Saturday, August 2, 2008 3:35:14 PM
Endlich war es soweit- der 23. Juli 2008, Maike, mit 5 stündiger Verspätung (der Lufthansa sei gedankt) im Anflug auf Prag! Ein wenig Sightseeing, eine Tretboottour auf der Moldau, ein Besuch bei einer meinen Omis, viel Eis und gemütlichen Stündchen in Parks bestimmten unsere ersten gemeinsamen Tage in Prag.
Aus unserem ursprünglichen Plan, den Süden Tschechiens am Wochenende mit dem Auto, Fahrrädern und nem Zelt zu bereisen, würde aus Schlecht- Wettergründen und Verplantheit einiger Tschechen nichts.
Davon haben wir uns aber nicht weiter aufhalten lassen, sondern sind kurzerhand am Samstag mit dem Zug nach Ceske Budejovice (Budweis) gefahren. Nach einigen Stündchen durch die Stadt schlendern, einer langen Pause in einem der vielen Cafés am Rande des größten Marktplatzes Tschechiens, nem guten Budweiser- Bier, einem kurzen Regenschauer und zum Abschluss ein Picknick hatten wir auch schon genug von der Stadt.
Am nächsten Morgen gings dann auch schon mit dem Bummelzug weiter nach Cesky Krumlov. Alle Reiseführer dieser Welt empfehlen dem Tschechien- Touri einen Besuch diese Stadt, und sie haben recht.
Vor allem im Sommer, wenn viele Ruderer und Kanufahrer die Altstadt auf der Moldau umrunden, das Grün der Bäume leuchtet und die Sonne einem das Gesicht wärmt, kann man gemütlich durch das wunderschöne Örtchen und über das Geländer der Burg spazieren. Einfach traumhaft!
Kaum war Maike einen Tag wieder zurück in Hamburg, musste ich schon wieder in den Bus Richtung Flughafen steigen, um meine Mutter und meine Cousine Laura abholen.
Das typische Touristenprogramm mussten die beiden alleine erleben, da ich bis mittags arbeiten musste. Am Nachmittag haben wir uns jeden Tag wieder getroffen und gemeinsam Prag erkundigt. Mir war dabei vor allem wichtig, Orte zu besichtigen, an denen ich vorher noch nie gewesen bin. So zum Beispiel die alte Bibliothek des Strahov Klosters, das Freibad direkt an der Moldau und der Besuch eines klassischen Konzerts im Smetana- Saal des Representatioshauses (obecni dum). Diese drei Ereignisse waren etwas ganz besonderes und nun kann ich sie endlich auf meiner TO- DO- Liste abhaken.
Ich muss wirklich sagen, dass der Juli definitiv der schönste Monat in diesem Jahr in Prag war. Ich habe einiges erlebt, bin durch Tschechien gereist, habe den Sommer genießen können und kann mich langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass ich in 25 Tagen diese wunderbare Stadt verlassen werde, um in Deutschland einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
Für alle, denen ich noch nicht von dieser freudige Nachricht berichten konnte: Ich habe einen Studienplatz an der katholischen Fachhochschule in Münster!!!
I believe I spider, my friends! I have you all very love!
Mim
Monday, July 21, 2008 4:09:44 PM
Es ist schon Mitte Juli, der Sommer lässt auf sich warten, dennoch lasse ich mir meine Sommerlaune nicht verderben und genieße die letzten Wochen in Tschechien in vollen Zügen.
Seit meinem Urlaub im Juni habe ich kein ganzen Wochenende in Prag verbracht. Am 6. Juli habe ich mit einigen Freundinnen einen Tagesausflug nach Karlovy Vary (Karlsbad) unternommen. Dort wurde das größte Filmfestival Tschechiens veranstaltet. Leider haben wir keinen Film uns anschauen können, da alle Vorstellungen schon ausverkauft waren. So haben wir den Tag mit Sightseeing verbracht, was in diesem schönen Örtchen aber auch viel Spaß gemacht hat.
Das darauffolgende Wochenende haben wir den Geburtstag meiner Mitfreiwilligen Bernadette in Brno (Brünn) gefeiert. Sie hat eine Geburtstagsparty in ihrer Wohnung gegeben, zu der alle Freiwilligen aus Tschechien und die Freunde aus Brno eingeladen waren.
Vergangenes Wochenende habe ich ein befreundetes Paar in ihrem Häuschen aufm Land besucht. Das Dorf heißt Lazne Belohrad, liegt im Norden Tschechiens, ist ein Kurort und ganz in der Nähe des Riesengebirges.
Die Tage dort waren sehr erholsam, ich habe die Landluft und Ruhe sehr genießen können und bin viel mit Frau Reumann durch die Natur gewandert. Morgens um 5 Uhr hat mich der Dorfhahn geweckt und ich habe mich fast nur von Obst, frisch vom Baum gepflügt, ernährt.
Während der Woche besuche ich nach wie vor meine alten Leutchen. Viele sind zur Zeit in ihren Chatas (Hütten aufm Land) oder machen mit ihren Familien Urlaub. An heißen Tagen sagen mir auch viele ab, da sie die Hitze nicht gut vertragen. Der seit Mai bestehende Treffpunkt nimmt ab und an auch etwas Zeit in Anspruch, letzte Woche waren wir mit ungefähr 15 unsere Klienten in einer Ausstellung in der National Galerie und alle 14 Tage laden wir zu Kaffee und Küchen im Kontaktzentrum ein. Dennoch habe ich eher wenig zu tun zur Zeit, so kann ich aber umso besser die letzten Wochen in Prag ausnutzen.
Ich treffe mich viel mit meinen Mitfreiwilligen, besuche das Freilicht- Kino oder spaziere durchs Prager- Zentrum, an der Moldau entlang und durch die zahlreichen Parks der Stadt.
Am Mittwoch bekomme ich noch Besuch von meiner Schwester Maike. Wir planen gemeinsam den Süden Tschechiens zu bereisen. Mit Auto und Fahrrädern wollen wir Budweis, Tabor, Trebon und Cesky Krumlov besuchen.
Nächste Woche kommt dann auch noch mal meine Mutter mit meiner Cousine Laura nach Prag.
Ich werde also voll beschäftigt sein, sehe den kommenden Wochen aber voller Vorfreude entgegen!
Ja und dann gehts am 27. August früh morgens auch schon zum Abschlussseminar nach Leipzig...
Wednesday, July 2, 2008 5:31:58 PM
Es war der 10. Juni 2008 als ich morgens schon ganz kribbelig aufwachte und es nicht erwarten könnte mit meinem tollen neuen bis oben hin gefüllten Trekking- Rucksack auf Reise zu gehen.
Erste Etappe- Barcelona
Lynn stand schon am Flughafen und erwartete mich. Endlich angekommen in Barcelona, im Süden, im Sommerurlaub!
Fünf Tage habe ich in Barcelona verbracht. Da das Wetter sich etwas quer stellte, fielen die Tage am Strand eher mager aus. Dafür hatte ich viel Zeit um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen, durch die vielen Gassen zu schlendern, Gaudis Kunstwerke zu bewundern, mit Lynni tolle Gespräche zu führen und natürlich ausgiebig shoppen zu gehen

einfach mein Leben weit weg von Prag genießen.
Zweite Etappe- Nantes (Bretagne)
Nach 14 stündiger Busfahrt in den Norden Frankreichs war die zweite Etappe meines Urlaubs erreicht- Nantes.
Dort lebt zur Zeit meine Freundin Julia. Sie absolviert ebenfalls mit ASF einen Freiwilligendienst. Letzten Sommer haben wir uns während der Gedenkstättenfahrt in Polen kennengelernt und bei dem Ausreise- Seminar im September 2007 angefreundet.
Julia nach fast 10 Monaten nochmal wiederzusehen war im ersten Moment ganz sonderbar und schrecklich aufregend. Wir hatten uns sooo viel zu erzählen und es fielen uns immer wieder neue Themen und Neuigkeiten ein, sodass wir beim gemeinsamen Abendessen (natürlich in einer Creperie) garnicht wirklich zum Essen kamen.
Da Julia tagsüber arbeiten musste, habe ich die Stadt allein erkunden müssen. Dank Julias Fahrrad, einer Stadtkarte und ganz viel Zeit habe ich wirklich viel gesehen und besichtigt. Vor allem die vielen Parks, die über die ganze Stadt verteilt sind, luden zu viele Pausen im Sonnenschein ein und die Flüsse Loire und Erdre verleihen der Stadt einen ganz eigenen Charme.
Einen Ausflug in das kleine Fischerdorf Pornic habe ich auch allein meistern können. Endlich nochmal Sand zwischen den Zehen spüren, die weite des Oceans bestaunen und mit einem Buch am Strand liegen können. So muss Urlaub sein!
Am Samstag (21.06.) haben wir uns dann ein zweites Fahrrad ausgeliehen und eine Radtour entlang der Erdre in der Sonne unternommen, abends wurde unsere körperliche Anstregung dann mit dem "Fete de la musique" belohnt- ein Musikfest, das in fast allen Städten Frankreichs stattfindet und Künstlern ermöglicht ihre Musik auf kleinen Bühnen, über die ganze Stadt verteilt, zu präsentieren.
Dritte Etappe- Aachen
Auch wieder mit dem Bus ging es über Nacht weiter nach Aachen. Morgens um 6 kam ich irgendwo zwischen Eilendorf und Haaren an. Dank den tollen Verbindungen der Aseag einmal quer durch Aachen konnte ich sogar noch mit meinen Eltern gemeinsam frühstücken und erstmal realisieren, dass ich nach 6 Monaten nochmal in mein altes Leben eintauchen würde.
Ich habe in der Woche viel zu viel erlebt, als dass ich es in Worte fassen könnte. Also nur ganz kurz... Mapa, Maiki, Familie, meine Mädels, Fussball, Arztbesuche, Bewerbungen, Pontstaße, Motorradfahren, Eifel, Sonne, Garten, Brasserie Aix & Lammerskötter, Musikmarathon in Eupen und die große Leere als ich Montag in Prag aus dem Flugzeug stieg.
Die ersten zwei Arbeitstage sind jetzt auch schon wieder vorbei, alles beim Alten irgendwie.
Der Sommer ist jetzt auch in Prag eingezogen, über 30°C in der Sonne, ich verbring meine freien Nachmittage in Parks oder an der Moldau, treffe meine Prager und freue mich auf die letzten zwei Monate!
Back in Prague! Aber in Gedanken viel bei euch.
Friday, June 6, 2008 6:47:48 PM
Am 22. Mai hat mein Projekt "Ziva pamet" einen Treffpunkt für die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet.
Ein ganzer Raum mit Computern, Bibliothek und einer netten Sitzecke steht unseren Klienten nun zur Verfügung, um Kontakte zu anderen Senioren zu knüpfen, zu plaudern oder einfach ein wenig vor der Einsamkeit zuhause zu fliehen. Jede Woche wird ebenfalls Programm in Form von Ausstellungs- und Konzertbesuchen angeboten, an dem kostenlos teilgenommen werden kann.
Zu der Eröffnung würden ungefähr 70 unserer Klienten eingeladen, darunter auch einige meiner "Omis und Opis". Es war eine wirklich schöne Feiern mit Livemusik, gutem Essen, Reden und Zeit für Gespräche.
Am darauffolgenden Freitag ging es für alle Servitus- Freiwilligen nach Brünn. Dort hatten wir unser zweites Zwischenseminar. Es tat gut nochmal aus Prag heraus zu kommen, die anderen Freiwilligen wieder zu sehen und endlich den Sommer dank großem Garten und Pool genießen zu können- fast schon wie Urlaub.
Das Programm war sehr vielzeitig. Einerseits haben wir viel über die vergangenen Monate gesprochen, diskutiert und reflektiert und auch der "Prager Frühling" 1968 machte den Schwerpunkt einer Arbeitseinheit aus, auf der anderen Seite haben wir einen Tagesausflug nach Moravsky Krumlov unternommen, waren im Roma- Museum und habe abends am Lagerfeuer gegrillt.
Durch diese Abwechslung von Arbeitseinheiten und kulturellem Programm konnte ich das Seminar sehr genießen.
Am Donnerstag, den 30. Mai wurden wir dann noch in der deutschen Botschaft in Prag empfangen und durch das Gebäude geführt. Vor allem die Welle von DDR- Bürgern, die 1989 über Prag in den Westen fliehen wollten, war Thema dieses Besuches.
Die letzte Woche ist dann mal wieder wie im Flug vergangen.
Am Montag und Mittwoch war ich mit Claudia und Stania bei Lesungen des "Prague Writer´s Festival" und habe unter anderem Günter Kunert zu hören können- eine sehr sympatische und witzige Persönlichkeit.
Heute dann habe ich meine Schwimmmannschaft während einem Wettkampf angefeuert, morgen Abend geben meine Mitbewohner und ich eine WG- Party und nächsten Dienstag fliege ich endlich nach Barcelona in meinen wohlverdienten Sommerurlaub!
Jetzt sind es nur noch 3 Monate, in denen ich als offizielle ASF- Freiwillige bezeichnen kann... ein komisches Gefühl- irgendwas zwischen Traurigkeit und Vorfreude.
Jetzt freue ich mich erstmal auf Lynn in Barcelona, Julia in Nantes und auf alle anderen in Aachen!
Monday, May 5, 2008 12:26:05 PM
Wieder zurück in Prag wird mir erst bewusst, was ich in der letzten Woche alles erlebt habe.
Bis jetzt bin ich noch nicht wirklich dazu gekommen, es zu reflektieren, meine Gedanken, Erlebnisse und Eindrücke in Worte zu fassen. In der letzten Stunde hatte ich (da eine alte Dame wegen Krankheit abgesagt hat) etwas Zeit mich zu sammeln, meine Fotos durchzusehen und fühle mich endlich imstande etwas zu schreiben.
Am Samstag, den 26.04. konnte ich nach vier Monaten meine Eltern nochmal in die Arme schließen!
Für ein verlängertes Wochenende waren sie mit meinem Patenonkel Ernst und seiner Frau Uta zu Besuch in Prag.
Im Sonnenschein haben wir zu fünft Prag genießen können, dabei habe ich versucht sowohl die wichtigsten Orte (Altstädterring, Wenzelsplatz, Prager Burg, Cafe Louvre, etc.) als auch meine Lieblingsplätze (Letna- Park, das Café Dobra Trafika) in unseren Stadtrundgang zu integrieren.
Aber auch ich habe wieder neue Teile der Stadt kennenlernen können, wie zum Beispiel das Brevnov Kloster etwas außerhalb der Stadt, in dem wir einen wunderschönen Abend verbracht haben.
Ein weiteres Highlight war der Opernbesuch am Sonntagabend, da meine Eltern und ich nie zuvor eine Oper gesehen haben.
Am Montag musste ich mich dann schon wieder von Ernst und Uta verabschieden. Nach einem Spaziergang am Morgen durch das jüdische Viertel haben wir sie noch zur Tram begleitet und dann waren wir nur noch zu dritt...
Ich hatte von einem Pärchen, welches ich ab und zu schonmal besuche, eine Einladung bekommen mit meinen Eltern zum Kaffee vorbei zu schauen, was wir dann auch gemacht haben.
Mir hat es viel bedeutet, meinen Eltern auch einen kleinen Einblick in meine "Arbeit" zu ermöglichen und meine "Klienten" kennenlernen zu können.
Dienstag ging es für Mama und Papa dann wieder zurück nach Aachen und für mich als Begleitperson einer 86- jährigen Dame nach Berlin.
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück mussten wir uns wieder verabschieden. Die Zeit mit euch war wie immer viel zu kurz, intensiv und schön. Die Berlinreise war daher die beste Ablenkung, um nicht in ein Loch voller Traurigkeit und Einsamkeit zu fallen.
Berlin... 50 Jahre ASF und ich war dabei.
Die Jubiläumsfeier im Haus der Kulturen der Welt war einfach nur ein großartiges Fest.
Das Programm war vielseitig und abwechslungsreich.
Wichtige Persönlichkeiten, wie der Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit und der Bundespräsident Horst Köhler haben an den Festlichkeiten teilgenommen und bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch und dem eigentlichen Festakt am Freitag eine Rede gehalten und uns mit ihrer Anwesenheit beehrt.
Am ergreifensten waren für mich aber die vielen Menschen verschiedenster Generationen und Länder, der Sprachenmischmasch, so wie die Begegnungen bzw das Wiedersehen mit aktuellen Freiwilligen, ehemaligen Freiwilligen, Zeitzeugen und ASF- Aktiven. Ich habe wieder so viele tolle Persönlichkeiten getroffen und tiefgehende Gespräche führen können.
Das Gefühl ein Teil dieser 50 Jahre ASF zu sein und meinen Beitrag hier in Prag dazu zu leisten, erfüllt mich mit einer tiefen Zufriedenheit und Glück.
Es sind nur noch vier Monate in Tschechien, langsam stellt sich bei mir und meinen "Klienten" die Frage, was wird danach kommen!? Erste Abschiede habe ich schon hinter mir, erste Gespräche (mit Tränen) über das Danach habe ich auch schon geführt. Natürlich schleicht sich Traurigkeit ein, dennoch freue ich mich auf die Studienzeit, auf eine weitere Veränderung in meinem Leben, eine neue Stadt, neue Menschen,...
Sunday, March 16, 2008 8:40:01 PM
Einiges hat sich getan in den letzten Wochen. Sowohl was meine Arbeit angeht, als auch was meine Freizeit hier betrifft.
Aber erstmal zur Arbeit: seit dem ASF- Seminar im Januar habe ich meinen Wochenplan etwas umgestellt. Üblich waren bis dahin drei bis vier Hausbesuche am Tag. Das klingt anfangs machbar, aber nach einiger Zeit musste ich feststellen, dass mir das zu viel wird und mich teilweise auch überfordert hat drei (oder vier) verschiedene Personen an einem einzigen Tag zu besuchen. Irgendwann war ich einfach nicht mehr aufnahmefähig, wurde ungeduldig und muffelig. Außerdem wollte ich mehr Zeit mit jedem einzelnen „Klienten“ verbringen, um so ihre individuellen Geschichten auch näher kennenlernen zu können. Nach einigen Gesprächen während dem Seminar mit meinen Koordinator bzw. Betreuer war für mich klar, dass es an mir lag etwas an dieser mich stressenden Situation zu ändern.
Gesagt, getan. Mittlerweile besuche ich nur noch zwei meiner alten Leutchen am Tag, verbringe dafür aber drei oder mehr Stunden mit ihnen. Endlich haben wir die Möglichkeit in Ruhe zusammen zu sitzen, gemeinsam zu kochen, gemütlich Großeinkäufe zu machen oder auch ewig lange Spaziergänge. Mich entlastet mein neuer Wochenplan sehr, da ich nicht mehr diesen Zeitdruck empfinde und diese innerliche Ruhe auch meine Laune und Geduld beeinflusst.
Freizeit: Dieses Wochenende habe ich in Berlin verbracht. Die Freundin meines Mitbewohners Sascha hat ihren Geburtstag gefeiert und uns Prager dazu eingeladen. Die Party war der Oberhammer! Ich habe tolle Leute kennen gelernt und wenn es auch nur zwei Tage waren, hatte ich ne super Zeit. Allein die Tatsache, dass ich nochmal in Berlin war, macht mich glücklich.
Davor das Wochenende war Rika zu Besuch in Prag. Die zwei Tage mit ihr sind wie im Flug vergangen. Es war sehr schön sie hier zu haben, das eingespielte Team Rika- Miri war für kurze Zeit nochmal vereint. Wir sind viel durch die Stadt gelaufen und haben (wie immer) in netten Cafés Pausen eingelegt.
Über Ostern werde ich nach Wien fahren und die Feiertage gemeinsam mit Rika verbringen (Sie macht dort ein Praktikum). Ich freue mich schon sehr darauf Wien entdecken zu können und natürlich Rika nochmal zu sehen.
Ich wünsche euch allen schöne Ostertage!!
Monday, February 25, 2008 7:47:00 PM
Den ganzen Freitag habe ich mir freigenommen, damit ich Hannah und Jonathan am Flughafen abholen und mit den beiden den ganzen Tag verbringen konnte. Seit Wochen habe ich mich auf dieses Wochenende gefreut, mir ständig ausgemalt, wie es wohl sein wird, sie hier in Prag zu haben, wie das Wiedersehen am Flughafen wird und als ich (leicht verspätet) am Flughafen ankam war ich sogar etwas aufgeregt.
Fast wäre ich an ihnen vorbei gelaufen, doch eine bekannte Stimme "Da ist sie ja endlich!" ließ mich in der Bewegung stocken... ja, ENDLICH waren die beiden in Prag! Und das Wiedersehen natürlich so als wären keinen zwei Monate seit dem letzten Mal vergangen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel gings dann gleich weiter mit meinem straffen Programm und zwar in mein Lieblingscafé gleich um die Ecke. Und so ging es dann quasi das ganze Wochenende weiter, von einem Café ins nächste und dazwischen Prag zu Fuss erkunden. Die Burg, die Altstadt, der Wenzelsplatz, das jüdische Viertel, die Karlsbrücke, meine neue und auch die alte Wohnung, die schönsten Gärten in Prag, die Kleinseite und etliche gemütliche Cafés und Restaurants standen auf meiner "To Do- Liste". Das Wetter spielte auch mit und Sonntag war es sogar so warm, dass wir den ganzen Nachmittag im T- shirt an der Moldau saßen und die Sonne genoßen haben.
Leider ging das Wochenende viel zu schnell vorbei. Aber ich für meinen Teil hatte ne Bombenzeit, gefüllt mit Gesprächen, Getratsche und Party. Außerdem war es schön nochmal unter zwei Augen mit Hannah über Gott und die Welt zu reden, so wie es in einer Freundschaft üblich ist.
Und auch nochmal nach Aachener Art und Weise feiern zu gehen, tat mir richtig gut. Und trotz Kopfschmerzen und Müdigkeit (kommt davon, wenn man morgens um 5 Uhr die erste Metro nach Hause nimmt) haben wir uns den letzten gemeinsamen Tag in Prag nicht vermiesen lassen und die Zeit genoßen.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass ihr mich in meiner Stadt besucht habt.
Sunday, February 17, 2008 6:50:46 PM
Lang habe ich nichts mehr geschrieben... die letzten Wochen waren eher ruhig. Ich hatte mal wieder eine schwere Erkältung und es hat ewig gedauert die wieder los zu werden. Jetzt ist es zum Glück überstanden und ich kann wieder zu 100% durchstarten.
Langsam kommt der Frühling auch nach Prag, es ist zwar nach wie vor kalt, aber die Sonne scheint fleißig und die Frühlingsblümchen beginnen zu blühen.
Ich freue mich sehr auf die nächsten Monate in Prag, ich werde viel Besuch bekommen, werde viel reisen und vor allem freue ich mich auf die Wärme!
In den letzten Tagen habe ich meinen Sommerurlaub auch schon gebucht. Es geht nach Barcelona und dann über Nantes (Frankreich) sogar für einige Tage nach Aachen. Am 30. Juni geht dann mein Flug zurück nach Prag. Dann sind es auch nur noch 2 Monate hier...
Gestern bin ich mit meinen Mitbewohnern und drei weiteren Freunden nach Dresden gefahren. Weniger als zwei Stunden hat die Fahrt gedauert und es war gut nochmal Deutsch um mich herum zu hören, eine Kaffeebestellung war endlich nochmal ein Kinderspiel. Und auch mit Euro zu bezahlen ohne ständig umrechnen zu müssen, ahh sehr unkompliziert halt.
Dresden hat mich sehr begeistert (trotz dem Dialekt). Die "Altstadt" oder eher die wiederaufgebaute Altstadt ist wunderschön, auch die Elbe, die einmal quer durch die Stadt fließt, so wie die Neustadt versprühen ihren ganz eigenen Scharm, einfach eine tolle Stadt.
Wir mussten leider eine NPD- Demonstation miterleben... die Stadt war voller Polizei, so wie autonomen Gegendemonstanten. Viele Straßen waren gesperrt, was ein entspanntes Schlendern durch die Stadt etwas erschwert hat, trotz dessen war es ein schöner Tag mit viel Sonnenschein und Cafébesuchen.
Ich hatte mit dem Gedanken gespielt mich an der Universität in Dresden zu bewerben und werde es jetzt auch auf jeden Fall tun. Ich kann mir nämlich gut vorstellen in dieser Stadt zu leben. Wenn der Studienplatz jetzt auch noch das einhält, was er verspricht... perfekt. Die Nähe zu Tschechien und Prag gilt auch noch als Pluspunkt
Die nächste Woche wird für mich eher entspannt: tägliche Hausbesuche, Training, Cafégänge, Mädels treffen und Freitag kommen dann Hannah und Jonathan zu Besuch. Darauf freue ich mich besonders!
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Wochen,
eure Mim
Tuesday, January 29, 2008 4:51:48 PM
Freitag Nachmittag versammelten sich alle aktuellen Freiwillige, so wie ehemalige Freiwillige, Mitarbeiter und andere ASF- Freunde hier in Prag zur Jubiläumsfeier von ASF- Tschechien.
Meine anfängliche Unlust wandelte sich kurz nach meiner Ankunft in der Pension in Freude um. Es war toll die anderen Freiwilligen nochmal zu sehen, sich mit ihnen auszutauschen, über gemeinsam Erlebtes zu quatschen, aber auch neues zu erfahren. Sogar Freiwillige aus Polen waren angereist und jede Menge Ehemalige. Auch die Gespräche mit ihnen waren sehr interessant und vor allem motivierend.
Abends erhielten wir beim gemeinsamen Shabbatabendessen in der jüdischen Gemeinde genug Zeit für Gespräche und langsames Kennenlernen.
Samstag war dann voll gepackt mit Programm, "ASF- Früchte" (neue Projekte bzw Angebote) wurden vorgestellt, verschiedene Präsentationen und Vorträge gehalten, es gab aber auch genügend Zeit zum Austausch untereinander bei Kaffee und Keksen

Abends wurde von meinen lieben Mitpragerfreiwilligen mein Geburtstagsgeschenk eingelöst- ein Besuch im Ballet. Dazu haben wir uns vom Rest der Gruppe abgeseilt und haben eine wunderschönes Ballet im Nationaltheater erleben dürfen. Wahnsinn...!
Sonntag Morgen (nur zur Erinnerung- der 27. Januar, der Holocaust- Gedenktag) trafen wir uns in der deutschsprachigen Gemeinde und haben gemeinsam ein Gottesdienst in Gedenken an die NS-Opfer gehalten. Besonderns bewegend war für mich, dass eine Zeitzeugin aus ihren Erinnerunge an Auschwitz erzählt hat. Ihre Worte am Ende waren: "Geht und vergesst nicht!"
Nach dem Mittagessen und einigen weiteren Diskussionsrunden war der erste Abschnitt des Seminars vorbei. Ein Teil der Gruppe musste uns verlassen und zurück blieben die aktuellen Freiwilligen, sowie unsere Betreuerin Stana und Thomas Heldt, unser Länderbeauftragte aus Berlin.
Das Programm am Montag und Heute konzentrierte sich dann eher auf unsere Arbeit im Land, unsere Erfahrungen und Pläne für die Zukunft. Außerdem wurde familienbiographisch gearbeitet und die Leitsätze von ASF ausführlich besprochen.
Es ist erstaunlich, wie schnell die Tage vergangen sind. Was bleibt sind wieder nur die Erinnerungen an Begegnungen und Gespräche. Es war jedenfalls ein schönes Wochenende...
Sunday, January 20, 2008 10:40:31 PM
Endlich gibt es aus meinem Leben in Prag nochmal was zu berichten... und zwar das schon fast vergangene Wochenende.
Ich bin es seit meiner Rückkehr aus Aachen erstmal wieder ruhig angegangen. Der Umzug, die erneute Eingewöhnung in mein Pragleben und auch das Wetter haben mir die ersten Wochen erschwert. Ich war ziemlich lustlos, schnell müde und mit meinen Gedanken viel in Aachen.
Die Phase hat sich aber zum Glück wieder etwas gelegt... endlich hatte ich wieder Lust was zu unternehmen! Und da kam das Wochenende wie gerufen:
Freitag hatte ich einen sehr ruhigen Arbeitstag. Ich hatte nur einen Hausbesuch und habe danach ein wenig im Büro mitgeholfen. Nachmittags bin ich dann noch zum Traning gegangen. Kommt eher selten vor, dass ich an einem Freitag Zeit fürs Schwimmen habe.
Abends bin ich mit Claudia in ein neu entdecktes vegetarisches Restaurant gegangen, hatten uns lang nicht mehr zu zweit getroffen und somit viel zu erzählen.
Weiter gings in die Innenstadt, dort sind wir dann auf die anderen Freiwilligen und meine Mitbewohner gestoßen. Nach einigen Pubbesuchen haben wir uns dann dazu entschieden tanzen zu gehen... was darauf folgte, behalte ich besser für mich.
Jedenfalls habe ich den Samstag mehr oder weniger im Bett verbracht, Hörbüchern gelauscht, geschlafen, gelesen und einfach einen gammeligen Tag genoßen.
Heute Morgen dann bin ich nochmal in den Gottesdienst der deutschsprachigen Gemeinde gegangen, darauf folgte ein langer Spaziergang mit Eva durch Prag, verbunden mit zwei Ausstellungsbesuchen. Es tat gut nochmal den Kopf frei zu bekommen, ein wenig Kultur zu erleben, Prag zu entdecken und ein wenig sich als Tourist zu fühlen.
Morgen habe ich keine Hausbesuche... also quasi ein verlängertes Wochenende.
Am Freitag haben wir ein weiteres ASF- Seminar hier in Prag verbunden mit dem ASF- Jubiläum. Also wird es bald wieder einen neuen Bericht geben.
Liebe Grüße nach Aachen, vermiss euch,
Mim
1 2 3 4 5 Next »