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Bewusstsein & bewusst sein

Das Weblog des Online-Magazins psychophysik.com

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Betriebsanleitung für das Unterbewusstsein

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Das E-Book Psychophysik 2.0 ist eine Art “Betriebsanleitung” für den Umgang mit dem eigenen Unterbewusstsein. Das von Claus Fritzsche entwickelte “psychophysikalische Realitätsmodell” betrachtet menschliches Unterbewusstsein als eine Art Software, welche - wie Betriebssystem und Software auf einem PC - permanent automatisierte Prozesse steuert und kontrolliert.

Nach diesem Modell ist das Unterbewusstsein vergleichbar mit einem “Erlebnis-Recorder”, welcher einmal gemachte Erfahrungen in bestimmten Situationen immer wieder abspielt. Vom Sprechen einer Sprache über Bewegungsabläufe wie z.B. Schwimmen, Gehen, die Treppe steigen bis hin zur Entstehung von Gefühlen (beleidigt sein, Angst haben, sich minderwertig fühlen, Freude erleben) arbeitet das Unterbewusstsein nach dem Prinzip ERLEBEN und WIEDER ERLEBEN. In der Gehirnforschung wurde kürzlich entdeckt, dass so genannte Spiegelneuronen bei diesem Prozess beteiligt sind.

Psychophysik unterstellt dem menschlichen Unterbewusstsein eine so hohe Bedeutung für Gesundheit, Zufriedenheit, Partnerschaft, soziale Beziehungen und beruflichen Erfolg, dass daraus die Empfehlung abgeleitet werden kann, die Arbeitsweise des eigenen Unterbewusstseins genau kennenzulernen.

- Anfang Leseprobe -

Psychophysik 2.0
Betriebsanleitung für das menschliche Unterbewusstsein

1. VORWORT

Liebe Leserin, lieber Leser,

das menschliche Unterbewusstsein hat eine Eigenschaft, welche Ihr Leben tagtäglich bestimmt und welche Sie zu Ihrem eigenen Schutz kennen sollten:

Haben Sie großen Hunger und denken Sie an Ihre Lieblingsspeise, so reagieren Sie abhängig von Ihrer Vorstellungskraft und Sensibilität u.a. mit der vermehrten Produktion von Speichel. Haben Sie einen vermehrten Speichelfluss, so wird dieser Vorgang von Ihrem Unterbewusstsein gesteuert. Aber warum ist Ihr Unterbewusstsein so präzise? Es könnte doch auch in einigen Fällen versehentlich ein Zucken im rechten Knie oder Schweißausbrüche auslösen. Macht es aber nicht.

Im Rahmen einer Studie an Krebspatienten in einem Hospital in Birmingham bekamen Testpersonen Placebo-Tabletten in dem Glauben, die Einnahme würde ihren Krebs heilen, jedoch Haarausfall als Nebenwirkung auslösen. In Wirklichkeit enthielten die Tabletten jedoch keinerlei Wirkstoff. Nicht alle Testpersonen hatten einen Effekt. Bei ca. 100 Patienten war jedoch nach der Einnahme der Placebos Haarausfall zu beobachten. Warum arbeitet das menschliche Unterbewusstsein so präzise? Es hätte doch auch bei 10 Patienten Juckreiz an den Zehen, bei 30 Patienten Durchfall und nur bei 60 Patienten Haarausfall auslösen können. Macht es aber nicht.

Wird ein Mensch mit einer Nachricht konfrontiert, welche eines seiner bisherigen Weltbilder wie ein Kartenhaus zusammenfallen lässt, über die er jedoch keinerlei Fakteninformation vorliegen hat, so produziert sein Unterbewusstsein starke negative und ablehnende Gefühle. Warum? Es könnte doch auch sein, dass 50 % der Menschen erfreut feststellen, dass sie endlich eine Gelegenheit haben, ihren Horizont zu erweitern und ihr Weltbild entweder nochmals zu bestätigen oder zu korrigieren. Das geschieht jedoch nicht.

Es ist ein hoch interessantes Phänomen, dass Menschen sich selbst und ihre Umwelt genau so wahrnehmen, wie sie glauben, dass sie selbst und ihre Umwelt wären. Die vermehrte Speichelproduktion beim Gedanken an eine Speise schwankt zwar von Mensch zu Mensch stark. Die Richtung der Reaktion ist jedoch sehr präzise. Er produziert keinen, wenig oder viel Speichel. Er wackelt jedoch nicht mit den Ohren, zittert nicht am Oberschenkel und bekommt keinen Schluckauf. Seine Reaktion passt 1:1 zu einem früheren Erlebnis.

Ich stelle in diesem Dokument die Behauptung auf, dass Ihre Gedanken und Überzeugungen über sich selbst und Ihre Umwelt eine unterbewusste körperlich, geistig und emotionale Kettenreaktion auslösen. Als Folge dieser Kettenreaktion konstruiert Ihnen Ihr Unterbewusstsein eine „Erlebniskulisse“, welche Ihre Gedanken und Überzeugungen sehr präzise spiegelt. Glauben Sie an eine angeborene Magenschwäche, dann löst dieser Glaube unabhängig von der tatsächlichen Situation Ihres Magens eine aktive Prozesskette aus, welche Ihren Magen schwächt. Glauben Sie an ein bestimmtes politisches Feindbild, dann sorgt Ihr Unterbewusstsein dafür, dass Sie gegenteilige Informationen entweder ausblenden oder mit negativen Gefühlen beantworten. Die „Erlebniskulisse“ konstruiert Ihr Unterbewusstsein entweder als Illusion oder physisch real als sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Jetzt könnte man sagen, dass Effekte dieser Art schon lange bekannt sind. Neu an den hier vorgestellten Thesen ist der Umfang, die Intensität und die Präzision der unterstellten unterbewussten Kettenreaktionen. Nach meiner Überzeugung löst das Unterbewusstsein nicht sporadisch und punktuell einmal da und einmal dort kleinere Effekte einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung aus. Ich behaupte stattdessen, dass Ihre Gedanken und Überzeugungen über sich selbst und Ihre Umwelt in einem bisher nicht für möglich gehaltenen Umfang unterbewusste Kettenreaktionen auslösen, als Folge dessen Sie sich selbst und Ihre Umwelt Schritt für Schritt so erschaffen, wie Sie glauben, dass Sie und Ihre Umwelt real wären. Aus Beobachtung wird Gestaltung.

Ich habe diese Theorie in einem „psychophysikalischen Realitätsmodell“ zusammengefasst und präzisiert. Psychophysik in der hier definierten Form ist eine Weiterentwicklung von NLP und eine Art Betriebsanleitung für den Umgang mit Ihrem Unterbewusstsein. Als John Grinder und Richard Bandler in den 70er Jahren die Urform von NLP entwickelten, suchten sie nach einer übergeordneten
Metatheorie zur Erklärung menschlichen Verhaltens und Erlebens.In Wirklichkeit unterwarfen sie unterschiedlichste Formen der Psychotherapie einer Art Qualitätstest und sortierten die Rosinen aus, um sie neu zu verpacken und dann NLP zu nennen. Die Metatheorie fehlt bis heute.

Psychophysik liefert Ihnen genau diese Metatheorie. Sie zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Unterbewusstsein in einem großen Umfang als eine Art Flaschengeist für sich arbeiten lassen können. Das Wirkprinzip lautet: Alles, worauf Sie Ihre geistige Aufmerksamkeit setzten, hat die Tendenz, für Sie real zu werden.

Claus Fritzsche

- Ende Leseprobe -

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E-Book Psychophysik 2.0
+ Fortsetzung der Leseprobe:
2. DIE MACHT IHRES UNTERBEWUSSTSEINS

Gute Verkäufer machen es sich leicht

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(cf) - Bücher über die neuesten Erfolgsgeheimnisse erfolgreicher Verkäufer gehören zu dem Bereich der Literatur, um den ich gewöhnlich einen großen Bogen mache. Warum dies so ist, das erklärt bereits eine kleine Google-Recherche zum Stichwort "erfolgreiche Verkäufer". Das bunte Spektrum der klugen Ratschläge mag durchaus seine Berechtigung haben. Aus meiner Sicht wird die Komplexität und Vielschichtigkeit des wahren Lebens jedoch meistens in sinnentstellender Weise verkürzt.

Eine seltene positive Ausnahme ist für mich das Buch “Gute Verkäufer machen es sich leicht - Besser verkaufen mit Menschenkenntnis” (Orell Füssli) von Gabriele und Hans Stöger. Die Autoren werben in ihrem angenehm und leicht zu lesenden Ratgeber für die Idee, dass sich erfolgreiche Verkäufer weder massiv anstrengen müssen noch über ein Patentrezept verfügen. Hinter dieser auf den ersten Blick platitüdenverdächtigen Aussage versteckt sich jedoch große Weisheit:

1. Auch in der angeblich so rationalen Vermarktung von Investitionsgütern kaufen Einkäufer nicht von Anbietern, welche ihnen unsympathisch sind. Ob tatsächlich 80% der Kaufentscheidungen emotional motiviert sind, wie von Gabriele und Hans Stöger postuliert, das sei einmal dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass viele Investitionsentscheidungen im B-to-B-Vertrieb über eine erhebliche Kriterienbandbreite verfügen, die ganz zum Schluss … welch ein Wunder … zu einem Anbieter führt, der zufällig auch als sympathischer wahrgenommen wird.

2. Auf der Suche nach den für Sympathie und Antipathie verantwortlichen Faktoren landen die Autoren bei einem einfachen und zugleich hoch komplexen Erfolgsprinzip: ÄHNLICHKEIT. Menschen sind uns dann sympathisch, wenn sie uns ähnlich sind. Aus verkaufspsychologischer Sicht geht es hier weniger darum, die gleichen Hobbys zu haben. Entscheidend ist vielmehr, dass die Art zu denken, zu fühlen und wahrzunehmen ähnlich ist.

Gabriele und Hans Stöger gehen auf den 170 Seiten Ihres Buches primär der Frage nach, welche menschlichen Haupttypen (zu denken, zu fühlen und wahrzunehmen) es gibt und welche Konsequenzen dies für die Frage “Sympathie oder Antipathie?” hat. Wer selbst aus dem Verkauf kommt, der wird bei der Lektüre des Buches häufiger einmal schmunzeln müssen. Da wird beispielsweise der extravertierte kumpelhafte Verkäufer geschildert, der einen introvertierten Einkäufer mit seinem Redeschwall zutextet. Da stoßen detailverliebte Haarspalter auf Visionäre, welche sich für alles in der Welt interessieren, nur nicht für Details. Es kollidieren Bauchmenschen mit Kopfmenschen u.v.a..

Wissenschaftliche Basis der von den Autoren gewählten Typologie ist der Myers-Briggs-Type-Indicator (MBTI), eine international weit verbreitete Methode der Persönlichkeits-Evaluation. Der MBTI differenziert stark vereinfacht zwischen 4 x 2 gegensätzlichen Haupttypen:

* Introvertierte versus extravertierte Menschen
* Realist (Details) versus Visionär (grobe Richtung)
* Bauchmensch (Gefühl) versus Kopfmensch (Fakten)
* Organisierer (schnelle Entscheidungen) versus Flexibler (Entscheidungen so lange wie möglich hinauszögern)

Stößt nun ein extravertierter, visionärer, intuitiver und sich schnell entscheidender Verkäufer auf einen introvertierten, an Zahlen, Daten und Fakten orientierten, Details liebenden und Entscheidungen eher hinauszögernden Einkäufer, so sinkt die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Geschäfte auf den Nullpunkt. Der in diesem Beispiel konstruierte Verkäufer kann sich dann auch Aktionismus und noch intensivere Verhandlungen sparen. Die wahren Handlungsmotive liegen auf einer anderen Ebene und sind den jeweiligen Akteuren vielleicht auch nicht bewusst.

Ob Verkäufer nun tatsächlich in der Lage sind, ihr Verhaltens-Repertoire deutlich zu erweitern, um sich unterschiedlichen Kundentypen besser anzupassen, das wäre noch zu klären. Die Autoren bieten in ihrem Buch Verhaltensstrategien an, welche dabei helfen sollen, genau dieses Ziel zu erreichen. Aus meiner persönlichen Sicht besteht hier jedoch die große Gefahr, die eigene Authentizität zu verlieren. Von dieser offenen Frage einmal abgesehen, ist “Gute Verkäufer machen es sich leicht” jedoch der beste Verkaufs-Ratgeber, den ich je gelesen habe: 100% Praxisrelevanz und eine echte Horizonterweiterung. Das Buch ist auch für Otto Normalverbraucher und -nichtverkäufer lesenswert, da es dafür sensibilisiert, Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit in unseren mitmenschlichen Beziehungen nicht als Problem ... sondern stattdessen als ganz normales Zeichen der auch in der Natur vorkommenden Vielfalt zu betrachten. (Quelle: Sales.Blog)

Amazon-Links:

Gute Verkäufer machen es sich leicht (Buch)

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Bodo Deletz: Zuneigung oder Anerkennung?

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Sicherlich haben Sie schon einmal gesehen, dass jemand seinen Hund gelobt hat, weil dieser etwas richtig gemacht hat? Natürlich hat dieser Hund sein Herrchen intellektuell nicht verstehen können, aber er hat seine Zuneigung in diesem Moment emotional verstanden und sich darüber gefreut. Vermutlich haben Sie auch schon einmal mitbekommen, dass jemand seinen Hund getadelt hat für etwas, das er zukünftig lassen sollte. Auch diesen Tadel wird der Hund nicht intellektuell verstanden haben, aber er fühlte die Ablehnung seines Herrchens und fühlte sich dementsprechend.

Auf diese Art und Weise erzieht man Hunde – mit Zuneigung und Ablehnung. Bekommt der Hund Zuneigung, freut er sich. Lehnen Sie ihn ab, fühlt er sich sehr elend. Haben Sie diese beiden Maßnahmen schon einmal bei einer Katze versucht? Wie verhält sich eine Katze, wenn sie abgelehnt wird? Richtig, sie schnurrt Ihnen weiter um die Beine und tut so, als ob weiter nichts wäre. Genauso wenig interessiert sie sich für Ihr Lob. Die gemeine Hauskatze zeigt auf Ablehnung und Zuneigung keine nennenswerte Resonanz. Der Grund: Sie ist kein Rudeltier – ganz im Gegensatz zum Menschen.

Uns Menschen ist es in die Gene gelegt, dass wir uns gut fühlen, wenn wir Zuneigung bekommen. Im Gegenzug fühlen wir uns wie alle Rudeltiere schlecht, wenn wir abgelehnt werden. Diese beiden Reaktionen auf Zuneigung und Ablehnung müssen wir nicht erst lernen. Wir werden bereits damit geboren. Und wir benutzen diese beiden Erziehungsmaßnahmen wie alle Rudeltiere ganz automatisch im Umgang mit unseren Kindern. Wir lehnen unsere Kinder ab, wenn sie etwas falsch machen. Hingegen belohnen wir sie mit Zuneigung, wenn sie etwas in unserem Sinne Richtiges tun. Dabei ist es völlig unerheblich, ob unser Kind schon 42 Jahre alt ist und in Wirklichkeit Ehemann oder Schatzi heißt. Auch machen wir keinen Unterschied, ob unser Schatzi in Wirklichkeit unser Computer oder unser Auto ist, das nicht richtig funktioniert. Wir lehnen einfach alles und jeden ab, der nicht so funktioniert, wie wir das wollen. Ob es das Wetter ist, die Politik, der Duschkopf, der wieder mal nur kaltes Wasser liefert, oder unsere Figur. Wir lehnen sogar unsere schlechten Gefühle ab, damit sie weggehen. Und nicht zuletzt lehnen wir sogar uns selbst ab – als könnten wir wirklich sagen: „Mit mir will ich nichts mehr zu tun haben. Verschwinde!“

Fortsetzung des Beitrags auf psychophysik.com"

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Prof. Dr. med. Joachim Bauer: Depressive Gesundheitsstörungen

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"Der Unterschied zur Trauer: Verlust des Selbstwertgefühls. Was unterscheidet die Trauer, also eine "normale", nicht-krankhafte Erlebnisreaktion, von einer depressiven Störung? Es ist der Verlust der Selbstwertgefühls. Die Störung der Selbstwertregulation ist der Kern der depressiven Erkrankung. Dies gilt für alle Formen depressiven Krankseins.

Die menschliche Selbstwert-Regulation (Fachausdruck: "Narzisstische Homöostase") hat zwei Quellen:

1. Quelle des Selbstwertgefühls ist die kindliche Erfahrung des Geliebtwerdens ohne Bedingungen (diese Erfahrung wird verinnerlicht und bleibt in neuronalen Netzen als basales Selbstwertgefühl gespeichert);

2. Quelle des Selbstwertgefühls ist die Anerkennung für erbrachte eigene Leistungen durch Andere. Beide Quellen haben mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun.

Zuviel Leistung, zu wenig Liebe
Zuviel Leistung, zu wenig Liebe als Depressions-Risiko. Bei Personen, die ein erhöhtes Risiko für depressive Erkrankungen haben, beruht die Selbstwertregulation in zu einseitiger Weise auf der Anerkennung von Leistungen. Besonders verwundbar ("vulnerabel") für eine Depression sind die besonders pflichtbewussten, aufopferungsvollen Menschen, die viel für Andere tun und in besonderer Weise für Andere sorgen. Fällt die Anerkennung und Liebe, die dafür erhalten wird, plötzlich weg (z. B. durch den Verlust oder durch die emotionale Abwendung eines nahestehenden anderen Menschen) dann kann es zum Einbruch der Selbstwertregulation und zum Ausbruch einer depressiven Erkrankung kommen.

Verluste und Trennungen als Depressionsauslöser
Verlust, Trennung oder Konflikte sind, wie Studien bewiesen haben, die erstrangigen Auslöser einer Depression (beachte: paradoxer Weise kann auch ein vordergründig "erfreuliches" Ereignis, z. B. die berufliche Beförderung ein Depressions-Auslöser sein, z. B. weil die bisherige kollegiale Unterstützung wegfällt und man in die "ungeliebte" Vorgesetzten-Position kommt, in der man sich durch Entscheidungen bei Anderen unbeliebt machen muss).

Seelische und körperliche Symptome
Der am Beginn der Depression stehende Verlust des Selbstwertgefühls ist ein psycho-biologisches Ereignis. Es kommt zu einer schweren und anhaltenden innere Unruhe. Auf der Ebene des äußeren Verhaltens kommt es zu einer psychomotorischen Hemmung bis hin zur Starre. Im Fühlen und Denken kommt es zu Selbstvorwürfen, Schuldgefühlen (einschließlich des Gefühls, selbst Schuld an der Depression zu sein) bis hin zum Gefühl, nicht mehr lebenswert zu sein (Suizidgedanken und Suizidhandlungen). Wenn ein Patient sich mit Gedanken an Suizid beschäftigt, ist dies immer ein ernst zu nehmendes Warnzeichen. Depressionstypisch sind auch schwere Konzentrationsstörungen (man weiß z. B. nicht mehr was man gerade gelesen hat; viele depressive Patienten fürchten, eine Demenz zu haben). Die höchste Suizidgefahr bei Depression besteht nach Studienlage bei älteren Männern..."

Vollständiger Text auf der Homepage von Prof. Dr. med. Joachim Bauer

Buchrezension: "Warum ich fühle, was du fühlst" von Prof. Dr. med. Joachim Bauer

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Texter Düsseldorf: Claus Fritzsche

Warum ich fühle, was du fühlst

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Die Sensation der Neurowissenschaften: Als hätten wir es geahnt: Kleine Zellen bestimmen große Gefühle. Das erste Buch über die Spiegelzellen, die Grundlage unserer emotionalen Intelligenz. Warum stecken Lachen und Gähnen an? Weshalb sind manche uns auf Anhieb sympathisch und andere nicht? Joachim Bauer berichtet über eine sensationelle Entdeckung der

Neurowissenschaften, die unsere Wahrnehmung von Menschen verändert. Warum können wir uns intuitiv verstehen, spontan fühlen, was andere fühlen, und uns eine Vorstellung davon machen, was andere denken? Die Erklärung dieser Phänomene liegt in den Spiegelneuronen, die erst vor kurzem entdeckt worden sind. Sie ermöglichen uns emotionale Resonanz mit anderen Menschen, versorgen uns mit intuitivem Wissen über die Absichten von Personen in unserer Nähe und lassen uns deren Freude oder Schmerz mitempfinden. Sie sind die Basis von Empathie, »Bauchgefühl« und der Fähigkeit zu lieben.

Buchrezension von Dr. Andreas Zeuch

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Prof. Dr. med. Joachim Bauer
Joachim Bauer ist Medizinprofessor und Psychotherapeut. Er ist sowohl für innere Medizin als auch für Psychiatrie habilitiert. Für seine Forschungsarbeiten erhielt er 1996 den renommierten Organon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie. Derzeit ist er an der Abteilung für Psychosomatische Medizin am Universitätsklinikum in Freiburg tätig. Neben zahlreichen Fachartikeln veröffentlichte er 2002 »Das Gedächtnis des Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern« und 2005 bei Hoffmann und Campe sein überaus erfolgreiches Buch »Warum ich fühle, was du fühlst.”