das Jugendzentrum und die Unruhe
Thursday, 10. November 2005, 07:40:49
Indymedia:
Rechtsextreme Schläger im Juz Dorfen
07.11.2005 21:07
In der Nacht von Freitag auf Samstag (4./5. November) haben erneut mehrere offensichtlich rechtsextreme Jugendliche das Dorfener Jugendzentrum aufgesucht, um dort zunächst mit rassistischen und antisemitischen Parolen zu provozieren und anschließend gewalttätig zu werden.
Gegen ca. 2.30 Uhr kamen ungefähr 15 junge Erwachsene in zwei Gruppen in unsere Einrichtung. Zumindest vier von ihnen ergingen sich nach kurzer Zeit in rassistischen und antisemitischen Ausdrücken, die sich zunächst insbesondere gegen ein an der Theke arbeitendes JZ-Mitglied richteten. Der Jugendliche mit dunklem Teint wurde als "Neger" und "Nigger" bezeichnet. Außerdem fielen Ausrufe wie "Neger und Juden gehören ins KZ", Hitlergrüße wurden gezeigt.
Nachdem den betreffenden Personen Hausverbot erteilt wurde, weigerten sie sich, das JZ zu verlassen und wurden gewalttätig. Dabei kam es zu heftigen Attacken. Mehrere Personen wurden verletzt, am Boden liegende Jungen und Mädchen wurden geschlagen und getreten. Die Aggressoren konnten dann jedoch aus dem Gebäude gedrängt werden. Einige JZ-Besucher wurden zudem von den Angreifern mit einem Feuerlöscher besprüht, den sich diese zuvor verschafft hatten. Einer JZ-Besucherin wurde der Feuerlöscher über den Kopf geschlagen.
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Polizei:
Auseinandersetzungen im Dorfener Jugendzentrum
Dorfen, Lkr. Erding. In den frühen Morgenstunden des 5. November kam es im Jugendzentrum an der Jahnstraße zu heftigen Streitigkeiten zwischen anscheinend unerwünschten Partygästen und den Betreibern des Jugendtreffs. Im Verlauf der Auseinandersetzungen – an der sich offensichtlich beide Parteien aktiv beteiligten – wurden mehrere Personen beschimpft und geschlagen. Sechs leicht verletzte Jugendliche, zwei demolierte Fahrräder und eine verbogene Brille sind die vorläufige Bilanz der gewalttätigen Ereignisse.
Die auf der Internet-Homepage des Jugendzentrums aufgestellten Behauptungen, dass die Randale politische Hintergründe hätte, werden von den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei Erding, die allerdings erst am Anfang stehen, nicht gestützt. In der Tatnacht verneinten die von den Polizeibeamten befragten Opfer jegliche Beteiligung von sogenannten „Faschos“. Auch die ersten Vernehmungen von Zeugen ergaben keinerlei Hinweise auf Verbindungen ins rechte Lager.
Rainer Wolf
Pressesprecher
Was stimmt nun? Wer will hier wem einen Bären aufbinden? Unklar auch für mich, warum die Polizrei 25 min bis zum JZ brauchte, wo das Gewaltpotential zwischen rechts und JZ in Dorfen bekannt und wiederholt offen geworden ist. In 25 min kann man von der Polizei Dorfen bis nach Kloster Mosen oder zumindest bis zum Singer zu Fuß gehen! Aus der Vergangenheit ist mir bekannt, daß die Polizei Dorfen bereits einmal eine Veranstaltung im JZ unterbinden wollte, in der über die Rechte von Bürgern gegenüber Polizei aufgeklärt werden sollte. Stimmt das auch nicht?
Wenn jemand ein Bild von der S-Rune am JZ hat, unbedingt zu mir.
Siehe dazu auch andere Artikel zum JZ in diesem Blog.