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Besinnlichkeit ...

,

... was ist das eigentlich?

Ich versuche es einmal:

besinnen: Mit Sinn versehen.
Sinn: Bedeutung.

Es hat mehrere Milliarden Jahre gedauert, Sterne und ganze Galaxien mussten sterben damit es möglich war, in einer von Milliarden Galaxien, in einem Seitenarm der selben, die Milliarden Sterne beinhaltet, einen ganz bestimmten Stern zu erzeugen, um den ein kleiner Planet, einer von 9 Planeten *1) , genau im richtigen Abstand kreist. Es mussten dicke Asteroiden auf ihm einschlagen, einer so groß wie der Mars, damit er einen Mond bekommt, der ihn genau richtig Ei-förmig verformt, damit er eine stabile Rotation erhält, die es ermöglichte, dass auf ihm in Milliarden-facher Weise Lebewesen entstehen, geboren werden, sterben, sich weiter entwickeln bis dann endlich eins von Fantastilliarden anderen Wesen entstanden ist, welches gerade diesen Text schreibt, der, gemessen am Alter des gesamten Universums, nicht mal einen Augenblick lang existieren wird und dann mitsamt Autor im Dunkel der Vergessenheit verschwindet, um für etwas anderem Platz zu machen.

Ich fühle mich dadurch fürchterlich bedeutend, denn all das war nötig, um mich heute hier sein zu lassen und das andere nach mir gibt es ohne mich nicht nicht in der Form, in der es es geben wird ...

... und gleichzeitig fühle ich mich fürchterlich unbedeutend, denn es gibt so unglaublich viel anderes rund um mich herum, sowohl zeitlich als auch räumlich, an dem ich nicht teilhaben werde und was ich nicht erfassen kann.

Entschuldigt bitte, wenn das nichts mit der weihnachtlichen Besinnlichkeit, wie ihr sie vielleicht versteht, zu tun hat, aber Weihnachten ist für mich persönlich unbedeutend. Ich glaube nicht an die Geschichte und ich brauche dieses Fest nicht als Anlass, um mich zu besinnen ...

... aber dennoch wünsche ich allen, die sich eine sentimentale Träne an diesem Termin nicht verkneifen können oder die einfach glücklich sind oder fröhlich oder dieses Mal an ihre Nachbarn denken - und damit sind nicht nur die Nachbarn gemeint, die nebenan wohnen - von ganzem Herzen ein schönes und besinnliches Fest.

PS:
I can't translate this blog post into English or any other language for my foreign language readers and I fear that automatic translators will not be able to thanslate this blog post right, sorry, but I wish you a Merry Christmas too - or - if you, like me, don't believe in the story behind it, some nice and peaceful days. We all can need a little bit more peace in this world.

*1) Für mich ist und bleibt Pluto ein Planet. Mir ist es gleichgültig, was die Astronomen dazu sagen. Zwerge sind Menschen wie alle anderen, nur etwas kleiner, und Zwergplaneten sind Planeten wie alle anderen, nur etwas kleiner.

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Comments

Hermann ObermaierMedesimo Saturday, January 8, 2011 4:50:33 PM

Bin beeindruckt von Deinem Text über "Besinnlichkeit". Schön, dass es noch Menschen gibt, die staunen können über die Einzigartigkeit unserer Erde und unserer Existenz. Ich wünsche Dir Glück und Gesundheit.
- ob -

QuHno Saturday, January 8, 2011 11:48:48 PM

Danke für die guten Wünsche, die gelten natürlich in vollem Umfang retour smile

Nun, als "staunen" würde ich es nicht direkt bezeichnen, immerhin lebe ich hier und sehe es jeden Tag - aber es hilft immer wieder, darüber nachzudenken, um sich selbst in den richtigen Kontext zu setzen.

Ja, in gewisser Weise sind wir die "Krone der Schöpfung", aber wir als Individuen sind auch gleichzeitig so unbedeutend, dass man manchmal nur lachen kann, wenn sich jemand für "wichtig" hält.

Aber da gibt es wieder das selbe Problem:

Alles ist vom Kontext abhängig.

Die "wichtige" Person ist kosmisch gesehen unbedeutend (außer für alles, was danach kommt. Ein Elektron in der Bahn verschoben ändert das gesamte folgende Universum, blah, blah, usw., ich könnte stundenlang darüber schreiben und es im Zweifelsfall auch mit harter Mathematik und Physik begründen) aber in unserem kleinen, täglichen Kontext kann sie tatsächlich "wichtig" sein. Wenn man sich allerdings den größeren Kontext ansieht, erkennt man sehr schnell, dass die "Wichtigkeit" dieser Person nicht absolut ist - und vielleicht schaut man sich nach Alternativen um.

Vielleicht erkennt man aber auch, dass das Wichtigste in unserem individuellen Leben ist, ein eigenes Leben zu haben und es als wichtig und bedeutend zu erkennen, gleichgültig was man macht, oder wie oder wo man lebt. Niemand ist "wertvoller" oder "wichtiger" als das "kleinste" (oder auch "nicht" oder "noch nicht ganz" oder "fürchterlich hypothetische") Teilchen und dennoch gleichzeitig unendlich wichtig - denn ohne uns als einzelne Person wäre unsere Welt eine andere, vielleicht unbemerkt von vielen, aber dennoch.

PS: Glück? Gibt es dass überhaupt? Oder sind das alles nur Zufälle, die wir als positiv erachten? Ich glaube ich brauche Hilfe von einem Philosophen. idea

Zeit mal wieder den guten, alten I. Kant und seine Freunde oder Widersacher auszupacken.

PPS: Kant's Theorie über die Entstehung der Sonnensysteme mit ihren Planeten ist selbst nach neuesten physikalischen Erkenntnissen erstaunlich exakt. Interessant, was ein Mensch alles leisten kann, wenn er denn einmal einen Gedanken zu Ende denkt. sherlock

BjoernDBjörni Saturday, August 20, 2011 11:32:58 PM

Und immer dann wenn wir wissen was wir durch unsere Gedanken gelernt haben ...wären wir froh noch einmal unwissend zu sein.
Bin kein Philosoph aber achtsam im Leben .. es gibt ne Menge zu sehen- wenn wir nur schnell genug entscheiden können was unwichtig/nicht relevant ist!
Das ist eigentlich ziemlich viel... penguin

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