Gerne, aber frittiert!"Nun, wo gehört er hin, der Kupon..." sollte ich vielleicht mit diesem Satz meinen Beitrag anfangen, da meine Reflexionen hier höchst philosophischer Natur sein werden. Jeder, der keinen Bezug zwischen dem Kupon-Satz und meinem Beitrag sieht, wende sich bitte persönlich an Fräulein Momot - „dem wirds dann erklärt toll“ (den Ausdruck habe ich aus einem Forum, viel zu schön um ihn hier nicht zu zitieren).
Nun... ich bin, glaube ich, lange genug hier, um mich über die Essgewohnheiten der schottischen Bevölkerung äußern zu können. Also...die Schotten essen alles, solange es in Teig getaucht und deep fried ist.
Frittiermaschine scheint hier nicht nur eine Ehrensache zu sein (wie? habt ihr keine zu Hause? wie macht ihr dann eure Pommes???), aber auch eine Lebensinvestition und ein Gegenstand, der zahlreichen schottischen und asiatischen Familien aus der Armut hilft. Da frittierte „Köstlichkeiten“ hier an jeder Ecke und in großen Mengen verkauft werden.
Jeder von uns kennt sicherlich die „Geistergeschichten“ über die in Teig getauchten und anschließend frittierten Mars- oder Snickers-Riegel. Diese bilden aber nur die Spitze des Eisbergs. Da in Schottland frittieren kann man alles. Ob süß oder salzig, vorher noch gesund oder auch nicht mehr, aus dem Offen oder frisch vom Metzger, Fleisch oder Gemüse, hier sind der Vorstellungskraft keine Grenzen gesetzt.
Um nicht weiter eure Vorstellungskraft auf die Probe zu setzen, werde ich hier meine Top-Liste mit frittierten Köstlichkeiten aus den sogenannten „Fish-and-chips-shops“ darstellen – der „umgekehrten“ Reihe nach – je grauenhafter und fettiger, desto weiter auf der Liste – so kann man die Spannung aufbauen (und um es klar zu stellen, die Zeiten, wo in „Fish-and-chips-shops" nur Pommes mit Fisch verkauft wurden, sind längst vorbei):
1. Kartoffelscheiben in Teig getaucht und frittiert - sogenannte "Friters", meistens in einer "Watte-Semmel" und mit Salz und Essig serviert - und ehrlich gesagt schmecken sie herrlich gut
2. „Fish-supper“ – also ganzes Fischfilet in Teig getaucht und frittiert + Pommes – ehrlich gesagt gar nicht schlecht, solange der Frittierfett frisch ist.
3. HAGGIS (Magen eines Schafes, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird - siehe Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Haggis ) in Teig getaucht und frittiert - ist eine Geschmackssache - ich mags.
4. Pizzastücke frittiert- habe noch nicht probiert, weigere mich immer noch.
5. Scotch-Pie („small, double-crust meat pie filled with minced mutton or other meat“ siehe Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Scotch_pie ) in Teig getaucht und frittiert - hmmm, das kommt noch irgendwann...
6. Mars- bzw. Sinckers-Riegel in Teig getaucht und frittiert.
7. Pizzastücke im TEIG getaucht und frittiert - vielleicht in ein paar Jahren probiere ich es mal.
8. Hamburgerfleisch in Teig getaucht und frittiert (und natürlich davor – also vor dem Teig-tauchen und frittieren - schon zu einem "Hamburger" GEBRATEN) - hoffentlich werde ich es nie probieren müssen.
...und weitere zahlreiche und nicht identifizierte Objekte, die sich in den Vitrinen der „Fish-and-chips-shops“ befinden und von mir gar nicht erkannt werden wollen.
So. Das wäre "till now" alles zu den Frittierkünsten der Schotten, aber sobald ich die anderen Leckerbissen probiert bzw. erkannt habe (lese: ich dazu mehr oder weniger gezwungen wurde), werde ich hier sicherlich darüber berichten.
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Alle Fehler hier (die lustigen, die zahlreichen, die erschreckenden) bitte ich nicht zu beachten bzw. ignorieren/umgehen/außer acht lassen/übersehen, da ich NICHT, sondern der Wein schuldig ist. Der Wein ist hier übrigens teuer, egal welcher Qualität. Ich muss daher alles durchprobieren (einmal gekauft, muss auch zu Ende getrunken werden), bevor ich den trinkbaren gefunden habe und ich muss sagen „I still haven't found what I'm looking for“....