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Posts tagged with "communities"

Xing und ein gutes neues Jahr

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Nachdem Xing seit 2.1.2008 Werbung auf Profilen schaltet, gab es massive Proteste. In einem Gruppen-Newsletter heißt es:

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Xing schaltet, wie im November angekündigt, seit dem 2. 1. 2008 Werbung auf den Profilen, ohne dass die Mitglieder Einfluss darauf haben, was geschaltet wird; sie wurden noch nicht einmal darüber informiert. Premium-Mitglieder können die Werbung selbst noch nicht einmal lesen. Das können nur Nicht-Premiummitglieder.



Die Proteste werden in den Diskussionsforen von Xing (ehemals openBC) heftig diskutiert

Nach massiven Protesten in verschiedenen Foren, zum Beispiel unter (1) hat Xing Premium-Mitgliedern die Möglichkeit eingeräumt, diese Werbeeinblendungen abzustellen. Sie können das unter Ihren Profileinstellungen tun: Mein Profil → Einstellungen → Profileinstellungen → Optionen. Einen Screenshot dazu finden Sie auf http://www.n-tv.de/899810.html, denn inzwischen wird das Thema auch außerhalb von Xing ausführlich diskutiert. Sogar der Aktienkurs ist abgesackt.



Na dann mal ein gutes neues Jahr, Xing! Die Werbeeinblendungen zu realisieren war auch wichtiger, als abgelaufene Serverzertifikate zu erneuern. Mein Webbrowser meldet mir jetzt jedes Mal beim Besuchen von Xing:

Serverzertifikat abgelaufen

  • Das Zertifikat für »www.openbc.com« ist seit Jan 1 21:00:11 2008 GMT abgelaufen. Der Webmaster sollte das Zertifikat aktualisieren.


Überdenkenswert.

Nachtrag:
Auch andere Blogger-Stimmen besprechen das Thema Xing und Werbung. Sehr schön hier Besim Karadeniz:

So langsam wird Xing erwachsen und nähert sich dem Zustand einer großen, etablierten Firma, die alles kann und macht, um Geld zu verdienen und dabei irgendwie ihr Produkt bzw. ihre Kundschaft dabei vergisst.


Weitere Einträge dort: zum Ausschalten der Werbung, Xing hat verstanden. Allerdings dabei leider auch Stimmen, die einen üblen Nachgeschmack hervorrufen:

Was mir allerdings in der gesamten Diskussion übel missfallen ist, sind einige Äußerungen von so genannten “alten Hasen”, die zum Beispiel das kritische Volk pauschal als “paranoide Wichtigtuer mit zu viel Langerweile [sic!] und einer übersteigerten Vorstellung von ihrer eigenen Wichtigkeit und der Relevanz ihres XING-Profils” abstempeln.

Das, lieber Herr Lumma, ist ein tief einblickendes Eigentor. Wenn du anfängst, deine Kundschaft als reine Kassage anzusehen, die man einfach nur beschimpfen muss, wenn sie keine Lust hat, mit ihren Profilen Schaufensterpuppen für Werbung zu spielen, dann scheint deine Ansicht über die Kunde-Anbieter-Distanz zu schwinden. Nicht jeder, der dir ein paar persönliche Angaben für deinen Geschäftsbetrieb leiht, gibt dir damit auch automatisch das Recht, diese Angaben in die große Maschine zu stecken und Geld zu drucken.



Au!

Webmontag Muenchen - Februar 2007

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Vorgestern Gestern war wieder einmal Webmontag in München. Eingeladen hatte diesmal Martin Szugat in die Räumlichkeiten des Startups Amiando in der Leopoldstraße in Schwabing. Geplant waren 4 Vorträge, von denen Martin Szugat dankenswerterweise auf seinen Beitrag verzichtete. Die Zeit war doch schon recht vorgerückt.

  1. Felix Haas stellte das gastgebende Startup-Unternehmen Amiando vor. Dieses bietet eine Plattform für "einfach einladen", eine Event-Community zum organisieren von Veranstaltungen gleich welcher Größe. Das Spektrum reicht vom drei-Mann Kochabend über die 40 Leute IT-Veranstaltung - in diesem Fall der Webmontag - bis hin zur 2000-Mann starken Uni-Fete. Sehr interessant war es, einmal Einblick in die Hintergründe und Entwicklung eines solchen Startups zu bekommen. Allerdings zu umfangreich, um es hier alles
    wiederzugeben.
  2. Florian Steger sprach über Micro Communities. Interessant dabei war für mich, daß dieses Thema wieder einmal auftauchte, nachdem seit längerer Zeit nicht mehr so viel über das Thema Communities zu hören und lesen war. Zu Nachdenken regten seine Darstellung der Einteilung von Communities nach vertikaler (zielgruppenorientiert) und horizontaler (themenbezogen) Ausrichtung an. Florian Steger ist seit 2003 mit diesem Thema "im Geschäft".
  3. Rocco Georgi gab einen Überblick und eine Einführung zum Thema Mobile AJAX. Ich fand wichtig zu hören, daß die derzeitige Verbreitung der Technologie eventuell noch an der Unterschiedlichkeit der auf mobilen Geräten wie Handy vorinstallierten Browser scheitert. Ihre Vielfalt ist einfach zu groß und die durchgängige Unterstützung der Technologie nicht gewährtleistet. An diesem Punkt fährt man - so das Zugeständnis von ihm - eventuell mit einer sauberen CGI-Anwendung auf mobilen Geräten besser.


Auch alte Bekannte habe ich wiedergetroffen. So z.B. der von einem früheren Webmontag geknüpfte Kontakt zu Johannes Vockeroth mit seinem Online-Passwort-Dienst kesto von kesto.org (single sign on). Ich finde seine Idee aus zwei Gründen genial. Er wendet sich mit seinem Dienst an sogenannte Web-Nomaden, die öfter von einem PC zum nächsten wechseln, um daran zu arbeiten. Damit kann ihnen ein single-sign-on Passwortdienst sehr von Nutzen sein. Punkt eins ist das Verwalten aller Zugänge online, also von überall zugreifbar. Punkt zwei ist die Tatsache, daß alle Daten verschlüsselt sind und kein Paßwort im Klartext den Browser verläßt. Damit ist diese Anwendung absolut vertrauenswürdig.

Ich freu mich schon auf den nächsten Webmontag, der beinhaltet dann auch den diesmal verschobenen Beitrag von Martin Szugat zum Thema Windows-RSS-Plattform.

Ideen und Entwicklungen im Web

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zum Webmontag München am 25.09.2006

Der Webmontag München war diesmal gut besetzt von Zuhörern und Zuschauern, sicher nicht zuletzt wegen der Ankündigung eines Beitrags von Marc Canter über sein Projekt People Aggregator. Aus meinem engeren Bekanntenkreis war Florian Heidinger diesmal mit dabei.

Da stellt sich mir eine interessante Frage. Muß ein Weblog immer ganz sachlich sein? (Es gibt wirklich solche Fälle, da erinnern die Blog-Posts an marketing-technisch gestylte und mit Werbe-Blabla aufgeblasene Pressemeldungen.) In meinen Augen: Nein. Darf ein Weblog eine eigene Meinung wiedergeben? In meinen Augen unbedingt: Ja. Darf ein einfacher Web-Nutzer eine andere Meinung als ein Guru haben? In meinen Augen Ja. Das ist zwar so, als würde ein Thomas Hofmann einem Klaus Schallhorn sagen, da gibt es eine Suchmaschine namens Google, die ist ganz toll. Aber der Guru antwortet womöglich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte darauf, diese Suchmaschine ist zu unbedeutend.

Was ist PeopleAggregator? Vorgestellt wurde es als Mega-Plattform oder Community, quasi als Plattform für Plattformen, Community für Communities. Es soll z.B. darüber möglich sein, mit dem Absenden eines Blog-Postings in verschiedene Weblogs gleichzeitig zu posten. Also eine Vernetzung vieler verteilter Blogs und kleinerer Communities. Fragen kamen auf. Eine Frage lautete, ob nicht mySpace.com eine starke Konkurenz darstellt. Marc Canter erwiderte darauf sinngemäß, er glaube mySpace wird kommen und gehen (an Bedeutung verlieren) wie schon viele Plattformen oder Communities vorher. Eine andere Frage (von mir) war die nach der Gefahr von double Content bei der Nutzung von vielfach gleichem Inhalt in unterschiedlichen Blogs. Seine Antwort sinngemäß war die: Kümmere dich nicht drum. Glaube mir, sie werden deinen Content finden, egal wie. Ich glaube, daß an dieser Stelle viele Menschen, die sich mit Suchmaschinen befassen, anderer Meinung sind. Die Meinung von Marc Canter mag dennoch richtig sein, sein Konzept aufgehen und angenommen werden. Wenn es eine bestimmte Schwelle überschreitet, wird es zum Selbstläufer. Vielleicht haben seine Communities dann wirklich eine ähnliche Sog-Wirkung wie Blogs heute. Suchmaschinen werden, sofern sie seinen Content auslesen können, dies sicher auch tun und dann vielleicht sogar entsprechend hoch ranken. Wer sich mit der Funktionsweise von Suchmaschinen auseinandersetzt, wird aber sicher nicht so schnell zu der Meinung kommen, man müsse sich im Zusammenhang mit Suchmaschinen um nichts Gedanken machen und die Suchmaschinen würden sich schon von selbst darum kümmern gerade deinen Content um jeden Preis zu bekommen. Sehr schön in diesem Zusammenhang finde ich auch immer wieder die fiktive Geschichte vom Webdesigner und dem Suchmaschinen-Robot

An einem schönen Sommerabend in einer rheinischen Grossstadt lehnte ein Suchmaschinen-Robot gelassen an einer Kneipentheke und genoss nach seinem langen Arbeitstag ein paar Gläser kühles Altbier. Er hatte in den letzten 24 Stunden 16 Millionen WWW-Seiten gelesen und ausgewertet. Die Ergebnisse hatte er bei der Datenbank abgeliefert. Für heute reichte es ihm. Bloss keine HTTP-Anfragen mehr. Jetzt musste VoA[1] reichen.

Genussvoll liess er das Altbier die Kehle runterlaufen. Ein lässiges Winken mit dem leeren Glas reichte als Bestellung für das nächste. "Ein PubML[2] sollte mal jemand erfinden", dachte er.

Dynamischen Schrittes kam ein schwarzgekleideter Jüngling mit Drei-Tage-Bart und viel Gel in den geschwärzten Haaren herein und stellte sich neben den Robot an die Theke. "Au Scheisse! Ein Webdesigner!", dachte der Robot. (..)



Aber hier ging es bei der Frage nicht um JavaScript sondern um duplicate content. Das ist aber eben auch ein Problem, das zu beachten heute viele Suchmaschinenexperten raten. Andere Themen wurden genannt wie z.B. FOAF, openID, single sign on und interconnect social networks als Ziel. Auch XFN und microformats werden genannt.

Der zweite Beitrag kam von Johannes Vockeroth. Er stellte sein Projekt kesto.org vor. Schlecht finde ich die kommentarlose Weiterleitung auf die Firefox-Download-Seite, wenn man kesto z.B. mit dem Opera Browser besucht. Die Idee dahinter ist ein Zugangssystem zur zentralen Verwaltung von Zugangskennungen im Web. Der in meinen Augen genialste Teil dahinter ist die Idee, die in Eingabe-Formularen eingegebenen Daten bereits im Browser mit JavaScript (symmetrisch, AES) zu verschlüsseln und erst verschlüsselt abzusenden. Damit verläßt kein Paßwort im Klartext den Browser. Einziger möglicher Angriffspunkt sind hier Keylogger, die als bereits auf dem PC installierte Programme Tastendrücke mit loggen und speichern. Es wird keine E-Mail Adresse abgefragt, wie auch keine Funktion zum Zusenden eines womöglich vergessenen Paßwortes existiert. Einmal vergessen sind die eingegebenen (und verschlüsselten) Daten des Accounts verloren.

Nachtrag:
Leider hab ich kesto bei mir nicht zum Laufen gebracht, er verlangte immer neu daß ich mich einlogge. Und dann hat er sich neue logins nicht gemerkt, habe sie immer wieder versucht hinzuzufügen.

Nachtrag 2:
An einem anderen Rechner hinter einer Firewall kann ich jetzt damit arbeiten. Was fehlt ist ein kurzes Howto. Man denkt zunächst, man muß lauter neue Filter anlegen, aber wahrscheinlich muß man das gar nicht.

andere Stimmen:

myspace is dead - myspace ist tot

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Today early in the morning 3:50 MEST I am unable to login into myspace.com . Seems that myspace is dead so far. I will have to look forward to tomorrow (today) if it is up again.

Heute morgen um 3:50 MEST ist es nicht möglich, sich in myspace.com einzuloggen. Es scheint daß myspace ist tot derzeit. Man wird morgen (heute) schauen müssen, ob es wieder zu "leben" beginnt.

mySpace will sauber werden

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via Heise

Nachdem sich die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung jugendlicher MySpace-Nutzer häuften, reagiert die Online Community MySpace mit einer Sicherheitskampagne. Dabei wurde in Zusammenarbeit mit Common Sense Media ein "Internet Survival Guide" für Eltern zusammengestellt,
(..)
Möglich wurde diese publikumswirksame Maßnahme, da MySpace seit vergangenem Jahr zur News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch gehört,
(..)
Seit Anfang Mai hat MySpace mit Hemanshu Nigam überdies einen neuen Sicherheitsbeauftragten, der die Online-Community sauber halten soll. Aktuell ermittelt das FBI in über 500 Fällen, bei denen es um Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe auf Jugendliche über MySpace geht.



Ja, mit dem Geld eines so großen Konzerns kann man schon etwas anfangen. Der neue Sicherheitsbeuftragte wird sich an seinen Erfolgen messen lassen müssen. Weiter heißt es:

Datenschützer machen sich wegen Social Networks wie MySpace ebenfalls Sorgen, weil die daraus erhältlichen Daten mittlerweile das Interesse der Geheimdienste geweckt haben, um darüber personenbezogene Profile – etwa zur Terrorabwehr – zu gewinnen.



AOL und MySpace Alternative?

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via Heise

Es ist nicht alles Gold was glänzt.

AOL bringt AIM Pages als "MySpace-Killer" in Position

AOL will über seinen neuen, noch als Beta deklarierten "Social Networking"-Dienst AIM Pages mit Web-2.0-Diensten im Handumdrehen individualisierbare Homepages bieten und den Markt für Netzgemeinschaften aufmischen. Charles Fränkl, Chef von AOL Deutschland, demonstrierte auf dem Deutschen Multimedia-Kongress (DMMK) in Berlin am heutigen Mittwoch, wie sich über das eng an AOLs Instant Messenger (AIM) angeknüpfte Angebot dank vorgefertigter Bausteine für Freundeslisten, Bewertungsfunktionen oder Webkalender "innerhalb von sieben Minuten" funktionsstarke Websites erstellen lassen. In Unternehmenskreisen wird AIM Pages damit als "MySpace-Killer" gehandelt.



Ich habs probiert. Zunächst: Es geht nicht mit Opera. Damit fallen schonmal alle raus, die sich nicht von ihrem Lieblingsbrowser trennen wollen. Abgesehen davon hat Opera schon selbst eine Community. MySpace geht auch mit Opera. Mit Firefox funktioniert es. Naja, "funktioniert", es gibt da anscheinend noch Haken:

Error occured when translating: com.aol.publisher.exception.PublisherException: AggregatorHelper.getDomObject(): XML parsing error



Und "funktioniert": Es geht mehr als träge, und das mit DSL! Was machen Leute mit Modem?

Wenn man dann sein Profil erstellt hat, was das bisherige AOL-User-Listing ersetzt, bekommt man erstmal beim hovern jede Menge Ajax um die Ohren gehauen. Anders ausgedrückt, da man ja selbst Eigner des eigenen Profils ist, erscheinen beim Hovern Schaltflächen zum ändern von Inhalt und Layout. Das hätte man sicher auch ohne Ajax machen können. Ajax allein macht noch kein Web 2.0 .

Fazit: "YAC" Yet Another Community, aber es gibt doch schon so viele! AOL kann nur mit seiner hohen Verbreitung punkten. Ein anderes Argument für AIM Pages sehe ich nicht.

siehe auch letzter Beitrag im Zusammenhang mit MySpace

neues MySpace?

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via Tagesschau

Ich las nur den Teaser (ersten Abschnitt):

Online-Community Lunarstorm
Schwedens Jugend geht in die virtuelle Disko

"Lunarstorm" heißt die derzeit beliebteste schwedische Community-Plattform. Fast die Hälfte aller Schweden besuchen sie monatlich, vor allem Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren. Der Erfolg der Plattform gründet auf modernen Formaten wie Blogs, Multimedia und virtueller Disko.



Und sofort fühlte ich mich an MySpace und EDnetz erinnert. Anscheinend haben Plattformen, die bestimmte Funktionalitäten anbieten, ein bestimmtes Layout haben oder Werbung in bestimmten Kanälen machen immer die gleiche Anziehungskraft auf die ganz junge Klientel. Auch Lunarstorm hatte anscheinend bereits Probleme mit Pädophilen. Das kommt uns doch irgendwo her schon bekannt vor. Interessant dagegen finde ich eine Aussage am Schluß:

Und wenn angesichts des Erfolgs eines Tages einfach ein Abgesandter von MySpace mit einem Koffer voll Geld vor der Tür steht? "Dann wird man über den Preis reden müssen", sagt Ericsson.



Mein lieber Schwede!
Business as usual

MySpace und der Schutz von Jugendlichen

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via Tagesschau

MySpace will Jugendliche besser schützen

Mehr als 80 Millionen registrierte Mitglieder, täglich kommen 200.000 neue dazu - MySpace.com zählt zu den erfolgreichsten Angeboten im Internet. Das Netzwerk hat mittlerweile mehr Seitenaufrufe als die Suchmaschine Google. Doch der Erfolg von MySpace macht gerade Eltern Sorge. In jüngster Zeit häufen sich die Vorwürfe, MySpace schütze jugendliche Mitglieder nicht genug.

MySpace will deshalb nach Medienberichten neue Sicherheitsvorschriften erlassen, die es Erwachsenen erschweren sollen, mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. Künftig dürfen Erwachsene nur noch dann mit Jugendlichen in Kontakt treten, wenn sie deren E-Mail-Adresse oder ganzen Namen kennen. Mitglieder unter 16 Jahren können zudem entscheiden, ob sie nur noch von den Personen kontaktiert werden, die sie selbst auf ihre Freundesliste bei MySpace gesetzt haben. Schließlich soll es Jugendlichen möglich sein, Teile ihres persönlichen Profils für Unbekannte zu sperren.



MySpace hatte in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt. MySpace wurde vorgeworfen, Pädophile könnten sich dort in aller Ruhe nach Jugendlichen "umsehen". Die "harmoseren" Vorwürfe bezogen sich auf Verunglimpfungen von Lehrern durch Schüler und teilweise regelrechte Haßtiraden auf andere Jugendliche, mit denen sie sich gestritten hatten. Jugendliche reagieren oft sehr emotional und dergestalt fallen dann auch Äußerungen aus, die dieselben Jugendlichen Jahre später so nie von sich geben würden. Zumal wenn ihnen dann bewußt ist, daß diese Einträge weltweit zu lesen sind.

International beschäftigen sich schon Leute mit MySpace und den Auswirkungen. Ein Artikel beginnt so:

Weise Eltern schauen in der Kinder myspace nach

Die gute Nachricht: Eltern tappen weniger im Dunkeln.

Zuerst wußten sie gar nicht, was myspace.com ist. Jetzt erkennen viele von ihnen, es ist eine weit verbreitete und populäre Inetnetadresse, wo mehr als 50 Millionen Teenager ihre persönlichen Profile bekannt geben, Fotos und Kommentare über Freunde. Sie wissen nun auch, daß die Profile schockierend sein können. die Fotos gewagt und die Kommentare obszön, schädigend und unangebracht.



Ähnliche Ausbrüche Jugendlicher sind auch schon im lokal sehr stark besuchten ED-Netz aufgetaucht. Dies ging teilweise so weit, daß an den Schulen für die Computerräume ein Verbot des Aufrufs von EDNetz erlassen wurde.

Die Jugendlichen sind sich in der Regel gar nicht bewußt, daß ihre Äußerungen weltweit gelesen werden können, also auch von den verunglimpften Lehrern. Oder sie trauen den Lehrern gar nicht zu, daß sie diese Äußerungen finden und wähnen sich in ihren Online-Bereichen abgeschirmt und unter ihresgleichen. Trügerisch.

siehe auch: webben, ohne auf die Folgen zu achten

Nachtrag:
Heute auch von mir in Twitter:
Muss für alle #Lehrer #Schueler #Jugendliche #Kinder in #Schule und sonstwo! http://bit.ly/3lN48 #thinkbe4upost
Zeigt euren Kindern diese Videos! Jetzt!

Spuren im Web und Privatsphäre

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Bestimmte Themen haben einen langen Atem. Vorgestern schreibt dazu Martin in seinem Blog unter anderem:

Es geht in der "Privatsphäre im Netz"-Debatte gar nicht im Kern um die Daten, die wir über uns selbst veröffentlichen, (..) Das heißt: Es geht schon darum, aber das ist nicht der wichtige Punkt. Viel interessanter, wichtiger, kritischer sind die Daten, die andere über uns veröffentlichen.


Eben, "Es geht schon darum" aber "Viel interessanter, wichtiger, kritischer". Wir sollten über dem Einen das Andere nicht vergessen. Diese andere Seite "andere über uns" hat vielleicht mehr Gewicht, aber wir sollten die eine Seite "wir äußern uns" darüber nicht außer Acht lassen. In diesem Zusammenhang fällt mir ein Vortrag über Business Communities ein, den ich mal über das gleichnamige Buch von Patrick Gruban (einfach mal googeln oder in openBC schauen) hielt.

(..) Communities sind Katalysatoren, sie bringen positive UND negative Aspekte schneller ans Licht


Auch das Web ist und wird immer mehr eine einzige riesige Community. (Wieviele Klicks sind es durchschnittlich von einer Seite zu einer anderen? Da gab es mal eine Untersuchung.) Welche Blüten treiben kann, was andere über einen sagen, sieht man im Zusammenhang mit Suchmaschinen auch beim Fall "miserable failure" oder "der häßlichste Mann im Internet" (siehe dazu in diesem Blog den Beitrag).

siehe auch dieses Blog: webben, ohne auf die Folgen zu achten

webben, ohne auf die Folgen zu achten

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In der Tagesschau erscheint heute ein Artikel über die Gefahren der Auffindbarkeit persönlicher Informationen. Dazu zählt nach Meinung des Autors alles, was über derzeitige oder vergangene Situation des Menschen Auskunft gibt. Auch sehr interessant ist jegliche Meinungsäußerung in Diskussionsforen, Communities, Gästebüchern oder Kommentaren in Weblogs. Wer eine eigene Internetseite betreut oder ein Blog schreibt, verrät vielleicht noch mehr über sich.

Es wird unter anderem über die Möglichkeit gemutmaßt, wie leicht es Einbrecher durch veröffentlichte Reisepläne und Urlaubspläne hätten, einen Einbruch zu planen.

Martin sieht das anders. Das Thema ist auch noch einmal Thema eines anderen Artikels. Er begründet dort, daß durch das Veröffentlichen von Reiseplänen gar nicht gesagt ist, daß sich niemand in der Wohnung befindet. Außerdem führt er an, daß Diebe das Web gar nicht für die Planung von Einbrüchen brauchen, weil sie sich einfach morgens vor das Haus zu stellen brauchen und zu beobachten, wer das Haus verläßt und vielleicht noch mehr. Das Ganze war bei ihm sogar schon einmal im Sommer 2003 Thema (siehe zweiter Beitrag von ihm unten).

Manche benutzten diese Strategie der umfasenden Information sogar damals in der DDR. Das hatte mehrere Effekte im Zusammenhang mit der Stasi und Informanten:
  1. Überinformation, die Masse der Informationen konnte nicht mehr verarbeitet werden. Das zeigte sich wohl besonders in der Zeit des Umbruchs bis zur Wende, weil in den Massen Informationen oft gar nicht mehr die wichtigen Entwicklungen von den anderen unterschieden werden konnten.
  2. Weitergabe der "Meinung des Volkes" an die Stasi, man versprach sich wohl dadurch zumindest teilweise vereinzelte Reaktionen zur Beseitigung von echten Mißständen.
  3. gezielte Desinformation

Was aber sicher ein berechtigter Aspekt ist, ist das eigene Bild in der Gesellschaft. Da ist der Personalchef, der vorm Einstellungsgespräch Google oder eine andere Suchmaschine befragt. Aber auch "Kids" tummeln sich heute schon gern auf Kiddie-Platformen wie z.B. EDnetz. Dort findet man vor allem in den persönlichen Profil-Seiten wie auch in den in diesen enthaltenen Gästebüchern die wildesten Beschimpfungen von anderen ungeliebten Jugendlichen oder einfach Ablästern über Lehrer. Es wurde sogar an Schulen nach Entdeckung beleidigender Äußerungen der Besuch von EDnetz mit den PCs in den Computerräumen untersagt. Wenn sich diese Jugendlichen demnächst um eine Lehrstelle bewerben, werden sie hoffentlich kein schlimmes Erwachen erleben oder deren Eltern aus allen Wolken fallen. Die Seite des eigenen Sprösslings zu finden sollte mit Google nicht ein besonders großes Problem darstellen.
{name oder wohnort} site:{domain der plattform}

Also liebe Erwachsene, schafft euch das nötige Wissen an und dann nehmt eure Kinder an die Hand bei ihren ersten Schritten im Web und überlaßt sie nicht sich selbst, das tut ihr im "real live", also im richtigen Leben doch auch.

Nachtrag:
Heute auch von mir in Twitter:
Muss für alle #Lehrer #Schueler #Jugendliche #Kinder in #Schule und sonstwo! http://bit.ly/3lN48 #thinkbe4upost
Zeigt euren Kindern diese Videos! Jetzt!
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