BUNT STATT BRAUN! Mit aller Deutlichkeit!
Saturday, January 28, 2012 7:44:14 PM

Dieses Foto steht in der Mitte. Und in ganzer Größe!
Mit voller Absicht.
Denn es waren nicht nur Linke, Grüne, Christdemokraten, Sozis oder Gewerkschafter, es waren Demokraten aller Generationen und politischen Orientierungen, die heute bei einem Bürgerfest und einer Demonstration unter dem Motto "BUNT STATT BRAUN!" im sachsen-anhaltinischen Aschersleben deutlich machten: Nazis raus aus dieser Stadt!
Die Bürgerinnen und Bürger der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts, die "Möhrenköppe", neigen keinesfalls zu politisch überzogener Aufgeregtheit. Manchmal kommen sie in dieser Hinsicht nur langsam in die "Pötte".
Aber es war nicht zu überhören: Nicht wenige sind nicht nur empört, sondern regelrecht entsetzt, dass mit den "Freien Nationalisten Salzland" der braune Spuk nun auch offen in der Eine-Stadt Einzug gehalten hat.
So rief dann ein breites Bündnis unter Schirmherrschaft des Aschersleber Oberbürgermeisters Andreas Michelmann zu deutlicher, aber friedlicher Gegenwehr auf.
Und auch wenn das schmuddelige, nasskalte Schneenieselwetter den Organisatoren der Bunten Stadt Aschersleben nicht hold war, so bekannten sich doch einige hundert Teilnehmer ohne Wenn und Aber gegen eine Veranstaltung, auf der wenige ewiggestrige Alte, leider aber auch manche irregführte Junge artikulierten "Den Volkstod stoppen!".
Kommentiert werden soll das hier nicht!
Dafür seien einige Fragen öffentlich gestellt, die man am Rande des Geschehens vernehmen konnte:
- 150 Nazis, 500 Gegendemonstranten und 250 Einsatzkräfte der Polizei, 55 Platzverweise (laut Mitteldeutscher Zeitung): Wie lange darf sich unsere Demokratie eigentlich nationalsozialistische "Meinungsfreiheit" noch leisten?
- Wie kann es sein, dass die Ordnungsbehörden des Salzlandkreises den braunen Aufmarsch ohne jegliche Gegenwehr genehmigten, obwohl anderenorts Kommunen das unter Bezug auf die Gewährleistung der öffentlichen Odnung und Sicherheit regelmäßig verweigern?
- Stimmt es, dass die "Freien Nationalsozialisten Salzland" ursprümglich ihr Elend in der Kreisstadt Bernburg darbieten wollten, man sie aber absichtlich nach Aschersleben verdrängte?
- Ist es zutreffend, dass das Ordnungsamt der Stadt im Genehmigungsverfahren einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wurde?
Werden wir ein öffentliches Dementi der Verwaltung des Salzlandkreises hören, wenn wir ihr vorwerfen, ohne Zwang und Not dem Einzug der Rechten in Aschersleben willfährig Tür und Tor geöffnet zu haben? Warum scheute man ggf. ein verwaltungsrechtliches Verfahren, denn es immer wieder Praxis der Nazis, sich über Gerichte verweigerte Genehmigungen zu erklagen! Nicht immer mit Erfolg!
Weitere Fragwürdigkeiten zu einer bernburgzentristischen Kommunalpolitik des Salzlandkreises!
Was Ascherslebens OB Michelmann vom Kreis hält, hat der übrigens schon vor Wochen dem "SuperSonntag" in den Block diktiert: Der Salzlandkreis gehört "weggeknackt"!
So, wie er sich jetzt darstellt, auf jeden Fall!



