~ Carmina Mea ~
Wednesday, February 20, 2008 12:52:28 PM
† Carmina Mea †
Geburtstag
Was war es für ein Tag, als ich geboren ?
Warum bin ich nur der gedeihte Samen ?
Irgend etwas hat sich Irrig’m verschworen.
Warum gibt es bloß meinen Namen ?
Ich habe es schon lange erkannt,
Dass ich unnütz’ lebe
Und im Nebel schwebe,
Doch bald werde ich sein - vollkommen verbrannt.
Ich werde mich im verseuchten Moor ertränken,
Den Würmern meinen Leib zum Fraße schenken.
Und nichts mehr wird von mir übrig sein,
Nur noch verwestes Gebein.
Insomnia
Was soll ich tun, wenn mich die Gedanken quälen,
Wenn ich nachts dabei bin, die Sekunden zu zählen?
Ich mache mir Gedanken – Sekunde für Sekunde,
Während andere ihren Erfolg zelebrieren,
Vegetiere ich im Nebel zu Grunde
Und glaube mich langsam zu verlieren -
Küsse tot die Erde mit meinem Munde
Phobus Phobia
Das Gefühlsklima ist so kalt -
Setzt sich ab in meinen Seelenspalt.
Bevor ich nachts einschlafe,
Habe ich Angst, wieder aufzuwachen.
Wie eine schreckliche Strafe,
Die Angst im Morgengraun zu entfachen.
Was soll ich tun, wenn ich nicht mehr kann ?
Ich bin doch gefangen in des Unglücksbann.
Sinnesstau
Welch Gedanken sammeln sich in meinem Kopf -
Es sind der Erfahrungen schmutziger Schopf.
Angst verschnürt mir die Kehle -
Lässt mein Herz pochen -
Setzt sich ab in den Abgrund meiner Seele -
Lässt mein Haupt verkochen.
Nun bin ich wieder versunken im Gedankensumpf-
Meine Sinne soeben erstarrt und stumpf.
Seelenschmutz
Du stehst allein auf weiter Flur,
Denn es ist des Schicksals gemeiner Schwur.
Deine Schand vermag dir schlechtes Gewissen -
Nun kämpfst du um dein Wohl ganz verbissen.
Deine Seele wurde einst gepeinigt -
Somit auch dein Geist gesteinigt.
Du hast alle Chancen verschlafen,
Also wirst du dich selbst bestrafen.
Von Ärger und Pein geprägt -
Tut du dir Jenes weh,
Indem die Schuld deinen Atem verschlägt -
Hilflos wie ein kleines Reh ...
Ist Schmerz denn wirklich Realität ?
Oder zerstört’s nur deine Identität ?
Angst ist nicht nur ein böser Traum,
Sondern auch ein Geschwür in Zeit und Raum.
Das Neujahr / Schicksal
Dort oben sehe ich das Schicksal stehen,
Wie es auf uns hinunterblickt,
Jedoch uns nichts Fröhliches schickt;
Hier unten die kurze und lange Zeit vergehen.
Das Schicksal entscheidet, was uns geschieht –
Uns jedoch all jene Freude entzieht.
Mit was wird’s uns im nächsten Jahr bescheren ?
Mit was werden wir weiter verkehren ?
Was wird wieder alles passieren ?
Was werden wir wieder alles verlieren ?
Ist auch egal, was wird sein;
Wir sind schon hart wie Gestein.
Mal schauen, was es uns auf’s neue ertränkt,
Auf was uns das Leben weiter beschränkt.
Schauen wir auf’s alte Jahr zurück,
Sehen wir keinen Funken von Glück.
Leider kann nichts und niemand erklären,
Warum es nicht vermag Gutes zu entbehren.
Man ist gefesselt an des Peches Pfahl
Und fühlt sich gefangen in des Unglücks Tal.
Anorexia
Immer wenn ich zu meiner Schande esse
Und dabei meinen Willen vergesse,
Muss ich es wieder loswerden.
Egal - wenn auch zu meinem Verderben.
Nun habe ich etwas gegessen,
Will es wieder aus mir heraus haben.
Unbedingt, wie völlig besessen,
Will sehen einen tiefen Bauchgraben.
So muss ich mich übergeben,
Will Blut erbrechen -
Egal , was mit meinem Leben -
Am besten mich erstechen.
Und wenn ich keinen Appetit habe,
Weil mein Sein in Trümmern -
So ich für meine Ruhestätte grabe,
Während mein Leib am Verkümmern.
Schlag mich !
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Prügel mir ins Herz,
Wenn du die kalten Worte zu mir sagst !
Ich brauche diesen Schmerz !
Dann über dein eig’nes Ich herausragst.
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Geknebelt und festgebunden
Vegetiere ich hier für Stunden,
Denn ich liebe es mich der Folter zu unterziehn -
Erreiche die fernen Grenzen der Selbstdisziplin.
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Vorgeführt in Handschellen
Möchte ich mich an den Pranger stellen.
Man muss mich nicht nach Schmerzen fragen,
Sondern mich einfach bloß zufrieden schlagen.
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Somnus Aeternus
Der letzte Weg ist eine schlichte Flucht -
Lasse mich fallen in die ewige Schlucht.
Dem Tode bin ich längst geweiht -
Nun endlich zum Sterben bereit.
Wie soll ich mich aus der Grube heben ?
Und wozu dennoch länger leben ?
Mein neues Reich schon in Sicht -
Wenn mein Lebensende anbricht.
Wie lange mich der Wahnsinn noch verschlingt ... ?
Wann endlich die Todessehnsucht mich umbringt ... ?
Exitus
Nie spüre ich etwas Menschlichkeit,
So erschlafft mich Lebensmüdigkeit.
Kein Ertrag – nichts der gleichen gefunden –
Fühl’ ich mich nicht mehr ans Leben gebunden.
Ständig Ärger – jahrelang –
Bis mich Todessehnsucht verschlang.
Nicht mehr lange werde ich sein –
Verbringe die letzten Stunden bei Kerzenschein.
Ganz benebelt mich an den Galgen hänge
Und mich aus meinem Leben lenke.
Mit lauter Frust vollgesogen,
Komme ich dem Tode zugeflogen.
Inquisition
Von Heinrich Institoris angeklagt,
Beginnt somit die Hexenjagd.
Magie - eine verbotene Tat-
Hol’ dir nur bei Gott dein Rat !
Was steht nur bloß im Hexenhammer ?
Die Antwort in des Richtens Kammer.
Nach einer langen Konversation
Übergibt man sie der Inquisition.
Sie schloss sich an den Teufelspakt
Der Einstieg mit einem Ritenakt.
Deshalb gesteh’ es ihm!
Der Folter widerstehst du nicht. –
Gesteh’ es ihm, gesteh’ es ihm ! –
Bevor er dir die Knochen bricht.
Betteln, Flehen, Schreien, Flennen -
Egal, du Teufelsbrut wirst brennen !
Das Kreuze vor ihrem Antlitz –
Der Anblick wie ein stechender Blitz.
Blutend und halb nackt -
Wird sie geführt durch den Todestrakt.
Nun schlägt ihre letzte Stund’.
Man fesselt sie an den Scheiterhaufen.
Beim Versuch sich zu befreien reibt sie sich wund.
Sie kann dem Feuer nicht mehr entlaufen.
Verlangen
Der unbezähmbare Drang mich selbst zu verletzen -
Mich mit eisern Krallen ins zarte Fleisch zu petzen ...
Und noch viel mehr versetzt mich in des Bannes Gefangenschaft,
Die mir alles raubt - bis auf meine letzte Kraft.
Beim Peitschen, Schlagen oder in die Arme Ritzen
Kann ich des all meiner Erlebnisse Schmutzes herausschwitzen.
Dieses tut mir so richtig wohl, fühl mich dabei auch immer gut,
Wenn ich es fließen sehe und spüre - mein warmes Blut.
Durch meinen Hals spiß ich mir einen metallern Stab
Und lasse mich fallen ins nasse Grab.
Drang
Ich frage mich, was sind eigentlich Schmerzen -
Ist es auf meinem Leibe tropfender Wachs von schwarzen Kerzen?
Nein, sie befreien und geben Gespür meinen Sinnen -
Spüre sie und genieße, wie meine Gedanken gerinnen.
Man muss mich nicht nach meinen Schmerzen fragen,
Sondern mich bloß zufriden schlagen.
Willens lasse ich mich der Folter unterzieh’n
und werde mich vor meinem Bestrafer hinknien.
Trägemut
Alles starr – gefesselt mein Geist
Kann nichts mehr tun und lassen
Mein Bann Tag und Nacht um mich kreist
Kann nur noch das Leben hassen.
Die innere Leere füllt meinen Magen,
Sodass ich keinen Appetit mehr habe -
Mein Sein und die Gedanken, die mich plagen,
Sehen zu, wie ich für meinen Sarg grabe.
Weite
Ich treibe auf dem Wasser der endlosen Meere-
Mein ewiger Trieb auf einem öden Floße-
Es ist so erdrückend - die innere Leere,
Denn ich sitze auf dem Unglückschoße.
Wohin ich auch schaue, nirgendwo Land
Ich suche und suche und finde nichts
Keine Insel mit rettendem Sand.
Konflikt
Im falschen Schein gefangen
Tue ich erfolglos Buße
Kann damit nichts erlangen
Finde nicht meine innere Muße.
Liberatio
O Herrin führet mich
Lasst mich die Fesseln spüren
Ich verspüre den Drang nach süßem Schmerz
Kommt, sprecht zu mir – sprecht Worte, die mich schlagen;
Zugleich erlösen zu meiner Erfüllung
Ich gleiche dem Boden – ich schaue auf Euch hinauf ,
Während ihr auf mich hinunterblickt
Ich schmelze im Fundament eurer Macht
Ihr ragt in die Höhe, während ich Euch zu Füßen krieche
Ich vergötter’ euch, während ihr mich mit Füßen tretet
Ihr knebelt mich – sehe mein eig’nes Ich
Besteigt mich mit eurem Schwergewicht
Stanzt Wunden auf meinen Leibe!
So fern möchte ich vom Leben sein-
Das Leben ein einziger Siechtum-
Wie auch ist der vermeindliche Schein
Möchte in der Unterwelt ruh’n
~
Getrieben vom Sturm renn’ ich zur Brück’
Entsinnt schwing ich Bein und Bein hinüber
Während ich auf’s Wasser schaue
Und merke sogleich, es gibt kein Zurück,
Denn bald wird mein Leben vorüber
Gleich soweit bis ich mich traue ...
~
Ich möchte nicht mehr zurückblicken
Meine Gedanken ins Übel verschicken
Um mich herumschauen möchte ich auch nicht
Denn es blendet mich das gleißende Tageslicht
Soll ich den Tag neu begegnen,
Wenn’s schon wieder anfängt zu regnen?
†[/[/ALIGN]FONT]
Geburtstag
Was war es für ein Tag, als ich geboren ?
Warum bin ich nur der gedeihte Samen ?
Irgend etwas hat sich Irrig’m verschworen.
Warum gibt es bloß meinen Namen ?
Ich habe es schon lange erkannt,
Dass ich unnütz’ lebe
Und im Nebel schwebe,
Doch bald werde ich sein - vollkommen verbrannt.
Ich werde mich im verseuchten Moor ertränken,
Den Würmern meinen Leib zum Fraße schenken.
Und nichts mehr wird von mir übrig sein,
Nur noch verwestes Gebein.
Insomnia
Was soll ich tun, wenn mich die Gedanken quälen,
Wenn ich nachts dabei bin, die Sekunden zu zählen?
Ich mache mir Gedanken – Sekunde für Sekunde,
Während andere ihren Erfolg zelebrieren,
Vegetiere ich im Nebel zu Grunde
Und glaube mich langsam zu verlieren -
Küsse tot die Erde mit meinem Munde
Phobus Phobia
Das Gefühlsklima ist so kalt -
Setzt sich ab in meinen Seelenspalt.
Bevor ich nachts einschlafe,
Habe ich Angst, wieder aufzuwachen.
Wie eine schreckliche Strafe,
Die Angst im Morgengraun zu entfachen.
Was soll ich tun, wenn ich nicht mehr kann ?
Ich bin doch gefangen in des Unglücksbann.
Sinnesstau
Welch Gedanken sammeln sich in meinem Kopf -
Es sind der Erfahrungen schmutziger Schopf.
Angst verschnürt mir die Kehle -
Lässt mein Herz pochen -
Setzt sich ab in den Abgrund meiner Seele -
Lässt mein Haupt verkochen.
Nun bin ich wieder versunken im Gedankensumpf-
Meine Sinne soeben erstarrt und stumpf.
Seelenschmutz
Du stehst allein auf weiter Flur,
Denn es ist des Schicksals gemeiner Schwur.
Deine Schand vermag dir schlechtes Gewissen -
Nun kämpfst du um dein Wohl ganz verbissen.
Deine Seele wurde einst gepeinigt -
Somit auch dein Geist gesteinigt.
Du hast alle Chancen verschlafen,
Also wirst du dich selbst bestrafen.
Von Ärger und Pein geprägt -
Tut du dir Jenes weh,
Indem die Schuld deinen Atem verschlägt -
Hilflos wie ein kleines Reh ...
Ist Schmerz denn wirklich Realität ?
Oder zerstört’s nur deine Identität ?
Angst ist nicht nur ein böser Traum,
Sondern auch ein Geschwür in Zeit und Raum.
Das Neujahr / Schicksal
Dort oben sehe ich das Schicksal stehen,
Wie es auf uns hinunterblickt,
Jedoch uns nichts Fröhliches schickt;
Hier unten die kurze und lange Zeit vergehen.
Das Schicksal entscheidet, was uns geschieht –
Uns jedoch all jene Freude entzieht.
Mit was wird’s uns im nächsten Jahr bescheren ?
Mit was werden wir weiter verkehren ?
Was wird wieder alles passieren ?
Was werden wir wieder alles verlieren ?
Ist auch egal, was wird sein;
Wir sind schon hart wie Gestein.
Mal schauen, was es uns auf’s neue ertränkt,
Auf was uns das Leben weiter beschränkt.
Schauen wir auf’s alte Jahr zurück,
Sehen wir keinen Funken von Glück.
Leider kann nichts und niemand erklären,
Warum es nicht vermag Gutes zu entbehren.
Man ist gefesselt an des Peches Pfahl
Und fühlt sich gefangen in des Unglücks Tal.
Anorexia
Immer wenn ich zu meiner Schande esse
Und dabei meinen Willen vergesse,
Muss ich es wieder loswerden.
Egal - wenn auch zu meinem Verderben.
Nun habe ich etwas gegessen,
Will es wieder aus mir heraus haben.
Unbedingt, wie völlig besessen,
Will sehen einen tiefen Bauchgraben.
So muss ich mich übergeben,
Will Blut erbrechen -
Egal , was mit meinem Leben -
Am besten mich erstechen.
Und wenn ich keinen Appetit habe,
Weil mein Sein in Trümmern -
So ich für meine Ruhestätte grabe,
Während mein Leib am Verkümmern.
Schlag mich !
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Prügel mir ins Herz,
Wenn du die kalten Worte zu mir sagst !
Ich brauche diesen Schmerz !
Dann über dein eig’nes Ich herausragst.
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Geknebelt und festgebunden
Vegetiere ich hier für Stunden,
Denn ich liebe es mich der Folter zu unterziehn -
Erreiche die fernen Grenzen der Selbstdisziplin.
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Vorgeführt in Handschellen
Möchte ich mich an den Pranger stellen.
Man muss mich nicht nach Schmerzen fragen,
Sondern mich einfach bloß zufrieden schlagen.
Schlag mich !
Überwind dich !
Peitsch mich !
Somnus Aeternus
Der letzte Weg ist eine schlichte Flucht -
Lasse mich fallen in die ewige Schlucht.
Dem Tode bin ich längst geweiht -
Nun endlich zum Sterben bereit.
Wie soll ich mich aus der Grube heben ?
Und wozu dennoch länger leben ?
Mein neues Reich schon in Sicht -
Wenn mein Lebensende anbricht.
Wie lange mich der Wahnsinn noch verschlingt ... ?
Wann endlich die Todessehnsucht mich umbringt ... ?
Exitus
Nie spüre ich etwas Menschlichkeit,
So erschlafft mich Lebensmüdigkeit.
Kein Ertrag – nichts der gleichen gefunden –
Fühl’ ich mich nicht mehr ans Leben gebunden.
Ständig Ärger – jahrelang –
Bis mich Todessehnsucht verschlang.
Nicht mehr lange werde ich sein –
Verbringe die letzten Stunden bei Kerzenschein.
Ganz benebelt mich an den Galgen hänge
Und mich aus meinem Leben lenke.
Mit lauter Frust vollgesogen,
Komme ich dem Tode zugeflogen.
Inquisition
Von Heinrich Institoris angeklagt,
Beginnt somit die Hexenjagd.
Magie - eine verbotene Tat-
Hol’ dir nur bei Gott dein Rat !
Was steht nur bloß im Hexenhammer ?
Die Antwort in des Richtens Kammer.
Nach einer langen Konversation
Übergibt man sie der Inquisition.
Sie schloss sich an den Teufelspakt
Der Einstieg mit einem Ritenakt.
Deshalb gesteh’ es ihm!
Der Folter widerstehst du nicht. –
Gesteh’ es ihm, gesteh’ es ihm ! –
Bevor er dir die Knochen bricht.
Betteln, Flehen, Schreien, Flennen -
Egal, du Teufelsbrut wirst brennen !
Das Kreuze vor ihrem Antlitz –
Der Anblick wie ein stechender Blitz.
Blutend und halb nackt -
Wird sie geführt durch den Todestrakt.
Nun schlägt ihre letzte Stund’.
Man fesselt sie an den Scheiterhaufen.
Beim Versuch sich zu befreien reibt sie sich wund.
Sie kann dem Feuer nicht mehr entlaufen.
Verlangen
Der unbezähmbare Drang mich selbst zu verletzen -
Mich mit eisern Krallen ins zarte Fleisch zu petzen ...
Und noch viel mehr versetzt mich in des Bannes Gefangenschaft,
Die mir alles raubt - bis auf meine letzte Kraft.
Beim Peitschen, Schlagen oder in die Arme Ritzen
Kann ich des all meiner Erlebnisse Schmutzes herausschwitzen.
Dieses tut mir so richtig wohl, fühl mich dabei auch immer gut,
Wenn ich es fließen sehe und spüre - mein warmes Blut.
Durch meinen Hals spiß ich mir einen metallern Stab
Und lasse mich fallen ins nasse Grab.
Drang
Ich frage mich, was sind eigentlich Schmerzen -
Ist es auf meinem Leibe tropfender Wachs von schwarzen Kerzen?
Nein, sie befreien und geben Gespür meinen Sinnen -
Spüre sie und genieße, wie meine Gedanken gerinnen.
Man muss mich nicht nach meinen Schmerzen fragen,
Sondern mich bloß zufriden schlagen.
Willens lasse ich mich der Folter unterzieh’n
und werde mich vor meinem Bestrafer hinknien.
Trägemut
Alles starr – gefesselt mein Geist
Kann nichts mehr tun und lassen
Mein Bann Tag und Nacht um mich kreist
Kann nur noch das Leben hassen.
Die innere Leere füllt meinen Magen,
Sodass ich keinen Appetit mehr habe -
Mein Sein und die Gedanken, die mich plagen,
Sehen zu, wie ich für meinen Sarg grabe.
Weite
Ich treibe auf dem Wasser der endlosen Meere-
Mein ewiger Trieb auf einem öden Floße-
Es ist so erdrückend - die innere Leere,
Denn ich sitze auf dem Unglückschoße.
Wohin ich auch schaue, nirgendwo Land
Ich suche und suche und finde nichts
Keine Insel mit rettendem Sand.
Konflikt
Im falschen Schein gefangen
Tue ich erfolglos Buße
Kann damit nichts erlangen
Finde nicht meine innere Muße.
Liberatio
O Herrin führet mich
Lasst mich die Fesseln spüren
Ich verspüre den Drang nach süßem Schmerz
Kommt, sprecht zu mir – sprecht Worte, die mich schlagen;
Zugleich erlösen zu meiner Erfüllung
Ich gleiche dem Boden – ich schaue auf Euch hinauf ,
Während ihr auf mich hinunterblickt
Ich schmelze im Fundament eurer Macht
Ihr ragt in die Höhe, während ich Euch zu Füßen krieche
Ich vergötter’ euch, während ihr mich mit Füßen tretet
Ihr knebelt mich – sehe mein eig’nes Ich
Besteigt mich mit eurem Schwergewicht
Stanzt Wunden auf meinen Leibe!
So fern möchte ich vom Leben sein-
Das Leben ein einziger Siechtum-
Wie auch ist der vermeindliche Schein
Möchte in der Unterwelt ruh’n
~
Getrieben vom Sturm renn’ ich zur Brück’
Entsinnt schwing ich Bein und Bein hinüber
Während ich auf’s Wasser schaue
Und merke sogleich, es gibt kein Zurück,
Denn bald wird mein Leben vorüber
Gleich soweit bis ich mich traue ...
~
Ich möchte nicht mehr zurückblicken
Meine Gedanken ins Übel verschicken
Um mich herumschauen möchte ich auch nicht
Denn es blendet mich das gleißende Tageslicht
Soll ich den Tag neu begegnen,
Wenn’s schon wieder anfängt zu regnen?
†[/[/ALIGN]FONT]







vivalamuerte # Wednesday, February 20, 2008 3:51:59 PM
Vor allem Geburtstag... da kommt richtig Festtagsstimmung auf