Smulor

Mones Blog

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Krank, kränker, Antibiotikum

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Viren + Bakterien:mich 1:0
Nach drei Wochen zähen Kampf haben die Mikroben gesiegt ... Wie schon Brecht vom Gelehrten zu berichten wusste:
[...]

"Doch am vierten Tag im Felsgesteine
Hat ein Zöllner ihm den Weg verwehrt:
„Kostbarkeiten zu verzollen?“ – „Keine.“
Und der Knabe, der den Ochsen führte, sprach: „Er hat gelehrt.“
Und so war auch das erklärt.

Doch der Mann in einer heitren Regung
Fragte noch: „Hat er was rausgekriegt?“
Sprach der Knabe: „Daß das weiche Wasser in Bewegung
Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt.
Du verstehst, das Harte unterliegt"

So haben die Kleinen mit ihrem stetigen Kommen, Gehen, Bleiben, langsam verschwinden, schnell wiederkommen den harten Pharma-Widerstand niedergerungen. Ein Schwachwerden, was mich vermutlich Monate des Schwachseins kostet, wenn das Antibiotikum alle "guten" Keime auch vernichtet hat.

Sei's drum - 24 "trockene" Stunden sind ja auch mal was.

Sozial ansprechender Tag: O-Hase vom Kollegen-Chef, gut getimtes Mittagsmahl mit anschließendem Auslaufen im Sonnenschein mit der rotgelockten Credit Control, doppelter Kuchen-Schnack mit duzendem Helfried, konfliktfreie Telefonate mit der kürzlichen besuchten Heimat.

Wischwaschwasser hoffentlich saisonübergreifend aufgefüllt, Bett frisch bezogen, neues Messer erfolgreich am Edel-Roastbeef getestet.

Der Täufling trägt seit Montag die CI-Farben der Patentante mit Autoprint (Danish Design) und beweist Geschmack :-)

Zum Abschluss des Tages kriegt Bayern in Barcelona die Hucke voll, was nicht nur schrecklich ist. Eigentlich natürlich schon, aber die Schadenfreude hält sich mit dem Patriotismus die Waage. Kongenial der Kommentar von Marcel Reif. Nicht nur wegen der Kaiserslautern-Fanschaft: kaum einer kann's wie er.

Wenn jetzt noch der Sommerpulli von Z.T. Gestalt annehmen kann, lautet die Bilanz: es hat schon schlimmere Tage gegeben.

Walk in the woods

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Der Regen hat ein Ende - der Wald ist trocken - die Uhr umgestellt. Ausgehnte Nach-Feierabend-Walks möglich - endlich!
Zur Feier des Tages Pfannkuchen mit Sauerkirschen zum Abendbrot.

Lebensmittelvernichtung mal anders. Neulich gelesen, dass allein in England fast soviel Lebensmittel weggeworfen wie konsumiert werden. Die meisten innerhalb des Verfallsdatums.
Gut, dass ich nicht in England wohne, das könnte das Fass zum Überlaufen bringen. Disziplin ist gefragt. Die nächsten Wochen sollen der etwas systematischeren Restevernichtung gewidmet sein.
Heliga Eder.

Kulturfront: "Der rote Kakadu". Yo. Gut, allerdings mit ein, zwei merkwürdigen, unglaubwürdigen, irritierenden Abbruchkanten und einigen echt hölzernen Repliken.
Trotzdem gut, die DDR in den 60ern von Innen zu sehen. Einblicke dieser Art liegen lange zurück, bei Christa Wolf am deutlichsten.

Literatur: Uwe Timm. Berlinbuch. Macht Lust aufs Hinfahren. Jede Menge Skurriles auf wenigen Seiten, "Ich habe in einigen Tagen hier mehr erlebt, als in München in einem Jahr". Auch wenn die einzelnen Stories im wahrsten Sinne phantastisch sind, ist der Grund-Move nachvollziehbar und das Gefühl, die Aussage des Protagonisten könne stimmen, überwiegt. Faszinierend auch für eine, die keine Roadmovies mag.

Fußball: Die Nationalmannschaft bettelt um Gegentor. Wer erhört ihr Flehen?
Unverständlicher Gomez-Hass nationwide. These: Schöne Männer haben's auch nicht leicht.
Tröstet das?

Siechtum gesundheitlicher Art weiterhin vorhanden. Nervfaktor: hoch bis unerträglich, vor allem am Abend. Kann mich nicht mehr schniefen und hüsteln hören. Will keinen Tee mehr trinken, keine Tropfen mehr nehmen, keine Nase mehr spülen.

Schönheit: Selbstversuch mit Übernacht-Haarkur. Gruß an Heike R.

Bu aber bist der Hafen

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Sequenzen, Zitate, Gedanken - in wechselnder Intensität und Häufigkeit, aber immer wieder: Mascha Kaléko.

Nachtrag von vorgestern:

"Du aber bist der Hafen" - hartnäckig verfolgt mich diese Schlusszeile aus einem Liebegedicht, das schon seit 25 Jahren in mir ruht. Wie ein Erreger bricht es immer hin und wieder aus, aber auch wenn jahrelang kein aktiver Gedanke daran rührt, ist das Wissen immer da. Eingewoben, eingelagert, eingesogen in die Präge- und Kommentarzentrale.

"Abhilfe" schafft das Nachlesen und Abschreiben des Originales:

Für Einen

Die Anderen sind das weite Meer.
Du aber bist der Hafen.
So glaube mir: Kannst ruhig schlafen,
Ich steure immer wieder her.

Denn all die Stürme, die mich trafen,
Sie ließen meine Segel leer.
Die Andern sind das bunte Meer,
Du aber bist der Hafen.

Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.
Kannst, Liebster, ruhig schlafen.
Die Andern ... das ist Wellenspiel,

Du aber bist der Hafen.


Wie ein Schmetterling an einem Sommertag

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"Das Leben soll sein wie ein Schmetterling an einem Sommertag" - Haakan Nesser, "Kim Novak badete nie im See Genezareth".

Ästhetisch, leicht, flüchtig.

Beim Sehen des Films werden Erinnerungen wach an das Sommerferien-Feeling der frühen Jahre. Als sich tatsächlich eine Art Schmetterlingsgefühl einstellen konnte. Aufbleiben bis spät. Am Abend staubige Füße waschen, die Eltern bei Erdbeer-Bowle auf dem Balkon, der nächste Schwimmbad-Tag voraus.
Staubige, endlose Sommer ... noch kein Hitze-Empfinden, pures Erd- und Stachelbeerglück, langeweilefrei.

Unwiderbringlich.

"Unwiderbringlich" - Titel eines anderen skandinavischen Buches, von Herman Bang, dänischer Literatur-Nobelpreisträger.

Nachtrag zum Thema Sommer:

"Kein Sommer war wie jener groß und klar.
Wir haben ihn mit dummer Hand verschwendet.
Nun aber, da das Kinderspiel beendet,
Begreifen wir, daß er der letzte war."

(Aus: Mascha Kaléko, Kurzer Epilog)

Lektion des Tages: Blogschmerz vergeht

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Brosamen, nahrhaft: Zögerliche Blogger können Inhalte finden. Anonymität kann nach Monaten aufgehoben werden.
Zweifel bleiben: Wächst der Mut mit der Zahl der Einträge?

Brosamen II: "Yella" von Christian Petzold. Kleiner Film mit großer Wirkung. "The sixth sense" auf Deutsch cool
Wirkung: Je länger, je mehr.

Fazit, vorläufig: Der Traum vom besseren Leben, ist auch als Traum nicht zwangsläufig das bessere Leben.
Clusio, sicherheitshalber noch vorläufiger: Man kann genausogut gleich in die Elbe stürzen (lassen)?

Thank god it's friday

Die miese Donnerstagsmorgenlaune ist einer entspannten Freitagsabendlaune nach Klamottenkauf und Spaghetti-Essen mit E gewichen.
Morgen geht's in die alte Studienheimat zu Familie V-M. Vorfreude.

Donnerstagsnotiz

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Chor - vorletzte Probe vor dem Konzert am nächsten Wochenende.
Händel, Passion nach Brockes. Aufführungsdauer: 2 Stunden+. Nichts, was man Interessierten vorher mitteilen sollte, vermutlich.
Doch außer einer neuen Kollegin ist eh niemand interessiert.
Apropos: warum interessieren Blogs die Welt?

Time goes by

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Sechs Monate und einen Job später ...
Kliché coming true: nichts ist beständiger als der Wandel.

Die damals wirklich nur drohende Wirtschaftskrise war Vorwand, eine Abteilung um 30 % zu verkleinern und mit dabei: die Mitarbeiterin in der Probezeit:

Keine gute Nachricht an einem grauen Novembertag.
Bis 15.30 ein normaler Arbeitag, ab 16.15 arbeitslos, mit den Büronomadenhabseligkeiten in einer Designertüte auf der sechsspurigen Brühlstraße stehend.
Was bleibt zu tun? Ein kann-es-wahr-sein-Walk Richtung Heimat. Erster Entschluss: auf zur privaten Jobvermittlung. Sofort, auf dem Weg. Ulrike, Antje, ein neuer Job muss her!
Doch dann: Ulrike im Feierabend, der Rest der Firma auf dem Weg zum Weihnachtsessen, keine Antje weit und breit.

Weiter nach Osten. Erstaunlicherweise sieht zuhause alles aus wie immer. Plätzchenteig ruht im Kühlschrank, die Vortagsproduktion duftet auf dem Rost.
Die Realität fühlt sich anders an, der erste Übergangsberuf: Hiob. Senden von Schockwellen in die heimatliche Pfalz.
Neben Zuversicht und Selbstbewusstsein verabschiedet sich jetzt auch noch das Festnetztelefon. Dieses allerdings für immer. Seltsamerweise hilft's. Mehr als Katastrophe geht nicht, Minus und Minus ist in diesem Fall zumindest Null.
Das gilt auch für die nächsten Tage: panische Mutter sorgt für größere Eigenruhe. Überreaktion rückt die Dimensionen zurecht. Es wird sich etwas finden lassen, Mama.
Der Sturz vom Balkon erscheint, zumal vom ersten Stock, keine wirkliche Alternative.

Der Besuch der Arbeitsagentur härtet weiter. Himmlische Heerscharen warten vor den Meldeschaltern. Schock, schwere Not. Dann aber: es warten Männer. Ausländische zumeist. Meine Kohorte scheint weniger offensichtlich betroffen, mit etwas Glück prügeln sich keine 200 gut ausgebildeten Frauen um "meine" Stellen.
Doch die Agenturmitarbeiterinnen haben eine nervenzehrende Fehlinformation in der Hinterhand: die vier Monate Beschäftigung werden voll auf die Anspruchszeit für das "volle" Arbeitslosengeld I angerechnet. Förderungsgrenze: Mai 2009.
Keine gute Nachricht an einem noch graueren Novembertag.
Aber eine falsche.

Im Januar wird der schriftliche Bescheid kommen, dass der Anspruch bis Oktober gelte. Aufatmen.

Im Dezember heißt das Lebensgefühl "Lustlosigkeit". Die rekordverdächtigen acht Plätzchensorten sind gebacken und nach Schweden verschifft, Stellenausschreibungen in der Vorweihnachtszeit Mangelware, die Motivation, den ganzen Zirkus von vorne abzurollen gleich Null. Doppelnull.
Bevorzugter Aufenthaltsort tagsüber: mein Bett. Nachts: mein Sofa. Zustand: durchgehend dämmerlich.
Nahrungsaufnahme aus Dosen. Vornehmlich Keksdosen.
Beschluss: Fettfressen über die Feiertage. Vom Mund absparen im neuen Lebensjahr, das zugleich ein neues Lebensjahrzehnt einläutet. (Die Nummer mit dem immer schon ein Jahr älter sein, weil der Geburtstag das x. Jahr vollendet und nicht einläutet, konnte ich zum Glück noch nie nachfühlen - das soll so bleiben. Zweiter Elendsbeschluss!)

Die Rettung naht - tatsächlich - in Form der Feiertage. Eine Neigung zur Gläubigkeit würde ein Halleluja! provozieren.
Aufstehen am Vormittag hilft. Warmes Essen auch.
Eltern erfordern Contenance. Funktioniert offensichtlich durchaus bei Nicht-Preußen. Das Christkind kann kommen.
Die Nachweihnachts-Seuche sucht sich unterhaltsamere Opfer, einer gefühlsmäßig Nackten greift das Virus nicht in die Nebenhöhlen.

Gute Voraussetzung für die nächste, private, Selbstüberwindungsübung. Silvester gibt es Raclette. Wie in der "guten (naja) alten (oja)" Zweisamkeitszeit. Der vierte Platz am Tisch wird an das heranwachsende Patenkind vergeben. Time goes by. Essen goes runter. Jahreswechsel goes fine. Verschont vom landesweiten Blitzeis hält der Plan.

Guter Start - gutes Omen! Nichtmehrganzsoelendbeschluss.

Im gleichen Geiste wird Geburtstag gefeiert. Beste Gäste, gelungener Abend, so verliert das Altern ein wenig an Schrecken.

Mit neuem Schwung zurück ins alte Leben. Freie Tageszeit nutzen, Verabredungen vorverlegen. Zum Beispiel die Freundin mit Kindern ins überdachte Spielhöllenparadies begleiten. Trampolin springen bis zum Schwindel, Kletterkünste bewundern bis zur Steißschwellung. Ablenkung ist Trumpf, Gelassenheit wird belohnt. Am gleichen Nachmittag: Leuchtstreifen am Horizont. Der AC Milan spielt mit Beckham kommt in die Stadt. Ein alteingessenes Unternehmen derselben sucht jemanden mit guten Skandinavienantennen und ausgezeichneten Schwedischkenntnissen. Mich! denke ich und die Jobvermittler machen sich auf, diese Tatsache in Personalverantwortlichensubstanz zu implementieren.

Was weiter geschah?

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Weekend I

1 Woche + 1 Tag sowie einen Report und einen Anpfiff vom IT Manager später stellt sich langsam eine gewissen Vertrautheit ein. Die Menschen bekommen neben Namen und Gesichtern auch Konturen, das Leben einen Rhythmus.
Unzufrieden mit dem Sitzplatz - es zieht ;-(
Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine neue Aufteilung angesagt, I think.
Jetzt steht der Abschluss eines Jahresabos für die Stadtplan auf der To-do-list.

Bereits beantragt ist das Führungszeugnis, das der Arbeitgeber haben möchte. Ts.

Blog - Erster Tag

Der Tag vor dem Tag: Ab morgen neuer Job!

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