Nungut. Der erste Kulturschock ist ueberwunden, die Gedanken sind so langsam sortierter.
Jetzt kann ihc berichten. Mein frishc gepresster Mixed juice und mein Bali Sandwich stehen neben mir, im Hintergrund dudelt Balinesische Tempelmusik und Fiona und ich haben unseren Ganztagestrip ueberlebt. Die Entspannung setzt ein.
Nungut. Nachdem wir gestern uns mal die Shoppingcenter in Denpasar angeguckt haben, nicht sonderlich erfolgreich shoppen waren und danach am Pool gammelnd, Cocktailschluerfend und Tv schauend verbracht haben stand heute ein gebuchter Ganztagestrip an.
Wenn wir in Australien eine Tour gebucht haben hat das fuer gewoehtnlich bis zu 30 andere Touristen mit in die tour einbezogen. Heute morgen stand dann ein kleiner Bus mit einem guide und einem Fahrer fuer nur uns beide vor der Tuer... nungut...
Auf gehts. Ins Landesinnere. Auf dem Programm stehen Reisfelder, Tempel, einer davon am Fusse des (noch aktiven) Vulkans, eine Urgemeinde Balis, ein kaiserlicher Palast. Aber wir haben ja noch keinen balinesischen tempeltanz gesehen. Ja wie, so geht das aber nicht, und schon sitzen wir in einer Auffuehrung und gucken uns einen traditionellen balinesischen Tempeltanz an.
Ca 85 Prozent der bevoelkerung sind Hindu. Von den ueberall rumliegenden Opfergaben hab ich ja schon erzaehlt. En Detail werden die jeden Tag aufs neue gemacht, meistens von den Frauen. Alle 6 Monate aufwendiger als sonst. Und diese opfergaben werden dann ueberall hin plaziert. Ins Auto, ins geschaeft, vors Geschaeft, im Haus. Die Goetter sollen wohlgestimmt werden.
Dafuer gibt es sogar eigene persoenliche Tempel. Die Taenzer zB haben ihren eigenen Tempel den sie den Goettern widmen damit die ihnen Erfolg und Glueck bringn etc. Oder die Steinhauerfamilie hat einen.
Kurz: Kleine tempel, Schreine, Opfergaben UEBERALL
Aber es wird Zeit sich nen RICHTIG GROSSEN tempel anzusehen. und dafuer fahren wir ins landesinnere zum Fusse des Mt Agung (? ich werf hier immer alle namen durcheinander).
In Tempel darf man nur mit Sarong. Nein, die Maenner hier sind nicht tuckig, nur religioeus. Also tragen auch die Sarongs und lustige Kopfbedeckungen.
Nungut. Der Tempel ist RIESIG. Umgeben von Reisfeldern, am Fusse eines Vulkans, Gloeckchen gebimmel und Hindu Frauen Gesaenge im Hintergrund. Raeucherstaebchenduft.
Fuer ein Paar Minuten kann man die Frauen und Kinder die einem was andrehen wollen vergessen und fuehlt sich dem Nirvana fast schon ein bisschen naeher.
Wer wirklich schnell ins Nirvana will sollte in Bali versuchen selbst Auto zu fahren. Oder Mofa. Balinesen sind das ja gewoehnt, Sicherheitsabstand gibt es nicht, und wenn auch NUR ein paar mofafahrer auf der gegenspur auf einen zurasen, is egal, man ueberholt die trotzdem. 10 cm Abstand zu jeglicher Art von Fortbewegungsmittel reicht.
Wie durch goettliche Fuegung habe ich aber noch nicht einen einzigen unfall gesehn. Wenn man einen Saron, die Kleidung fuer die tempel traegt, besteht noch nicht einmal helmpflicht aufm Motorrad.
Gottes Segen statt Helm...
Und es ist wirklich beeindruckend zu sehen wie sich nach Arbeitsende eine Voelkerwanderung zu Fuss mit opfergaben auf dem Kopf oder im Saron auf dem mofa auf zum Naechsten tempel macht...
ja... das landesinnere ist wirklich schoen. generell denke ich, koennte bali ein paradies sein. wenn man die baustellen, den dreck und die vom tourismus abhaengigen einwohner reduzieren wuerde.
Ok, ich stelle fest ich hab doch noch mehr Eindruecke parat die sortiert, eingeordnet, und verarbeitet werden wollen...
aber dafuer hab ihc ja noch ne woche zeit. was ich in der woche ohne fiona mache weiss ich immer noch nicht so ganz... hoffetnlich fotos. viel malen. erleuchtung finden. vllt surfen. keine lebensmittelvergiftung kriegen. handeln lernen. indonesisch. braun werden. tolle geschenke finden. nicht meinen flug verpassen. kein malaria kriegen. mich auf daheim freuen. meinem letzten halben jahr aussergewoehnlicher lebensumstaende nachtrauern. mich mental auf die rueckkehr in den alltag vorbereiten...
wenn ich was vergessen hab, fuer vorschlaege bin ich offen

lg
sabine