Jugendzentrum und die fehlende Leitung
Tuesday, 28. March 2006, 23:08:30
Saufen, bis der Notarzt kommt
Bei Party am Samstag kam es im Jugendzentrum zu Alkoholexzessen
VON ANTON RENNER Dorfen - Im Jugendzentrum ist es am Wochenende bei einem Fest offenbar zu massiven Alkoholexzessen gekommen. Mehrmals mussten Polizei, Sanitäter und Notarzt anrücken, um betrunkene Besucher zu versorgen. Ein Jugendlicher kam mit einem Vollrausch in die Klinik.
Mensch Jungs! Da müßt ihr doch aufpassen! Warum verscherzt ihr es euch selber? Denkt doch mal nach! Das ist doch nicht normal, daß sich 13- und 14-jährige die Hucke zukippen, bis sie umfallen. Da muß man doch reagieren! Vorher! Hey, wie ich hörte,
Und die lieben Herren Stadträte. Bitte das nächste Mal nachdenken, wenn abgestimmt wird. Pauschalurteile bzw. Pauschalverweigerung bei Beschlüssen ist wohl nicht so toll. Nur weil man selbst mal aktiv im JZ war oder die Kinder sich derzeit dort gern aufhalten. Auch im Internet findet man die Stadträte der Stadt Dorfen. Einfach mal ein paar Stadträte fragen, da ergibt sich schon ein Bild. Wenn Sie - liebe "immer für JZ stimmende" Stadträte - das nächste mal abstimmen, dann denken Sie daran, daß auch Sie mit ihrer Stimme die Verantwortung übernehmen für 13-Jährige und 14-Jährige, die sich dort bewußtlos saufen.
siehe auch andere Beiträge zum Jugendzentrum








Anonymous # 1. April 2006, 16:01
nur: wenn die momo party oder wie diese saufveranstaltung hieß der öffentlichkeit von den veranstaltern als eine veranstaltung "gegen rechts" verkauft wird, dann kommt mir als garantiert nicht rechter das kalte grausen. man kann jugendiche nicht alleine sich selbst überlassen. "selbstverwaltung" ist nichts anderes als die augen schließen und geld sparen. das muss fachpersonal her, das mit den jugendlichen zusammen an einer konzeption arbeitet, bei der suff und drogen von der tagesordnung verschwinden bzw. an den rand gedrängt werden.das sollte eigentlich der 1. bürgermeister wissen (er weiss es wahrscheinlich auch). nur: wer soll das bezahlen. komisch: andere gemeinden schaffen das bei ähnlicher oder sogar schlechterer haushaltslage!! aber so lange jugendliche am unsinnigen donnerstag schulfrei bekommen, um heimatliche bräuche zu pflegen (suff oder was läuft da. die realschule taufkirchen hat sich jedenfalls von der schülerbefreiuungsaktion verabschiedet und das ist gut so. wirklich nur in diesem fall: danke frank höhne (das ist der taufkirchener realschulrektor)
Thomas # 1. April 2006, 19:00
Das sind sehr viele Dinge auf einmal. Ich versuche das der Gerechtigkeit halber (und auch wegen der Sachlichkeit) möglichst zu trennen.
Man sollte den Veranstaltern nicht von Hause aus das Recht absprechen, eine Veranstaltung gegen rechts zu organisieren. Das ist das eine. Die alkoholischen Entgleisungen sind das Andere. Natürlich kann man mit genug schlechtem Willen eine Absicht unterstellen: "Die wollen das ´Saufgelage´ als ´gegen rechts´ verkaufen". Aber: Diese böse Absicht kann niemand beweisen und darum geht es mir auch nicht. Das JZ kann ruhig Veranstaltungen gegen rechts machen. Nur die Trinkerei von Jugendlichen paßt da nicht dazu. Nichts gegen den Alkoholgenuß von Erwachsenen.
"selbstverwaltung" ist nichts anderes als die augen schließen und geld sparen
Das halte ich persönlich für zu pauschal. So pauschal kann man das nicht sagen, so stimmt das nicht. Bürgermeister Josef Sterr weiß das sicher, und genau so gut weiß das sicher auch der zweite Bgm. Gisbert Becker, der m.W. mit der direkten Arbeit mit dem JZ betraut ist. Den fehlenden guten Willen möchte ich den beiden nicht unterstellen. Vielleicht wollen sie wirklich nur im Guten versuchen, dieses Projekt der Selbstverwaltung eines JZ nach bestem Willen zu erhalten? Aber sicher sollten sich die Verantwortlichen im JZ selbst darum bemühen, daß in der Leitung mindestens ein - besser mehrere - Erwachsene vertreten sind und Regeln für die Einhaltung des Jugendschutzgesetz aufgestellt werden und Maßnahmen ergriffen werden, die die Einhaltung sichern sollen.
Ich hörte, Ernst Giller - Stadtrat, SPD - hat womöglich einen Bezug zum JZ. Ich weiß aber nicht welchen. Vielleicht war er früher selbst gern Besucher des JZ oder er hat Kinder, die das JZ gern besuchen? Ich weiß es wie gesagt nicht genau. Aber solche Stadträte, die einen Bezug zum JZ haben, die sollten doch berufen fühlen, eine positive Entwicklung im JZ auf den Weg zu bringen. Das muß doch möglich sein.
Der Hemadlenzn ist wieder eine andere Geschichte. Die Zeitung hat darüber auch anders berichtet. Es hieß meines Wissens, man habe Angst, die Schüler müßten an diesem Tag nach der Schule zu Fuß durch die Stadt. Das wäre natürlich ein ganz anderer Hintergrund. Leider gibt es den Artikel über die Ängste der Lehrer beim Marktplatz-Oberbayern nicht mehr. Da hätte man es nachlesen können. Der Artikel war vom 17. January 2006 oder früher.
Zum besagten Rektor habe ich ein eher gestörtes Verhältnis. Ich habe während der gesamten Schulzeit meiner drei Kinder mit ihm nur negative Erfahrungen gemacht und keine einzige positive. Aber was ich von ihm halte, möchte ich hier vielleicht nicht schreiben.
viele Grüße und danke, Thomas
PS: Es tut nicht weh zu sagen, wer man ist. ;-)
Anonymous # 2. April 2006, 14:50
ne, der renner toni bin ich wirklich nicht. wie auch immer: dem höhne sei ja auch nur (und das wirklich nur) in diesem einen einzigen fall "hemadlenzn" dank. höhne und sein stellvertreter hanslm. oder wie der heißt sind nun wirklich na ja...da fehlen mir ansonsten die worte.
es geht jedenfalls nicht, dass diese saufveranstaltungen als "veranstaltung gegen rechts" getarnt werden. das hat nichts mit rechts oder links zu tun. die stadt dorfen muss mehr für ihre jugendlichen tun und sie nich hängen lassen. dieses "hängenlassen" durch die politik (hier: kommunalpoitik) führt bei vielen jugendlichen zum absoluten politischen desinteresse (wir wollen spaß)oder an die rechten und linken politischen ränder unserer gesellschaft. es ist nun mal nicht jeder in einem der vielen vereine (mit deren inhalten können sich ja nun mal nicht viele junge menschen identifizieren. für viele dieser jugendlichen muss auch etwas getan werden, damit sie ihren platz in der gesellschft finden.
zur anonymität: werde die schon noch mal aufheben!
Thomas # 3. April 2006, 07:23
Realschule Taufkirchen: Dem sei so, ich wollte auch keine Globalverurteilung von Lehrern. Von Herrn Hanslmeier habe ich glaube ich bis jetzt nichts Negatives gehört.
"saufveranstaltungen als "veranstaltung gegen rechts" getarnt werden"
Das sehe ich nicht so. Das kann man nicht belegen. Das Ziel einer Veranstaltung gegen Rechts, kann man zunächst nicht absprechen. Daß dann etwas Anderes daraus wird, ist eine andere Geschichte. Du mußt ihnen zugestehen, eine Veranstaltung gegen rechts machen zu wollen. Wenn dann etwas Anderes daraus wird, dann ist das eine Andere Geschichte, über die man unabhängig von dem Ziel der Veranstaltung gegen Rechts reden muß.
"hängenlassen" durch die politik
Das sehe ich nicht so. Die Angebote von der Stadt sind wohl da. Allein von der Leitung des JZ wird eine Selbstverwaltung gewünscht und bis jetzt wird von der Stadt dem nachgegeben. Meine Aufforderung an die Stadträte steht. Bist du ein Stadtrat? Dann solltest auch du aktiv für die Jugendlichen und für das JZ werden.
es ist nun mal nicht jeder in einem der vielen vereine (mit deren inhalten können sich ja nun mal nicht viele junge menschen identifizieren.
Was sind denn Inhalte, mit denen sich Jugendliche identifizieren können? Ich habe eher den Eindruck, daß viele Jugendliche heute gar nichts mehr tun wollen. Aber gottseidank nicht alle. Einige Jugendliche sind sehr wohl in Vereinen. Vereine leisten einen nicht hoch genug einzuschätzenden Beitrag zur Gesellschaft.
Gruß, Thomas
Anonymous # 3. April 2006, 15:11
natürlich leisten vereine einen hohen beitrag zur gesellschaft. nur: die
erreichen nicht mehr alle jugendlichen. man kann jugendlichen dafür nicht die schuld geben. die sind zum teil verwöhnt,von ihren eltern zugeschüttet mit konsumartikeln...das kann man beliebig fortführen. ne talkshow ist für viele interessanter als vereinsleben.
unterhalten sie sich mal mit einem lehrer: der wird ihnen entgegnen, dass die "glotze" sein konkurrent ist. von einer talkshow zur nächsten... eine ernsthafte auseinandersetzung mit "etwas" ist mit einer schulklasse immer schwieriger. das ist nicht nur an problemschulen so...das geht durch alle schulformen... kunstpark ost..oder jz..hauptschüler oder gymnasiast..da wird von vielen am wochenende gesoffen bis zum umfallen. montags wird sich dann erschlagen in die schulbank gelegt und glasige augen starren den vorturner vorne an. aber:viele eltern sind ihren sprößlingen auch nicht immer leuchtende vorbilder. auch alkohol ist eine (gesellschaftlich akzeptierte) droge.
wer liest unser geschreibsel überhaupt?! ich glaube nur wir beiden
gruß
heiner
Thomas # 3. April 2006, 15:29
Hallo Heiner, endlich ein Name!
Unser Geschreibsel kann jeder weltweit lesen. Jetzt hab ich grad paar Minuten Zeit, so hier noch schnell ein paar Worte. Ich schlage vor, bleiben wir gleich beim Du, oder? Bist du aus dem Dorfener Raum?
Ich kann deine Argumentation nachvollziehen. Meine Sichtweise ist die, daß Eltern heute teilweise im Beruf ziemlich überlastet sind. Das wirkt sich auf die Erziehung aus. Damit einher gehen Prozesse, wie du sie beschrieben hast. Der gesellschaftliche Druck in der Schule, "in" sein zu müssen, wird auch immer stärker. Aber nochmal zum Elternhaus. Ich muß eins vorweg schicken. Ich bin konfessionlos. Aber ich bin überzeugt, wenn mehr Leute an Gott glauben würden und diesen Glauben ernst nehmen würden, dann hätte unsere Gesellschaft vielleicht weniger Probleme. Wir haben gerade Fastenzeit. Wer nimmt den das von den Gläubigen noch ernst? Heute wird Glaube eher wie eine Art Verein gesehen. "Ich geh zwar hin, aber meine eigene Meinung hab ich trotzdem." Also jeder biegt sich seinen Glauben zurecht, wie es ihm gerade paßt. Wer fastet denn heute noch mit irgendwas? Also z.B. man nimmt sich vor, nach dem Abendbrot nichts mehr zu essen oder in dieser Zeit keine Süßigkeiten zu essen. (Kuchen zum Kaffeetrinken meine ich nicht damit.) Da wird man ja ausgelacht. Nein, unsere Gesellschaft (und die Medien) propagiert den Individualismus. Jeder kann machen, was er will, jeder darf sich zu jeder Zeit alles leisten. Das ist der Anspruch unserer Gesellschaft. Aber der große Zusammenbruch steht unserer Gesellschaft erst noch bevor, auch wenn schon jetzt die Armut unter der Bevölkerung sichtbar zunimmt. Nur die Politiker jeder Richtung scheint das nicht zu interessieren. Ständig werden neue Tests in Form von neuen Regelungen am lebenden Objekt Volk ausprobiert. Wenn die Kaufkraft in der Masse weiter schwindet, wird die Wirtschaft und die Gesellschaft an einem Punkt die Richtung ändern müssen.
Anonymous # 3. April 2006, 16:00
Das Alkohol- und Drogenproblem ist ein gesellschaftlich-soziales, kein Jz-spezifisches. Das Jz ist nicht der Grund für diese Probleme, aber unter Umständen ein Ort von vielen, an dem diese auflaufen. Statt Symptome durch Repression aktionistisch zu bekämpfen sollte man die Ursachen angehen. Dann wirds aber unbequem, müsste man doch die allgemeine soziale Lage, marginalisierte Bevölkerungsschichten, in prekäre Beschäftigungen gedrängte Familienväter und -mütter, die umsichgreifende Perspektivlosigkeit, das Patriarchat und die kapitalistische Verwertungsgesellschaft an sich diskutieren, um nur einige Ansatzpunkte zu nennen.
Im Jz wird sich größte Mühe gegeben, das Jugendschutzgesetz einzuhalten. An dem heißdiskutierten Fest wurden Ausweiskontrollen durchgeführt, Türsteher verhinderten das Mitbringen von Alkohol. Das Jz hat sich diesbezüglich nichts vorzuwerfen. Es wurde mit auf Wunsch des Initiators der Bierpreis erhöht, um Alkohol unattraktiver zu machen. Der Preis für Antialk blieb gewohnt niedrig (z.B. Wasser 50 Cent). Mehr kann mensch wirklich nicht verlangen! Dass sich Personen dann evtl. anderweitig Alkohol besorgen (an der Tankstelle soll an diesem Abend übrigens reger Betrieb geherrscht haben...) und diesen außerhalb des Jz konsumieren, liegt nicht im Verantwortungsbereich des Jz.
Der 13jährige hat anscheinend bei der Polizei ausgesagt, dass ihm das Bier, das er getrunken hat nicht im Jz verkauft wurde und er es auch nicht im Jz konsumiert hat. Darüber schreibt die Polizei natürlich keinen Pressebericht...
Der Vorwurf von Stadt und Polizei, das Jz habe das Fest nicht angemeldet, regt zum Schmunzeln an. Laut geltendem Vertrag müssen wir das nämlich nicht. Laut geltenden Gesetzen auch nicht. Also tun wirs auch nicht, wär ja noch schöner. Von den Stoaröslern erwartet auch niemand, dass sie ihre als "Hoagartn" getarnten Saufexzesse vorher bei den Staatsbütteln anmelden.
Das Jz Dorfen bekommt keine Zuschüsse von der Stadt, die auch nur annähernd in die von dir genannte Größenordnung fallen. Das Jz bekam über Jahre hinweg überhaupt keine Kohle von der Stadt, für 2004 erhielt es einen Zuschuss über die Nebenkosten, so dass eine Luftbuchung Stadt-Jz-Stadt ermöglicht wurde. Der laufende Betrieb wird selbst finanziert.
Niemand wird im Jz ohne Grund zum Gehen aufgefordert. Falls allerdings gegen die Hausordnung (ja, sowas gibt es) verstoßen wird hat das natürlich Konsequenzen. Auch bei rassistischen oder sexistischen Ausfällen reagieren wir empfindlich. Bei der Annahme, das Jz werde nur von Gymnasiasten besucht handelt es sich um einen alten Hut, die Zeiten haben sich geändert.
Deine Einschätzung bezüglich immer fürs Jz stimmender StadträtInnen ist sachlich falsch. Abstimmungsergebnisse aus den vergangenen Jahren belegen dies. Auf der anderen Seite gibt es aber Stadträte, die prinzipiell gegen das Jz stimmen (z.B. NLD, Teile der CSU, ...).
Das Jz ist die mit Abstand demokratischste Institution Dorfens. Bei uns haben viele Leute das erste Mal gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Probleme auszudiskutieren, es sich nicht so einfach zu machen, Mehrheitsentscheide zu fällen, sondern den Konsens zu suchen. Einmal wöchentlich trifft sich hierfür das Gremium, bei dem jedeR stimm- und redeberechtigt ist. Das Gremium ist die entscheidende Instanz, die Vorstandschaft die ausführende. In der Vorstandschaft sind übrigens Erwachsene vertreten, ich halte es jedoch für Bedenklich, Jugendlichen indirekt die Fähigkeit für verantwortungsbewußte Entscheidungen abzusprechen. Das Jz funktioniert nicht immer perfekt, aber das tut der Stadtrat ja auch nicht, da beschwert sich aber niemand. Wie soll man eigentlich Eigenverantwortung lernen, wenn einem immer gesagt wird, was man zu tun hat? Rufe nach "Leitung" und "Führung" entsprechen zwar dem deutschen Mainstream, sind aber kontraproduktiv.
Vielfalt erhalten!
"Heimatzeitungen" durch journalistische Druckwerke ersetzen!
Jz bleibt!
Thomas # 3. April 2006, 21:52
nachdem erst niemand vom JZ mit mir reden wollte hier auf einmal der große Freischlag? :-)
Da sind ein paar Sachen bemerkenswert.
Andi Dirschl writes:
"Ich bin nicht schuld, schuld ist die Gesellschaft." Nutzt hier nicht wirklich viel. Ich glaube in diesem Fall kann man sich nach den letzten Vorfällen nicht mehr mit Allgemeinplätzen herausreden.
Hoppla, hoppla. Von welchen Repressionen sprichst du? Wer betreibt Aktionismus? Bitte keine Globalrundschläge sondern Konkretes, gerade so, wie du es von Anderen hier auch einforderst.
Ach du guter Gott! Ich wußte nicht, daß das JZ gleich die ganze Welt verbessern will. Aber fangt doch mal beim JZ selbst an. Wenn du eine Revolution zum Sturz des Systems im Land haben willst, mußt du aber ein bißchen was vorbereiten.
Wer waren die Türsteher? Oder anders, wie alt waren sie, wie groß oder welche Eigenschaften wie z.B. in gesellschaftlichen Aktivitäten nachgewiesenes Verantwortungsbewußtsein prädestinieren diese für die Tätigkeit? Haben die Türsteher bei der Polizei eine Aussage gemacht?
Haben die Türsteher auch sich vor der Tür betrinkende Leute wieder reingelassen oder nicht?
Okay, geht mich nichts an. (Mit diesem Totschlgargument könntest du übrigens alle meine Fragen abschmettern.)
Ach komm! Du willst uns nicht ernsthaft sagen, daß das einen großen Einfluß auf den Alkoholkonsum hätte?
Sorry, billige Ausrede. Und das weißt du auch.
Ups! Verschluck dich nur nicht. Einige laut geltendem Vertrag festgeschriebene Dinge werden nicht eingehalten. Man sollte sich aus Verträgen nicht nur die Rosinen rauspicken. Hört man da versteckte Aggressionen? Ich habe die Stoarößler schon auftreten gesehen. So viele Jugendliche waren da gar nicht dabei. Ich hoffe nicht, du willst Leuten eine musikalische Betätigung absprechen? Ich singe in 3 Chören, das würde mich hart treffen. Mit dem Wort "Staatsbütteln" zeigst du nur deinen Hass. Das sagt aber eher wenig oder sogar das Gegenteil über dein Bestreben nach Auskommen im Guten aus.
Ja, das kann man schon auf eurer Homepage lesen:
Nein schade, habt ihr leider gelöscht. Jedenfalls war es eine sprachliche Entgleisung.
Hier! Doch gefunden:
Und wie immer: Rassisten, Sexisten, Stresser und sonstige Arschlöcher sind unerwünscht.
Google Cache ist dein Freund.
Apropos Bierkonsum, eure Homepage:
Ich habe eine Aussage über die Beobachtung einer Bieranlieferung im JZ durch den zweiten Bürgermeister Gisbert Becker. Die dabei angelieferte Menge Bierkästen hat mich überrascht.
Ich habe von anderen Stadträten oder sonst beiwohnenden Leuten persönliche Aussagen, die deiner Behauptung diametral entgegenstehen.
Das mag sein. Es ist wohl möglich, daß die ihren Hass genauso pflegen wir ihr euren gegen jeden, der das JZ kritisiert.
Ich dachte immer, Mehrheitsentscheide sind eine der wichtigsten Grundlagen der Demokratie?
Übrigens, da fällt mir gerade ein interessanter Dialog ein. Wer kennts?
Aber die Verantwortlichkeit vor dem Gesetz. Ich hoffe, das Gesetz gilt noch für dich? Es gibt in Deutschland eine Altersgrenze von 18 Jahren, ab der man vollständig für sich selbst verantwortlich ist, davor ist das ein bißchen anders.
Einfach einseitige Polemik, der umgedrehte Spieß. Natürlich regen sich Leute auch über den Stadtrat auf.
Bestimmte Dinge sind einzuhalten, da kommt auch ihr nicht dran vorbei. Und in die Wiege bekommt man nicht alles gleich gelegt. Da gibt es einen Prozeß, der nennt sich Erziehung. Dabei wollen Erwachsene, ihre Kinder liebende Menschen ihnen die wichtigen und positiven Dinge im Leben beibringen. Und was man nicht tun sollte.
Das tue ich.
Das bin ich nicht. (Oder was wolltest du (pauschal?) damit sagen?)
.. wenn es sich an die Gesetze hält.
Gruß, Thomas
Anonymous # 4. April 2006, 17:15
na ja, das klingt vom a.dischl ja fast so, als ob die polizei des öfteren grundlos mit dem jz dorfen beschäftigt war oder noch ist. wenn das jz dorfen die demokratischte einrichtung sein soll, na ja das ist wohl eine verhöhnung vieler anderer dorfener einrichtungen. "jugendzentrum und konsens" (dirschl).na ja: ich frage mich,warum die poilzei denn im jz aus und eingehen muss, wenn das alles so toll läuft.
was heißt konsens in diesem fall: ..... es ist nun endlich die aufgabe der stadt dorfen diese einrichtung professionell zu begleiten, zu betreuen und nicht nur einfach zuzulassen. das klappt nicht, wie ja immer wieder deutlich wurde und hat nix mit rechts oder links zu tun. übrigens: auch kommunen mit rot grünem stadtrat haben sich von der vollen selbstverwaltung solcher institutionen inzwischen verabschiedet. das hat halt nicht geklappt!
zur heimatzeitung: man mag ja mit dem merkurableger nicht immer einer meinung sein.aber "heimatzeitung" durch journalistische druckwerke ersetzen, solche argumente hat es in deutschland schon mal gegeben. das klingt vollkommen undemokratisch, riecht nach diktatur. jedem steht frei, in welchem journalistischen "machwerk" er sich informiert. auch wenn den sogenannten "selbstverwaltern" des dorfener jz die berichterstattung nicht immer gefällt.
Thomas # 5. April 2006, 07:17
Andi:
Die Aussage zu dem hohen Betrag oben habe ich korrigiert, wie mir mitgeteilt wurde, wurde diese Summe einmalig nach dem Brand im JZ aufgewendet. Es können aber vom JZ Zuschüsse beantragt werden, was ihr zumindest die letzten 2 Jahre nicht getan habt. Es stehen bei der Stadt dafür insgesamt 2000 EUR/a zur Verfügung, die aber auch (teilweise) von anderen Organisationen für Aufwendungen in Jugendarbeit beantragt werden können. Es stimmt, daß ihr in den letzten 2 Jahren insgesamt nicht mehr als 1000 EUR bekommen habt. Trotzdem sollte man auch sehen, daß ihr das Gebäude gestellt bekommt. Das würde ich nicht zu gering schätzen.
Heiner:
Nochmal, ich sehe das nicht so. Die Stadt läßt nicht nur einfach zu. Die Stadt ist bemüht, daß es im JZ ordentlich abläuft.
Das ist eine Pauschlierung, die ich so nicht richtig finde. Unter welchen Parteien ein Stadtrat geführt wird, hat damit zunächst grundsätzlich nichts zu tun. "daß es (grundsätzlich) nicht klappt" mit einer Selbstverwaltung halte ich auch für zu pauschal und nicht haltbar. Pauschal wohlgemerkt. Im Einzelfall wie beim Jugendzentrum Dorfen wird man immer auch einzeln entscheiden müssen. Wenn dem JZ wirklich an der Selbstverwaltung gelegen ist, dann sollten sie mit allen verfügbaren Leuten und ganzer Kraft daran arbeiten, daß negative Vorkommnisse so weit wie möglich verhindert werden. Selbst wenn man es nicht nachprüfen könnte, ob der Alkohol im JZ ausgeschenkt wurde oder nicht. Meiner Mutter hatte für solche Fälle einen Spruch:
Und sie war eine weise Frau.
Anonymous # 5. April 2006, 15:16
pauschal oder nicht pauschal: selbstverwaltung im jz dorfen kalppt nicht. die polizei ist dort nicht grundlos aus verschiedenen gründen zigfach vor ort gewesen.
Anonymous # 6. April 2006, 10:06
Dieser Blog hier zeigt vor allem eins:
Informatiker sollten Informatik betreiben. Und sonst besser nichts öffentlich äußern. Eine "Heimatzeitung" in Dorfen ist nämlich mehr als genug.
Anonymous # 6. April 2006, 16:04
wie so? gibt es zwei heimatzeitungen? warum sollte sich ein informatiker
denn nicht öffentlich äußern, meint ein "nichtinformatiker". nur, weil
thomas (der informatiker)eine andere meinung vertritt!!
heiner
Anonymous # 6. April 2006, 19:20
@Thomas
Die Aussage, Alkohol- und Drogenprobleme würden durch gesellschaftliche und soziale Mißstände induziert kann man zwar als Gemeinplatz bezeichnen, deswegen ist sie aber nicht weniger richtig. Es hat auch nichts mit herausreden zu tun, darauf hinzuweisen. Wer meint, das Problem würde in Dorfen verschwinden wenn das Jz keinen Alk mehr verkauft, hat schlichtweg die Problematik nicht erfasst oder ist von sehr schlichtem Gemüt. Lösungen, die in diese Richtung gehen haben deshalb auch nichts mit vernünftigen Lösungsansätzen zu tun. Mit reinen Strafaktionen erreicht man generell wenig, in jeglichen Bereichen. Prohibitive Maßnahmen im Jz haben ganz klar einen repressiven Charakter, lösen das Problem nicht, sondern verlagern es nur (daher: aktionistisch) und stehen vernünftiger Präventionsarbeit behindernd gegenüber. Mich verwundert übrigens, dass ich das extra erläutern muss. Sich über die grundlegenden Probleme in unserer Gesellschaft Gedanken zu machen und diese folglich auch zu hinterfragen ist natürlich anstrengend. Kann man wohl nicht erwarten.
"Wenn du eine Revolution zum Sturz des Systems im Land haben willst, mußt du aber ein bißchen was vorbereiten."
Hilfe! Da hat jemand "kapitalistische Verwertungsgesellschaft" gesagt!
Wer waren deine Quellen? Oder anders, wie alt waren sie, wie groß oder welche Eigenschaften wie z.B. in gesellschaftlichen Aktivitäten nachgewiesenes Verantwortungsbewußtsein prädestinieren diese für die Tätigkeit? ;-) Aber mal im ernst: Die Grundlage deiner Artikel über das Jz liefern dir doch auch nur der Dorfener Anzeiger und einige Leute, die man im Wirtshaus halt so trifft und die nach ein paar Halben ihr "Insiderwissen" auspacken...
"Man sollte sich aus Verträgen nicht nur die Rosinen rauspicken." Die Stadt fordert vom Jz die penibelste Einhaltung des Nutzungsvertrags. Sie selber verstößt andauernd dagegen. Wir rennen nur nicht gleich zum örtlichen Hetzblatt.
"Ich habe die Stoarößler schon auftreten gesehen. So viele Jugendliche waren da gar nicht dabei. Ich hoffe nicht, du willst Leuten eine musikalische Betätigung absprechen? Ich singe in 3 Chören, das würde mich hart treffen."
Ist jetzt das Saufen nur ein Problem der Jugend, oder wie??? Jeder, der schonmal in einem Sportverein, einem Schützenverein, oder der Feuerwehr war weiß, was da abgeht. Wie gesagt: Ein Problem, das sich durch viele Ebenen zieht. Ich will den Leuten nicht ihre musikalische (damit du was zum Aufregen hast: auch volkstümelnd reaktionäre) Betätigung absprechen, sondern nur anmerken, dass dort auch ordentlich gebechert wird, das aber niemand komisch findet. Ich hätte auch jeden beliebigen anderen Verein als Beispiel heranziehen können.
"Mit dem Wort "Staatsbütteln" zeigst du nur deinen Hass."
Das ist richtig und ergiebt sich aus Erfahrungswerten.
"Und wie immer: Rassisten, Sexisten, Stresser und sonstige Arschlöcher sind unerwünscht."
Ich kann bei dieser Aussage keine auch nur sprachliche Entgleisung entdecken, die Bezeichnung Arschloch scheint mir wie geschaffen für genau diese Gesinnungsgenossen. Schlimm, oder? Hast du auch inhaltliche Probleme mit dem Satz, oder bist du nur auf der Suche nach bösen Wörtern?
"Ich habe eine Aussage über die Beobachtung einer Bieranlieferung im JZ durch den zweiten Bürgermeister Gisbert Becker. Die dabei angelieferte Menge Bierkästen hat mich überrascht."
Vielleicht könnte es ja auch sein, dass das Jz einfach mehr und auch besser besuchte Veranstaltungen anbietet, als die meißten anderen Örtlichkeiten in Dorfen?
"Es ist wohl möglich, daß die ihren Hass genauso pflegen wir ihr euren gegen jeden, der das JZ kritisiert."
Du pauschalisierst schon auch gerne, oder. Und klar, jeder der Kritik übt wird kollektiv gehasst. Reden können wir nämlich nicht.
"Ich dachte immer, Mehrheitsentscheide sind eine der wichtigsten Grundlagen der Demokratie?"
Richtig gedacht, ich gratuliere! Deshalb bedeutet im Prinzip die Demokratie also eine Herrschaft der Mehrheit über eine Minderheit. Das ist wohl nicht wirklich optimal. Daher ist es viel sinnvoller zu versuchen, eine für alle tragbare Konsenslösung die dann auch alle unterstützen können zu erreichen. Schwierig, aber möglich. Im Jz funktionierts fast immer.
Stadtrat: "Einfach einseitige Polemik"
Richtig, macht auch mal Spass.
"Da gibt es einen Prozeß, der nennt sich Erziehung. Dabei wollen Erwachsene, ihre Kinder liebende Menschen ihnen die wichtigen und positiven Dinge im Leben beibringen. Und was man nicht tun sollte."
Funktioniert ja toll, diese Erziehung... Und die Erwachsenen: alle so vernünftig, Kinder liebend und positiv denkend... Und die Kinder werden genauso! Eine schöne Welt!
"Trotzdem sollte man auch sehen, daß ihr das Gebäude gestellt bekommt. Das würde ich nicht zu gering schätzen."
Das Jz übernimmt die Jugendarbeit in Dorfen und spart so der Stadt hunderttausende Euros im Jahr. Nein, das ist nicht übertrieben. DAS würde ich nicht zu gering einschätzen.
Viel Spass beim Zerpflücken und bei der weiteren "journalistischen" Recherchearbeit!
Anonymous # 7. April 2006, 17:41
nun soll es also 3 monate ein absolutes "saufverbot" geben. und dann:
wird's (wahrscheinlich) so weiter gehen wie bisher.
Anonymous # 7. April 2006, 17:49
nachtrag: 2 "ausnahmesaufabende" sind ja bereits genehmigt. da bleibt nur hohn und spott für die kommunal verantwotlichen. danach sind die 3 monate rum und dann wird's langsam wieder so wie immer. dann prösterchen
Thomas # 7. April 2006, 17:54
Armin könnte einer von denen sein. Muß aber nicht, manche sind sonst gar nicht im Internet. Über Armins Meinung läßt sich nur eins sagen: Bild dir deine Meinung! Und zwar möglichst mit Nachdenken und jeder selbst. Im Übrigen ist das hier keine Heimatzeitung sondern der Versuch im Chaos der gegenseitigen Beschuldigungen eine möglichst objektive Sichtweise auf die Dinge zu bekommen.
Andi:
Da kann ich einfach nichts mehr sagen. Jede kritische Meinung wird von dir niedergebügelt. Das Wort "journalistischen" in Anführungszeichen soll mir wohl sagen, wie wenig "professionell" ich das tue. Ja, stimmt. Das hab ich nicht gelernt, Journalismus. Ich lebe nur in Dorfen und höre über Probleme mit dem JZ. Entschuldige, daß ich versuche eine objektive Sichtweise auf die Dinge zu erlangen. Von euch wollte ja außer dem einen schüchternen Junge am Telefon keiner reden. Nach der Art dieses "Gesprächs" hier habe ich allerdings auch keine Lust mehr darauf. Versucht habe ich es. Die letzten Aussagen über das Geld stammen direkt von der Kämmerei der Stadt Dorfen. Dein
stimmt nicht. Wer mich kennt, weiß daß ich fast nie ins Wirtshaus gehe. Wenn dann zum regelmäßigen Onlinestammtisch bzw. Linux-Stammtisch der Dorfener LUG DoLUG. An dieser Stelle höre ich auf und stelle für mich fest, daß ich nicht "normal" mit dir reden kann. Kann aber auch an mir liegen. "Gedanken" werde ich mir auch weiterhin machen, allerdings weiterhin ganz unprofessionell, un-journalistisch und naiv.
viele Grüße und alles Gute, Thomas
Anonymous # 8. April 2006, 16:33
Falls Sie sich noch einmal wundern sollten, warum hier jemand anonym schreibt: Ihr Google-Link mit meinem Namen erklärt das wohl hinreichend.
Ich kann also jedem nur empfehlen, auf dieser zweifelhaften Seite anonym zu posten - außer natürlich man widerspricht dem Blog-Betreiber nicht (was aber wohl das schwierigste an der Nummer ist ;-))
Thomas # 9. April 2006, 20:47
Wer meint, es besser zu wissen, soll selbst was machen. Oder man finde jemand der:
- unabhängig ist (weder der Stadt Dorfen noch dem JZ verbunden)
- Fakten zusammenträgt (wer hat sich selbst nach dem Haushaltsplan bei der Stadt Dorfen erkundigt oder die blöde Tür vom JZ fotografiert? Von der Tür bin ich mir inzwischen nicht mehr sicher, ob die Sig-Rune von Rechten stammt. Es hat wohl niemand ein Foto oder einen Film von dem, der das da ran geschmiert hat. Wenn man soetwas so wenig mag, wäre das S schon lange verschwunden. Also will man damit etwas sagen.)
- Beiden Seiten das Wort gibt, indem er beide Seiten zitiert.
- einen besseren Weg hat als beiden das Wort zu geben und Fakten zu nennen.
PS: Herr O. Die Kunst an der Demokratie ist, auch den anderen das Wort zu lassen. Oder dachtest du, in Opera Blogs darf von Haus aus jeder Unbekannte schreiben? Das muß man extra freischalten. Allerdings gebe ich zu, bei bestimmten Postings zweifle ich, ob das eine weise Entscheidung von mir war. Ich stehe aber noch dazu, ganz im Gegensatz zu anderen, die nicht öffentlich zu ihrer Meinung stehen. Unerkannt ist halt leicht mit Eiern schmeißen.
Torsten Rox # 10. April 2006, 06:09
Du schreibst: "Informatiker sollten Informatik betreiben. Und sonst besser nichts öffentlich äußern. Eine "Heimatzeitung" in Dorfen ist nämlich mehr als genug."
Aha. Das hier ist aber keine Heimatzeitung, sondern (steht sogar groß drüber) ein Blog oder Weblog. Unbesehen dessen, was Thomas denkt und ob man übereinstimmt, muss man respektieren, was er schreibt. Es ist nämlich seine Meinung. Wenn er über Alkoholexzesse im JZ schreibt, dann darf er das tun. Wenn es andere Ereignisse gibt, die er für uninteressant hält oder zu denen ihm nix einfällt, dann schreibt er eben nichts dazu. So einfach ist das.
Ein Weblog darf seine Meinung haben, genauso wie jeder andere Mensch überall auf dieser Welt auch, schriftlich oder mündlich. So etwas heißt Meinungsfreiheit, und die sollte man mit Händen und Füßen verteidigen (Abstriche mache ich von dieser Haltung nur, wenn es braun und menschenverachtend wird, das ist klar). Und sie gilt für alle: egal ob Informatiker, Hilfsarbeiter oder Journalisten.
Weil ich zu meiner Meinung stehe, poste ich auch mit meinem allseits bekannten Nickname und meinem (wenig benutzten) Opera-Account, über den man ohne große Probleme mein Weblog und meine reale Identität feststellen kann. Die Aufregung über den Google-Link verstehe ich nicht, weil jeder halbwegs intelligente Mensch so eine Suche ohnehin machen kann. Vielleicht wäre das anders, wenn Thomas die IP-Adressen herausposaunen würde, von denen aus kommentiert wird, aber selbst dafür gäbe es legitime Gründe (Stichwort Jamba).
Dass jemand, der Meinungsfreiheit doof findet, Probleme hat, zu seiner Meinung zu stehen, verstehe ich natürlich voll und ganz.
Anonymous # 10. April 2006, 10:04
@ Kossatsch:
Auch Sie argumentieren ähnlich wie der Blogbetreiber und eben die "Heimatzeitung": Sie sprechen bzw. schreiben von "Alkoholexzessen", ohne auch diesen Begriff auch nur in Anführungszeichen zu setzen oder zu hinterfragen.
Über die Gründe, bestimmte Begriffe (ungeprüft) zu übernehmen, kann ich nur mutmaßen, aber Sie dürften jenen der "Heimatzeitung" zumindest verwandt sein.
Denn einem (ich darf Sie zitieren) "halbwegs intelligenten Menschen" ist doch die Konsequenz derartiger Terminologie bekannt. Viele Dorfener, die dies lesen, berichten anschließend, "jetzt stehen die Alkoholexzesse im Jugendzentrum schon im Internet". Und das Gerücht nimmt - weil es den herrschenden bürgerlichen Vorurteilen gar so gut entspricht - rasant an Fahrt auf.
Dieser Verantwortung - denke ich - muss man sich bewusst sein, wenn man im öffentlichen Raum publiziert. Also auch ein Blog-Betreiber. Denn was legal ist, ist deshalb noch lange nicht legitim.
(Damit sollte auch der von mir angestellte Vergleich des Blogs mit der "Heimatzeitung" hinreichend erklärt sein.)
Zum ungeprüften Gebrauch der Begriffe "Alkoholexzesse" u.ä.:
Jede/r TeilnehmerIn der Diskussionsrunde vom letzten Dienstag (4.4.) im Jugendzentrum - darunter auch ich - wird bestätigen, dass die JZ-Verantwortlichen glaubhaft darlegen konnten, dass die beiden im Polizeibericht genannten Fälle (13/18 Jahre) den konsumierten Alkohol nicht im Jugendzentrum bekommen haben. Der 13-Jährige hat dies gegenüber JZ-Verantwortlichen, der 18-Jährige gegenüber seiner Mutter bestätigt. Die Mutter war i.Ü. bei der Diskussion anwesend. Die anwesenden StadträtInnen zeigten sich in Mehrheit von den Ausführungen überzeugt, der Bürgermeister war zu diesem Zeitpunkt leider nicht anwesend.
Wenn man nun öffentlich Stellung zu dieser Diskussion nimmt, gibt es m.E. nur zwei Möglichkeiten:
1. Man kennt diese Fakten nicht, dann sollte man besser nichts veröffentlichen - und schon gar nicht auch noch behaupten, man habe sich eingehend über die Thematik informiert.
2. Kennt man aber diese Fakten, so ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, dass man von "Alkoholexzessen" und "Ausnahmesaufabenden" schreibt, außer wenn man ganz bestimmte Motive verfolgt.
Ähnliche Zitate:
"Das ist doch nicht normal, daß sich 13- und 14-jährige die Hucke zukippen, bis sie umfallen."
"...13-Jährige und 14-Jährige, die sich dort bewußtlos saufen."
Tut mir leid, dass ich dieser Form von "freier Meinungsäußerung" nichts abgewinnen kann. Ich habe dafür einen anderen Ausdruck: üble Hetze.
Schöne Grüße
Torsten Rox # 10. April 2006, 11:49
Natürlich maße ich mir nicht an, ein Urteil über das Vorgefallene abzugeben; sollte dies durch die fehlenden Anführungszeichen (die ebenfalls ein Urteil wären) so ausschauen, bitte ich um Nachsicht. Trotzzdem würde ich Thomas hier keine üble Hetze unterstellen wollen.
Wenn man der Meinung ist, dass Thomas hier falsche Behauptungen aufstellt, so ist ein Weblog trotzdem ein prima demokratisches Instrument, um Einspruich zu erheben, Diskussionen zu führen und Standpunkte auszutauschen. Oder hat etwa einer der moralisch Gesäuerten einen Leserbrief an den DA geschickt? Wohl kaum (ich lese den DA nicht, nein). Wenn dann Kommentare auch noch beantwortet werden - um so besser. Das ist dann ein demokratisches Medium. Habt Ihr beim DA die Möglichkeit, mitzudiskutieren und Sachen geradezurücken?
Anders wäre es, wenn in einem Weblog willkürlich Kommentare gelöscht würden (ausgenommen Spam und Schrott). Oder wenn einer der Diskutanten andere dazu zwingen möchte, seine Meinung aufzugeben. Beides ist hier nicht der Fall, zumindest nicht durch den Betreiber.
Anonymous # 10. April 2006, 12:19
Leserbriefe an die "Heimatzeitung" zu bestimmten Themen werden empfindlich, sinnentstellend und meist sehr zielgerichtet "gekürzt": So fallen "Heimatzeitungs-kritische" Passagen grundsätzlich dem vorherrschenden Platzmangel zum Opfer. Da aber die "Heimatzeitung" durch ihre einseitige und populistische Berichterstattung maßgeblichen Anteil an der öffentlichen Meinung gegenüber dem Jugendzentrum hat, MUSS ihre Berichterstattung natürlich in diesem Kontext MITdiskutiert werden. Ein um diese Problematik gekürzter Leserbrief wird der Wirklichkeit weniger gerecht als kein Leserbrief.
Torsten Rox # 10. April 2006, 12:37
Anonymous # 10. April 2006, 12:45
"Nur weil man das nicht schafft, braucht man nicht einem einzelnen, kleinen Blogger Hetze vorzuwerfen."
Unabhängig von der überlegenswerten Idee mit dem Webportal: Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?
Torsten Rox # 10. April 2006, 14:04