Tuesday, March 6, 2012 3:58:19 PM
Funny, Annoying, Weird
Es kommt ja mitunter schonmal vor, dass Menschen mich nicht verstehen. Meistens liegt das an meiner Art mich auszudrücken, ist mir selber ja auch klar. Aber neuerdings scheinen mich Menschen schon in Alltagssituationen nicht mehr zu verstehen.
Anruf bei einem Klinikum, ich möchte wissen, ob eine Freundin in dem Klinikum A oder in dem anderen Komplex B liegt. Eine schroffe Frauenstimme nimmt meinen Anruf entgegen.
"Hallo, ich bin auf der Suche nach einer Patientin von Ihnen, [Name], sie hat mir Stationsnummer X und Zimmernummer Y gesagt, aber ich weiß nicht o--"
"Sagen Sie den Namen nochmal!"
"[Name] heißt sie, aber ich wollte ja nur wissen, ob sie hier, oder a--
"Ich stell Sie eben durch"
"Ich wollte ja gar nicht anrufen! Ich wollte doch nur wi--"
Tuut*tuut
"Hören Sie, ich kann sie nicht durchstellen, am besten Sie rufen selber nochmal an die Nummer ist 0---"
"ICH WILL DOCH GAR NICHT ANRUFEN!"
*Pause*
"Ich wollte lediglich wissen, in WELCHEM Klinikum die Patientin liegt"
"Ja HIER natürlich"
"Natürlich. DANKE, auf Wiederhören"
Kurze Zeit später habe ich meiner Freundin gesimst ich käme dann vorbei, wann denn Mittagessen wäre. Ich erinnere, dass Krankenhäuser meist das Mittagessen servieren, wenn ich noch nicht gefrühstückt habe. Das wisse sie nicht, sagt meine Freundin, war gestern nicht dabei, beim Mittagessen. Ich rufe erneut im Klinikum an, unter einer anderen Nummer, um eine andere Person ans Telefon zu bekommen.
Eine warme Männerstimme meldet sich und nennt den Namen des Klinikums.
"Hallo, ich wüsste gern, wann bei Ihnen Mittag serviert wird, ich möchte eine Paatientin besuchen und nicht ins Mittagessen platzen."
"Wie heißt die Patientin denn?"
"[Name], aber das spielt doch gar keine Rolle, sie liegt auf Station A, Zimmer B, ich wollte doch nur wis--"
"Da stell ich sie direkt mal durch"
*Tuut*Tuut*
"Station A?"
"Hallo. Ich möchte eine Patientin bei Ihnen besuchen und wissen, wann Mittagessenzeit ist"
*Pause*
"Weil ich nicht ins Mittagessen platzen will"
"Achso. Wer ist die Patientin?"
"[Name], aber das ist doch unabhängig davon, wann das Essen serviert wird, oder?"
"Wie bitte? Ich stelle sie dann eben du--"
"ICH WILL NICHT durchgestellt werden, ich möchte BITTE wissen, wann die Mittagspause ist, ich möchte die Patientin ÜBERRASCHEN!"
"Achso! So gegen halb 12 ist das immer."
"DANKE."
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, im Krankenhaus wären vielleicht einfach nur alle blöd. Auf dem Rückweg von meinem Besuch, halte ich an der Postenbörse an, telefoniere draußen noch kurz und gehe dann rein, um mir ein paar neue Ideen für Projekte zu sammeln. Ich stehe gerade im Eingang und sehe mir Gartenzubehör an, da spricht mich eine Frau an
"Entschuldigen Sie? Ist denn noch was von der Blumenerde da?"
Ich gucke erstmal doof und antworte dann lächelnd
"Das kann ich Ihnen nicht sagen" als ihre gespannte Miene sich nicht ändert füge ich hinzu "ich gehör hier nicht zu"
"Aber wenn noch Erde da wäre, wo würde ich die denn dann finden?"
Ich bin völlig perplex und wiederhole: "Ich arbeite hier nicht, das kann ich ihnen nicht sagen! Vielleicht fragen Sie mal jemand, der hier arbeitet?"
"Oder ist schon alles weg?"
Ich bin nah an sprachlos und verweise sie in die Gartenecke.
Gerade setze ich kopfschüttelnd und verwirrt meinen Weg fort, da spricht mich ein Mitarbeiter an und sagt "ist aber auch schon alles ausverkauft".
Monday, September 12, 2011 9:39:03 AM
Gerade versuche ich, auf der Webseite eines großen Modehauses einzukaufen und Kategorie für Kategorie sticht er mir beleidigend ins Auge: Der Idiotenapostroph. Meine Leser gehören üblicherweise zu dem Kreis der Leute, denen ich darüber nichts weiter mehr erzählen muss, aber ihr könnt euch vorstellen, wie weh mir das tut, während ich 75 verschiedene BH's ansehe. *piek*
Ich wechsele die Kategorie und wieder *piek* Panty's und Slip's. Ich gehe schnell zu den Pyjama's und flüchte sofort zu den Bademänteln. Hui! Bademäntel *aufatme*
Aber eigentlich wollte ich solche gar nicht kaufen. Ich wage mich noch einen Schritt vor und da spucken mich ein paar Shirt's an. Jetzt reicht es!
Kontakt --> Andere Fragen --> andere Fragen --> andere Fragen --> sonstige (man muss schon sicher sein) --> Sonstige. Mein Anliegen? Sonstige.
Lieber Kundenservice,
Dies mag eine ungewöhnliche Bitte sein, aber ich möchte Sie bitten, folgendes an die Abteilung für Webseitengestaltung und Katalog weiter zu leiten: In Ihren Katalogen online und offline verwenden sie häufig den sogenannten Idioten-Apostroph. Das ist ein Abpostroph, wie beispielsweise "BH's" der dort keinen Sinn und Platz hat. Der englische Besitzfall wird mit 's geschrieben, der deutsche jedoch nicht: Miriams Haus vs. Miriam's house. Im Falle von BH hat der Apostroph in keinem Fall eine Existenzberechtigung, da es sich hier um einen Plural und keinen Besitzfall handelt und der Plural in beiden Sprachen ohne Apostroph geschrieben wird: Miriams Katzen vs. Miriams cats.
Der falsche Apostroph beleidigt nicht nur das Auge von denjenigen, denen diese Regeln klar sind, er bringt auch kommende Generationen dazu zu glauben, er wäre richtig dort. Sie sind bei Weitem nicht die einzige Firma, die diesen Fehler macht, vielmehr hält er Einzug überall in die deutsche Sprache. Da ich aber gern und häufig bei Ihnen einkaufe, lag es mir am Herzen, dies einmal anzumerken. Ich wäre überglücklich, wenn dieses Anliegen ernst genommen wird, denn das ist es in der Tat.
Mit höflichen Grüßen
[Mein vollständiger Name]
Ich kann vielleicht die Welt nicht ändern. Aber ich kann zurückpieken!
Friday, June 17, 2011 8:43:27 AM
Gerade klingelt mein Telefon - mal wieder.
Es ist eine 0800er Nummer und ich ahne nichts Gutes. Mal wieder.
Ich nehme ab und die Dame am anderen Ende stellt sich als zur Telekom zugehörig vor. Sie würde gern mit Frau X sprechen. Ja, die habe Sie am Apparat antworte ich wiederwillig nach einer Pause.
"Sie waren ja lange Zeit Kunde bei uns und haben uns dann verlassen" beginnt sie Ihr Verkaufsgespräch "wir würden Sie gern zurückgewinnen."
Ich antworte zuerstmal nichts und warte ab. Anscheinend wartet sie auf eine Reaktion meinerseits. Ich quäle mir ein langgezogenes "jaaa?" ab und sie setzt sofort nach "wie interessant ist das für sie?"
Durch meinen Kopf huschen diverse Szenen von 15minütigem Warten an der (bezahlten!) Hotline, 5 Tagen ohne Internet und Telefon weil der Techniker nicht früher kann, dem Firmenlogo, bei dessen Anblick ich mitunter schon Pickel bekomme und den Anrufen von insgesamt drei (!) Mitarbeitern in den letzten zwei Wochen denen ich allen gesagt habe diese Firma möge mich bitte in Ruhe lassen.
Meine Antwort kommt knapp und bemüht freundlich: "Keine Chance!" um sie gar nicht erst fragen lassen zu müssen ergänze ich "Ihre Preise sind zu hoch und Ihr Kundenservice unter aller Sau" - fast beginnt mir das Spaß zu machen!
Die Dame antwortet geschult: "Kennen Sie denn unsere aktuellen Tarife?" Ich überlege kurz, ihr zu sagen, dass einer ihrer Vorgänger bereits gefragt hatte, bei welchem Telefonanbieter ich bin und als ich den Anbieter nannte mir sofort einen schönen Tag wünschte und auflegte. Das passiert mir durchaus öfter, denn ich habe den weit und breit besten Tarif, den man hier bekommen kann mit unglaublich gutem Service obendrein. Meine Antwort: "Ja, sind mir bekannt. Ändern aber nichts am Service und noch dazu sind auch die aktuellen Tarife kein Angebot für mich, was ich übrigens schon zweien Ihrer Kollegen erzählt habe, die aber anscheinend versäumt haben, meine Nummer aus Ihrem System zu nehmen, worum ich bereits gebeten hatte, was ein weiterer Nachweis dafür ist, wie Sie mit Daten von Kunden umgehen und damit ein weiter Grund, weswegen ich Ihre Firma nicht mehr leiden kann!"
Die Dame am Ende ist anscheinend getroffen, überrascht, versichert mir, das nun zu ändern und meine Nummer zu löschen und beendet etwas verstört das Gespräch. Sie klingt so, wie ich mir vorstelle mich zu fühlen, wenn mich wildfremde Menschen in einer Tour anpflaumen. Ich will kein Arschloch sein, aber ich muss offenbar. Wer in der Wildnis nicht Zähne zeigt und zuschlägt geht mit leerem Bauch nach Hause - wer das im Tarifedjungel nicht macht, hat Verträge am Hals, die er nicht will.
Tuesday, March 22, 2011 9:40:39 AM
Insider, Funny, Fun
Nein ich bin nicht gestorben

Ich habe mir nur angewöhnt, keine Lust zu haben Dinge aufzuschreiben. Aber eigentlich sind echt viele das wert. Dieses Erlebnis hier zum Beispiel:
Ich bekam eine dieser Kettenmails. Historischer Hintergrund, Lebensweisheiten, der Hinweis das weiterzuschicken, gefolgt von Versprechungen was dann passieren wird und Drohungen, was passieren wird, wenn ich dem Befehl nicht Folge leiste. Das Ende der Kettenmail sagte "morgen um 11:08 Uhr" wird etwas geschehen, worauf Du lange gewartet hast!" Selbstverständlich glaube ich an sowas nicht, aber dennoch wollte ich aus Jux mal drauf achten was passiert. Was passierte war absolut grandios ^^
Ich war bei meinen Großeltern zu Besuch und mein Großvater erzählte mir von seinen Freunden, die er versuchte anzurufen, die aber nicht ans Telefon gingen, weil sie nur den Hörer abnahmen, wenn sie wussten wer anrief. Und das Telefon meines Großvaters pflegte seine Nummer zu unterdrücken. So war es unmöglich die Freunde zu erreichen - und der Streit darüber, dass er sich ja nie melde ("Wie soll ich denn, ihr nehmt ja nicht ab!" - "Wie sollen wir denn, Du bist ja angeblich unbekannt") obligatorisch.
Eine Lösung musste her, also schleifte meine Mutter den Großvater zum Servicepunkt des Magenta-Konzerns und beantragte die Übertragung seiner Rufnummer. Gleichzeitig bekamen sie ein neues Paket aufgeschwatzt, was kein Mensch - und schon gar nicht der Opa - brauchte.
Voller Vorfreude hatte er dann versucht bei seinen Freunden anzurufen, doch immernoch nahmen sie nicht ab. Test mit den Handys der Kinder ergab, dass die Nummer immernoch unterdrückt war.
Als mein Opa mir mit der "da kann man wohl nichts machen"-Haltung davon erzählte, schnappte ich mir die Telefonnummer der Hotline und rief dort an, bereit, jeden kurz und klein zu machen, bis der Wunsch meines Großvaters in Erfüllung gehe und er wieder mit seinen Freunden kommunizieren könne.
Während ich in der Warteschleife hing, bewunderte ich immer mal wieder das Display mit der eingebauten Gesprächsdauer-Anzeige (5 min, 10 min, 15 min....), fing neue Gespräche mit meinen Großeltern an, löste ein Kreuzworträtsel und futterte Kekse und Milch.
Als dann endlich jemand ran ging, schilderte ich das Problem und die Dame am anderen Ende fragte meine persönlichen Informationen ab. Obwohl ich wirklich alles über die Rechnung, die Kundennummer und meine Großeltern wusste, was nötig war, wollte sie sichergehen, dass ich den Opa nicht bevormunde. Löblich. Ob denn der Herr P auch wisse, dass ich anrufe? Ob sie denn mal mit dem sprechen könne? Noch während sie redete reichte ich einfach das Telefon weiter mit der Bemerkung "Sie will wissen, dass Du lebst und dass Du die Rufnummernübertragung willst". In seiner gewohnt liebevollen Art schmetterte er in auditivem Capslock und einer Intonation wie ein Baumstamm seinen Nachnamen in den Hörer. Gefolgt von einem "ja" und einem zweiten "ja", dann reichte er den Hörer mit der Bemerkung zurück "sie redet noch immer". Der Rest der Angelegenheit war schnell geklärt, die Nummer werde sichtbar geschaltet, alles werde gut.
Ich legte auf und sah auf die Uhr. Wie lange hatte mich das Gespräch nun gekostet? Oh, es war 11:13 Uhr. "Lang gewartet" kann man bei dieser Hotline wohl sagen

Aber ob der Erfolg nun mir an der Hotline oder meinem Opa galt, das kann ich rückblickend gar nicht mehr beurteilen
Wednesday, April 7, 2010 9:43:50 AM
Personal
Gerade trudelte ein Brief bei mir ein, der mir verkündet, dass meine Wohnungsgenossenschaft 57 VertreterInnen und 23 ErsatzvertreterInnen wählen lässt. Heissa eine Wahl! Dafür, dass ich 80 Stimmen habe (das wär doch mal was für die Bundestagswahl...) sah die Aufstellung aber schon auf den ersten Blick recht übersichtlich aus. Findefux wie ich bin, musste ich natürlich sofort durchzählen. Dreimal darf die Leserin raten? Exakt 80 Aufstellungen. Was tun, was nun, denkt sich die ambitionierte Wählerin? Einfach alle wählen, die tapfer genug waren sich aufstellen zu lassen damit es wenigstens 80 werden? Das machen wahrscheinlich alle. Versuchen gegen die Gender-Gap zu arbeiten und alle Frauen wählen? Das wäre vielleicht ein wenig zu plakativ feministisch. Meine Lösung: Für alle Frauen UND alle Nachbarn aus den beiden Straßen die sich vor meinem Haus kreuzen stimmen. Warum überhaupt wählen? Na weil es hier immerhin um den äußerst drastischen Unterschied von Vertreter oder ERSATZvertreter geht! Also: Geht wählen! xD
PS: Wen's interessiert: Meine Wahl hatte 22 Stimmen. Da ich auch männliche Nachbarn gewählt habe, kann man mal sehen, dass weniger als 25% der Aufgestellten Frauen sind. Nieder mit den Geschlechtertraditionen!
Monday, March 22, 2010 10:17:42 PM
Funny;Personal
Neulich im Meeting versuchten wir einen Entwurf zu besprechen. Eine der Kolleginnen war ganz eifrig und platzte zustimmmend heraus "yes, I read the draft tomorrow morning in the train!". Die zweite Kollegin war sichtlich amüsiert und fragte "really? Could you tell me how to do this? This would really solve some of my scheduling issues!". Es dauerte eine ganze Weile bis die Kollegin schaltete und drüber lachen konnte.
Kurze Zeit später diskutierten drei aus der Gruppe über das nächste Treffen und versuchten sich in harten Verhandlungen auf einen Termin zu einigen. Bis der einen plötzlich auffiel, dass sie die ganze Zeit ihren Februar-Kalender ansah statt des März-Kalenders.
Zu allem Überfluss muss sie einen seltsamen Virus und mich angesteckt haben, denn als ich wieder zu Hause war und meine Kollegin fragte ob ich zu ihr ins Büro kommen könnte, schrieb ich um 11:49 Uhr zurück "ich muss noch eben das hier hochladen, aber bis 11 schaff ichs zu Dir".
Wenn wir jetzt nur noch rausfinden, wie wir damit das Morgen zu unseren Gunsten ändern können. Ich glaube darüber nachzudenken fange ich gleich gestern an!
Monday, January 25, 2010 10:08:10 AM
Personal, Annoying, Weird
Man sagt ja gemeinhin Mitdenken mache Freude und selbstständige Leute seien erfolgreich und gesucht. Man sagt gemeinhin auch der Mond sei aus Käse.
Meine Ex-Chefin, für die ich nun schon seit geraumer Zeit nicht mehr arbeite, operiert grundsätzlich nach dem Motto "jemanden fragen der es dann für mich herausfindet und ggf auch noch tut spart enorm Zeit". Leider hat sie immernoch nicht gemerkt, dass sie damit falsch liegt und viele ihrer Anliegen sich in 5 min selbst erledigen lassen, statt einen langen Kommunikationsweg zu gehen und dann auf die Erledigung zu warten.
Neulich wurde ein Buch von der Bibliothek zurückgefordert. Da ich ihre Emails bekomme leitete ich die Mail mitsamt Titel und Signatur weiter und bekam dann die Antwort "welches Buch soll das sein?". Ich kopierte die Information die bereits in der ersten Mail zu finden gewesen war also nochmal in Fettdruck in die neue Mail, stellte die Informationen ein wenig um und sendete dieselbe Mail.
Kurz darauf die Nachricht "Das hatten wir mal, ich habs aber hier nicht mehr. Haben wir schon zurückgegeben." Na offenbar nicht. Ich sendete also die Information, dass dieses Buch aber offenbar noch angefordert wird und sie sich einmal selbst kümmern müsse, da ich nun für eine Woche auf Geschäftsreise wäre. Während dieser Woche hatten sich ein Anruf und diverse Mails (mit dem Text "melde Dich mal") angesammelt und ein Hilfeschrei, was nun zu tun sei.
Nun, sagte ich eben nachsichtig, man stellt dann einen Nachforschungsantrag. Ich werde das erledigen.
Ich rief also die Bibliothek an und bat um einen Nachforschungsantrag für das Buch mit Titel X und Signatur Y da wir es bereits zurückgegeben hätten, es aber immernoch in unserem Konto verbucht sei. Nach einer unmotivierten Aufforderung die Kontonummer durchzugeben äußerte die Bibliothekarin: "Mhm. Das Buch ist noch in ihrem Konto drin."
Nein wirklich?Ach echt?Könnte das der Grund sein, wegen dem ich anrufe?Nachdem ich sie darüber informiert hatte, dass ich das AUCH sehen kann, dass ich sie aber bitte da einmal nachzuforschen kam nach einigem Zögern ein widerwilliges "Ich sehe mal nach".
Ja, das wäre wirklich SEHR NETT.
Ich komme zu dem Schluss, dass man mit der Taktik dort anzurufen und zu fragen "und nun? Was mache ich denn nun? HILFE hilfe hilfe ich hab doch KEINE Ahnung von sowas" wesentlich besser fährt.
Zwar wären alle Proble immer innerhalb zehn Minuten gelöst, würde man das Gehirn einschalten und benutzen, aber Sleepmode spart ja bekanntermaßen jede Menge Energie. Die fehlende Energie wird in Form von Haare raufen, Magengeschwüren und Gallensteinen denjenigen entzogen, die das Gehirn eingeschaltet lassen. Daher bitte ich all meine Leser, heute ab sofort in den Workmode zu stellen: Hirn aus!
Monday, November 30, 2009 11:31:13 AM
Auch wieder ein Beitrag, den ich mir schon vor einer Weile von der Seele geschrieben hatte und der nun mit Verspätung doch noch der geneigten Leserschaft veröffentlicht wird.
Vor meinem Urlaub habe ich mich beim tollen Service der Gelben Paket-Engel angemeldet. Während ich im Urlaub war sollten meine Pakete an eine nahe gelegene Station gesendet werden. Die Anmeldung erfolgte problemlos, per Email wurde mir meine Postnumnmer mitgeteilt und die Sendung wurde in meiner Abwesenheit dorthin geliefert. Karte und Pin sollten per Post zugestellt werden.
Nun wird jedoch nach einer Aufbewahrungszeit von 9 Tagen das Paket als unzustellbar zurückgesendet. Wieder aus dem Urlaub zurück stellte ich fest: Noch zwei Tage Zeit, allerdings keine Goldcard und keine Pin erhalten. Ein Anruf bei der Servicenummer brachte dann zutage, dass mir weder Karte noch Pin jemals zugeschickt worden waren. Erklären konnte sich der Bearbeiter das zwar nicht, aber er gab den Versand sofort in Auftrag und verlängerte meine Sendung um 7 Tage, damit sie nicht zurückgehen müsse. Denn ich könne zwar ohne meine Karte die Sendung abholen indem ich die Postnummer eingäbe, nicht aber, wenn ich die Pin nicht hätte. Eine weitere Verlängerung sei dann allerdings nicht möglich, teilte mir der Sachbearbeiter mit.
Heute war endlich die Pin in meinem Briefkasten. Anders als angekündigt jedoch nicht als eigenhändiges Einschreiben sondern einfach so. Von der Karte weiterhin keine Spur. Da ich bereits auf dem Weg war, meine Postnummer nicht im Kopf hatte, aber auch nicht nochmal in meinen Emails nachwühlen konnte, beschloss ich, die Hotline erneut anzurufen.
Da ich die deren Nummer nicht auswendig kannte, suchte ich die Homepage auf. Doch diese zeigte einen Internal Server Error und eine Menge lustiger Sonderzeichen an. Ich suchte mir also die nächstbeste Hotlinenummer des Unternehmens und ließ mich weiterverbinden.
Die Dame am andern Ende stellte dann erstaunt fest, dass sie meine Anmeldung unter meinem Namen (obgleich ich ihn buchstabiert hatte) mit meiner Postleitzahl gar nicht finden könne. Ich sei überhaupt nicht angemeldet. Ein Abgleich der Sorte "Friedrich, Egon, Günther..." konnte aufklären, dass die Suche erfolglos blieb, da Siegfried gar nicht mitspielen durfte und sich zu früh gefreut hatte. Unter meinem RICHTIGEN Namen fand sich dann auch die Anmeldung. Der passende Zeitpunkt für die Dame mir mitzuteilen, dass Postnummern und Pins nicht am Telefon herausgegeben werden. Die Postnummer stehe doch auf meiner Goldcard? Bevor ich in den Tisch beißen konnte fügte sie hinzu, dass sie die Sendund auch leider nicht mehr verlängern könne, denn die maximale Dauer sei schon erreicht. Ich beendete das Telefonat und rief einfach noch einmal an, in der Hoffnung eine andere Bearbeiterin hätte noch nichts davon gehört, dass man die Postnummer nicht per Telefon herausgeben dürfe.
Darüber war jedoch auch die nächste Bearbeiterin informiert. Diese verstand auch gleich, dass meine Karte noch nicht angekommen sei, stellte aber fest, dass meine Nummer mir per Mail mitgeteilt worden war. Wenn ich allerdings da zur Zeit nicht herankäme könne sie die Sendung zur Sicherheit noch verlängern. Um sieben Tage, aber nochmalige Verlängerung sei dann nicht möglich.
Zwar hatte ich immernoch keine Nummer und keine Karte, dafür jetzt aber 16 Tage Zeit, das Paket abzuholen. Schön, wenn der eine Mitarbeiter weiß, was der andere tut, nicht wahr?
Tuesday, November 17, 2009 6:49:44 PM
Funny, Weird
Erinnert sich noch jemand an Qual, den Wal? Egal.
Zur Zeit korrigiere ich eine Dissertation einer Nachwuchsforscherin.
Wenn man selbst eine Arbeit schreibt, sieht man seine Fehler nach einer Weile nicht mehr. Als ich selbst meine Abschlussarbeit später noch einmal las, amüsierte ich mich köstlich über meine eigenen Fehler.
Sehr hübsch fand ich den Psychosialverlag
1), ziemlich erheitert hatte mich die Heinrich-Böff-Stiftung
2), aber am allerbesten fand ich meine konstitutionistischen Theorien
3.
Aber wie gewöhnlich wurden meine "Leistungen" bald in den Schatten gestellt. Denn als die Nachwuchsforscherin klarstellen wollte, dass die Lehrkräfte in Brasilien alleine dafür verantworlich seien, ihre Unterrichtsmaterialien, also ihre Quellen, zu wählen, erklärte sie, man verwende seine jeweils eigenen Wissensquallen.
Nachdem ich spontan im Zug so laut lachen musste, dass die Fahrgäste meiner Umgebung sich um meinen Geisteszustand sorgten, hatte ich unglaubliche Lust, das zeichnerisch festzuhalten.

1) Psychosozialverlag
2) Heinrich-Böll-Stiftung
3) konstruktivistische Theorien
Friday, November 6, 2009 1:52:26 PM
Funny;Fail
Dieser hier ist schon etwas älter, aber um sich selbst durch den Kakao zu ziehen ist es ja nie zu spät

Ich hatte meine Halloweeneinladungen geschrieben und wollte wie jedes Jahr 12 davon per Post verschicken. Ich hatte also alle Karten verpackt und frankiert. Auf dem Weg zum Briefkasten rief mich einer der Gäste an um mit mir zusammen einen Ausflug in ein Möbelhaus zu machen. Ich sagte zu und warf dennoch alle Karten in den Briefkasten. Als mir auffiel dass ich eine Karte direkt persönlich hätte aushändigen können, schlug ich mir schon das erste Mal vor den Kopf, aber es sollte noch besser kommen. Wir verbrachten den Tag im Möbelhaus, fuhren danach noch bei mir einen Kaffee trinken und gegen Abend fuhr mein Gast nach Hause. Als ich meinen Rucksack ausräumte, fand ich darin einen Briefumschlag mit einer Karte. Und dreimal darfst der liebe Leser raten, an wen die adressiert war? Genau. An den Gast, der zwei Minuten zuvor meine Wohnung verlassen hatte.
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