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Apell an den Marburger Bürgermeister

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Hallo Herr Kahle,

Sie sehen mich überrascht. Negative Erfahrungen mit Politikern
allgemein ließen mich bisher an einer Antwort von Ihnen zweifeln.
Könnte natürlich auch sein, daß wohlmeinende Angestellte für Sie
derartige Post beantworten. Egal.

Sie schreiben:

> Da aus Ihrem Schreiben nicht klar wird, um was es Ihnen geht,

Ich hatte gehofft, es deutlich zu machen. Noch einmal kurz,
was ich nach bestem Wissen schon vermeintlich in meiner Mail
geschrieben hatte. Ich weiß, daß Sie sicher viel Arbeit haben,
aber vielleicht können Sie doch kurz auf die Punkte eingehen.

Was ich sagen will:

Mein Kind (24 Jahre alt) lernt in Marburg. Er ist in
die technische Organisation der Konferenz integriert.
(Wohl die akustischen Anlagen u.ä.)
Er war am Wochenende hier in seiner "alten Heimat"
und hat bei einem Gottesdienst von den Problemen berichtet.
Dort bei den Organisatoren ist angekommen, daß Sie als
Bürgermeister sich wohl eventuell stark von den Lesben- und
Schwulenverbänden unter Druck gesetzt sehen. Und Daß Sie dem
eventuell nachgeben wollen und den Kongress durch ein eventuelles
Verbot der Veranstaltung in der Stadthalle quasi ganz
verbieten. Davor hat er Angst. Er freut sich schon seit
langem, mit anderen Christen zusammen zu kommen, zu beten usw.
Er sieht hier auch sein gesellschaftliches Engagement
durch unnötige Hetze von Seiten der Homosexuellen
und im weitesten Sinne Linken gefährdet. Auch sieht er sich
als Christ verfolgt und mit Entfall dieser Konferenz, wenn sie evtl.
durch Sie verhindert wird, seine Freiheit im Glauben von
amtierenden Politikern beschnitten.

Wie ich inzwischen erfahren habe, haben gestern oder
vorgestern die Ausschreitungen solche Ausmaße angenommen,
daß entweder von den Organisatoren gegen die Konferenz oder
von aufgehetzten Anhängern die ersten wüsten Parolen
an Häuserwände geschmiert wurden. Ich hoffe nicht, daß
Sie das gut heißen. In diesem Fall wäre ein
Apell zur Aussöhnung an beide Seiten dringendst notwendig.

Ich hoffe nicht, daß meinem Sohn in der von Ihnen derzeit
regierten Stadt etwas von diesen aufgehetzten Massen passiert.

Was sind meine Fragen?

a)
Auf dieser Seite wird ausgesagt:
http://tr.im/l30C

daß entgegen Ihren Angaben in dieser Mail Sie doch von
Verhetzung gesprochen haben. Diese Aussage stammt lt.
diesem Bericht von:
> "Astrid Kolter von der Fraktion DIE LINKE bestätigte die Angaben"
Nach Ihren Aussagen muß dann diese Frau lügen. Stimmt das?

b)
Können Sie eventuelle ungute Äußerungen von
Seiten der CDU soweit beiseite lassen, daß Sie als
Bürgermeister (auch nicht über Hintertüren und durch
Handlanger) den Kongress trotzdem stattfinden lassen
und ihn nicht wegen 2 Rednern von vielen verbieten?

c)
Wollen Sie bitte meiner Bitte an Sie folgen und einen
(sehr gerne öffentlichen) Aufruf zur Aussöhnung an beide
Seiten richten? Seien Sie sicher, ich würde ihn im Internet
verbreiten.

d)
Darf ich Ihre Antwort (diese Mail an mich) und die nächste
Antwort von Ihnen auf diese Mail von mir an Sie im Internet
veröffentlichen?

Danke und freundlicher Gruß, Thomas Hofmann

DNS-Sperren für Dummies - äh für LaienEin Teilnehmer: Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Marburg

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