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Ach übrigens...

... Neuigkeiten am Rande

Posts tagged with "Poesie"

Der Spiegel aus Eis

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Fenrion sah sie traurig an.
"Ich sehe Dich." Erhob er sanft seine Stimme. "Durch die gläserne Wand zwischen uns kann ich Dich betrachten. So nah bist Du und doch so fern." Er beobachtete sie. "Ich sehe Dein Lachen, Deine Lippen sich bewegen. Ich weiß, was Du mir sagen willst. Doch ich höre nicht. Noch rieche ich! Nichts mag die Barriere zwischen uns zu zerreissen. Verdammt bin ich, Dich zu sehen, aber Dich nicht fühlen zu können." Sowie er seine Worte gesprochen, so verblasste ihr Gesicht aus Porzellan. "Nicht Du bist da, sondern ein farbloses, fahles Abbild Deinerselbst, gerade genug um mich weiter dürsten zu lassen, zu wenig, um den Durst zu stillen. So nah bist Du und doch so fern" sprach Fenrion leise, die Stimme senkend und legte eine Hand gegen die dünne Wand. Der eiserne Spiegel verblasste und die Konturen seiner Geliebten erloschen. Nur sein trauriges Gesicht war übrig, verlassen und mit gebrochenem Herzen. "Wenn Du nicht bist," sprach er mutlos "will auch ich nicht sein." Und langsam überzog das helle Eis seine Finger, die die Spiegelfläche berührten, dann sein Handgelenk, verschlangen seinen Arm und dann den Rest seines Körpers. Seit jeher wartet er auf den warmen Kuss seiner Geliebten, da nur sie ihn erlösen kann, erwecken von dem Tode aus Sehnsucht nach ihr.

Der graue Schleier und sein Gefährte

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Nur kleine kräuselnde Wellen waren die Vorboten des Schauspiels der Gefühle gewesen. Mitten aus der schwarzen Stille, der tiefen nachdenklichen Leere erhob sich plötzlich der tosende Sturm. Keifend spie er Luft und Wasser, wirbelte den Frieden auf und zerriss ihn in tosender Wut. Doch die starken Ufer der Vernunft zeigten ihm Grenzen und verwiesen ihn in seine Schranken. Als er endlich erschöpft zusammenbrach, zeigte sich unter ihm eine verwüstete Landschaft. Graue Schleier bedeckten den Boden, abgebrochene Äste, verschüttete Erde und zerwühlter Boden. Fort war die Wut, doch die Bitterkeit überzog mit nebligem Wabern das Land. Und die Trauer war ihr Gefährte.

Der Wandel

Worte.
Gerüche.
Klänge.
Gedanken.
Bilder.
rasen durch meinen Kopf und ich drohe zu zerplatzen. Schwindel.
Elend. Etwas kommt auf mich zu, nimmt mich bei der Hand. Zieht
mich langsam fort aus dem Chaos. Unter den nackten Füßen spüre ich
Tau. Ich laufe über eine frische Wiese geradewegs auf einen
dichten Wald zu. Ich bin belebter, mutiger. Aus dem Wirrwarr von
Düften, die mich gerade noch verwirrten erhebt sich einer immer
klarer. Ich gehe weiter, tauche in den Wald ein, wo meine Schritte
verschluckt werden. Das Chaos der Geräusche verstummt und ich
werde beruhigter. Von weit weg kann ich eine Stimme erahnen. Eine
kleine Lichtung tut sich auf und die sanfte Sonne vertreibt alle
Gefühle. Nachdem ich mich beruhigend leer fühle erweckt sie tiefes
Glück in mir. Ich blicke auf einen sehr kleinen See, dessen Wasser
so dunkel ist, dass er mir wie ein Spiegel erscheint. Alle Bilder
weichen aus meinem Kopf und der See zeigt mir ein einziges Bild.
Ich atme tief ein und verliere dabei noch einmal alle Eindrücke,
die auf mich einstürzten um sie dann zuzulassen. Aus dem Wirrwar
ist Dein Duft geworden. Deine Stimme. Deine Gestalt. Wohin ich
auch höre, rieche, sehe und denke, ich rieche Dich, höre Dich und
sehe Dich. Süß und herb, dunkel und hell, ernst und leichtfüßig.
Du bist um mich herum, mit mir und in mir.