Posts tagged with "politik"
Ein Teilnehmer: Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Marburg
Tuesday, May 26, 2009 5:10:44 PM
"Am Sonntag den 24. Mai 2009 endete mit einem Gottesdienst der 6. internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge. Trotzt vieler Proteste und einer großen Gegendemonstration mit ca. 1000 Teilnehmern konnte der Kongress in vollem Umfang, auch die umstrittensten Seminare, stattfinden. Der Kongress schlug viele heftige Wellen. Durch die Schwulen und Lesbenbewegung wurde eine heftige Debatte zunächst über 2 Referenten, später insgesamt über bis zu 5 Referenten bzw. den ganzen Kongress geführt. Dabei wurde die ganze Debatte bis in den Stadtrat von Marburg getragen, wo das Thema sehr politisiert, und von einigen Parteien für ein politisches Machtspiel missbraucht wurde. Eines der größten Feuer, dass die Gegner aufbrachte, waren viele Fehl- bzw. Falschinformationen, die im Vorfeld gestreut wurden.
So wurde vielerorts behauptet auf dem Kongress gehe es um Homosexualität und wie negativ dieser Lebensstil sei. Das ist absoluter Blödsinn. Wie von Herrn Dr. Grabe in seiner Begrüßung angemerkt wurde das Thema Homosexualität nur sehr weit am Rande gestriffen. Und kam ein Redner dann darauf zu sprechen, dann nur in Zusammenhang mit den Gegnern des Kongresses. Ergo, wären nicht die vielen Proteste im Vorfeld gewesen, wäre dem Thema vielleicht noch nicht einmal gedacht worden auf dem Kongress.
Aber worum ging es dann? Es ging um die vielen Seiten der eigenen Identität. Wer bin ich? Was macht mich aus? Was prägt mich und was bestimmt mein Leben?
So wurden z.B. die Auswirkungen unserer Gesellschaft auf die Jugend aufgezeigt oder der Bezug des Früh kindlichen Bindungssystems zu unserem ICH.
Ein anderes Fehlverständnis war "Homosexualität sei eine Krankheit". Oberbürgermeister Vaupel betonte mehrfach in seinem Grußwort das, was die APS im Einklang mit den Schwulen und Lesbenverbänden mehrere Tage vor dem Kongress öffentlich verkündeten "Homosexualität ist *keine* Krankheit". Daher finde ich so manchen Vorwurf der dem Kongress gemacht wurde einfach nur irreführend.
Der Donnerstag war geprägt von der großangekündigten Gegendemonstration. Der Zug begann am Hauptbahnhof und endete vor dem Hörsaalgebäude in der Biegenstraße. Ziel war es das Hörsaalgebäude zu blockieren um die Seminare zu verhindern. Mit weiser Voraussicht hatte der Veranstalter (APS) alle Seminare in die der Stadthalle angrenzenden Martin-Luther Schule bzw. auf andere externe Räume verlegt. Aus Sicherheitsgründen und (so meine Vermutung) auch um es den Polizeibeamten (die einen hervorragenden Job geliefert haben) leichter zu machen wurde dies den Teilnehmern erst am DO kurz vor dem Mittagessen (also als der Protestzug vor dem Hörsaalgebäude ankam) bekannt gegeben. Um eine mögliche Gefährdung der Teilnehmer gering zu halten wurden jeden Tag neu die Informationen zu den an diesem Tag stattfindenden Seminaren nach den Hauptveranstaltungen bekannt gegeben. So konnten beide Seiten einen Erfolg feiern. Die Kongressgegner konnten verhindern, dass auch nur ein Seminar in den Räumlichkeiten der Uni stattfand. Im Gegenzug konnte der gesamte Kongress und alle vorgesehenen Seminare, wenn auch Andernorts, stattfinden.
Als gegen 14:00 die Änderung der Räumlichkeiten unter den Demonstranten publik wurde, dauerte es noch länger als eine halbe Stunde bis sich eine kleine Gruppierung auf den Weg vor die Martin-Luther Schule machte um dort den Versuch zu starten einige Seminare zu verhindern. Die Polizei reagierte prompt und so fanden sich die Demonstranten erst nach Beginn der Seminare vor der Schule ein. Eine kleine Störung soll es wohl in der Mensa gegeben haben, aber auch hier reagierte die Polizei schnell und so verging der Donnerstag ohne größere und vor allem ohne gewalttätige Auseinandersetzungen. Selbst im Donnertagsgottesdienst und dem Gottesdienst des APS in der Elisabethkirche gab es keine Störungen durch Kongressgegner.
Am Freitag war schon nicht mehr viel vom Gegenwind zu spüren. Vor der Mensa standen einige Wenige mit Plakaten und im 3. Geschoss versammelte sich ein kleiner Sprechchor der kurz 2 eigene Versionen des "Vater unser" aufsagte. Am Samstag und Sonntag sah man nun gar nichts mehr außer die Schmierereien, die schon vor dem Kongress da waren. Hier ein großes Lob auch an alle Gegner und Demonstranten die ihren Protest friedlich kund taten und auf Gewalt verzichteten.
Alles in Allem zeigt der Kongress doch eines. Wenn vorschnell subjektiv-emotionale Meinungen als Kampfansagen in den öffentlichen Medien landen, kann es sehr schnell zu vielen Missverständnissen kommen und es können viele Verletzungen entstehen. Wie einer der Hauptredner sagte "Wir müssen auf die Verletzungen hinter dem Hass sehen". Ein Zweites, wer sich einer Meinung anschließt sollte auch über ihren Inhalt informiert sein. Leider zeigte sich bei vielen Gegnern (auch in persönlichen Gesprächen) und leider Gottes auch in vielen Medien das Gegenteil. Dass der Kongress nun aber doch so friedlich und einigermaßen Störungsfrei ablaufen konnte zeigt eines. Ein fairer, wissenschaftlicher und offener Dialog lässt sich Gott sei Dank in unserer Gesellschaft noch nicht durch schlechte Selbstinformation, großangelegte öffentliche Falschinformation und offensichtliche Ablehnung durch andere Meinungen verhindern.
in diesem Sinne Gottes Segen ihnen."
DNS-Sperren für Dummies - äh für Laien
Wednesday, May 6, 2009 11:15:31 PM
Siehe auch:
Deutschland regiert von Dummen
Deutschland regiert von Dummen
Saturday, April 25, 2009 10:20:19 AM
http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769
Diese zumindest auf diesem Gebiet absolut merkbefreite Person wurde vorgeschoben, um die Begehrlichkeiten einiger machtgeiler Typen und Überwachunchungsverfechter durchzuboxen auch gegen jeglichen sinnvollen Menschenverstand. Wenn sie nicht so dumm ist und versteht, was sie da macht, müßte sie ja sehr viel dafür bekommen haben, wider besseres Wissen so einen Unfug zu verzapfen. Es wurde immer wieder die Sinnlosigkeit der nun durchgesetzten "freiwilligen" Sperrrverfügung hingewiesen, die nun 5 Provider in vorauseilendem Gehorsam diensteifrig unterschrieben haben. Wie man im Artikel von Heise liest, geht es aber viel weiter, wovor längst Experten gewarnt haben:
Die Bundesregierung erhofft sich von dem geplanten Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet offenbar wesentlich weitergehende Überwachungsmöglichkeiten als bislang bekannt. Gegenüber heise online erklärte jetzt Ulrich Staudigl, Sprecher im Bundesjustizministerium, dass man in der Regierung durchaus eine Überwachung der von den Providern gehosteten Stoppseiten-Server durch Strafverfolgungsbehörden in Betracht zieht.
Aha. D.h. diese Strafverfolgungsbehörden, die von unseren Steuergeldern bezahlt werden werden nun für diesen Quatsch eingesetzt, anstatt direkt gegen die bekannten und in Deutschland greifbaren Serverbetreiber vorzugehen, weil sie dafür entweder zu dumm oder zu faul sind.
Diese Planungen kommen überraschend, denn im Gesetzgebungsverfahren war bislang von keiner Seite die Rede davon, dass ein Echtzeitzugriff auf die von Providern geloggten Nutzer-IP-Adressen zu Strafverfolgungsmaßnahmen möglich sein soll. Im Gegenteil versuchte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen vor rund einem Monat noch die Wogen zu glätten, indem sie beispielsweise gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezüglich des geplanten Gesetzes behauptet hatte: "Eine Auswertung der Internetkommunikation findet nicht statt."
Eine faustdicke Lüge, wie sich nun herausstellt. Die vorhandene (und zusätzlich hochgeputschte) Volksangst vor Kinderpronographie wurde dazu mißbraucht, ein Überwachungssystem zu installieren, daß voraussichtlich nach und nach weiter ausgebaut wird. Es wird durch diese Maßnahmen keinen einzigen Fall von Kindesmißbrauch und Kinderpornographie weniger geben. Die sich damit auskennen wissen das, die Guten wie die Bösen.
Selbst Vereine zum Schutz der Kinder wenden sich gegen die Sperren, weil sie erkannt haben, daß dies nur heißt, daß noch weniger direkt gegen Mißbrauch vorgegangen wird und das den Opfern überhaupt nicht hilft. Leider ist mir gerade der Link abhanden gekommen.
Auch im Microblogging-Bereich wie z.B. Twitter wird inzwischen diese Dummheit heftigst angeprangert.
Suche in Twitter #zensursula
Geht alle gegen diesen Bruch unserer Verfassung vor: "Eine Zensur findet nicht statt." aus Grundgesetz Art. 5, Absatz 1 - Kostenlose Zensursula T-Shirts
Hier wurde schon gewettet, welche Themen von den Begehrlichen als nächstes zu Blocken verlangt werden. Nach dem Heise-Artikel sind die Aktionen dafür bereits in vollem Gange. Daß ein Volk solche Politiker wählt, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und dann die Bürgerrechte einschränken, obwohl das gar nichts bringt, läßt tief blicken. Leute, ihr habt diese Regierung verdient! Oder wählt das nächste mal eine andere Partei als die Überwachungsparteien mit dem C im Namen. Alles Lüge!
Nachtrag:
Auch schön, Stasi reloaded
nochn Nachtrag:
Carechild hat dieses ganze Brimborium um die schäublische Internetzensur eh ad-absurdum geführt (geht doch
nochn nochn Nachtrag:
Ursula von der Lüge
GG Art. 20 Abs. 4: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Noch was:
"Wir werden benutzt"
T-Online Navigationshilfe:
RT @spitzohr Wie schaltet man die T-Navigationshilfe ab http://tr.im/jGs5
Liste freier DNS Server bei CCC
Politiker und ihre Ansprechbarkeit
Saturday, March 15, 2008 9:39:58 AM
http://www.abgeordnetenwatch.de/hans_joachim_otto-650-5544--f102879.html#frage102879
Heiß! Politiker die in Blogs antworten. Sowas brauchen wir in Dorfen!
BKA-Chef und das Verständnis von Demokratie
Wednesday, March 12, 2008 8:58:51 PM
Klar ist, dass die öffentliche Debatte über die Online-Durchsuchung und deren Technik jetzt ein Ende haben muss.
Manchmal wird einem Angst, in Deutschland zu leben.
Wahlkampf
Saturday, February 9, 2008 1:37:15 PM
Ich möchte keine Werbung für eine Partei machen. Ich möchte nur beschreiben, was mir aufgefallen ist.
Die letzten Tage hatte ich zwei Werbungen von örtlichen Parteien im Briefkasten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Kommunalwahl 2008. Die erste war von der ÜWG, die 2. von der CSU. Bei der ÜWG fiel mir auf, daß es keine einzige konkrete Aussage gibt, was angepackt werden soll. Auch stellte ich mir vor, was mein alter Vater wohl mit diesem Blatt hätte anfangen sollen. Wenn einer Fragen dazu hätte, an wen sollte er sich wenden? Keine einzige Kontaktmöglichkeit wird genannt, weder Telefonnummer oder Fax-Nummer noch Internetadresse oder E-Mail Adresse. An Zielen wird nur gesagt, man wolle das Beste zum Wohl für Dorfen und seine Bürger. Aber das sagen ja alle. Wenn man die Leute auf die fehlende Kontaktmöglichkeit anspricht, fehlt ihnen irgendwie das Verständnis für das Problem. Ja die Leute könnten doch zu den Wahlkampfveranstaltungen kommen. Aha, wo werden die bekanntgegeben? In der örtlichen Presse. Wenn man aber keine Zeitung aboniert hat und auch das kostenlose Intelligenzblatt nicht zugestellt wird? Und es seien ja die Mitglieder genannt. Man könnte ja im Telefonbuch nachschlagen. Ob das jeder macht, der den Zettel im Briefkasten hat?
Bei der CSU war es in wenigen Punkten besser. Auch waren wieder sehr viele allgemeine Aussagen genannt, mit denen allein aber sicher keine Wahlentscheidung zu treffen ist. Was heißt denn übersetzt:
- Stärkung des Gewerbestandortes Dorfen sowie Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
Wie wollt ihr das machen?
- Stärkung des Schulstandortes Dorfen
Wie?
Aber Konkretes ist auch dabei:
- Die Weiterführung von Projekten der Freizeitgestaltung (z.B. Badesee, Bolzplätze)
Darunter kann man sich was vorstellen. Oder:
- Erweiterung der Parkmöglichkeiten am Bahnhof.
Das ist konkret. Aber auch bei der CSU sieht es mit Kontaktmöglichkeiten auf dem Werbeblatt nicht toll aus. Als einziges wird die Internetadresse genannt. Wieviele alte Leute haben einen PC mit Internetanschluß, um sich dort weiter zu informieren oder Kontaktmöglichkeiten zu finden? Oder wieviele alte Leute sind denn überhaupt noch in der Lage zu Wahl-Veranstaltungen zu gehen bzw. würden das tun?
Eines aber muß ich der CSU lassen. Sie stehen heute vormittag am Markt und sprechen Leute an. Mich hat der Bürgermeister-Kandidat Heinz Grundner persönlich angesprochen. Das nenne ich gut.
Liebe Parteien, die Leute wollen von euch gefragt werden, sie erwarten, daß ihr euch ihre Meinung anhört. Gebt ihnen die Möglichkeit!
Neue Liste Dorfen: Krach übergibt an Urban
Thursday, January 10, 2008 8:31:27 AM
Zitat:
Willi, ich wünsche, dass du auf den Chefstuhl kommst
Bemerkenswert.
Dorfen Vermischtes, 2. Solistenkonzert am Gymnasium
Wednesday, March 21, 2007 9:53:43 PM
Tag Cloud fuer Google Suche
Wednesday, October 11, 2006 12:33:33 AM
Google Search Cloud, ein Perl-Script zur Anzeige von Google Referern in den logfiles.
NPD sagt Demo in Dorfen ab
Friday, August 18, 2006 3:22:21 PM
Obwohl die NPD ihre für den kommenden Samstag geplante Demonstration in Dorfen abgesagt hat, soll in der Isenstadt ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt werden. Die aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie der Stadt Dorfen neu konstituierte Aktion "Dorfen ist bunt" veranstaltet am Freitag einen Filmabend und organisiert am Samstagvormittag einen Info-Stand.
Hey, das find ich gut! Evangelische Kirche, katholische Kirche und Stadt Dorfen gemeinsam gegen Rechts. Das ist eine super Idee!
Auch wenn die NPD-Demonstration in der Isenstadt inzwischen abgeblasen wurde - das Bündnis will sich am Wochenende dem Rechtsextremismus stellen, wie Aktionssprecher Gert Hänsel betont: "Wir wollen die Bürger über die rechtsextreme Szene informieren, sie für das Thema sensibilisieren und sie aktivieren, für Menschenwürde und Demokratie einzutreten."
Weiter wird berichtet, und das finde ich besonders bemerkenswert:
Um eine möglichst breite Front gegen die NPD zu mobilisieren, will Hänsel auch das "Bündnis gegen Nazis" mit an Bord holen. "Wir brauchen alle Bürger, egal ob sie in linkspolitischen oder konservativ-bürgerlichen Lager stehen", betont Hänsel. Zwischen allen bestünde der Konsens, dass die NPD in Dorfen nicht erwünscht sei. "Wir müssen unsere Aktionen aber besser koordinieren als bisher und mit einer Stimme sprechen." Es dürfe der NPD nicht mehr gelingen, die Bevölkerung mit gezielt polarisierenden Themen wie dem Jugendzentrum und der B 15-Umgehung zu spalten.
Die Rechten hatten zuletzt mehrfach das Jugendzentrum Dorfen als Grund für ihre verstärkte Präsenz in Dorfen genannt. Ich wünsche dem Aktionsbündnis "Dorfen ist bunt" alles gute und viel Erfolg und daß es eine gute Zusammenarbeit mit dem "Bündnis gegen Nazis" geben wird und nicht wie in der Vergangenheit teilweise geschehen unsachliche Vorwürfe wie auch noch auf den Seiten des "Bündnis gegen Nazis" nachzulesen:
"Eine Stadt sagt Nein - lasst die Nazis marschieren – schaut weg und stört sie nicht!"
Was die Stadt Dorfen hier gemeinsam mit den beiden Kirchengemeinden und dem "Bündnis gegen Nazis" organisiert oder unterstützt ist alles Andere als diese Aussage. Das finde ich gut.
"Gemeinsam machen, zusammen schaffen"
Nachtrag Demo Rechter in Dorfen
Wednesday, July 12, 2006 4:15:08 PM
Am vergangenen Wochenende (7.7.06) wurde vom Landratsamt Wunsiedel, wie auch im Vorjahr, der “Rudolf-Heß-Gedenkmarsch” von Nazis aus ganz Europa verboten.
(..)
Allerdings plant die rechtsextreme Szene für den 19. August eine alternative Demo im bayerischen Dorfen.
Rechte mit Demo in Dorfen
Thursday, July 6, 2006 7:12:47 PM
Der in meinem Blog von Kommentatoren bereits mehrfach beschimpfte Dorfener Anzeiger hat diesmal für mein Empfinden sehr sachlich zum Thema berichtet. Anhänger um den als Neonazi-Führer bekannten Norman Bordin haben für den 19. August 2006 in Dorfen einen NPD-Aufmarsch angemeldet, der ursprünglich am 12. August geplant war. Es wird auf die damit im Zusammenhang stehenden Situation und Gefahren hingewiesen. Es wird von Hinweisen gesprochen, daß Bordin an diesem Tag in Dorfen ein Rockkonzert anläßlich seines 30. Geburtstags feiern will. Weiter heißt es:
Möglicherweise planen die Neonazis aber auch eine viel größere Aktion.
Da sich am 17. August der Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf
Heß jährt, wird nicht ausgeschlossen, dass der Aufmarsch in Dorfen für
einen Gedenkmarsch an den Kriegsverbrecher genutzt wird.
Die Polizeidirektion Erding sieht nach Aussagen ihres Pressesprechers Rainer Wolf möglicherweise Probleme in der Absicherung:
Für die Polizei würde dieses Szenario "eine völlig neue Herausforderung" bedeuten, (..) Möglicherweise würden dann Hunderte von Neonazis in Dorfen aufmarschieren. Es gibt bereits Befürchtungen, die Stadt könnte ein neuer "Wallfahrtsort" der Rechtsextremen werden.
Hoffen wir noch darauf, daß es nicht dahin geht. Bis jetzt ist Dorfen auch ohne rechtsextremes Tagesgeschehen ein angenehmer Wohnort.
Ermittlungen gegen Anti-Rechts-Symbole
Monday, June 12, 2006 5:59:59 PM
auf Spiegel
ANTI-NAZI-SYMBOLE
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Claudia Roth
Wegen eines antifaschistischen Ansteckers geht die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen die Grünen-Vorsitzende Roth vor. Diese hatte mehrfach öffentlich einen Button mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz getragen: ein solches Symbol sei aber verboten- ob der Träger nun zustimme oder nicht, so die Begründung des Staatsanwalts.
Aha, müssen wir nun befürchten, daß sich Nazis künftig durchgestrichene Hakenkreuze anstecken?
Was ist ein gerechter Mindestlohn?
Thursday, June 1, 2006 9:22:38 PM
Beschäftigte von Zeitarbeitsfirmen in Ostdeutschland sollen künftig Anspruch auf einen Mindestlohn von 6,10 Euro in der Stunde haben, in Westdeutschland minimal 7,00 Euro. Darauf einigten sich Zeitarbeits-Verbände und die Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbund. In Deutschland gibt es etwa 450 000 Zeitarbeitnehmer.
Aha. Das sind bei 175 Stunden im Monat
6,10 EUR * 175 = 1067,50 EUR
Hey, Klasse! Und diese Leute sollen mit dem Kauf von Waren den Markt in Deutschland wieder ankurbeln für den Wirtschaftsaufschwung? Welcher Politiker kann aus eigener Erfahrung von heute (oder vor kurzem) selbst wissen, wie man allein mit diesem Betrag im Monat auskommt, davon alles bestreitet und eventuell auch noch einen 30 km Arbeitsweg hat, den er bei den jetzigen Benzinpreisen nur mit eigenem PKW zurücklegen kann? Okay, das ist nicht so viel. Man kommt auf:
22 d * 30 km * 2 = 1320 km/monund weiter mit dem Verbrauch und Spritpreis auf
1320 km/mon * 8 l / 100 km = 105,60 l * 1,34 EUR/l = 141,50 EUR
Nachtrag Demo NPD
Tuesday, May 23, 2006 9:21:49 PM
siehe dazu:
- ThoBlog "übler Hetze" beschuldigt
- Jugendzentrum und die fehlende Leitung
- und Kommentare in anderen Beiträgen zum Jugendzentrum
Korrektur, Nachtrag
In der Woche nach der Demo meldete mir ein News Service einen vermeintlich neuen Artikel vom Bayerischen Rundfunk über eine Demo Rechter in Dorfen. Der Artikel bezog sich auf eine Demo im Jahr 2005 und hat nichts mit der Demo vom 20.05.2006 zu tun. Am Artikel war für den Leser auf Anhieb kein Datum zu erkennen. Der Teil dieses Beitrags, der sich auf diesen Artikel bezog, wurde entfernt. Der Artikel wurde inzwischen von der website des BR entfernt. Wie das so schnell geschehen konnte, nachdem sich jemand - wie in den Kommentaren zu diesem Beitrag zu lesen - mächtig aufgeregt hatte, dazu kann man sich Gedanken machen. Auch andere (linke) Seiten haben diesen Artikel verlinkt. Wozu die Stadt Dorfen anläßlich dieser Demo aufgerufen hat, kann man am Bild dieses Artikels sehen. "Eine Stadt sagt NEIN" Das Bild wurde von mir selbst am Tag der Demo aufgenommen. Es zeigt die Plakate der Stadt Dorfen innerhalb des Rathauses.
In einem online zu findenden Artikel heißt es, die Neonazis drängten auf die Schließung des Jugendzentrums. Anlaß dafür sei, daß Mitglieder des JZ NPD-Infostände umgeworfen haben. Das verwundert mich. Genau das wurde mir gegenüber von Anhängern des Jugendzentrum Dorfen auf das Heftigste bestritten. Hm, sagt der Bayerische Rundfunk nicht die Wahrheit? Worauf stützt er sich?
Nachtrag:
Warum halte ich einen Zusammenhang zwischen dem NPD-Infostand und dem Interesse Rechter an Dorfen und dem JZ für bedeutsam? Dazu muß man feststellen, daß die Rechten nicht immer ein so starkes Interesse an Dorfen und dem hiesigen Jugendzentrum hatten. Sie riefen diesmal zu einer Demo in Dorfen auf mit der Begründung (wie auf ihren Seiten geschrieben) "Bei diesem Jugendzentrum handelt es sich um eine linken Gruppierungen nahe stehende Einrichtung". Wie kommen sie darauf? Wahrscheinlich wohl, weil es diesen Vorfall mit dem Infostand der NPD gab (der schon länger zurückliegt). Sucht man in Google nach "Was wollen die Nazis in Dorfen", findet man eine Seite vom 31.05.2005 (also auch schon älter). Dort steht:
Daß sich die Faschisten jetzt so auf das Jugi eingeschossen haben, kommt daher, daß bei einem kleinen Gerangel letzten Herbst ein NPD-Infostand umgefallen ist und die Nazis angebliche "Schlägertrupps aus dem Jugendzentrum" dafür verantwortlich machten.
Auch wenn das schon über ein Jahr her ist, halte ich es für eine bewußt falsche Darstellung, einen Zusammenhang zu leugnen; und das unabhängig davon, ob die Stand-Umschmeißer wirklich Leute vom JZ waren oder nicht. Aber wie gesagt: Recherche hilft.
(Dorfen) B15 Ausbau noch heuer
Wednesday, April 19, 2006 5:32:21 PM
11.04.2006
B 15 wird im September ausgebaut
Straßenbauamt und Stadt startklar für Multifunktionsstreifen
Der dreispurige Ausbau der B 15 in
Dorfen soll Mitte September in Angriff genommen und vor Wintereinbruch
fertig sein, dies sagte gestern Karlheinz Gärtner, der leitende
Baudirektor des Straßenbauamts München, bei einem Termin im Dorfener
Rathaus.
Na der Streifen entlastet dann hoffentlich die Situation wie gewünscht. Trotzdem wird Dorfen um eine Umgehung langfristig nicht herum kommen. Eine bessere West-Ost-Querung von Dorfen wäre wünschenswert und eine Umgehung Dorfens in Nord-Süd-Richtung ist wohl unvermeidlich.
Anscheinend gibt es nun innerhalb der CSU eine Arbeitsgruppe Verkehr. Auch die ÜWG hat sich des Themas angenommen wie zu lesen im DA:
Die ÜWG bewertet die neu gegründete CSU-Arbeitsgruppe
zum Thema Verkehr als einen Schritt in die richtige Richtung. Der
erste Vorsitzende Achim Steiger blickt, wie er in einer
Pressemitteilung erklärt, den angekündigten Vorschlägen mit Spannung
entgegen. Er schickt jedoch gleich hinterher, dass die CSU hier der
allgemeinen Entwicklung um Meilen hinterher hinke.
Und weiter heißt es:
Die von der
ÜWG-Fraktion angeregte Erstellung eines Gutachtens zu einer möglichen
Trassenführung wurde von der CSU-Fraktion im Stadtrat abgelehnt - mit
der Begründung, das lasse sich ohnehin nicht realisieren, insbesondere
wegen der Kosten.
Scharfe Worte von Achim Steiger, seines Zeichens Rechtsanwalt in Dorfen. Hm, Straßenbau kostet Geld, soviel ist klar. Vielleicht hätte trotzdem ein Gutachten mehr Klarheit gebracht.
SciFi und Dialoge abseits der Realität
Friday, April 14, 2006 9:16:06 PM
Ich glaube nicht, daß das System funktioniert.
Wie würdest du es dir denn vorstellen?
Wir brauchen ein System, in dem die Politiker sich zusammensetzen und ein Problem besprechen, sich darauf einigen, was das Beste für das gesamte Volk ist, und es dann tun.
Das ist genau das was wir machen. Das Problem ist nur, daß oft keine Einigkeit erzielt wird.
Genial und bis hierher genau das, was man sich als Bürger von den Politikern wünscht. Die nächste Wahl kommt bestimmt.
Nun dann sollte man es eben erzwingen.
Wer denn, wer sollte sie dazu zwingen?
Ich weiß nicht, irgendjemand.
Du?
Ich meine nicht mich.
Aber irgendjemand?
Jemand der weise ist.
Das hört sich sehr nach einer Diktatur für mich an.
Naja, wenn es funktioniert.
(aus einem bekannten Sience Fiction Movie)
Oder doch nicht abseits?
siehe auch: das Wort zur Wahl
Hohenpolding plant seine Zukunft
Friday, March 31, 2006 12:33:20 AM
"Alle Bürger sollen angezapft werden"
Hohenpoldinger stellen Entwicklungsprojekt vor
Hohenpolding (mel) - Was kann man in einer finanziell nicht gerade rosigen Zeit machen, um Hohenpolding trotzdem vorwärts zu bringen? Diese Frage stellen sich Anita Winter, Peter Arweck, Gottfried Berger, Alois Rott, Markus Huber, Sepp Maier und Gottfried Gänßle schon seit einigen Monaten. Jetzt wollen sie mit ihrem Projekt "Gemeindeentwicklung" Hohenpolding zusammen mit Bürgermeister Heribert Niedermaier an die Öffentlichkeit gehen.
und weiter heißt es:
Am morgigen Freitag hoffen sie im Gasthaus "Zur Linde" auf möglichst viele Gleichgesinnte, die sich mit eigenen Ideen einbringen und engagieren wollen. "Alle Bürger sollen angezapft werden, ob jung oder alt. Alle sind wichtig", betont Huber, und Arweck fügt hinzu: "Wir sehen uns nicht isoliert. Wir wollen mit Bürgermeister, Gemeinderat und anderen Bürgern gemeinsam an einem Strang ziehen, damit mehr Potential entsteht."
Diese Veranstaltung findet auf Nachfrage heute am Freitag um 19:00 Uhr in der Gemeinde Hohenpolding im "Gasthaus zur Linde" statt.
Hingehen! Ideen einbringen!
Vor ein paar Wochen hatte schon eine Unterschriftensammlung für den DSL-Ausbau in Hohenpolding stattgefunden. Hohenpolding ist nur teilweise mit DSL versorgt. Weitere Anschlüsse sind wohl derzeit laut Telekom nicht zu erhalten bzw. ist auch nicht ganz Hohenpolding mit DSL abgedeckt.
Die Unterschriftensammlung ist inzwischen abgeschlossen und weitergeleitet. Insgesamt nahmen in den 4 Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen 265 Bürger teil. Davon waren immerhin 101 aus Hohenpolding. Auf der Suche nach Zahlen findet man die Größe von 943 Stimmberechtigten, die zur letzten Wahl zum ersten Bürgermeister am 03.03.2002 in Hohenpolding zugelassen waren. Die Unterschriften stammen also immerhin von einem Zehntel der wahlberechtigten Bevölkerung von damals. Für den weiteren Aufschwung der Gemeinde wie auch der Unternehmen in Hohenpolding ist die DSL-Abdeckung bzw. anderweitige Versorgung mit breitbandigen Zugängen zum Internet sicher von Bedeutung. Ich drücke die Daumen!
Dorfen und die B15 neu
Friday, March 31, 2006 12:06:53 AM
B 15/neu hat für die CSU Priorität
Neue Arbeitsgruppe erarbeitet verkehrliche Verbesserungen
Dorfen (kg) - Die B 15/neu hat laut Parteivize und Stadtrat Heinz Grundner oberste Priorität für die beim CSU-Ortsverband Dorfen neugebildete Arbeitsgruppe zur verkehrlichen Verbesserungen.
und weiter unten:
Vorschläge machen "mit Hand und Fuß" wolle die CSU-Arbeitsgruppe, sagte Grundner. Dazu zähle jedoch nicht eine Neuplanung für die A 94, wie sie jüngst von einer Gruppierung angeboten worden sei.
(..)
Für dringend geboten halte die CSU-Arbeitsgruppe den baldigen Bau der B 15/neu, die die stark befahrene B 15 durch Dorfen entlasten könnte. Eine Umgehung Dorfens sei auch für die mitten durch die Stadt führende Staatsstraße 20 86 (Isener Straße) erforderlich, die dann im Süden von Dorfen in die B 15 eingeschleift werden müsse.
Ich erinnere mich, daß mir jemand erzählt hat, Schwindegg war auf Dorfen bereits zugegangen, weil man die West-/Ost-Umgehung von Ortschaften einschließlich Schwindkirchen in Schwindegg schon geplant und in Angriff genommen hatte. Dorfen wollte damals nicht mitmachen. Stattdessen kam es dazu, daß Dorfen auf seinem Gebiet einige Straßen für die Durchfahrt von LKW sperrte und damit den Bau der Umgehung Schwindegg erschwerte. Die Gemeinde Schwindegg wurde darüber noch nicht einmal von der Stadt Dorfen unterrichtet, man erfuhr es auf anderem Wege. (so hörte ich es).
Auch erzählte mir der alte Mann, daß es bereits sehr lange eine Planung für eine Trasse an Schwindegg, Schwindkirchen und Dorfen vor bei gäbe. Von 1930 sei diese Planung. Allerdings hat wohl die Stadt Dorfen genau auf dieser Trasse dem Bau von Häusern zugestimmt. Ich kann allerdings nicht für die vollständige Korrektheit all dieser Aussagen garantieren. Einige davon sind allerdings nachprüfbar. Zum Beispiel hat nach der Absage von Dorfen Schwindegg allein eine Umgehung gebaut, die inzwischen fast fertig ist. Diese führt aber vor Schwindkirchen wieder auf die alte Straße, so daß damit für Dorfen leider gar nichts gewonnen ist.
siehe auch B15
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