Altruismus und Macht-Trieb
Friday, November 6, 2009 12:09:45 PM
Staunend starren die Politiker auf den Zaibatsu, dessen Vertreter sie ausmanövriert haben, ihre Subventionen verwendet haben, um ihre deutsche Tochter-Gesellschaft durchzubringen, während die Konzern-Mutter in den USA ihre Insolvenz abarbeitete. Sie sollten es eigentlich gewohnt sein, über den Tisch gezogen zu werden, hat sie doch die Commerzbank schon in ähnlicher Weise benutzt, wenn auch weniger langfristig geplant, dafür aber die Gunst der Stunde effektiv nutzend.
Der Politiker an sich ist einem Manager immer unterlegen, weil dessen Motivation stärker ist. Es mag sein, dass der Wunsch nach Macht bei beiden gleich stark ist, der Manager aber verliert sie schneller, da er durch keine Wahlperiode gesichert ist. Zugleich verdient er mehr und hat deshalb eine grössere Verlustangst, die ihn schneller und aggressiver macht.
Das ist zumindest meine Theorie, aber vielleicht sind Manager einfach ungenierter, weil unsere Gesellschaft von ihnen keinen Altruismus erwartet. Oder es handelt sich einfach um eine anders geartete Ausprägung des quasi-biologischen Triebes nach Macht, der dem Menschen eigen zu sein scheint, Teil seiner Firmware ist, direkt neben dem Sexual-Trieb sitzt wie der Haustürschlüssel neben dem für den Roller, so peinlich dass wir darüber noch seltener reden als über Sex. Im günstigsten Fall äussert sich dieser Trieb als der Wunsch, nicht beherrscht zu werden, im schlechtesten hat man einen fetten Schnurrbart, eine Vorliebe für private Filmvorführungen und einen Künstlernamen wie Stalin.
Die Manager von GM haben Präsident Obama keine e-mail geschickt, nicht einmal ein texto, um ihn zu informieren. Warum auch? Sie glauben an die Freiheit des Unternehmertums, wenigstens aber an ihre eigene Freiheitals Unternehmer. Und nachdem sein Programm Cash for Clunkers sie gegenüber ausländischer Hersteller massiv benachteiligt hat, sind sie vielleicht auch ein bisschen angefressen, wenn es um die demokratische Regierung geht. Und das alles nur, weil sie es immer noch nicht schaffen, spritsparende Autos zu bauen.
Der Politiker an sich ist einem Manager immer unterlegen, weil dessen Motivation stärker ist. Es mag sein, dass der Wunsch nach Macht bei beiden gleich stark ist, der Manager aber verliert sie schneller, da er durch keine Wahlperiode gesichert ist. Zugleich verdient er mehr und hat deshalb eine grössere Verlustangst, die ihn schneller und aggressiver macht.
Das ist zumindest meine Theorie, aber vielleicht sind Manager einfach ungenierter, weil unsere Gesellschaft von ihnen keinen Altruismus erwartet. Oder es handelt sich einfach um eine anders geartete Ausprägung des quasi-biologischen Triebes nach Macht, der dem Menschen eigen zu sein scheint, Teil seiner Firmware ist, direkt neben dem Sexual-Trieb sitzt wie der Haustürschlüssel neben dem für den Roller, so peinlich dass wir darüber noch seltener reden als über Sex. Im günstigsten Fall äussert sich dieser Trieb als der Wunsch, nicht beherrscht zu werden, im schlechtesten hat man einen fetten Schnurrbart, eine Vorliebe für private Filmvorführungen und einen Künstlernamen wie Stalin.
Die Manager von GM haben Präsident Obama keine e-mail geschickt, nicht einmal ein texto, um ihn zu informieren. Warum auch? Sie glauben an die Freiheit des Unternehmertums, wenigstens aber an ihre eigene Freiheitals Unternehmer. Und nachdem sein Programm Cash for Clunkers sie gegenüber ausländischer Hersteller massiv benachteiligt hat, sind sie vielleicht auch ein bisschen angefressen, wenn es um die demokratische Regierung geht. Und das alles nur, weil sie es immer noch nicht schaffen, spritsparende Autos zu bauen.












