Friday, 2. March 2007, 21:42:58
Wie oft musste ich mir als Studentin nun schon anhören, dass ich mir einen schönen Lenz machen kann? Da ich jetzt Semester"FERIEN" habe, und an einem Blockseminar teilnehme, beschliesse ich als mein Wecker klingelt grummelnd, alle meine Schritte festzuhalten und die Welt teilhaben zu lassen, wie schön so ein freier Tag ist:
07.00 Uhr: Mein Wecker klingelt. Ich bin mir bewusst, dass fleißige Bürger jetzt schon an ihrer Arbeitsstelle stehen und stehe schuldbewusst auf.
07.45 Uhr: Ich bin geduscht und gesellschaftsfähig und mache mir Frühstück.
08.00 Uhr: Zeit sich durch den Djungel an Emails zu kämpfen und die wichtigsten Arbeitsutensilien zu packen.
09.30 Uhr: Ich setze mich in mein Auto und fahre los.
09.41 Uhr: Zwischenstop an der DEVK, ein paar Papiere einwerfen.
09.44 Uhr: Ich löse ein paar Schecks in der Sparkasse ein.
09.55 Uhr: Posten beziehen vorm AStA. Die Sprechstunde beginnt um 10.00 Uhr, es ist saukalt und regnet in Strömen, ich warte vor der Tür.
10.00 Uhr: Mein Seminar beginnt, allerdings ohne mich. Der AStA hat noch zu.
10.17 Uhr: Ein Mitarbeiter des AStA kommt und lässt sich genug Zeit, erst einmal alle Post zu öffnen, bis er mir ein Formular reicht, dass zu unterschreiben ich gekommen bin.
10.24 Uhr: Ich stolpere in den Seminarraum. Eine Kommilitonin hat bereits mit einem unfundierten, schlechten Referat begommen.
13.00 Uhr: Nach knapp drei Stunden darf sich bewegt werden. Ich verbringe meine Mittagspause jedoch an meinem mitgebrachten Laptop und arbeite an meinem Vortrag für den nächsten Tag.
14.00 Uhr: Weiter gehts mit unsinnigen Beiträgen seitens der Studierenden.
15.30 Uhr: Nach einem besonders schlimmen Referat beschliessen wir eine 5minütige Pause und reißen alle Fenster auf, um den Sauerstoffgehalt im Raum ein wenig rehabilitieren zu können
17.00 Uhr: Wir beschliessen den Seminartag und schenken uns die 5 Minuten. Danke!
17.13 Uhr: Nachdem mich die Dozentin festgequatscht hat, treffe ich im Büro meiner Chefin ein, um noch "schnell" ein paar Folien zu ziehen und Kopien zu machen.
18.32 Uhr: Ich komme zurück zu meinem Auto. Wie könnte es anders sein: Ich habe ein Knöllchen.
18.57 Uhr: Endlich zu Hause. Mein Schlüssel fällt mir im Flur runter und mein Anhänger zerbricht. Aber entspannender Feierabend? Pustekuchen. Ich habe kein Internet und rufe bei der Servicehotline meines Providers an.
19.06 Uhr: Ein Wunder ist geschehen! Der Mitarbeiter konnte mir helfen (jedoch nur, weil ich eine Selbstdiagose gestellt und eindringlich drum gebeten hatte, doch nachzuschauen)
ab 19.10 Uhr: Ich arbeite an meiner Präsentation, vergesse darüber das Essen und gehe gegen 01.00 Uhr schlafen, schliesslich klingelt der Wecker wieder um 07.00 Uhr und ich starte frisch in den zweiten Tag meines Seminares.