#exIf13, 4.Woche
Friday, July 5, 2013 4:14:29 AM
Impulsvortrag - Meine Gedanken kreisen um diesen Begriff. Impulse, Impulse, Impulse. Erneut gab es einen Impulsvortrag, dieses Mal zu dem Thema: Wie findet man methodisch Antworten auf die Forschungsfrage? Schon auf einer Präsenzveranstaltung in Hagen zur Einführung in die Methoden der empirischen Bildungsforschung bei Herrn Vogt stand ich am Ende verwundert an der Klippe zur Freiheit, um mich ins Meer der vielfältigen Möglichkeiten stürzen zu dürfen. Mein Kopf ist aber sowieso schon voller Impulse und das Netz voller Informationen und sogar im nicht-digitalen Leben bekam ich in der letzten Zeit von verschiedenen Menschen mit einer ungewohnten Offenheit brisante Informationen über ihr Leben und Leiden geliefert, die mich ebenfalls beschäftigen. Ich brauche momentan keine zusätzlichen Impulse, die meine Freiheit erhöhen und meinen Geist weiten. Der erscheint mir momentan schon so weit, dass es die Kapazitäten einer einzelne Person langsam übersteigt.
Und zwischen elektronischem Penisvergleich (Stichwort Epeen), wissenschaftlichen Methoden zum Identifizieren von Lesben (dabei denke ich an das Mittelalter und seine wissenschaftlichen Methoden zum Aufspüren von Hexen), Thomas H. Rich und seiner Stollenmethode zur Gewinnung besseren Datenmaterials in Form von im Permafrost der Arktis gelagerten Dinoknochen, mit deren Hilfe er hofft Antworten zu der großen Forschungsfrage "Warum sind die Dinosaurier ausgestorben und was können wir Menschen für unsere Zukunft daraus lernen?" mit einem neuen Ansatz zu gewinnen sucht (er beschäftigt sich mit den Dinosauriern die ganzjährig bei geringen Lichtmengen im Winter in den Polarregionen gelebt haben, sehr interessantes Thema für Dinosaurierinteressierte), alles Dinge, die mit meinem Studium zu tun haben (wirklich!), zwischen all diesen Informationen muss meine Schaltzentrale den Überblick wahren und eine Ordnung herstellen und jetzt nehme ich Luisas Faust (aus meinem Video zur zweiten Woche) und sage, Schluss jetzt, es reicht! Ich lese jetzt meine sozialpsychologischen Studien, versuche die Fragen zu beantworten was sozial an Europa ist und koche mir dabei immer wieder einen guten Tee.
In Sozialpsychologie sind wir mit 22 Studien konfrontiert, die in irgendeiner Form bearbeitet werden sollen und ich bin jetzt mit 12 mehr oder weniger durch. Etwa 12 Seiten pro Studie, englisch, und ja, ich habe sie fast alle selber gelesen, auch wenn mir das nicht leicht fällt und obwohl die Inhalte auch anders zugänglich gemacht werden können. Wer sich für Methoden interessiert, sollte so etwas einmal tun, und momentan habe ich hier die Gelegenheit meine Kompetenzen zu erweitern und das auch noch in einem sinnvollen Zusammenhang mit meinem Studium. Detailliert beschreiben die Forscher was sie getan haben und warum, und das in der momentan in der westlichen Welt üblichen Sprache der Wissenschaft und in der üblichen Form von Veröffentlichungen. Bei der letzten gelesenen Studie von Nadler und Halabi zu Intergruppenhelfen im Zusammenhang mit Statusbeziehungen habe ich mich gefragt, wie sie eine solch komplexe Fragestellung denn nun operationalisieren wollen (sie haben dann vier verschiedene Experimente durchgeführt und miteinander kombiniert), für mich war es spannend weiter zu lesen und ihre Gedankengänge zu verfolgen, und dabei lerne ich nebenbei immer besser, wie ich zügig den wesentlichen Inhalt solcher Studien erfasse.
Impulsvorträge sind gut, ja, aber nur wenn man Impulse braucht und diese Impulse auch sinnvoll passen. Der Hinweis auf die Vielfalt möglicher Methoden ist zum Einstieg gut, aber danach ist es wichtig Methoden zu kennen und Beispiele vor Augen zu haben, die als Basis für die eigene Fantasie dienen können. Die Marienthalstudie eignet sich dafür, aber auch das Studium thematisch zusammenhängender Studien. Statistikkenntnisse eignen sich dafür, aber auch die Kenntnis qualitativer Methoden. Nach dem Impuls kommt der Erwerb oder die Ausweitung des eigenen Repertoires. Dazu gehört auch die Zusammenstellung persönlich nützlicher Links und natürlich die zum Nachlesen geeignete Büchersammlung.
Und damit ist für mich zum Thema dieser Woche genug gesagt. Die Aufgabenstellung zielt auf das Auffinden und die Darstellung innovativer Methoden in der wissenschaftlichen Arbeit ab. Für mich ist das aber eine ganz falsche Fragestellung. Noch bin ich am Entdecken ganz und gar üblicher Methoden in der Wissenschaft, bin überhaupt erst dabei zu entdecken was sich hinter dem im Bildungsbereich so sehr gehypten Begriff Forschen überhaupt verbirgt. Für mich ist das alles neu. Jede der gelesenen Studien ist etwas Neues. Innovationen sind dabei nur eingebettete Elemente in der Geschichte eines Repertoires, dessen Erkundung das ist, was für mich zuerst einmal Priorität hat, auch wenn die Innovationen wegweisende Sternstunden sein sollten. Da lasse ich mich dann einfach mal von den möglichen Fundstücken anderer überraschen. Vielleicht wirkt die Magie des Moocs und über die Ideen der anderen entstehen Verbindungen zu den Dingen mit denen ich mich beschäftige und an deren Verstehen ich arbeite. Und möglicherweise kann auch ich dann noch einen Beitrag zur Wochenaufgabe beisteuern.
Ansonsten ist es möglicherweise langsam an der Zeit neben dem vorgegeben Pensum des Studiums einen Bereich zu schaffen, in dem ich systematischer an dem arbeite, was mein eigenes Anliegen ist. Denn wozu sonst dient die ganze Beschäftigung mit den Methoden?
Erwähnter Text: Nadler, A., & Halabi, S. (2006). Intergroup helping as status relations: Effects of status stability, identification, and type of help on receptivity to high-status group's help. Journal of Personality and Social Psychology, 91(1), 97.
Und zwischen elektronischem Penisvergleich (Stichwort Epeen), wissenschaftlichen Methoden zum Identifizieren von Lesben (dabei denke ich an das Mittelalter und seine wissenschaftlichen Methoden zum Aufspüren von Hexen), Thomas H. Rich und seiner Stollenmethode zur Gewinnung besseren Datenmaterials in Form von im Permafrost der Arktis gelagerten Dinoknochen, mit deren Hilfe er hofft Antworten zu der großen Forschungsfrage "Warum sind die Dinosaurier ausgestorben und was können wir Menschen für unsere Zukunft daraus lernen?" mit einem neuen Ansatz zu gewinnen sucht (er beschäftigt sich mit den Dinosauriern die ganzjährig bei geringen Lichtmengen im Winter in den Polarregionen gelebt haben, sehr interessantes Thema für Dinosaurierinteressierte), alles Dinge, die mit meinem Studium zu tun haben (wirklich!), zwischen all diesen Informationen muss meine Schaltzentrale den Überblick wahren und eine Ordnung herstellen und jetzt nehme ich Luisas Faust (aus meinem Video zur zweiten Woche) und sage, Schluss jetzt, es reicht! Ich lese jetzt meine sozialpsychologischen Studien, versuche die Fragen zu beantworten was sozial an Europa ist und koche mir dabei immer wieder einen guten Tee.
In Sozialpsychologie sind wir mit 22 Studien konfrontiert, die in irgendeiner Form bearbeitet werden sollen und ich bin jetzt mit 12 mehr oder weniger durch. Etwa 12 Seiten pro Studie, englisch, und ja, ich habe sie fast alle selber gelesen, auch wenn mir das nicht leicht fällt und obwohl die Inhalte auch anders zugänglich gemacht werden können. Wer sich für Methoden interessiert, sollte so etwas einmal tun, und momentan habe ich hier die Gelegenheit meine Kompetenzen zu erweitern und das auch noch in einem sinnvollen Zusammenhang mit meinem Studium. Detailliert beschreiben die Forscher was sie getan haben und warum, und das in der momentan in der westlichen Welt üblichen Sprache der Wissenschaft und in der üblichen Form von Veröffentlichungen. Bei der letzten gelesenen Studie von Nadler und Halabi zu Intergruppenhelfen im Zusammenhang mit Statusbeziehungen habe ich mich gefragt, wie sie eine solch komplexe Fragestellung denn nun operationalisieren wollen (sie haben dann vier verschiedene Experimente durchgeführt und miteinander kombiniert), für mich war es spannend weiter zu lesen und ihre Gedankengänge zu verfolgen, und dabei lerne ich nebenbei immer besser, wie ich zügig den wesentlichen Inhalt solcher Studien erfasse.
Impulsvorträge sind gut, ja, aber nur wenn man Impulse braucht und diese Impulse auch sinnvoll passen. Der Hinweis auf die Vielfalt möglicher Methoden ist zum Einstieg gut, aber danach ist es wichtig Methoden zu kennen und Beispiele vor Augen zu haben, die als Basis für die eigene Fantasie dienen können. Die Marienthalstudie eignet sich dafür, aber auch das Studium thematisch zusammenhängender Studien. Statistikkenntnisse eignen sich dafür, aber auch die Kenntnis qualitativer Methoden. Nach dem Impuls kommt der Erwerb oder die Ausweitung des eigenen Repertoires. Dazu gehört auch die Zusammenstellung persönlich nützlicher Links und natürlich die zum Nachlesen geeignete Büchersammlung.
Und damit ist für mich zum Thema dieser Woche genug gesagt. Die Aufgabenstellung zielt auf das Auffinden und die Darstellung innovativer Methoden in der wissenschaftlichen Arbeit ab. Für mich ist das aber eine ganz falsche Fragestellung. Noch bin ich am Entdecken ganz und gar üblicher Methoden in der Wissenschaft, bin überhaupt erst dabei zu entdecken was sich hinter dem im Bildungsbereich so sehr gehypten Begriff Forschen überhaupt verbirgt. Für mich ist das alles neu. Jede der gelesenen Studien ist etwas Neues. Innovationen sind dabei nur eingebettete Elemente in der Geschichte eines Repertoires, dessen Erkundung das ist, was für mich zuerst einmal Priorität hat, auch wenn die Innovationen wegweisende Sternstunden sein sollten. Da lasse ich mich dann einfach mal von den möglichen Fundstücken anderer überraschen. Vielleicht wirkt die Magie des Moocs und über die Ideen der anderen entstehen Verbindungen zu den Dingen mit denen ich mich beschäftige und an deren Verstehen ich arbeite. Und möglicherweise kann auch ich dann noch einen Beitrag zur Wochenaufgabe beisteuern.
Ansonsten ist es möglicherweise langsam an der Zeit neben dem vorgegeben Pensum des Studiums einen Bereich zu schaffen, in dem ich systematischer an dem arbeite, was mein eigenes Anliegen ist. Denn wozu sonst dient die ganze Beschäftigung mit den Methoden?
Erwähnter Text: Nadler, A., & Halabi, S. (2006). Intergroup helping as status relations: Effects of status stability, identification, and type of help on receptivity to high-status group's help. Journal of Personality and Social Psychology, 91(1), 97.

Unregistered user # Saturday, July 6, 2013 6:59:57 AM
Unregistered user # Saturday, July 6, 2013 7:37:04 AM
Angelika Mogkamirabai # Saturday, July 6, 2013 9:20:44 AM
Bei mir ist das Problem etwas anders gelagert. Ich neige dazu auf x-Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Und einer meiner Lehrer meinte einmal: wenn man an vielen Stellen gleichzeitig Löcher gräbt, dann hat man am Ende ein Feld voller Löcher, aber kein Wasser gefunden. Irgendwann muss man sich auf eine Stelle konzentrieren und dort die Bemühungen so intensivieren, dass wenigstens da die Chance besteht einen Brunnen zu graben (er hat das bildlich etwas anders ausgedrückt, daher ist das jetzt meine spezielle Interpretation.) Das ist jetzt bestimmt 30 Jahre her, aber es ist als Anweisung für den Umgang mit meinen Neigungen hängen geblieben. Und führt gerade mal dazu, dass ich mich soweit beschränke, dass ich dann doch irgendwie zu Potte komme. Im Klartext: auch wenn ich meine Aktivitäten gezielt einschränke, machen ich immer noch dies und das und jenes. Schau mal was dann heute Morgen auch noch unbedingt sein musste. http://my.opera.com/amirabai/blog/2013/07/06/magic-siver. Ich habe manchmal die Vermutung, in einer anderen Zeit aufgewachsen, wäre ich als hyperaktiv diagnostiziert worden...
Unregistered user # Saturday, July 6, 2013 9:30:22 AM
Angelika Mogkamirabai # Saturday, July 6, 2013 11:31:02 AM
Schwarmintelligenz ist fantastisch! Das kommt schon ziemlich dicht an Magie ran!
Angelika Mogkamirabai # Saturday, July 6, 2013 1:28:57 PM