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digitales Zentralorgan des Matthias Flohr

Leben, Puschti, Kamele, ab und an seichte Alltagsromantik...

Puff in Kiel

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Ich habe, seit ich mal über das kamerunische Gericht "Puff Puff mit Bohnen" berichtet habe, das es bei uns in der Mensa mal gab, ständig Besuch von Leuten die per Suchmaschine nach "Puff in Kiel" suchen.

Hat mich längere Zeit amüsiert, traurig gemacht oder eben nachdenklich.

Wie auch immer: Wer jetzt mal wieder hier landen sollte auf der Suche nach einem "Puff in Kiel", hier ein paar Links, vielleicht bringen die Euch ja weiter:

- Shelley - Out of Porno
- Alicia
- Evi
- Sylvi
- Margit

- Waldemar
- Johnny Cash
- Gangster
- Fabi
- Alk
- Internet
- Lillia
- Sehnsucht


Viel Erfolg!

(Ich weiß nicht, ob ich irgendwelche Interessen von dubiosen Kartellen hierdurch durchkreuze aber sollte ich eines Tages in der Kieler Förde unterhalb der Wasseroberfläche anzutreffen sein, so könnte das hier vielleicht der Grund sein :smile: )

die Probleme dieser Welt...

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Es ist schwierig sich zu engagieren und es ist schwierig sich nicht zu engagieren.

Ich engagiere mich in so Vielem und doch in so Wenigem. Was ist wichtig? Das sind die Fragen, die mich momentan herumtreiben. Bisher bin ich maximal am besetzten Gebäude vorbeigelaufen und in der Vollversammlung vor ein paar Monaten war ich auch mit im Publikum. Später habe ich auch mal kurz in einer privaten Runde mitdiskutiert aber mehr auch nicht.



Mangelnde Beteiligung wird unter Umständen der Tod einer jeden Demo sein, ich weiß nicht wie viele beim Bildungsstreik dabei sind aber ich bisher noch nicht.

Andere Aktivitäten würden darunter leiden, anderes Engagement andere Gedankengänge und Baustellen. Andererseits haben wir momentan auch endlich mal die Chance etwas zu verändern.

Darauf zu vertrauen, dass Andere genug sind ist schwierig, faktisch stehe ich ja hinter vielen Gedanken: Der Bachelor ist nicht ausgereift, die Umfragen, die die Kritikgegner anführen sind oft auf ganz andere Probleme bezogen, schweifen ab oder verbreiten das Gefühl von Ignoranz (ich schreibe bewusst nicht: "...sind ignorant", da ich immer noch darauf hoffe, dass die entsprechenden Meinungen auf Unachtsamkeit, nicht auf bösem Willen beruhen)

"Der Großteil ist zufrieden mit dem Bachelor"... ich kanns nicht mehr hören. Bei der damaligen, immer noch angeführten Umfrage ging es um ganz andere Dinge und der Fragenkatalog hatte auch ganz andere Inhalte als die inzwischen angesprochenen. War schon Thema auf der ersten Vollversammlung, scheinbar hat man beschlossen, darauf nicht zu reagieren. Aber als Totschlagargument ist der wohl immer noch gut...

Wie politisch muss ich werden? Wie aktiv?

Was reicht aus?

Wie stark darf/kann ich mich verzetteln?


Oder anders gefragt:

Warum kümmere ich mich nicht um Afrika und die Hungersnot da unten?

Warum schreibe ich nicht Petitionen für Todeskandidaten im Iran?

Warum betreibe ich keine Aufklärungsarbeit über Krankheiten?


Jeder Mensch hat seine Baustellen, jeder Mensch seine Krisen und daher werden, selbst wenn ich meinen Pessimismus mal ausblende und nicht davon ausgehe, das 80% der Menschen schlichtweg zu faul sind, nie mehr als 5% der Menschen bei einem gemeinsamen Projekt auftauchen...

Bildungsstreik... schön und gut... ich hoffe, Ihr haltet durch!

Vielleicht back ich demnächst mal einen Kuchen und bring den vorbei, ansonsten habe ich genug andere Baustellen, die uns auch alle etwas angehen...


Ich würde mich gerne zerreisen aber ich kann es nicht...

bin grad ein bisschen depremiert, ich hoffe, das kommt rüber...

passiv Verfolgender

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Artikel in der KN zum Bildungsstreik

Ein Nebeneffekt des Bachelorstudiums ist, das man manche Sachen nur aus der Zeitung mitbekommt:
Hab momentan nur Abends Uni und nicht so viel vom Campusleben mitbekommen...

In nächster Zeit zu lesen...

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Schmidt-Salomon: Jenseits von Gut und Böse

Bin mal gespannt, wie er meint Problem angehen zu können.

Ich glaube, er vertritt die These, dass unsere Begrifflichkeit und unser Denken von "Gut & Böse" überhaupt erst das ermöglichen, was wir mit diesen Begriffen verbinden. Hab aber erst die ersten Seiten und die Einleitung gelesen. Bin mal gespannt, was er so vorschlägt.

Aber kann mich auch irren, vielleicht behandelt er was ganz Anderes...

Gottesbild trennbar? AT vs NT

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Ich bin kein Theologe und in Philosophie auch noch nicht so bewandert. Die Diskussion: "Ist der Gott des Alten Testamentes, der Kindermörder und Völkermörder, der selbe wie im Neuen Testament?" beschäftigt zuweilen auch die Christenheit, die radikale Atheistenheit noch mehr.

Mich würde interessieren, ob man das so sehen kann, antwortent auf diesen Vorwurf habe ich mir mal folgendes formuliert:


Vorwurf:

Im Grunde genommen empfindet kein einziger Christ Völkermord als "gerecht". (...) Nun hat Gott aber - laut AT - genau dies getan. Und Christen sagen, Gott sei dennoch "gerecht". Und hier setzt bei mir die Überlegung ein... denn die Wahrheit ist ja, dass die Christen es eben NICHT selbst als "gerecht" empfinden, sondern nur glauben es wäre schon irgendwie gut und richtig gewesen was da im Namen Gottes geschah.

Macht das gläubige Menschen nicht zu Heuchlern, wenn sie einerseits sagen Gott wäre "gerecht", andererseits seinen Handlungen aber nicht zustimmen können? Wie kann man denn dann aufrichtig sagen, er wäre "gerecht"?

Wer aber sagt, dass er Gottes Gerechtigkeit hier tatsächlich nachempfinden und aus vollem Herzen bestätigen kann... der macht mir Angst!"

Meine Gedanken dazu:

Die Frage stelle ich mir auch immer wieder mal... und ich denke, dass auch der Gott des Alten Testamentes gerecht gehandelt hat und darüber hinaus auch der Selbe ist wie im Neuen Testament.


Ich denke nicht, das ich Dir Angst machen muss. Basierend auf dieser "harten Zeit" konnte überhaupt so etwas wie das heutige System entstehen. Grausam aber wahr.

ein bischen zurückgespult:

Die Welt bei Adam und Eva: Alles friedlich, alles mit Gott im Einklang.

Sündenfall (warum auch immer, andere Diskussion erstmal)

Welt ist gefallen

Chaos, Folgen von Chaos: Leid, "barbarische Unsitten": das Recht des Stärkeren: Völkermord, etc.

Gott sieht diese Situation und sucht sich ein Volk (Anfangs lediglich eine Familie) heraus, an dem er wieder etwas Stabilität in die Welt bringen will.

Später schenkt er dem Volk Israel auch Gesetze um das Chaos zu stillen. Nichtsdestotrotz befindet sich das Volk Israel noch in einer Welt, in der das Chaos herrscht und muss sich mit ihr auseinandersetzen.

Was die "barbarischen" Auswüchse betrifft:
Tod für Tod, Auge für Auge sind die noch humansten Gerechtigkeitsprinzipien der damaligen Zeit ohne irgendwie ein Gefühl der Unbefriedigtheit beim Geschädigten auszulösen, was notwendig für Stabilität ist.

(Davon abgesehen finden sich auch Beispiele für Gnade/ sog. "humanistisches Denken" im Alten Testament: David wird als Hirtenjunge zum König erwählt, David verschont Saul, Moses/das Volk Israel bekommt eine zweite Chance, Josef ist seinen Brüdern nicht nachtragend, k.a. was sonst noch.)

So kann durch die Hervorhebung, eines Volkes, das wieder in enger Beziehung zu Gott lebt, etwas wieder in der Welt wachsen, was stabile Züge annimmt. Schlichtweg utilitaristisch/pragmatisch gedacht: Ohne die Bevorzugung wäre die Welt so oder so den Bach runtergegangen bzw. es hätte noch länger Chaos gegeben.

Wie auch immer: Im Laufe der Zeit wurde dieses Gerechtigkeitsdenken zu einem Rechtfertigungsdenken, das in Arroganz und Selbstgerechtigkeit gipfelte: Der eine war Gerechter als der Andere und hatte dadurch mehr Privilegien.

Gerechtigkeit ist ein Zustand der Pflicht, keine Leistung der Freiwilligkeit. Durch das Annähern an Gerechtigkeit entstehen keine sonderlichen Privilegien. Belohnung ist maximal ein pädagogisches Prinzip, kein Anspruch.

Durch Jesus kam erst auch das Prinzip Gnade stärker in die Welt: Demut und auch "eine Meile mehr mit gehen". Die Zeit der Selbstbehauptung und Entstehung des Volkes Israel war vorüber. Nun war eine neue Phase angebrochen.

Jesus betont (um die Kontinuität zu betonen) selbst: "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen" (Matthäus 5,17)

Was die Anklage in Bezug auf "Gerechtigkeit" betrifft:

Im Chaos gibt es keine Gerechtigkeit. Ohne Gesetz/Moral keine Verwerfung. Ich kann dem Volk Israel schlichtweg nicht vorwerfen, das es unmoralisch gehandelt hätte, da es zu seiner Zeit nicht ungerechtfertigt war ganze Völker abzuschlachten.

Gott musste im Chaos erst einmal so etwas wie Stabilität schaffen um "humaneres" Leben überhaupt entstehen lassen zu können.

Eine Ordnung ist eine Grundvoraussetzung für Frieden (vgl. auch Römer 13,1-7)

Der Wunsch des Humanismus ist, eine "humane" Gesellschaft zu schaffen, jedoch scheitert er an der Praxis: Es gibt keine überkulturell gültigen Normen und Übereinkünfte, kulturelle Prägungen, Triebe/Verlangen, etc. sitzen so tief, das sie nicht wirklich flächendeckend (was für Ordnung von Nöten ist) ohne Legtimation durchgesetzt werden können.

Es gibt keine Weltgerechtigkeit... rein materialistisch gedacht. Selbst Marx Überlegungen des Klassenkampfes sind, rein formell betrachtet, lediglich Prognosen, keine Rechtfertigungen.

Was das Scheitern betrifft, bissl übers Knie gebrochen: Lenin revoltierte gegen das zaristische System, Trotzki träumte von der flächendeckenden Humanisierung, spätestens Stalin beendete diese Träume...

Der Vorwurf, den Du formulierst, ist ein humanistisch geprägter.

Ich halte den Humanismus für eine Illusion:
Die Welt ist grausam, das Recht des Stärkeren prägt die Welt. Oder um (leicht verändert) mit Nietzsche zu fragen: Wieso sollten die Starken sich freiwillig von Ihrer Macht trennen und sich einer Sklavenmoral, der Moral der Schwächeren unterwerfen? Nicht jeder Mensch träumt von "Weltfrieden" und davon, sich gegenseitig zu respektieren. Ist Respekt ein Selbstzweck?

Sorry... aber solange das nicht gegeben ist, kann man noch so wild auf "Gerechtigkeit" pochen und es wird sich nichts verändern.




Mich würde interessieren, wie die Theologen das betrachten... welche Gedanken ich hier übernommen habe, "Dispensationalismus" habe ich schon einmal als Begriff gehört, ich denke, da habe ich ein paar Aspekte übernommen aber sonst... wie kann man das Thema oder die Frage noch angehen? Ein "ich werds eh erst später wissen" ist auch eine Möglichkeit aber ob das die Lösung immer sein kann?


(Quelle der Diskussion: http://www.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl%5Bpost_uid%5D=7380075 )

Zustände

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Lohnt sich weiterzulesen...

http://kielbrennt.blogspot.com/2009/11/die-alte-mensa-brennt-tag-2.html

Bin da zwar nicht mit dabei gewesen (hab grad selbst ziemlichen Stress) aber das klingt schonmal richtig gut :-)

französische Zustände?

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Es gab scheinbar einen zweiten Anlauf für den Bildungsstreik in Kiel: Heute war wieder was los, ich war heut auch nicht an der Uni aber die Streikenden haben allem Anschein nach diesmal ein bischen mehr veranstaltet:

http://kielbrennt.blogspot.com/

Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt... Muss morgen mal nachschauen oder nächste Woche... hab morgen nur ein Seminar, das spät abends und muss an nem Referat noch feilen und zwei Sachen für was Nicht-Universitäres noch erledigen...

Na ja... bin mal gespannt, hoffe mal, dass das nicht wieder so ne Krawall-und-Remidemi-Ente wird, wie kürzlich in der Innenstadt...

Was mich eigentlich viel mehr interessiert: Wie streikt man eigentlich als Student? Transparente schwingen oder einfach nicht vorbei kommen?

Ich bin dieses Semester, abgesehen von Montags, wegen dem tollen Bachelorstundenplan eh nie vor vier an der Uni, dafür aber auch nie vor 7 oder 9 zu Hause...

Trauerfall

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"Mist, ich hab eine Frist verpasst"
"Sag doch einfach, dass Deine Oma gestorben ist, ein Trauerfall in der Familie ist immer eine Entschuldigung"
"Ich weiß nicht... ist schon hart irgendwie"
"Na ja, ich meine, mal eine Frist zu vergessen ist menschlich, da ist sowas ok. Da muss sowas auch mal erlaubt sein"
"hm..."

gestern im Bus mitbekommen... (nein ich lausche nicht, die Kollegen waren laut genug)

Ich bekomme Angst, das ich so weltfremd geworden bin und das nicht gut finde...

Zitate

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"Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird."
(1. Korinther 13,1-8, die Bibel)

Zitat des Tages 15. 11. 2009

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"Die Produktion von Seelen ist wichtiger als die von Panzern"
(Stalin 1932, vor einer Zusammenkunft von Schriftstellern, gefunden bei der Vorbereitung eines Referats: Westermann, Frank (2003): Ingenieure der Seele: Schriftsteller unter Stalin - eine Erkundungsreise, Berlin, Links, S. 40)
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