Gatersleber Briefe

Randnotizen aus der Provinz

Subscribe to RSS feed

Nach NRW: Auf Persönlichkeiten kommt es an

Natürlich ist die gestrige Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Thema des Tages.
Niemand, der öffentliche Medien verfolgt, kann sich dabei den unzähligen Analysen, Mutmaßungen und Prognoseversuchen für die Bundestagswahl im nächsten Jahr entziehen.

Aber bei aller Vielfalt kristallisierte sich doch eine Quintessenz heraus: Immer noch bestimmen Persönlichkeiten (nicht einfach Personen) und dort vor allem deren Charisma über Stimm- und danach Machtverteilung unter den mehr oder weniger etablierten parteipolitischen Kräften.

Konkrete Personen werden beauftragt, in eine bestimmte Richtung zu gehen. Die entweder vor oder hinter ihnen stehenden Parteien sind sekundär.

Hannelore Kraft – die Frau, die Landesmutter im wahrsten Sinne des Wortes, auch „Mutter Beimer von NRW“ genannt, vertrauenerweckend, kommunikativ, offen und ehrlich erscheinend. Sie hat gewonnen. Völlig nachvollziehbar!

Christian Lindner – ein rhetorisches Supertalent, politisch präzise, Sachverhalte auf den Punkt bringend, neben Wolfgang Kubicki letzter verbliebener Hoffnungsanker einer völlig maroden FDP und Adressat der Wünsche und Sehnsüchte der Besserverdienenden, subsumiert unter dem Begriff „liberal-konservativ“. Der andere Gewinner.

Norbert Röttgen, genannt der „George Clooney von NRW": Wozu viele Worte? The biggest loser everywhere!

Und Sylvia Löhrmann? Wohl auf den Wellen schaukelndes Beiboot des Kraft-Dampfers, zum Schlepper reicht es nicht, die Beständigkeit von B90/Die Grünen scheint weniger ihr Verdienst als vielmehr der der Landespartei zu sein. Aber eine Persönlichkeit!

Die jedoch fehlen einer sich selbst zerlegenden LINKEen und den Extremen ala Pro NRW.
Mehr noch: Irgendwie meinte man, im Westen Deutschlands immer mehr die Totenglocke der roten Hochglanzpartei DIE LINKE gehört zu haben. Da wird auf Dauer auch die politische Hausmacht in den neuen Bundesländern nicht weiterhelfen, sie schrumpft!

Und schaut man im eigenen Bundesland auf die politischen Akteure, dann erinnert man sich vielleicht dunkel daran, dass vor reichlich einem Jahr eine Große Koalition, eigentlich Ausdruck politischer Not und Hilflosigkeit, in der Regierung bestätigt wurde, an deren Spitze die Nullnummer Haseloff trat, ein Fall auf den absoluten Tiefpunkt nach dem knorrigen, stets sympathischen Wolfgang Böhmer.

In der ostdeutschen Provinz fragt man sich nun nach derartiger Personendominanz, wer wohl vor Ort in der Regional- und Kommunalpolitik jene Persönlichkeiten sind, an denen man sich z. B. 2014 bei den Kommunalwahlen orientieren könnte.

Schnell setzt da Ernüchterung ein.

Eigentlich fällt dem Autor da nur Ascherslebens Oberbürgermeister Andreas Michelmann ein. Daneben und dahinter gähnende Finsternis.

Hierzulande setzen bisher die Etablierten auf einen Bundesbonus nach 2013, die politischen Korsaren sind nicht zu fürchten.
Wenn sie dabei mal nicht irren!
A la Breitmaulfrosch zum Storch auf dessen Frage, ob es hier Frösche gebe: „Düüü gübts hür nücht!“.

Man kann sich aber gewiss sein: Auch lokal könnten wahrnehmbare, ehrliche und engagierte Personen politisch etwas reißen.

Aber wo sind sie?

Alte Rechnungen und neue Furcht: Was nun?

Als wir an dieser Stelle vorgestern laut nachdachten, was wohl eine langjährige und erfolgreiche Bürgermeisterin von Gatersleben und Stadträtin in Seeland motiviert hat, so überraschend und rigoros beide Ämter aufzugeben, da war dem Außenstehenden das wohl Entscheidente noch nicht bekannt.

In seiner Sitzung am Montag hatte der Ortschaftsrat auch darüber zu befinden, wie er über eine Zuordnung (eigentlich ja Beitritt, der aber sollte freiwillig sein) des Ortsteils zum Wasser- und Abwasserzweckverband Ostharz so denke.
Er lehnte ab, vermutlich aus den gleichen Gründen wie vor einem Jahr.

Verständlich. In der einst eigenständigen Kommune gibt es seit Jahren moderate Gebühren für die Entsorgung von Abwasser und Oberflächenwässern, das Kanalnetz ist modern ausgebaut und mit einer eigenen, sanierten Kläranlage als dezentraler Lösung gibt es eigentlich Zukunftsträchtiges für die Bewältigung des Abwasserproblems.

Schon vor Jahresfrist wusste man: Ohne für sie erkennbare Mehrleistungen würde ein abwasserseitiger Zwangsbeitritt von Gatersleben zum Zweckverband erhebliche Gebührensteigerungen für den Einwohner der Kommune mit sich bringen und die Stadt Seeland kann einen jährlichen Betriebskostenzuschuss, bisher an die MIDEWA, einsparen.

Dem Nein des Ortschaftsrates folgte am darauffolgenden Tag das mehrheitliche Ja des Stadtrates.

Verständlich: In diesem Kunstgebilde „Stadt“ ist jedem Stadtrat erst einmal das Hemd des eigenen, von ihm vertretenen Ortsteils näher als die Hose und es gilt „Mitgefangen, mitgehangen!“.

Und außerdem grollt man noch jenem Ortsteil, der sich bis zuletzt hartnäckig der Eingemeindung versuchte zu entziehen.

Jedoch nahm man wohl gern überschüssige Haushaltsmittel von Gatersleben als Aussteuer mit in die Zwangsverheiratung, die Rede ist von einer Million EURO für das stets klamme Stadtsäckel.
(Insider, gern korrigieren!)

Jetzt aber kommen die Retouren mit voller Breitseite.

Der Ortsteil soll nicht nur – wie alle anderen – in den Zweckverband Ostharz folgen, nein, nach Meinung von Stadtratsmehrheit, Kommunalaufsicht und Landesverwaltungsamt haben Gemeinderäte und Bürgermeister, d. h. seit 1998 Frau Dr. Hüttner, in ihrer Abwasserpolitik permanent gegen das Kommunalabgabengesetz verstoßen.
Die Aufsichtsbehörden haben es aber nicht bemerkt bzw. stillschweigend geduldet.

Die Folge: Man soll Nachzahlungen für Kanalausbau und Kläranlagensanierung rückwirkend bis 1991 (!) von der Einwohnerschaft und den ortsansässigen Unternehmen fordern.

Stadtrat Ernst Mertin (CDU) hat das unmenschlich genannt. Starker Tobak, aber deutlich und zutreffend!

Nun wabert die Furcht, wie der Nebel auf dem Gemälde Malströms, über Gatersleben.

Was tun?

Sollen jetzt die Bürger die Zeche für vermeintliche Fehler der örtlichen Verwaltung und das komplette Versagen der Kommunalaufsicht zahlen?

Siehe auch: Abwasser in Gatersleben: Was wird da gespielt?

Und zur Vorgeschichte und den Einzelheiten in diesem Blog:
Schmutziges
Schmutziges. Teil Zwei
Zum Auftakt: Schmutziges. Teil Drei – Oder: Ende gut, alles gut?

Gatersleben schaut deppert drein ...

… und hat sich irgendwie blamiert, doch hält sich die Peinlichkeit in Grenzen.

Kein Vergleich z. B. zu BBP – der Berlin-Brandenburg-Pleite, auch Großflughafen BER genannt.

Nein.
In Gatersleben war es vorgestern am Abend schlichtweg nicht möglich, eine bzw. einen neuen Ortsbürgermeister(in) zu wählen.

Sicher mit gutem Grund war man davon ausgegangen, dass die langjährige Amtsinhaberin Frau Dr. Edith Hüttner ohne Murren und Knurren weiter in die Pedale treten würde, auch nach dem offiziellen Ende ihrer jetzigen Engagements am 22. Mai.

Die Wiederwahl schien ein formaler Akt und die anwesende Bürgermeisterin der Stadt Seeland hatte schon einen bunten Blumenstrauß dabei, der vom Gratulationsbukett zum Dankeschön-Sträußchen mutierten musste.

Denn man hatte die Rechnung ohne die Wirtin gemacht, die dem Ortschaftsrat von jetzt auf gleich ohne Vorankündigung unmissverständlich klar machte, wann für sie Sperrstunde ist.

Im Western sagt man dazu: Sie schoss aus der Hüfte. Und traf ins Schwarze. Voll auf die Zehn.

Und ballerte symbolisch das Magazin leer, indem sie erklärte, auch noch das Mandat als Stadträtin zum gleichen Termin niederzulegen.

Als Gründe dafür habe sie persönliche genannt. Welche auch sonst.

Bleiben wir doch ehrlich: Ortschaftsräte und Ortsbürgermeister sind in Sachsen-Anhalt (und sicher nicht nur dort) spätestens durch die Verwaltungsstrukturreform 2007 zu Papiertigern geworden. Zu zahnlosen!

Ihre Kraft und viel Zeit setzen sie ein, um die Interessen ihrer Kommunen und die Anliegen derer Bürger aufzunehmen, zu durchdenken und nach außen zu vertreten. Ein wirkliches Ehrenamt, honoriert mit einem feuchten Händedruck oder dem verständnislosen Blinzeln der Einwohner selbst.

Denn diesen erschließt sich längst nicht mehr, wozu Ortschaftsrat und Ortschaftsbürgermeister(in) wohl mehr dienen, denn als Feigenblatt kommunaler Selbstverwaltung.

Wer (wenn überhaupt) von den Gatersleber Bürgern die vorgestrigen Peinlichkeit bewusst und nachdenklich zur Kenntnis genommen hat, wird zuletzt vielleicht achselzuckend abwinken und das ganze als Pickel, als Unreinheit auf der rosigen Haut des Formalen wahrnehmen. Ein Schönheitsfehler. Nicht mehr.

Den man jetzt mit unübersehbarer Ratslosigkeit zu beheben trachtet, denn eine Alternative zu Frau Dr. Hüttner steht nicht bereit. Die Etablierten sind ratlos.

Obwohl es z. B. im Ortschaftsrat nicht an erfahrenen Kommunalpolitkern mangelt.

Da wäre z. B. Herr Reiner Olbrich (einst SPD, jetzt Wählergemeinschaft Gatersleben), seit über 20 Jahren kommunalpolitisch aktiv, ein erfolgreicher Geschäftsmann und mit Erfahrungen als Oberkreisdirektor a. D. des Altlandkreises Aschersleben schon vor 1994, Stellvertreter von Frau Hüttner. Im Ort eine mehr als geachtete Persönlichkeit.

Die aus dem Amt Scheidende kann man menschlich durchaus verstehen: Einst hauptamtliches Oberhaupt und Verwaltungschefin einer prosperierenden, gut situierten ostdeutschen ländlichen Gemeinde, deren Wort etwas galt und die gewichtige, auch finanziell und infrastrukturell recht bedeutsame Entscheidungen zu treffen hatte, eine kommunalpolitische Persönlichkeit und Entscheidungsträgerin eben, wurde sie zuletzt zur ehrenamtlichen Ortsteilmieze degradiert.

Die zwar nicht still war, aber eben wenig Gehör fand. Und mit ihr die Gatersleber Bürger.

Und zu allem Überfluss rempelte, warum auch immer, die neue Administration sie auch noch an und rückte die Gescholtene wegen Jahre zurückliegender Entscheidungen in ein schiefes Licht.

Das kann man sich antun, muss es aber nicht. Frau Dr. Hüttner zog die Reißleine!

Nun bleibt abzuwarten, wer sich in die Verantwortung nehmen lässt, dem Ortsteil Gatersleben der Stadt Seeland das neue Gesicht einer Meisterin oder eines Meisters der Gemeinde, des primus inter pares im Dorf zu verleihen.

Eine Sache der Ehre. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wozu? - Gedanken zum Ersten Mai aus der ländlichen Provinz

Wer einen auf den Wochen(arbeits)tag programmierten Wecker besitzt und gestern vergaß, diesen für heute abzustellen, hat u. U. eine unangenehme Überraschung erlebt.
Zwar ist weder Samstag noch Sonntag, aber Feiertag, und man hätte sich nochmal umdrehen können.
Wenn man nicht einen „Erster-Mai-Termin“ hatte. Aus Überzeugung oder der professionellen Verpflichtung wegen.

Hier in der ländlichen Provinz war es nahezu gespenstisch still, eine Ruhe, die eigentlich bis zur Stunde anhält.

Keine Spur von den sozial Bewegten, die am „Tag der Arbeit“ mehr oder minder kreativ ideologisch traditionierte Rituale abspulen.
Allen voran die Gewerkschaften, für die der Erste Mai wohl wichtigster Tag für den Nachweis ihrer Existenzberechtigung ist.

Doch ist er in Deutschland immer noch der „Tag der Arbeit“ oder wie einst „Kampftag der internationalen Arbeiterbewegung“? Vor allem, muss er Staatsfeiertag sein?

Ist das nicht vollendete Heuchelei?

Ja anderswo, in Russland z. B., dort demonstrierten heute in Moskau 150.000 Menschen auf der Twerskaja Uliza, allen voran erstmals Dmitri Medwedjew und Wladimir Putin.
Und da ist der Erste Mai ja auch „Tag des Frühlings und der Arbeit“!

Sicher, viele Ziele und Anliegen der arbeitenden, aber dafür ungerecht entlohnten Menschen sind heute unverändert von politischem Gewicht. Die der Arbeitslosen ohnehin.
Und nunmehr auch die jener, die offen gegen Fremdenhass und Neonazismus auftreten.

Steht aber hinter dem Ersten Mai heute noch eine wahrnehmbare sozialemanzipatorische Bewegung, ist er noch solidarischer Feiertag?

Das muss bezweifelt werden.

Trotz allen Mühens ist es keiner politisch relevanten Kraft hierzulande (sofern sie als solche überhaupt dieses Ansinnen hatte) gelungen, die eigentlichen Anliegen des Ersten Mai im Selbstverständnis einer absoluten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger zu verankern.

Selbst jene, die sich vor Jahren noch ganz selbstverständlich die rote Mainelke ans Revers hefteten, winken heute in der Vielzahl müde ab.

Nein, für die meisten ist der heutige Tag einfach Ende eines angenehm zu verlängernden Wochenendes nach einem „Brückentag“.
Walpurgisfeiern gestern „erregten“ mehr (It's showtime!) und mancher schaute wohl eher mit leichtem Gruselschauer, aber achselzuckend auf mögliche Krawalle im Hamburger Scheunenviertel oder in Berlin-Kreuzberg.

The same procedure as every year!

Gefragt ist da wohl besser Engagement und soziales Bewusstsein an allen Tagen des Jahres mit einem Ersten Mai als denkbarem Höhepunkt. Dann hätte dieser Tag wieder seine Berechtigung, verlöre seine selbstgerechte Alibi-Funktion.

Aber so … wozu ein staatlicher Feiertag?

Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen

Unerwartet wird nun heute eine kleine Ergänzung zu unserem gestrigen Beitrag „'Lady Ju' und die Heuchelei der deutschen Politiker“ nötig.

Denn Russlands, in allernächster Zukunft aus dem Amt scheidender, Staatspräsident Dmitri Medwedjew meldete sich mit ungewöhnlich harscher Kritik an seinem Amtskollegen im südlichen Nachbarland zu Wort und mahnte die Ukraine,in der Causa Julia Timoschenko die Menschenrechte zu achten.

Diesmal bekam er natürlich wie selten sonst den Beifall der deutschen Politikmedien, die ohnehin berichten konnten, dass Berlin den Ton gegenüber Kiew drastisch verschärft hat und nun gar die Forderung erhoben wurde, „Lady Ju“ bis zum Beginn der Fußball-EM freizulassen (!), sonst …

Dabei erinnert der russische Staatschef fatal an jene ominöse Person, die im Glashaus sitzt, aber mit Steinen wirft.

Denn erst am Donnerstag hatte er in einem landesweit ausgestrahlten Live-TV-Interview für die Sender „Das Erste“, „Rossija“, nTV, „Doschd'“ und REN-TV auf hartnäckige Nachfrage detailliert erläutert, warum er entgegen der Empfehlungen seines eigenen Rates für Menschenrechte Mitte März den inhaftierten Michail Chodorkowskij nicht begnadigt hatte.

Medwedjew erklärte kategorisch, das habe ihm Artikel 50 der russischen Verfassung verboten, wonach ein Verurteilter um Begnadigung nachsuchen müsse.
Chodorkowskij lehne dies aber ab, da spiele es nicht einmal eine Rolle, dass er seine Schuld nicht eingestehen wolle. Punkt!

Oder auch „Basta!“, Sie erinnern sich … bigsmile

In der Ukraine nichts anderes: Vor gut einem Monat hatte der ukrainische Ministerpräsident Nikolai Asarow gegenüber der Presse erklärt, er denke, der Staatspräsident würde Julia Timoschenko begnadigen, doch weigere die sich, ein entsprechendes Gesuch an Janukowitsch zu richten und für schuldig erkläre sie sich sowieso nicht!

Nun, das obengenannte Interview (Seine Mitschrift auf der präsidialen Homepage umfasst immerhin 28 Druckseiten.) fand verständlicherweise hierzulande keine Aufmerksamkeit, war es doch eine innenpolitische Rechenschaftslegung über vier Jahre Präsidentschaft, von der außer einigen zaghaften Reformversuchen und viel liberaler Rhetorik wenig übrig bleibt.

Medwedjew hat seine Parteigänger enttäuscht, wurde den in ihn gesetzten Erwartungen nicht gerecht.

Auch der Autor hatte auf mehr gehofft, doch man muss gerecht bleiben: Für russische Verhältnisse sind vier Jahre eine kurze Zeit und die Gegnerschaft war gewichtig.

Nicht unerwähnt kann zudem bleiben, dass Moskau von Anfang an den Umgang des Regimes Janukowitsch mit der in der Ukraine innenpolitisch gewichtigsten Oppositionsfigur kritisiert hat.

Zurecht, aber auch im Bewusstsein um eigene Verstrickungen, denn Russland profitierte 2009 von Timoschenkos Unterschrift unter das langfristig angelegte Erdgasabkommen, hatte dem nationalistischen Starrsinn des Ukrainers Juschtschenko einen empfindlichen Dämpfer verpasst und die eigentlich ungeliebte Ministerpräsidentin als Gegenpol zum Staatschef erfolgreich etabliert.

Medwedjew hätte also zurückhaltender sein sollen. Doch sollte man gut nachdenken.

So wie der neue (alte) starke Mann im Kreml.
Wladimir Putin sieht sicher die Ukraine lieber in der „Eurasischen Union“, denn als EU-Beitrittskandidat.

Daher schweigt er. Bisher.

"Lady Ju" und die Heuchelei der deutschen Politiker

,

Die politische Elite Deutschlands ist sich einig.
In der Strafkolonie Katschanowka von Charkiw sitzt mit Julia Timoschenko, im Volksmund „Lady Ju“ genannt, eine schwerkranke, misshandelte politische Gefangene ein, der die notwendige medizinische Versorgung außer Landes vom Regime Janukowitsch verweigert wird, die man in Haft quält, schlägt und die unter menschenunwürdigen Bedingungen einsitzt.

Der Fall gewinnt dadurch an Brisanz, dass es sich um die Ex-Ministerpräsidentin der Ukraine handelt, die im Februar 2010 ihrem Kontrahenten im Kampf um das Staatspräsidentenamt unterlag und deren Fall gerade jetzt neue Aufmerksamkeit bekommt, weil die Fußball-EM im Land (und in Polen nicht zu vergessen) ins Haus steht und die Gefangene in den Hungerstreik getreten ist.

Der Zeitpunkt konnte nicht besser gewählt werden.

Der deutsche Bundespräsident sagt prompt eine Reise nach Jalta ab, Herr Gabriel (SPD) fordert heute alle deutschen Politiker auf, nicht zur EM in die Ukraine zu reisen, der deutsche Innenminister sorgt sich, neben welchem Tyrannen er wohl In Charkiw im Stadion sitzen müsste und die Grünen äußern heftige Empörung.

Ja, richtig: Als man im Herbst 2011 Frau Timoschenko in den Knast schickte, weil sie angeblich am 19. Januar 2009 (in höchster Not für ihre existenziell bedrohte Heimat) ein für das Land ungünstiges Erdgasliefer- und -transitabkommen mit Russland abschloss, ohne den Staatspräsidenten zu fragen, da war dies ein politischer Prozess und ein Urteil mit entsprechendem Hintergrund, gesetzeskonform, aber eben primär politisch motiviert.

Schon seinerzeit kolportierte man hierzulande, dass man Rache nahm an der einstigen Führerin der „orangenen Revolution“ von 2004 und verschwieg geflissentlich, dass an der Spitze dieses Machtwechsels mit Viktor Juschtschenko eigentlich ein Mann gestanden hat, den angeblich der russische FSB versucht hatte, mit Dioxin zu vergiften.

Timoschenko hielt sich auf der Tribüne auf dem Maidan Nesaleschnosti, dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum Kiews, immer dezent einen Schritt halb hinter ihm und applaudierte freundlich.

Timoschenko war die graue Eminenz des orangenen Machtwechsels.

Juschtschenko erhob sich zum Volkstribun, besiegte in einer Stichwahl am 26. Dezember 2004 den heutigen Amtsinhaber, wurde Staatspräsident und überwarf sich schon nach wenigen Monaten mit seiner Weggefährtin Timoschenko, jetzt Ministerpräsidentin, aber eingesperrt im eigenen Land, denn 2005 gab es einen Interpol-Haftbefehl gegen sie, erwirkt von der russischen Militärstaatsanwaltschaft wegen illegalen Waffenhandels.

Fortan verwandelte sich das Verhältnis von Staatspräsident und Premier in eine bühnenreife Inszenierung einer Hassliebe.

Über Juschtschenko, den vom Westen gehätschelten „Revolutionär“, der ob der Großmannssucht seines Sohnes und eigener hemmungsloser Bereicherung schnell negative Schlagzeilen machte, jegliches Ansehen in der Bevölkerung einbüßte, 2010 sang- und klanglos von der Bildfläche verschwand und dann im Prozess gegen „Lady Ju“ aussagte, verliert heute niemand mehr ein Wort.

Und Julia Timoschenko ist kein Unschuldsengel, als clevere Geschäftsfrau wusste sie in der Ukraine der 1990er Jahre durchaus wie man – oftmals illegal und gegen Gesetze verstoßend – sich die Taschen füllen konnte.

2005 stellten die Strafverfolgungsbehörden der Ukraine diesbezügliche Ermittlungen gegen sie ein. Folgerichtig oder eine der Zeit angemessene Entscheidung? Immerhin, es ging um die Ministerpräsidentin.

Mit Janukowitsch und Genossen löste dann die „blaue Clique“ die „orangene Clique“ ab, Oligarchen versus Oligarchen, ein simpler Machtwechsel wie gut fünf Jahre zuvor, jeweils mit dem Mäntelchen der Demokratie verhängt.

Dumm nur, dieser Staatspräsident kam aus dem Donbass, ist prorussisch, was wenig verwundert, wenn man auf die Landkarte schaut und prompt tat man sich im Westen mit ihm schwer.

Ja, die Ukraine ist kein Rechtsstaat nach unserem Verständnis, eine wahre (westliche) Demokratie auch nicht, aber dann vergleichsweise z. B. Russland, China, Bahrein oder Saudi Arabien auch nicht.

Doch niemand boykottiert Bahrein, auf den Straßen wurden die Menschen verprügelt, neben der Rennstrecke folterte das Regime, doch die Formel 1 drehte ihre Runden, denn der Sport … und vor allem, wenn das Land reich an Öl und Geld ist.

Saudi-Arabien bekommt deutsche Panzer für den Einsatz im Inneren gegen unbotmäßige Landsleute.

Oder die potentielle Supermacht der nahen Zukunft China, da hätschelt man den wichtigen Wirtschaftspartner und pfeift auf die Menschenrechte. Der oberste chinesische Staatslenker wird auf der Hannover-Messe hofiert, man sperrt für ihn und Merkel schon mal die Autobahn, damit es flott nach Wolfsburg geht. Freiheit ist Freiheit und Business ist Business! You know?

Anders bei der Ukraine, die hängt finanziell am Tropf von IWF und Weltbank, will unbedingt in die EU, gibt praktisch nichts und will viel.

Da kann man in der Menschenrechtsfrage andere Saiten aufziehen und „vergisst“ geflissentlich, dass es in der Ukraine weitere, weniger prominente politische Strafgefangene mit Bandscheibenvorfall gibt, die keine deutsche Seite zur Behandlung in die Charité einlädt oder einstige Minister des Kabinetts Timoschenko wie Herrn Luzenko, die ebenfalls durchaus fragwürdige Strafprozesse hinter sich bringen mussten.

Protest im Falle Timoschenko – keine Frage, Konsequenzen fordern – voran!

Aber stets angemessen und im historischen Kontext.

Das aber ist ungeeignet, um sich selbstdarstellerisch in die Brust zu werfen und medienwirksam dem Volke als wahrer Menschenfreund zu präsentieren.

Aber wie wäre es mit Flagge zeigen gegenüber Putin?
Michail Chodorkowski sitzt ebenfalls aus politischen Gründen zu lange in Haft, auch wenn seine Taten nicht eben harmlos waren.

Und erst sein Weggefährte Platon Lebedew. Schwerkrank! Totkrank, aber inhaftiert!

Wer verweigert sich deshalb Russland oder Putin?

Welche elende Heuchelei!

Ich habe es versucht. Mit der FDP

,

Eigentlich kann man ja froh und glücklich sein, wenn es mit dem nächtlichen Schlaf keine Probleme gibt.
Und in dem selten Fall, bei dem man schlecht träumt oder ein Zwicken einen aufwachen lässt, gilt es eben, eher aufzustehen und sich sinnvoll (!) zu beschäftigen.

Nach diesem Wochenende könnte es da angesagt sein, mal das neue Grundsatzprogramm der FDP „Verantwortung für die Freiheit. Freiheitsthesen der FDP für eine offene Bürgergesellschaft“ zur Hand zu nehmen und zu lesen.

Immerhin: Es ist früher Morgen, ringsherum still, man könnte schon einen Kaffee oder Tee trinken, die Textmarker zücken und sich den 41 DINA4-Druckseiten zuwenden.

Wann denn sonst am Tag, man ist ja schließlich kein Politikwissenschaftler im Hauptberuf, möchte aber vielleicht gern mal sehen, was eine Regierungspartei bietet, die eigentlich am Boden liegt, aber noch zuckt.
Und leider bietet die FDP ja keine lesbare Kurzfassung an, entweder wird darauf spekuliert, dass das, was die Medien an Berichterstattung bieten, schon reichen wird oder man kalkuliert nüchtern ein, dass das Pamphlet ohnehin beim Bürger nicht ankommen wird. Oder besser erst gar nicht soll? Das Grundsatzprogramm - Dildo der FDP?

Ich kam beim ersten Anlauf bis Seite 10 und mit dem Morgen graute es nicht nur vor dem Fenster, sondern auch dem Lesenden.
Konnte es sein, dass man schnell das Mantra, die Heilige Dreieinigkeit der FDP in blumigen Wortblasen um die Ohren gehauen bekam, die da lautet : Freiheit – Wachstum – Fairness? Doch so eine Art programmatische Kurzfassung?

Es empfiehlt sich, verschiedenfarbige Textmarker einzusetzen: Gelb sowieso, wir sind ja bei der FDP und die Farbe passt gut zum Stichwort „Wachstum“, Blau z. B. für „Freiheit“, die Inflation in der Begriffswelt der FDP und „Orange“, eine typische Mischfarbe für alle Worte und Wortzusammensetzungen mit „fair“ im Stamm, denn was sich dahinter verbergen soll, wird an keiner Stelle mal richtig erläutert.

Aber besonders „fair“ klingt gut, also kein Foul, keine „Blutgrätsche“ oder ein Zerren am Trikot, aber schon mal ein harter Rempler mit angelegtem Arm. By the way of FDPe!

Rot und Grün meiden, das führt nur zu Verwechslungen und Irritationen, außerdem Farben, die die bei den freien Demokraten wohl zum Brechreiz führen könnten, wenn sie sehen, dass man Textpassagen ihres neuen Selbstbetrugs damit markiert.

Leider hilft das Markieren nicht, den Text zu verstehen oder wenigsten akzeptabel zu finden.

Ein Beispiel (S. 6, Zeile 19-21):

Wir wollen […] dieses Vertrauen zurückgewinnen, indem wir die Ordnung der Freiheit wieder in eine Balance von Fairness und Verantwortung bringen und die Chancen individueller Freiheit sichern.



Haben Sie das verstanden? Nicht?
Aber hoffentlich jene Lehrer, die einst der jungendhaft-spitzbübischen Führungsriege der FDP die deutsche Sprache nahe brachten, denn ansonsten droht die unangenehme Erkenntnis, irgendwie versagt zu haben.

Aber es geht noch härter (S.8 , Zeile 22):

Wir wollen eine faire Freiheit!


Aha, warum nicht verschlimmbessert „Freiheit mit Wachstum und Fairness.“?

Natürlich weiß niemand, wie der geschätzte Herr Bundespräsident diesem parteipolitisch-inflationären Freiheits-Wortschwall aufgenommen hat, er, der diesen Begriff auch so gern traktiert und dessen Wahl Herr Dr. med. Rösler ja im Stile eines One-Winner-Wonders für sich verbucht hat.

Aber man konnte heute morgen z. B. im Deutschlandfunk förmlich das Augenrollen hören (!), mit dem der Alt-Liberale Burkhard Hirsch das Verständnis des „Wachstums“ im Parteiprogramm kommentierte.

Kurz: ich habe es versucht mit der FDP und werde mit angemessener Pause weiterlesen. Ohne Erwartungen oder gar Hoffnungen.
Und man soll ja auch nicht auf einen am Boden Liegenden noch einprügeln.

Aber diese, heutige FDP hat es verdient, in der Mitte liegengelassen zu werden. Dort, wo man längst hingestürzt ist, aber meint, man schwebe immer noch über den schwarz-grünen Dingen.

Doch genug. Es lohnt nicht! Sollte man sagen, leider?

Stopft ihnen das Maul!

Deutschlandweit ist die Aufregung groß.

Die Wogen der öffentlichen Diskussionen schlagen hoch und eigentlich bedürfte es keines weiteren Aufschreis, wären da nicht die skandalösen Umstände, die das Vorhaben begleiten.

Noch gibt es wohl keine Beschlussvorlage, aber nach Angaben der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende planen die Fraktionen der CDU/CSU, FDP und SPD in seltener Einmütigkeit, das Rederecht der Abgeordneten bzw. die regulierenden Ordnungsgewalt des jeweiligen Debattenvorsitzenden in parlamentarischen Aussprachen des Deutschen Bundestages zu beschneiden.

Abgeordneten, die eine von der Fraktionslinie widersprechende Meinung artikulieren wollen, sollen zukünftig nur noch maximal drei Minuten lang und dann nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit allen Fraktionen reden dürfen. Fünf Minuten lange persönliche Erklärungen zu einem beabsichtigten abweichenden Abstimmungsverhalten coram publico fallen weg, dafür soll dann eine schriftliche Erklärung zu Protokoll gegeben werden. Ein mündliche, maximal drei Minuten lange Erläuterung dazu bleibt absoluter Ausnahmefall.
Kurz: Der demokratischen und manchmal doch unkonventionellen, aber sachdienlichen Vorgehensweise vor allem von Bundestagspräsident Norbert Lammert, auch mal außer der Reihe der Rednerliste der „Berliner Stunde“ einem Querdenker fürs Volk vernehmlich das Wort zu erteilen, soll ein Riegel vorgeschoben werden.
Die Strafe folgt auf dem Fuß: Der eigenwillige Lammert hatte in der Debatte zum EURO-Rettungsschirm Kritikern aus der Regierungskoalition ungefragt das Wort erteilt. Die Mächtigen und ihre Claqueure waren not amused.

Der Versuch eines Korrektivs, welches man einfach ablehnen muss!

Zudem nicht auszudenken, wenn diese Maulkorb-Bestrebungen auch auf Parlamente und Kommunalvertretungen „bundestagsabwärts“ überschwappen sollten.

Keine Beschlussvorlage angeblich und doch weiß man offenbar schon, wann über das noch nicht Existente abgestimmt werden soll: Am 26. April, gegen 19:55 Uhr, wo dann die öffentliche Aufmerksamkeit eine geringe ist und erwartet wird, dass ohnehin nur noch hartgesottene, pflichtbewusste MdB im Plenum sitzen. Geschickt eingefädelt!
Dies zumindest verrät heute ein Blog-Beitrag von Martin Reyher auf abgeordnetenwatch.de.

Bestätigt fühlen können sich durch das Geschehen die PIRATEN.

Für alle, die noch Illusionen haben. Unbedingt lesen!

Überflüssiges oder Die "kleine" Verschwendung

,

Beispiele für verschwenderische Großzügigkeit im Großen kennt wohl jeder in Deutschland: Elbphilarmonie Hamburg, City-Tunnel Leipzig, klar, mancher nennt da auch gern die Berliner U-Bahn vom Hauptbahnhof zum Reichstagsgebäude.
Und nicht wenige haben sofort das Beispiel für ein sinnlosen Brückenbauwerk parat, welches einsam und ohne Verkehrsanbindung in der Landschaft herumlungert. Wo geplant wird, fallen eben Späne!bigsmile

Doch gibt es auch die "kleine" Verschwendung öffentlicher Mittel, planerisch sicherlich begründet vollzogen und dann scheinbar gedankenlos ausgeführt.
Sie schafft es nicht in die Titelzeilen der Gazetten, wird gar oftmals nicht bemerkt, huscht das Geschehene doch beim Vorbeifahren rasch und verdeckt vorbei.

So auch der Geh(oder Rad confused )weg am Brückenneubau über die Eisenbahnlinie Nachterstedt-Gatersleben auf der Kreisstraße K 1368.



Lange dauerte die Fertigstellung des Baus 2011, dafür gibt es jetzt aber einen Weg, der mit einer abgesenkten Kante (barrierefrei für Rollstuhl- und Fahrradfahrer) beginnt und ... im Straßengraben endet.

Wer wird ihn nutzen?

Vielleicht der einsame nächtliche Wanderer von Nachterstedt nach Gatersleben oder umgekehrt?

Und was kostet diese nützliche Brückenerweiterung der öffentlichen Hand, warum war sie nötig?

Wenig sinnvolle Gedanken, wird mancher meinen, gebaut ist gebaut. Was soll diese Kleinigkeit?

Als Kind wurde ich stets belehrt, man bücke sich nach jedem Pfennig, der verloren auf der Straße liegt, denn "Wer den Pfennig nicht ehrt, dem ist die Mark nichts wert!".

Ist das bei EURO-Cent und EURO jetzt vielleicht anders?whistle

Wie man Privates kommunalisiert

,

Falls Sie glauben, sich verlesen zu haben, irren Sie.
Nein, hier haben wir nicht den Fall geflissentlicher Privatisierung kommunaler Leistungen, wie sie uns jetzt aktuell infolge der Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst seitens der Arbeitgeber wieder verschärft angedroht wird (und damit eine Kostensteigerung zu Lasten der privaten Haushalte).

Hier geht es um das Beispiel unbekannter, aber findiger Gatersleber Bürger, die die Folgen des privaten Frühjahrsputzes umgehend kommunalisieren, indem sie ihre Abfälle unaufgefordert der Kommune an öffentlichem Ort zur Entsorgung anbieten.

Als ein Beispiel hätten wir da den kommunalen Abfallbehälter, idealer Ort, um privaten Müll coram publico zu entsorgen (Foto vom 23. März 2012).
Immerhin, werden Sie sagen, hat man den Krempel nicht im Gebüsch versteckt oder in die Selke geworfen. Zugegeben, ein Argument.
Da wäre er vielleicht liegen geblieben, jetzt aber war die schnelle Beräumung angesagt, denn bekanntlich zieht illegal Abgelagerts weiteren Dreck an wie Licht die Motten.
So denn geschehen.

Die unbekannten Bürger wussten diesen kommunalen Fleiß durchaus zu schätzen und blieben am Ball. Keine zwei Wochen später (Foto vom heutigen Tage) fand sich am gleichen Platz erneut Unbrauchbares bzw. Überflüssiges aus privaten Putzbeständen. Ob nun beim ersten Mal übersehen und neu entdeckt oder aus gänzlich anderer Quelle, muss offen bleiben.

Doch diesmal schienen sich die Übeltäter darüber im klaren, dass kommunale Müllentsorgung Geld kostet und boten daher für den Mehraufwand etwas Schrott an. Nobel, oder? Ob aber kostendeckend, muss auch hier offen bleiben.
Doch lassen sie uns raten: Die Gemeindearbeiter nehmen die edle Gabe bestimmt mit. Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.jester

Nein, das ist eines der berühmten no go areas.
Wir können uns nicht über stetig wachsende Kommunalbeiträge aufregen, wenn wir gleichzeitig durch unser privates Verhalten diese Erhöhungen verursachen.
Die Müllsünder gehören ganz sicher zu jenen, die als erste mit klagen werden, dass die Kommune immer wieder an ihr kleines Geldsäckel heran will.

Tja, ein rostiges altes Getrieberad kompensiert den Aufwand eben nicht, Vielleicht beim nächsten Mal wenigstens einen 20-EURO-Schein daneben legen?whistle






June 2012
M T W T F S S
May 2012July 2012
1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30