Das Leben ist wie Hundehaare

In kleinen Portionen erträglich, zu viel ist tödlich

Erholung contra zwischenmenschliche Beziehungen?

Ich bin eigentlich ein Langschläfer... Eigentlich.
Als ich am Samstagmorgen aufstand, war ich mir noch nicht darüber im Klaren, dass mein Wochenende etwas länger als geplant dauern würde, wobei der freie Montag schon mit inbegriffen war. Der SamsTAG verlief ja noch ziemlich normal und ich konnte noch immer keine Besonderheit feststellen. Ich "freute" mich schon den ganzen Tag auf meine Termine am Abend, für die ich schließlich auch Geld bekommen würde, wohlgemerkt KEINEN Stundenlohn. Auf dem Plan stand eine Jahreshauptversammlung eines örtlichen Imkervereins, wirklich wichtig für ein solch nettes Dorf -gääähn-, und eine, laut der Aussage meines Auftraggebers, kleine Session mit ein paar wenigen Musikern. Nun gut, als Musikfan war schon von Anfang an klar, wo meine Präferenz liegen würde. Dass ich allerdings geschlagene und auf die Füße getretene sieben Stunden auf dieser "kleinen" Session mit dreizehn Bands in einer mit knapp 300 Gästen zu wahrscheinlich knapp 400% ausgelasteten Kneipe verbringen würde, konnte ich im Vorfeld nicht ahnen. Die Artikel hinterher zu schreiben kostete mich die gesamte verbliebene Nacht, ausserdem musste ich noch mit dem Imkervereinsvorsitzenden telefonieren und die letzten Ergebnisse in Erfahrung bringen. Als ich kurz darauf im Büro ankam und sich mir eine völlig unbekannte, kleine, blonde und etwas fertige Person in den Weg stellte und mich fragte, was ich denn in der Redaktion wolle, war ich trotz meiner erholsamen Nacht höflich und erklärte ihr, dass ich Termine abzuliefern habe und fragte gleich, wieviel Platz denn für meine Artikel eingeplant worden sei. Die ernüchternde Antwort: 55 Zeilen Text - ich hab meine nicht gezählt, dürfte aber ungefähr auf das zehnfache gekommen sein - und ein Foto - ich hatte 186 gemacht- Klasse! Zur Entspannung und weil wir ursprünglich verabredet waren, unser Treffen aber von einer "kleinen" Session überrumpelt wurde, wollte ich bei meinem Vater vorbeifahren und mit ihm einen Kaffee trinken. Weit gefehlt. Ich traf zwar den sich selbst einladenen Baum aber keinen Menschen. Wieder zuhause dachte ich kurzzeitig über Schlaf nach, wurde aber wieder aus dem Konzept gebracht, als die Freundin meines Vaters mich anrief und mich fragte wer ich sei. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt selbst nicht so sicher war, schaffte sie es anhand meines "öööhm"s meine Identität festzustellen. Wenigstens eine. Mein Vater und sie seien noch am schlafen gewesen, weil sie so früh - um halb sieben - schon rausmussten und sich dann später wieder hingelegt hätten. Also wieder ab ins Auto und wieder zu meinem Vater, seiner Freundin, den Überresten des unverschämten Baumes und zum Kaffee. Dieser war etwas seltsam, da es ihn zu trinken - und Karten zu spielen, zu reden, zwei Filme zu sehen und eine unglaubliche Zahl an Zigaretten und Süßigkeiten zu konsumieren - etwas mehr Zeit brauchte. So war ich also gegen Mitternacht wieder zuhause und ich legte mich ins Bett um noch ein wenig fernzusehen. Als ich nach knapp acht Stunden Schlaf aufstand wurde meine Mutter auf mich aufmerksam. "Du nichtsnutziger Sohn du. Du schläfst das ganze Wochenende und antwortest dann nichtmal auf meine wichtigen Nachrichten!!!" - ein schöner Gruß nach dem Aufstehen. Viel zu spät las ich die dringende Nachricht, die über Leben und Tod meiner Mutter zu entscheiden schien: "Nach zwei Wochen Urlaub ist mein Chef wieder da und macht einen Aufstand, warum die Sitzordnung geändert wurde!"
Meine Güte, hab ich einen Mist gebaut. Da darf ich ja demnächst gar nicht mehr schlafen, weil ich sa so essentiell wichtige Dinge verpassen könnte... Gute Nacht!

Das Dorf der VerdammtenHappy Burstday

Comments

namedtonowhere Monday, January 29, 2007 9:53:29 PM

Erholsame Träume! bigsmile

NeveroddoreveN Monday, January 29, 2007 9:58:25 PM

*ROFL*lol DAFÜR gibts ein Highlight-Sternchen von mir! yes

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