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digitales Zentralorgan des Matthias Flohr

Leben, Puschti, Kamele, ab und an seichte Alltagsromantik...

Zitat des Tages 4. 10. 2009

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"Wie können wir politische Institutionen so organisieren, dass es schlechten oder inkompetenten Herrschern unmöglich ist, allzu großen Schaden anzurichten?"
(Popper, gefunden in: Foliensammlung zur Vorlesung "Vergleichende Regierungslehre", WS 09/10 von Dr. Hennecke, Uni Kiel)

Schnee, Blätter und Merken...Zitat des Tages 5.10.09

Comments

Pineas2 5. November 2009, 07:36

Diese Frage stellt sich jeder Gesellschaft seit Anbeginn der Zeit. Die Chinesen hatten da einige interessante Ansätze, die für den Notfall auch angespitzte Bambusstangen einschlossen.

Matt 5. November 2009, 08:24

na ja... mal schaun... *g*

auf Dauer ist ein hohe Politikerverschleis auch nicht das wahre... muss ein bischen nachhaltiger gehen...

Pineas2 5. November 2009, 09:33

Die Bambusstangen waren nur für den äussersten Notfall.

Kaiser wurde man natürlich in erster Linie durch Erbe, Beamter/Politiker aber, indem man eine Prüfung über seine Bildung in den 8 Klassikern ablegte. Aufstieg erfolgte dann durch Leistung und Beziehungen.

Das konfuzianische System war sehr konservativ und stagnierte in einem gewissen Umfang auch, was aber quasi sein Ziel war. Nicht Fortschritt um jeden Preis, sondern die Bewahrung einer als richtig empfundenen Ordnung, ähnlich wie beim byzantinischen Reich.

Die Chinesen sahen aber auch die Möglichkeit vor, dass eine Regierung die "Gunst des Himmels" verlieren könnte, es sich mit dem Himmel verscherzen könnte. Das legalisierte dann eine Rebellion, die eine neue Regierung an die Macht brachte.

Matt 5. November 2009, 11:30

na ja, wir haben dafür im Grundgesetz ja Artikel 20 im Grundgesetz, aber der ist mit Vorsicht zu geniesen und nur im äußersten Notfall anzuwenden...

Sehe den auch nicht als Schutz gegenüber schlechten Politikern an, sondern eher als Notbremse, die wohl eh nie berechtigt angewendet wird...

Streng genommen waren Terroristen wie die RAF ja auch Politiker, wenn auch ziemlich unfähige bzw. mit äußerst fragwürdigen Methoden...

Wie schützt man ein Volk vor schlechten Politikern/vor schlechter Ideologie/schlechter Politik?

Pineas2 5. November 2009, 12:41

Das Grundgesetz? Gilt das denn noch? Ich glaube nicht, dass allzu viele Abgeordnete des Bundestages es schon mal gelesen haben.

... von deutschem Boden darf nie wieder ein Angriffskrieg ausgehen... kein deutscher Staatsangehöriger darf an ein anderes Land ausgeliefert werden... Eigentum verpflichtet... alle Macht geht vom Volke aus...

Matt 5. November 2009, 13:23

na ja: Afghanistan ist ein Bündnisfall gewesen, streng genommen eine Verteidigungsaktion. Der Kosovo... ein Polizeieinsatz bzw. die Verteidigung einer Minderheit in einem andren Land Europas? Ich muss das nicht gut finden aber so ist es durch das Grundgesetz gedeckt.

Alle Macht geht vom Volke aus... ist die Frage, was Macht bedeutet: Volksabstimmungen lassen sich durch mächtige Demagogen auch ganz gut manipulieren... siehe Rom...

Alles Interpretationssache. Um uns auf eine Interpretation einigen zu können haben wir z.B. das Bundesverfassungsgericht und Bundestagswahlen.

Das manche das gerne anders interpretiert haben möchten... nun denn... Revolution wäre die einzige Möglichkeit neben dem Versuch sich wählen zu lassen.

Ich für meinen Teil lehne allerdings eine Revolution auf deutschem Boden erst einmal ab. Und überhaupt: Wenn es dazu kommen sollte, kommt es dazu, wenn nicht, nicht.

Momentan bin ich nur chronisch genervt von seltsam wirklichkeitsfern und selbstgerecht anmutenden Nörgler-Sprüchen die ständig und überall auf Aufklebern hier in der Stadt zu finden sind.

Pineas2 6. November 2009, 08:10

Ein Angriffskrieg bleibt auch dann Angriffskrieg, wenn er Bündnisfall ist. Zumindest für mich.

Tatsache ist, dass die afghanische Regierung uns nicht angegriffen hat. Es handelte sich - wahrscheinlich - um eine terroristische Organisation, der sie allerdings Unterschlupf boten.

Das Kern-Problem an Afghanistan ist allerdings heute nicht, dass wir eingemarschiert sind, sondern wie wir wieder rauskommen ohne uns zutiefst zu blamieren. Denn wenn wir auf Sieg setzen, müssen wir uns auf weitere 30 Jahre Krieg und Besetzung einrichten und uns die Hände ganz schön schmutzig machen.

Matt 6. November 2009, 09:04

wir machen uns in jedem Fall die Hände schmutzig...

Das mit dem Angriffskrieg ist oft eine Definitionssache...

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