Beni und böse verstandene Zitate
Friday, September 15, 2006 2:42:49 PM
Umstrittene Rede in Regensburg
Der Papst zum Islam
[Bildunterschrift:
Papst Benedikt XVI. am Dienstag vor dem Regensburger Dom.]
Die Äußerungen zum Islam in dem am Dienstagabend gehaltenen Vortrag von Papst Benedikt XVI. an der Universität Regensburg sind in der moslemischen Welt auf Kritik gestoßen. Ein Auszug aus der Rede mit den kritisierten Passagen:
Hm, man muß es bitte genau betrachten.
"Aber der Kaiser kannte natürlich auch die im Koran niedergelegten - später entstandenen - Bestimmungen über den heiligen Krieg. Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von 'Schriftbesitzern' und 'Ungläubigen' einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: 'Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten'.
Der Kaiser begründet (...) dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. 'Gott hat kein Gefallen am Blut', sagt er, 'und nicht vernunftgemäß (...) zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider'. (...)
Der entscheidende Satz in dieser Argumentation gegen Bekehrung durch Gewalt lautet: Nicht vernunftgemäß handeln ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Herausgeber, Theodore Khoury, kommentiert dazu: Für den Kaiser als einen in griechischer Philosophie aufgewachsenen Byzantiner ist dieser Satz evident. Für die moslemische Lehre hingegen ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit."
Er zitierte also, einen byzantinischen Kaiser. Er hat es also nicht selbst gesagt. Dann könnte man bemängeln, daß er dies überhaupt zitiert hat. Aber dazu darf man es nicht aus dem Zusammenhang reißen. Er wollte auf den Irrsinn der Bekehrung mit Gewalt hinweisen, unter dem er wahrscheinlich bestimmte Attentäter aus diesem Umfeld sieht. Das Zitat hat nur den Haken, daß es verallgemeinert, wenn er sagt:
Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden ...
"nur Schlechtes und Inhumanes". Entweder es ist belegbar oder es ist eine unsachliche Verallgemeinerung. Ich kenn den Koran nicht so gut.
Also, lassen wir doch die päpstliche Kirche im Dorf.







