Ich hätte da mal 'ne Frage ...
Wednesday, January 11, 2012 11:29:17 AM
Das hatte man erwartet.
Ebenso wie den Fakt, dass sich auf dem Foto dazu ein Landrat und drei Bürgermeister drängeln würden, um das schon sattsam bekannte schwarz-rot-goldene Band durchzuschneiden. Früher wäre es nur rot gewesen.
Die Nachterstedter hatten diese Umgehungsstraße mit berechtigter Ungeduld erwartet und in letzter Instanz wird es den Anliegern der einst stark frequentierter Ortsdurchfahrt völlig gleichgültig sein, was dieses „Meisterstück des deutschen Straßenbaus“ darstellt und was sich auf ihm abspielt.
Doch bleiben Fragen. Fragen eines Autofahrers, der mit seinem Pkw (nicht Lkw und schon recht nicht „Brummi“) nun erstmals diese Straße bei Tageslicht und in der Nacht befahren hat.
Zunächst: Baumängel, die niemand so recht darstellen konnte bzw. wollte, verzögerten die Inbetriebnahme der Strecke. Nachbesserungsaufforderungen konnte offensichtlich und nachvollziehbar nicht nachgekommen werden. Nun ein „Kompromiss“. Dauerhaft oder temporär? Gilt auch für diese Straße „Kommt Zeit, kommt Rat!“? Oder wird gar, wie üblich, auf Vergessen durch Zeit spekuliert, auf ein Abfinden mit dem Status Quo, ein fragwürdiges „Ende gut, alles gut!“?
Das ist wohl anzunehmen. Ohne jede Böswilligkeit.
Aber: Falls dies so ist bzw. bleiben soll/muss, was geschieht eigentlich mit jenen vier Millionen EURO, die der Bau gekostet haben soll? Muss die bauausführende Firma, die sicher entlohnt wurde, nun einen Teil der Bausumme zurückzahlen, wenn sie die Mängel nicht beheben kann oder will?
Es sind öffentliche Mittel, wer wird wie und wann ggf. einen Teil davon zurückfordern?
Und nicht als Letztes: Wie groß sind eigentlich welche Baumängel an dieser Straße? Der Nutzer empfindet sie als „Holperpiste“, durchgehend wesentlich schmaler als Straßen vergleichbaren Zuschnitts (Sicherlich nicht nur an einigen Stellen und durchgehend schmaler als die medial kolportierten Comedy-Zehn-Zentimeter!) mit einem unerklärlich aufwendigen Oberflächenwassermanagement.
Spannend wäre es zudem zu erfahren, wer hier für welche Versäumnisse Verantwortung trägt: Land oder Landkreis für fehlerhafte Ausschreibungen? Ein Straßenbauunternehmen für eine die Firma disqualifizierende Bauausführung? Und hat es überhaupt eine Bauaufsicht gegeben, der schon eher hätte auffallen müssen, dass dort etwas schief lief?
Fragen über Fragen.
Auf eine Beantwortung sollte man nicht hoffen. Noch nicht?
Gern aber würde man sich täuschen.
Dann wäre nicht nur hier der Platz für Korrekturen!!





