).


Die beschriebenen Türme könnten übrigens nicht nur an der Grenze eingesetzt werden, sie würden sich auch als Stadtmauern eignen oder zur Überwachung von Hauptverkehrsstrassen eignen. Hier ließe sich sogar ein direktes Opportunitätskostenargument anführen.
Ein auf eine Mine gefahrenes und daher zerstörtes gepanzertes Fahrzeug kostet in etwa 1 Mio. Euro. Für dieses Geld kann man auch 100 km Strasse sichern. Die komplette Sicherung der Strecke Kabul-Kandahar z.B. würde rund 6 Mio. Euro kosten.


Die Finanzierung

Vielleicht noch eine Anregung zur Finanzierung: Die U-Boot Abteilung der Bundeswehr braucht so weit ich weiss niemand. Terroristen haben keine Schlachtschiffe und der Russe wird wohl nicht mehr kommen. Die Boote lassen sich bestimmt gut verkaufen und das eingenommene und zukünftig gesparte Geld, sowie die Besatzungen könnten somit problemlos in die neue Abteilung „afghanische Grenzüberwachung“ transferiert werden...

(M)eine Steuerreform

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Die Einkommensteuer


1. Der Einkommensteuersatz steigt progressiv bis 99% ab einem Jahreseinkommen von 900.000 Euro.

2. Die Progression erreicht 50% bei einem Jahreseinkommen von 90.000 Euro.

3. Sonderabgaben auf Erbe und Schenkung entfallen, die Beträge werden auf das Einkommen des Erben übertragen.

4. Die Erbschafts- oder Schenkungssumme kann auf bis zu fünf Jahre verteilt werden.

5. Abhängige Kinder werden zu einem Viertel der Erwerbsperson hinzugerechnet, vergleichbar dem Ehegattensplitting.




Die Sozialversicherungsabgaben


1. Jeder bezahlt als Krankenversicherungsabgabe. Das Geld wird zentral an die jeweilige Kasse abgegeben. Die Versicherung, privat oder gesetzlich erhält für jeden Versicherten die selbe Summe und muss dafür die selben Leistungen bieten. Rückerstattungen oder Nachforderungen sind möglich. 2. Der Beitrag zur Krankenversicherung wird mit einem Negaqtivanreiz bei Unter- oder Übergewicht versehen; mit einem BMI von unter 20 oder über 30 erhöht sich der Beitragssatz um 10%, mit einem BMI von unter 17 oder über 33 erhöht sich der Beitragssatz um 20%. 3. Als Positivanreize für den Krankenversicherungsbeitrag werden regelmäßiges Blutspenden (1x pro Jahr), ein Organspendeausweis, eine Vorsorgeuntersuchung alle 18 Monate und empfohlene besondere Vorsorgeuntersuchungen gewertet. Jeder der vier Aspekte wird mit jweils 5% Rabatt auf den Krankenversicherungsbeitrag bewertet. 4. Die Rentenversicherung wird umgestellt auf eine einheitliche Rente, welche um 20% über dem steuerrechtlichen Existenzminimum liegt. Der Beitragssatz ist für jeden gleich und jeder hat ab dem 68. Lebensjahr Anspruch darauf. Das Ergebnis wäre langfristig eine materiell stärker ausdifferenzierte Gesellschaft, welche gleichzeitig aber strikt nach oben und unten abgegrenzt ist.

Ein Tisch mit drei Meinungen zur Zukunft

Vor wenigen Tagen gab es in meiner WG ein Zufallsgespräch wie sie manchmal vorkommen. Alle kommen gleichzeitig in die Küche, machen dort etwas und unweigerlich beginnt ein Gespräch.

Oft geht es um Tagtäglichkeiten der Uni, manchmal um die Notwendigkeiten des Lebens, hin und wieder um den Zustand der Spülmaschine (ohne Zweifel DER Supergau jeder WG) und selten entsteht aus dem Nichts heraus ein Gespräch mit ziemlichem Tiefgang.
Dies kann aus einer Diskussion bestehen oder lediglich ein Gedankenaustausch sein. Insbesondere auch mit dem Hintergrund der Personen - Psychologie, Medizin und Wirtschaft - ergibt sich eine spannungreiche Mischung. In jedem Fall aber erfährt man dabei sehr viel über seine Mitmenschen und ihre Gedankenwelt. Und so war es auch letztens.

Ich weiss nicht mehr wie wir auf das Thema kamen, aber der Schwerpunkt bestand in der Frage, in wie weit das Internet uns und unsere Umwelt in Zukunft verändern wird. Es ergaben sich daraus drei sehr verschiedene Standpunkte.


Standpunkt Nr 1: Die Psychologische Meinung

Computer und Internet, Vernetzung und Informationierung werden weiterhin genutzt. Sie werden vermutlich intensiver genutzt, jedoch bleiben sie ein Mittel zum Zweck. Man kann ohne und bleibt außen vor wenn man es nicht anders möchte und es gibt immer die Möglichkeit sich davon zurückzuziehen.

Das Internet ist eine Art von Verein, bei dem man freiwillig Mitglied sein kann und einen Jahresbetrag an Informationen zahlt, damit man selbst welche erhält. Natürlich kann man diese Mitgliedschaft jederzeit unterbrechen oder beenden.

Die Psychologin räumt zwar durchaus ein, dass es zu Problemen kommen kann. Bei Personen, welche sich selbst zu sehr exponieren und den Überblick verlieren oder generell nur eine diffuse Persönlichkeitsabgrenzung zwischen innen und außen ziehen. Jedoch entspricht dies in der selben Weise der unangemessenen Exponierung im realen Leben.

Netzwerkdynamik, Kontrollierbarkeit, Entblösung und Mechanisierung der eigenen Wünsche haben nur eine reine absichtsorientierte Wirkung. Jeder erhält das, was er selbst zu verantworten hat. Jeder erhält genau so viel, wie er zu erhalten erwartet. Nicht mehr und nicht weniger.

Den Grad jeden Einlassens auf das Internet beruht für jeden einzelnen letztlich auf Intuition und Unternehmen können immer nur das nutzen was ihnen gegeben wird. Es besteht also auch ein direkter Nutzen der öffentlichen Informationen, da Unternehmen per se den Konsumentennutzen im Auge haben. Es entsteht eine Win-Win-Situation

Des weiteren wird mit zunehmender Darstellungsqualität und die persöncliche Entblösung in eine grafische wandeln. Die Intuition jedes einzelnen Nutzers wird daher ganz automatisch in die Richtung einer gesunden Vorsicht gelenkt, wodurch Lernprozesse im Umgang mit dem Internet sich ebenfalls in die Richtung einer gesunden Skepsis entwickeln werden. Internet, Informationen, Nutzer und Unternehmen werden damit in eine strenge Symbiose gezwungen, in der jegliche Abweichung vom Nimbus der persönlichen Entscheidungsfreiheit mit Misserfolg bestraft wird.

Unterm Strich: Alles halb so wild.


Standpunkt Nr 2: Die medizinische Meinung

Die Selektion relvanter Informationen aus einer Flut von Unwichtigem und die angemessene Dar- und Bereitstellung von persönlichen Daten wird das Problem sein, mit dem wir uns bereits heute beschäftigen müssen. Denn das Internet ist kein Ort der Privatsphäre, sondern ein Marktplatz der Informationen.
Jeder schreit seine Anfragen heraus und trägt ein virtuelles Werbeschild vor sich mit allem, was er jemals in seinen Computer eingegeben hat.

Das Paradigma muss lauten: Das Internet ist ein öffentlicher Raum und wir können ihn nicht ändern. Benimm dich also bitte so, als wärst du auf einer belebten Strasse.

Die Anerziehung dieser Sichtweise wird daher die zentrale Herausforderung im Umgang mit dem Internet sein. Denn je mehr scheinbar relevanter Informationen aus diesem Netzwerk herausziehbar sind, desto intelligenter und per se vertrauenswürdiger erscheint das Gesamtsystem. Man vertraut ihm wie sonst niemandem. Dies ist aber nicht so, wir alle müssen uns und unsere Kinder dazu erziehen. Zum sufen erziehen.

Wir müssen den Ursache-Wirkngszusammenhang darlegen, wir müssen die scheinbare Intelligenz blosstellen und dazu mahnen, dass Informationen, Wissen und die Komplexität ihrer Verknüpfungen nicht nur uns selbst helfen können, sondern auch anderen. Dass man darin hilflos untergehen kann, wenn man unfähig ist, die Relevanz selbst herauszulesen. Dass es einer Unterwerfung unter dumme Algorythmen gleichkommt wenn wie nicht souverän nein sagen können.

Wir müssen uns klarmachen, dass wir bei jeder Google Anfrage das Fenster zum Hof aufmachen und herausschreien: „Sie war zu..“ Wir müssen warnen, wir müssen erziehen, wir mpssen kontrollieren und wir müssen dabei überzeugen! Dann wird es für uns alle gut.


Standpunkt Nr 3: Die wirtschaftliche Meinung

Wir sind verloren. Unsere Werte, unsere Demokratie, die Freiheit, das Grundgesetz, alle Gerechtigkeit, jeglicher Individualismus, der Humanismus, Rousseau, Francklin, Platon. Alles wird verschwinden in der Gischt der Informationsfluten. Wir werden Enden wie Schiffbrüchige auf offenem Meer: Als Futter.

Das Moorsche Gesetz besagt, Rechnerleistungen verdoppeln sich alle 18 Monate. Zusammen mit ihnen verbessern sich Programme, entstehen neue Ideen, Anwendungen und Ziele. Das alles läuft permanant und unter Konkurrenz und mit mehr Geld denn je.

Wir haben keine Chance. Computer, Internet, Geldgier und Nerds sind allesamt besser als wir alle zusammen.

Immer größere Informationsmengen werden von immer leistungsfähigeren Computern mit immer ausgefeilteren Programmen durchgerechnet. Das war vor 20 Jahren so und das selbe gilt heute noch immer und diese Regel wird auch noch unabsehbar lange so weiterbestehen. Nur eben, dass diese Durchleuchtung immer intensiver wird und wir uns immmer weniger entziehen wollen und können.

Betrachtet man nur einmal den Heimanwendermarkt für Hard- und Software,
so muss man sagen, dass die Fähigkeiten von PCs mittlerweile um ein vielfaches größer sind als unsere Anwendungsfähigkeiten. Mit Ausnahme von Spielen (und hier nur in grafischer Hinsicht) können Computer mit Abstand mehr als wir, und nur eine kümmerliche Minderheit weiss dies und nur eine kümmerliche Minderheit derer weiss diese Fähigkeiten zu nutzen. Trotzdem geht es immer höher und immer weiter.

Ich kenne niemanden der es bemerken würde, wenn in seinem Laptop 10 Jahre alte, vielleicht sogar 15 Jahre alte Technik stecken würde. Die Anwendungen Lesen, Schreiben, Rechnen, Schauen, Hören und Spielen (Solitär!) haben sich nicht verändert.

Unsere Wahrnehmung von Computern hat sich nicht verändert und unsere Verwendungszwecke breiten sich auch nur langsam aus. Einkaufen kam noch hinzu und mittlerweile gibt es auch die elektronische Steuererklärung. Aber sonst?

Nachrichten wurden kürzer, Filme auch, Musik wurde mehr und Informationen zielgerichteter. Mehr nicht. Nichts wofür man die eigene Erwartungshaltung ändern müsste, nichts das auf eine grundlegende Veränderung unter der Motorhaube hindeutet und nichts, das einen derart beunruhigt und die eigenen Gewohnheiten wandelt, dass es tief genug ginge, um eine (emotionale) Wahrnehmungsveränderung zu erzeugen.

Bald kommen Touchscreens zur breiten Anwendung, wir werden per PC über den Füllstand des Staubsaugerbeutels informiert und 3D Brillen werden den Bluescreen zu einem noch schöneren Erlebnis machen. Viel mehr wird - in den kommenden 15 Jahren - nicht hinzukommen. Danach wird es vermutlich zwar mit dem wwww einen Umbruch geben, aber dann ist es schon zu spät.

Was ich damit sage ist, dass der Anwender gleich weitermacht wie bisher. Informationen rausbläst als würde er er in sein Tagebuch schreiben, sich auf Internetseiten bewegt als wäre er gerade alleine in seinem Keller.

Auf der anderen Seite jedoch, auf Seiten von Microsoft, Google, Apple, Amazon, CIA, China und anderer Riesen die man gar nicht kennt, dort stehen Server die alles was der Endanwender im Internet macht berechnen und speichern. Die Informationen gegenchecken, Daten sammeln und verknüpfen, Profile erstellen und erweitern.

Und hier findet das Moorsche Gesetz seinen Zweck: Die Berechnung der Menschheit, wofür immer bessere Methoden gefunden werden wollen, immer ausgekügeltere Systeme zum perfekten Nachvollziehen von Zusammenhängen und Entwicklungen, Bedürfnissen und Individual- wie Gruppenzielen. Das Rennen um die perfekte Information hat bereits begonnen und seit geraumer Zeit so weit Fahrt aufgenommen, dass Vermutungen über ganz obiges zu schauernden Gewissheit wird.

Wir sind nicht Herr im eigenen Haus. Wir werden dies immer weniger sein und wir werden uns daran gewöhnen müssen. Erziehung hin oder her, die Reaktion auf die Entwicklung des Internets hätte parallel verlaufen müssen. Anstatt dessen hat sie mittlerweile 20 Jahre Rückstand und die Prozessorleistung hört nicht auf zu wachsen.

Erziehung wird nicht mehr funktionieren, es wird nur noch eine Erziehung zur Akzeptanz geben können, ein Fügen in die Macht der Informationsverarbeitung die mächtiger ist als wir selbst, egal ob kritisch, aktiv oder anonym passiv. Niemand wird sich der Informationsverarbeitung der Menschheit entziehen können, weil jeder unweigerlich Teil des Ganzen ist.

Bald werden wir nicht mehr nur mehr über jeden einzelnen wissen, einige werden dann auch in der Lage sein, dieses Wissen zu nutzen und dies mehr als wir uns vorstellen können.


Die Moral

Die Wahrheit[/B], sie wird wohl irgendwo in der Mitte liegen... da oder ganz woanders.