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Tagesgeld - der Vergleich lohnt sich

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Beim Tagesgeld muss man heute intensiver als ohnehin schon vergleichen, was zum einen an der immer größer werdenden Anzahl der Angebote liegt, zum anderen aber auch an den etwas undurchsichtiger werdenden Konditionen. Damit ist zum Beispiel gemeint, dass immer mehr Banken eine Zinsstaffel anbieten, die unterschiedliche Zinssätze für verschiedene Angebote erhält. Ein anderes Beispiel sind Zinssätze, die an verschiedene Voraussetzungen geknüpft werden. Eine Bank wirbt derzeit zum Beispiel im Tagesgeldbereich mit einer Verzinsung von vier Prozent, was in der derzeitigen Niedrigzinssituation ein absolutes Top-Angebot ist, an welches keine andere Bank heran reichen kann. Schaut man sich das Angebot dann etwas genauer an wird schnell deutlich, dass dieser hohe Zinssatz an verschiedene Bedingungen geknüpft ist. So muss der Kunde bei der Bank nicht nur ein Tagesgeldkonto eröffnen, sondern auch ein Wertpapierdepot. Ferner müssen während der gesamten Dauer der Garantiezeit für diesen hohen Zinssatz Wertpapiere im Gegenwert von 6.000 Euro auf dem Depot im Bestand sein. Der angebotene Zinssatz gilt ferner nur für Anlagesummen bis zu 20.000 Euro.

An diesem Beispiel kann man erkennen, wie wichtig heute ein Tagesgeld Vergleich im Detail ist. Denn würde man nur die reinen Zinssätze vergleichen, dann würde man sich unter Umständen für einen Anbieter entscheiden, bei dem man die notwendigen Bedingungen für diesen hohen Zinssatz im Nachhinein gar nicht erfüllen kann. Auch bei manchen anderen Angeboten gibt es einige Besonderheiten zu beachten, meistens handelt es sich dabei um Zinsstaffeln oder um Zinssätze, die ausschließlich für Neukunden gelten, was natürlich keineswegs immer sofort offensichtlich ist. Bei den Zinsstaffelungen ist es aus Sicht des Anlegers merkwürdigerweise so, dass in der Regel für geringere Summen beim Tagesgeld höhere Zinsen als für relativ hohen Anlagesummen gezahlt werden. Wenn man auf ein solches Angebot stößt, dass zum Beispiel bei einer Anlagesumme von 20.000 Euro einen Zinssatz von 2,30 Prozent beinhaltet und bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro werden nur noch 1,20 Prozent gezahlt, dann handelt es sich dabei um keinen Fehler, sondern um eine übliche Struktur.