Die Pineas Diaries

The names have been changed to protect the innocent… As if there would be something like an innocent.

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Posts tagged with "handy"

Die Strasse nach Jerusalem

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Ich begegne mir selbst wieder. Irgendwie hatte ich mich schon vermisst zwischen der normalen Arbeit, den Meetings des Betriebsrates und Paulas ausführlichen Darstellungen ihres Wohnbereichsleiters als von geringerer Intelligenz als ein durchschnittliches Nokia 3310 und sich selbst als tatkräftig, leistungsfähig und ihm in jeder Beziehung überlegen. Diese Einstellung dehnt sie denn auch mal gerne auf mich aus, gelegentlich unterstützt durch das Angebot von Schlägen.

Mein wahres Zuhause bin ich selbst, der, der sein Handy nicht zum Telefonieren benutzt, sondern um e-books zu lesen, neben dem ein alter Kater schnarcht und der jetzt gerade vielleicht lieber in Treveris wäre, ein Beobachter der Menschen, zu denen er keinen Weg findet. Ich bin, der ich bin, und ich gehe jeden Tag meinen Weg zwischen der Anerkennung derer, die mir fern sind, und der Herabsetzung Paulas.

Paula empfand meinen Nebenjob natürlich als Eingriff in ihren privaten Herrschaftsbereich. Ich nahm aus dieser Sache aber mit, dass ich als Industriereiniger arbeiten könnte, wenn es mal nötig sei, eine nützliche Information für jemanden, der das Vertrauen in die Zukunft verloren hat. Zugleich nahm ich mir vor, ein wenig vom Erlös dieser Arbeit abzuzweigen, wenn er überwiesen wird. Ich sehe das sozusagen als meine heilige Pflicht an, Teil eines Ein-Mann-Kreuzzuges, zu dem ich aufgerufen bin, um jenes Jerusalem zu erobern, das ich selbst bin.


Die Designer bei Nokia sind so einfallslos

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Die Designer bei Nokia sind so einfallslos. Da kopieren sie für ihr Modell C2-01 doch einfach das Design des Mustang PHONEM1B-R und stopfen das Telefon dann mit technischen Features voll, um bei Amazon den doppelten Preis verlangen zu können.



Killed by cellphone

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Aus unserer Reihe "Die letzten ihrer Art" heute:

Die Telefonzelle



Das Foto, das in freier Natur aufgenommen wurde, als eine Telefonzelle an mir vorbeisprang, zeigt eines der schwächlichen silber-magenta-farbenen Telefonzellchen, kümmerliche Nachkömmlinge der klassischen gelben Zelle, die einst die Dörfer bevölkerten, gross genug, um einem Betrunkenen Platz für sein Schläfchen zu bieten, und mit einem Telefonbuch, in dem stets die Seite fehlte, die man brauchte.

PicoMail

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Ich bin bereit, O2 nachzutragen, dass sie bei der Software-Ausrüstung des Motorola L6 Ende 2006 auf einen e-mail-client verzichtet haben. Immerhin verbrachte ich deshalb geschlagene sechs Minuten damit, die Version 1.8 von PicoMail zu installieren, und volle zwei Minuten, um ein kleines Problem zu beheben, auf das ich dabei stiess. Dazwischen lagen allerdings drei Abende einer frustrierenden Fehlersuche.



Am Ende habe ich gelernt, dass bei dieser Kombination aus dieser ungemein geschickt programmierten und extrem höflichen Software und meiner extrem gut aussehenden, technisch aber vielleicht ganz geringfügig überholten Hardware der Abruf von e-mails über imap nicht möglich ist. Damit ist es unmöglich, das trendige googlemail oder das rundum erneuerte operamail einzusetzen, aber die Klassiker wie yahoo und hotmail sind kein Problem, nutzen sie doch das nur langsam veraltende pop3-Verfahren.



Das Programm lädt sich die Einstellungen für alle gängigen e-mail-Provider selbstständig herunter, jedoch nicht, ohne vorher um die Erlaubnis dazu zu bitten. Sollte der Versand von e-mails danach nicht möglich sein, empfiehlt es sich, von SSL (secure) auf SSL zu wechseln. Im Interesse der Kostenoptimierung sollte man sich vorher allerdings die Nummer des SMTP-ports notieren. Beim Wechsel der SSL-Einstellungen wird diese Information nämlich gelöscht, und man muss die Einstellungen dann noch einmal herunter laden.



PicoMail hat in dieser Version 77kb und eignet sich damit ungefähr für jedes java-fähige Handy vom Nokia 3410 aufwärts. Enthalten ist in dieser Handvoll Kilobyte denn auch ein Internet-Browser, der sich, wenn er den elektrischen Ozean befährt, als Firefox ausgibt. Da ich nur sehr, sehr sparsam mobil surfe, habe ich diese Funktion noch nicht intensiv geprüft, werde das aber sofort tun, wenn mich wieder ein selbst-definierter Prominenter anruft, um sowohl auf einem technischen Defekt an seinem Garagentorantrieb als auch darauf besteht, gegoogelt zu werden.



I am ready and willing to be resentful against o2 for not equipping the Motorola L6 back in the end of 2006 with an e-mail-client. Therefor I had to spend not less than six minutes on installing version 1.8 of PicoMail and two more minutes to fix a minor problem I met while doing so. Between this I spent three complete evenings on a frustrating search for the fault.



In the end I had to learn, that this combination of a tremendous clever programmed and extremely polite software and my extremely good looking but perhaps a little, litte bit outdated hardware makes a retrieval of mails via imap impossible. So it is not possible to use the trendy googlemail or the complete renewed operamail, but the classics like yahoo or hotmail are no problem at all as they are still using the old-style pop3.



The program is downloading the settings for all conventional e-mail providers autonomous, but not without answering it's new master's permit before doing so. If receiving e-mails is not possible with these settings, it can be necessary to change the settings by hand from SSL (secure) to SSL. For saving money I recommend to note the number of the used smtp-port before doing so. While changing this setting this information will be erased and has to be regained from the web again.



PicoMail has in this version 77 kb and is so usable for quite every cellphone with java starting with the Nokia 3410. Included in this tiny number of kilobytes is an internet browser who can mask itself as Firefox while cruising the electronic ocean. As I only surf very, very rarely with my mobile, I have not tested that function very much up to now, but will do so when the next self-declared celeb calls for insisting on a technical problem with his/her garage door opener and on being googled.



Download: http://www.picowireless.com/view.php?public/Partners

Pictures stolen from www.picowireless.com


Der Fluch der Festnetz-Flatrate

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Es lohnt sich, intensiv über den richtigen Telefontarif nachzudenken. Es macht zum Beispiel keinen Sinn, für 1 Cent pro Minute zu anderen smobil-Kunden telefonieren zu können, wenn eine gründliche Kontrolle seiner versammelten Bekannten, Verwandten und Freunde ergibt, dass man gar keine kennt, oder sogar feststellen muss, dass man überhaupt keine Bekannten, Verwandten und Freunde hat und eh nur bei Ärzten, Ämtern und Schuldenberatern anruft. Da wäre dann eine Festnetz-Flat viel besser.

Lässt man sich wie Chloé vorgestern vom Besitz einer Festnetz-Flat dann aber beflügeln, auf unserem hauseigenen Festnetz-Anschluss anzurufen, wo Paula ans Telefon geht, die ihr 10 Minuten lang und ohne im Wesentlichen Luft zu holen vorwirft, wie selten sie sich a) überhaupt melde und b) warum und c ) wie wenig ehrlich sie 1.) zu sich selbst, 2.) zu ihr und 3-) zu allen anderen sei, erlischt die Freude an dieser fantastischen Kommunikations-Möglichkeit aber verhältnismässig schnell wieder. Ich konnte Paula noch im Keller hören. In diesem Fall hätte sich der von T-Mobile nicht unzutreffend "Xtra Card" genannte, weil mit einer Xtra-Karte verbundene Prepaid-Tarif und die Investition von 5 bis 15 Centimes für ein Gespräch zwischen einer und drei Minuten empfohlen, um mich auf dem Handy zu erreichen. Schliesslich bin ich es am Ende ja doch immer, der die Kommunikation mit Banken und Mobilfunk-Providern für alle beteiligten abwickelt.

Das hätte Chloé eine Fülle von Informationen erspart, die sie so wohl nicht haben wollte. Und mir wäre erspart geblieben, in Paulas Wertschätzung wieder zu steigen, die nun, nachdem sie sich mit ihrer Schwester, ihrer Mutter und ihrer Freundin Nicotina in einem Zustand befindet, den jeder ausser einem deutschen Politiker Krieg nennen würde, niemand anderen hat, dem sie die Heldentaten schildern kann, die sie im Laufe eines Tages vollbringt, dabei die Defizite ihrer Kolleginnen in Motivation und Fähigkeit besonders ausführlich würdigend. Der damit einhergehende Rückgang ihrer sms von durchschnittlichen ungefähr 600 auf nur noch ca. 120 pro Monat machen den vorher mit Begeisterung genutzten und von Mobilcom-Debitel, dem Mobilfunk-Provider aus Büdelsdorf grosszügig rabattierten T-Max einigermassen nutzlos.

Als Ersatz würde sich eine Xtra-Prepaid-Karte im Tarif Nonstop anbieten. Darin kosten bis zu 100 sms pro Tag ins D1-Netz pauschal 29 Centimes und jedes Telefongespräch ins Fest- oder ins D1-Netz ebenfalls 29 Centimes, ob sie es nun mit mir führen würde (ohne kränkende oder herabsetzende Äusserungen im Durchschnitt 44 Sekunden) oder mit ihrer Auszubildenden (ohne weiteres 2 Stunden). Diesen Tarif habe ich für mich selbst in jenen heiteren Momenten im Auge, in denen ich mich der Vorstellung hingebe, mich von all dem und Paula befreien zu können, um ein eigenes Leben zu führen. Er stellt einen so sympathischen Kompromiss aus der Freiheit dar, selbst entscheiden zu können, wann man Geld für Mobiltelefonie ausgibt (z. B. wenn mans mal hat) und der Möglichkeit, eine halbe Stunde lang in der Warteschleife eines Unternehmens auf einen freien Mitarbeiter zu warten, ohne danach selbst den Schuldnerberater anrufen zu müssen.

Ei-Phone 32PF

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So zufrieden ich mit den Produkten von Motorola bin, führt mich dieses Angebot bei e-bay doch in Versuchung, mir ein Ei-Phone mit weihnachtlicher Docking-Station anzuschaffen.



Li Donsheng

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Ich verschwendete eben zehn Minuten meines Lebens, um die Verflechtungen zwischen Alcatel-Lucent, Thomson, TCL und der Motorola Corporation zu verstehen. Ich wollte eigentlich einfach nur wissen, warum Alcatel-Handys mit dem Motorola-Branding verkauft werden oder umgekehrt. So ganz klar ist mir das zwar immer noch nicht, aber als Mitarbeiter der Motorola-handset division würde ich spontan beginnen, Mandarin zu lernen, um für die neuen Anweisungen aus Shenzhen bereit zu sein.



Für Li Donsheng, den chinesischen Tycoon, und seine etwa 60.000 Mitarbeiter bei TCL Group würde die Übernahme dieses Bereiches von Motorola ein Tor in den US-Markt aufreissen; sie liefern eh die Produkte, die Tony DiNozzo und seine Kollegen in den amerikanischen Fernseh-Serien mit soviel Eifer in die Kamera halten. Mit der Übernahme bekannter Marken wie Alcatel oder Thomson verfolgt Li die gleiche Strategie wie die türkische Unternehmer-Familie Koc. Das hält die Hemmschwelle für die Kunden niedrig, die sich nicht so leicht zu einem Fernseher einer Marke "Reiskorn des Sozialismus" überzeugen lassen würden.

Die nächste Frage wird natürlich sein, ob ich die Alcatel-PC-Suite auch für mein Motorola L6 verwenden kann. Denn im Gegensatz zu den Motorola Phone Tools ist diese Software kostenlos.


Das Fräulein Devi

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sagt immer, ich würde nur Hinterhöfe, bevorzugt der recht trostlosen Art, Motorroller und Handys fotograieren. Stimmt gar nicht! Und mit der Hilfe von Ultimate FX sehen manche meiner Bilder sogar gut aus - oder doch wenigstens bunt:


Wie verpackt man einen Link?

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Das 21. Jahrhundert stellt mich vor eine neue Herausforderung. Der Poliziotto hat mir Empfehlungen für das Geburtstagsgeschenk für Nicotina gemailt, die Namen zweier Spiele, die man relativ erschwinglich herunterladen kann. Aber wie packt man diese Art Geschenk ein? Eine e-mail mit einem Link oder eine selbstgebrannte CD auf der in meiner eher unleserlichen Handschrift ein Name und ein Code gekritzel ist, macht nicht wirklich viel her, wenn man zur Geburtstagsfeier kommt, um sich mit teuren Lebensmitteln vollzustopfen.

Ein Handy, ordentlich in einem grossen Karton mit Geschenkpapier verpackt, wird schon ganz anders gewürdigt. Ich hab das gestern noch einmal geprüft, indem ich JR sein erstes eigenes Handy gebracht habe, ein Motorola C155, auf das er genauso stolz ist wie sonst einer, der IPhone 4G bekommt. Ich investierte in dieses Projekt 6,33 Ecu für ein gebrauchtes Handy und ein neues Netzteil. Die Karte und die drei Ecu liess ich mir grosszügigerweise von Telekom schenken.



Das Motorola C155 qualifizierte sich für diese Aufgabe durch einen langen Standby, eine einfache Bedienung, einem Farb-Display und einer opulenten Start-Animation. Das ist in diesem Fall kein Luxus, sondern soll JR sozial punkten lassen, wenn er und seine Klassenkameraden Kenny, Kyle, Stan und Cartman nach dem Mittagessen ihre Handys anschalten, um den Anruf von Mutter[/i] zu erwarten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird einer von ihnen, vermutlich Cartman, mit etwas ähnlichem wie einem RAZR angeben, während der Rest jeweils etwa zur Hälfte mit neuen Handys in der Klasse des Nokia 1208/1209 und mit obskuren Schubladenhandys ausgerüstet sein wird.

Ich habe sicher gestellt, dass es keinen Weg gibt, Klingeltöne, Bilder und Videos auf dieses Handy zu übertragen - keine verrückten Frösche, singenden Maulwürfe, Bilder unverschleierter Frauen und Filmchen der letzten Keilerei auf dem Klassenhof für JR, eine Mühe, für die mir Cartmans enttäuschter Gesichtsausdrück Lohn genug sein wird, und ich habe Wap und Chat deaktiviert. Nach meinen etwas verschwommenen Erinnerungen kommt es in Ausnahmefällen vor, dass kleine Jungen etwas verlieren, verlegen, im Augenblick nicht so genau genau wissen, wo sich ihr Eigentum im Raumzeit-Kontinuum befinden könnte. Ich hab dann mal einen Aufkleber mit JRs Namen hinten auf den Akku-Deckel geklebt, und mir so die dauerhafte Dankbarkeit des Schulhausmeisters gesichert, der auf der ewig währenden Suche nach dem Besitzer verlorener Gegenstände ist.

Im Gedenken an meinen Vater, der mich mit meinem ersten Handy und dem Hinweis "Verliers net!" ins Leben hinaus entlassen hätte, hätte es damals schon Mobiltelefone gegeben, habe ich dann noch eine fünfseitige Anleitung verfasst, die alles enthalten sollte, was ein einigermassen aufgeweckter 11-jähriger nicht innerhalb von zwei Minuten heraus finden kann. Als ich ging, verdoppelte seine Mutter ihr Wissen über Mobiltelefone gerade damit.

Ich bin nicht überrascht, dass es mir Freude bereitet hat, diese Anleitung zu schreiben, aber dass ich Freude daran hatte, jemandem etwas zu schenken. Paula habe ich von all dem nichts erzählt.

Sommer

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