
Die Kleidung war getrocknet, ich war weitergezogen und hatte in der Aufgabenliste gesehen, dass ich noch zwei Häuser in diesem Kaff überprüfen musste. Auf der Karte waren die Häuser verzeichnet, als ständen sie doch auf der Brücke

.
Tatsächlich. Entweder hat die da grad jemand hingebaut, oder die standen vorher im toten Winkel.
Beim Befragen der Bevölkerung wird klar, dass das Dorf von einer Bande heimgesucht und terrorisiert wird. Keine Frage, dass da geholfen werden muss.
Wo sich die Bande aufhält, weiß aber keiner so genau, also laufe ich erst einmal aus der Siedlung heraus in irgendeine Richtung, wird schon klappen.
Nach einem halben Tag komme ich in eine Geisterstadt, deren Stadtzentrum von selbstgebauten Mauern umgeben ist. Ich laufe geduckt und schleichend

(es könnte ja eine Falle sein) gut und gerne 2 Minuten um die Siedlung, nur um festzustellen, dass ich wieder am Anfang bin und der Eingang direkt vor mir ist.
Der Typ am MG, der mich beobachtet, aber kein Wort gesagt hat, guckt auch schon ganz komisch.
In der Stadt wurde es noch komischer. Es gibt drei Bewohner, der eine hat mich gerade angestarrt. Im Dorf läuft ein Mädel rum, dass natürlich sofort angelabert werden wollte. Nach einem kurzen Wortaustausch steht fest, dass Bittercup (so heißt sie wirklich) nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.
Immerhin bekomme ich mit, dass regelmäßig Monster kommen und sich Bewohner mitnehmen. Diese gilt es zu finden und zu retten.
Also die Bewohner, meine ich

Ich warte, bis es wieder hell ist und laufe los.
Während des Laufens hab ich mir mal das Handbuch durchgelesen und dabei gleich mal gelernt, wie man Dinge repariert. Das wusste ich bis dahin noch nicht.
Des Weiteren kann man Waffen, Ausrüstung und andere Gegenstände mit den Tasten 1-9 belegen.
Wenns einem keiner sagt, weiß man das ja nicht...
Also liebe Leute : RTFM !

Da lernt man wirklich noch was.
Wieder zurück im Spiel, befinde ich mich inmitten eines Metro-Reparaturbahnhofs.
Ich bin eine komplette Runde darauf gelaufen, habe alles eingesteckt, was nicht am Boden festgetackert war und will gerade verschwinden, als ich jemanden auf Boden sitzen sehe.
Er heißt Ben Canning und braucht Wasser, da er sonst stirbt.
Wasser habe ich nicht, und Nuka Cola kann er aufgrund einer Allergie nicht einnehmen.
Also suche ich die Umgebung ab. Schon beim Erklimmen des nächsten Hügels erkenne ich die Karavane, die immer Schrott ankauft, aber auch Wasser anbietet.
Sind die mir seit Megaton gefolgt ?

Egal, wenigstens gibt es Wasser.
Zurück zu Ben, der trinkt schön aus, bedankt sich und geht weg.
Wie? Keine Belohnung?
Nagut, dann eben nicht.
Es sollte nicht die letzte Begegnung mit Ben gewesen sein...
Ich laufe weiter in irgendeine Richtung und bald hüpft vor mir ein Monster über den Weg

, das ich mit meinem Heckenschützengewehr sofort in die ewigen Jagdgründe schicke.
Plötzlich tauchen dessen Freunde auf. Einer sogar mit Minigun.
Nach ein paar Minuten Gefecht ist der Großteil der Herde erlegt, der Kampf mit dem Minigun-Monster dauert noch an, als ich mich für einen taktischen Rückzug entscheide. Gerade hinter einem Stein verschanzt, höre ich wieder das Drehgeräusch der Minigun.
Ich drehe mich um und sehe gerade noch, wie Ben in moderatem Sturmschritt vor dem Monster flieht, dann aber im Kugelhagel niedersinkt.
Ben wurde angemessen gerächt und ich betrete die Kirche, das Hauptquartier der Monsterfamilie.
In der Ecke des Raumes erkenne ich eine gefesselte Person. Von ihren Fesseln befreit, halten wir einen kurzem Smalltalk über Gott und die Welt und er zieht von dannen, während ich die Kirche plündere.
Dann war das Inventar voll (wie so oft) und ich machte Zwischenstopp in Megaton.
Da bin ich also wieder bei der Wissenschaftlerin, die dumme Witze über Landminen macht ("heiße Kartoffeln") und diesmal auch meine Verstrahlung lustig findet. Bis sie sich dann doch dazu entscheidet, mich zu heilen.

Als Entschädigung darf ich die Blaupausen für Kronkorkenminen einstecken.
Und weiter geht's.
Nach langer Wanderung habe ich wieder eine Stadt gefunden, die meine Hilfe benötigt.. nur wo sind die Einwohner?
Plötzlich kommt mir ein Junge entgegen, der mir in Ansätzen erzählen kann, was hier passiert ist. Böse Monster seien aufgetaucht und haben alle mitgenommen, gefressen oder einfach nur getötet.
Er suche noch seinen Vater und sein Nachbar sei seltsam gewesen, mehr ist nicht aus dem Jungen rauszuholen.
Während sich der Junge in einen Ein-Mann-Schutzbunker rettet, betrete ich seine Wohnung.
Der Vater liegt tot am Boden, um ihn herum ein paar Feuerameisen der Größe eines kleinen Pferdes.

Hier gleich noch einmal Werbung für's Spiel: Die "Bodenfindung" ist eine der Besten, de ich je in einem Spiel gesehen habe. Es sieht noch ein bisschen komisch aus, weil der Charakter die Treppe nicht immer richtig betreten kann, aber es sieht wirklich besser aus als viele andere Spiele, in denen der Charakter eigentlich nur eine geneigte Ebene hinaufläuft, obwohl diese aussieht wie eine Treppe. Man kann sogar den Fuß auf erlegte Feinde stellen. Der Vater auf dem Bild war aber vorher schon tot, ehrlich!

Dann geht es ab in die Hütte des Nachbarn.
Der ist ein Wissenschaftler und hat auf seinem PC ein paar Audionotizen hinterlegt. Anscheinend hat er ein wenig herumexperimentiert. In den Audiodateien fällt auch der Name der örtlichen Metrostation, zu der ich mich gleich aufmache.
Relativ weit am Anfang der Station fand ich ein Skelett, Blut, eine Pistole und eine weitere Audioaufzeichnung...
"Wenn Sie dieses Band abhören, klebt mein Hirn irgendwo an einer Wand - und Sie haben eine Aufgabe zu erledigen..." Aaalles klar.. Ich soll einen Schlüssel sammeln, damit einen Tresor aufschließen und den Inhalt irgendjemandem überbringen, aber dazu später.
Hier und da ein paar Ameisen erlegt, fast die gesamte Metrostation erkundet...
Ich öffne eine Tür und plötzlich steht er vor mir

. Der Wissenschaftler. Er hat das falsche Mutagen verwendet und die Ameisen nicht geschlumpft, ääh geschrumpft, so wie es ursprünglich vorgesehen war, sondern ihnen die Pyrosis- also die feuerproduzierende Fähigkeit gegeben. Kann ja mal passieren...
Er kann seinen Fehler aber nicht beheben, da die Ameisenkönigin und ihre fünf Wächter den Weg versperren. Die Wächter sollten vernichtet, die Königin aber in Ruhe gelassen werden.
Und ratet mal, wer das machen darf...
Die fünf Wächter sind schnell aus dem Weg geräumt, denn in den Tunnels der Station habe ich viele Splitterminen gefunden, die, in einer Spur aufgereiht, wunderbar als Insektenvernichter dienen. Den Köder habe ich gespielt, hat auch geklappt, die Ameisen waren tot.
Unten in der Höhle fand sich dann der Roboter des Wissenschaftlers, der auf die hausgroße Königin aufpasste. (Oder doch eher sie auf ihn ?)
Ich war nochmal kurz beim Wissenschaftler oben und habe meine Belohnung, eine Bio-Modifikation auf Basis der Ameisen abgeholt, es handelte sich nicht um die Pyrosis-Fähigkeit

.
Wieder unten bei der Königin habe ich mich doch entschieden, sie zu vernichten, unter Anderem weil ich es dem Jungen versprochen hatte. Auch bei der habe ich den Köder-Trick ausprobiert, das hat aber nur bedingt geklappt, weil sie so fett war und sich kaum vom Fleck bewegte. Also die Minigun ausgepackt und draufgehalten, bis die Munition alle war. Dann noch den Flammenwerfer angemacht und die Königin war Geschichte.
Daraufhin bekam ich Karma zugesprochen (die ingame-Moral-Währung), weil ich ja eine gute Tat begangen hatte.

Ich wollte gerade wieder gehen, als ich sah, wie der Wissenschaftler auf eine der noch herumliegenden Splitterminen tapste, quer durch den Raum flog, sein Roboter sofort das Feuer auf mich eröffnete und mir das eben erarbeitete Karma sofort wieder abgezogen wurde.

Ich hab das Spiel nochmal geladen und die Mine kurz vorher entfernt.
Dann noch schnell den Tresor geleert, in dem sich so etwas wie ein Nachthemd befand und wieder raus ans Tageslicht, wo mir die nächste Gruppe Söldner entgegenkam.
Auch die hatte den Befehl, explizit mich zu töten...
Aber wer steckt dahinter?