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Die Don Kosaken - Toll!

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Am Sonntag dem 30.04.2006 war es soweit. Die Liedertafel Dorfen hatte die Don Kosaken nach Dorfen geholt. Der originale Don Kosaken Chor unter Wanja Hlibka lockte trotz vieler anderer Veranstaltungen in und um Dorfen an diesem Abend doch eine nicht geringe Anzahl Musikliebhaber in die Aula der Zentralschule Dorfen. Gut zwei Drittel der rund 300 Sitzplätze waren besetzt. Nach einem guten Vorverkauf im Reisebüro Kuliga in Dorfen wurde auch noch eine Anzahl Karten an der Abendkasse verkauft. Der Leiter des Chores, Wanja Hlibka, war bis 1979 Solist im damaligen Don Kosaken Chor unter der Führung von Serge Jaroff.

Eigentlich hatte ich keine rechte Lust auf dieses Konzert. Eine Augenentzündung machte mir zu schaffen und ganz umsonst war dieses Konzert ja auch nicht. Irgendwie fühlte ich mich aber doch verpflichtet und raffte mich auf.

Unglaublich stimmgewaltig begannen die Don Kosaken. Es macht wenig Sinn, die einzelnen Stücke aufzuzählen. Das Beeindruckende an diesem Chor ist die Art der Darbietung und Interpretation sowie die stimmlich herausragende Qualität dieses Ensebles. Daher hier nur meine Eindrücke vom Konzert. Bereits mit dem zweiten (wenn nicht schon mit dem ersten) Stück hatte sich für mich der Eintrittspreis von 16 Euro mehr als bezahlt gemacht. Rund die Hälfte der Chormitglieder glänzte mit solistischen Passagen, was auch das in der Breite hohe gesangliche Niveau der Don Kosaken unterstreicht. Davon schwangen sich einige der Männer in Höhen auf, die einer Sopranstimme alle Ehre gemacht hätten. Diese Tonhöhe erschlossen sie sich mit der Kopfstimme. (Gelegentlich spricht man auch vom Falsett, dies ist die Kopfstimme.) Sie waren in der Höhe vergleichbar einer Mezzo-Frauenstimme und gingen wahrscheinlich mindestens bis zum Zweigestrichenen G.

Die Bässe dagegen jagten mir mehrfach eisige Schauer über den Rücken ob ihrer Tiefe. Ich singe selbst im Baß, aber als ich diese Bässe hörte, die den Brustkorb zum Schwingen brachten, trieb es mir das Wasser in die Augen und ich fragte mich, ob es für mich noch Sinn mache in Zukunft zu singen. Ich gebe offen zu, daß ich diese Bässe wegen ihrer tiefen Stimme beneide. Die Bässe sangen ungefähr bis zum Tiefen B (das Kontra-B), was einen Ganzton unter dem Großen C liegt.

Wenn der ganze Chor der Don Kosaken die Lautstärke auf ein Fortissimo hob, hatte ich schon Bedenken, daß die Fensterscheiben zerspringen könnten, solch eine Schallgewalt erfüllte die Aula. Im ganzen Konzert erkannte man die ausgebildeten Stimmen der Don Kosaken, sie gaben einen starken Eindruck von ihrer russischen Folklore. Wer dieses Konzert verpaßt hat, den bedaure ich. Ich rate jedem, sich nach künftigen Auftritten der Don Kosaken zu erkundigen und sich unbedingt einmal ein Konzert von ihnen anzuhören.

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