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Schwarz und Grau

...oder warum die Wölfe heulen.

Ärger mit Ikea und ähnliches.

Ich könnte schreien. Erst gibt es das Bett nicht das ich haben will. Nach einem Anruf bei Ikea hat die Dame mir das Bett aus der Bestellung rausgenommen und ich dachte es wäre alles in Ordnung. Als nach einer ganzen Weile noch immer keine Lieferung in Sicht war habe ich nochmal da angerufen. Die zweite Dame war ganz verzweifelt - die erste Dame hatte nämlich meine komplette Bestellung storniert. Juchu! Um es wieder gut zu machen haben sie sich mit der Lieferung dann echt beeilt und mir die Lieferkosten geschenkt. Heute war es dann soweit - und was passiert? Die Türen zu meinem Schrank fehlen... Was will ich mit nem Schrank ohne Tür? Daraufhin habe ich wieder da angerufen und hatte Dame Nr.3 am Telefon. Die machte mir irgendwie klar, dass die Türen in meiner Lieferung a)nicht übernommen wurden und b)auch gerade nicht lieferbar sind. HÄ! Sie hat sich dann bemüht, rundtelefoniert und siehe da - jetzt schicken sie mir die Türen aus Köln zu. Dauert aber natürlich jetzt erneut eine Weile und ich bin angenervt. Zur Entschädigung schenken sie mir Restaurant-Gutscheine. Nicht gerade diiiee Entschädigung, aber immerhin. Bekommen die da irgendwas auf die Reihe? Und ich sitze hier im totalen Chaos, zwischen unaufgebauten Schränken und Regalböden...
Dafür kommt am Freitag (endlich!) unsere Küche. Hoffentlich gibt es da nicht noch ein Drama, das verkrafte ich nicht... :-)

Wenn uns momentan irgendwer besuchen würde, könnte er denken ich wäre schwanger. Da ich momentan in der Frauenklinik arbeite habe ich jetzt tausend Pröbchen von irgendwelchen Firmen hier liegen (Creme, Babyöl etc.) und zudem Stillinfos, da wir auch da Tipps geben müssen. Sieht gut aus - hat aber nix zu sagen...
Mir macht es echt Spass da zu arbeiten, die Leute sind nett, die Arbeit ist gut... Ich bin gar nicht mehr lange da. Schade eigentlich.

Soa. Mal sehen was die Woche noch bringt...

after a long time

Da bin ich wieder. Emporgekrochen aus der Versenkung des Chaos.
Wir hatten in den letzten Wochen etwas Stress und Hektik mit dem Umzug... Beziehungsweise es ist alles erst nach und nach entstanden und irgendwie auch immer noch im Begriff zu entstehen.
Schonmal 4 Ikea Regale und Stühle in einen Golf gepackt und damit von Koblenz nach Bonn gefahren? Es ist ein mittleres Erlebnis. (Vor allem die fehlende rechte Seitensicht!) Naja, der Golf wird noch zum reinen Transporter, das arme Ding hat mich treu begleitet, mit hunderten von Kisten, Kühlschrank, Waschmaschine, Fahrrad... und so weiter.
Tja, jetzt sitze ich hier noch immer etwas im Provisorium aber es wird sich alles finden. Ich warte noch auf einen Schrank der hoffentlich bald mal ankommt. Alle Betten die ich will wollen irgendwie mich nicht, weshalb ich momentan auch noch nur auf einer Matratze schlafe. Aber immerhin kann man schonmal irgendwie hier wohnen.

Sonst habe ich gestern (nach 3 Wochen Urlaub und 2 Wochen Schule) einen neuen Einsatz begonnen. In der Frauenklinik im Neugeborenenzimmer- jede Menge Säuglinge. Ich hoffe es funktioniert irgendwie, dass ich meine Zwischenprüfung da machen kann. Nachdem die Pflegedienstleitung mich gestern schon als vermisst erklärt hatte und großartiges Chaos entstanden war, weil die Stationen hausintern scheinbar nicht so recht miteinander reden. Ich werde es sehen - was nützen mir jetzt irgendwelche Spekulationen...

Scheinbar nicht viel neues hier... Nach einer etwas wuseligen Zeit und viel hin und her. Räumlich-Örtlich.
Emotionalitäten haben irgendwie auch nur zwischen den Zeilen Platz. Schon das der Zeilenabstand so groß ist. *s*

I WAS LOOKING BACK TO SEE IF YOU WERE LOOKING BACK AT ME
TO SEE ME LOOKIN BACK AT YOU.



ZwischenLeben

Ich habe es dringend gebraucht und ich habe es wahr gemacht.
Alleine in Padua. Geflogen bin ich nach Mailand, dann weiter mit dem Zug nach Padua und dort dann in einem B&B bei einer sehr netten italienischen Dame.
Abends war es mitunter schon melancholisch in mir, so alleine. Sonst war es super, ich habe Museen angeschaut, das erste existierende anatomische Theater, Palazzi, Kirchen, Ausstellungen (sehr gute s/w Fotos von Padua!), Sternwarte... Montag war ich in Venedig. Nur so um einen Eindruck zu bekommen bin ich einen Tag durch diese Stadt gelaufen.
Ich habe die Zeit genossen, habe festgestellt dass ich mir durchaus vertrauen kann, ganz gut klar komme (auch Zug/Reise/Flugzeug - mäßig) und ich bin ruhiger geworden. All der Kram der mich hier so aufgeregt hat, Familienstress, Wohnung blabla... Es ist anders wenn man wiederkehrt - besser, ruhiger, überlegter.
Ja Wohnung! Diejenige, die wir besichtigt haben. Diesmal geht nichts mehr schief, da wir Schlüssel und Mietvertrag haben. Momentan etwas im Stress, weil ich versuche umzuziehen, aber ich werde wohl noch ein Weile im Provisorium verbringen. Manche Sachen brauchen so ihre Zeit (vor allem Küchenfirmen)und gehen nicht ganz so wie man das vielleicht gerne will....
Zumal wir morgen auch erstmal Eisbären angucken fahren. Hihi!
Soviel zum kleinen Update... Bei wiederkehrender vorhandener Zeit folgt an dieser Stelle sicher noch mehr.
CyA!

Krank. Dann doch.

Wir haben noch ein Wohnung angeguckt. Und diesmal hat es gepasst irgendwie. Aber da das letzte Mal eine solche Enttäuschung war, kann ich mich weder freuen, noch möchte ich hier voreilig irgendwelche Kommentare abgeben.
Nur soviel: Es kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen und die Wohnung wäre uns. (Es sei denn die Schufa hat mir irgendwas angedichtet...)
Ist das so, dass man sein Vertrauen letztendlich doch verliert? Allem misstraut und schon den Mund hält, bis das letzte Wort auch wirklich verklungen ist? Ich finde es so traurig, dass noch immer solche Idioten auf der Welt existieren, die es immer und immer wieder schaffen, mich genau das glauben zu machen...
I don't trust anyone. Ich kann es nicht mehr, will das nicht mehr. Man wird so böse verletzt wenn man sich auf irgendetwas verlässt. Das ist nicht gut, so kann und will ich auch eigentlich nicht leben. Aber die Erfahrung lehrt mich und hat mich gelehrt, dass ich eigentlich nur mir selber glauben sollte.
Es gab eine positive Überraschung in der letzten Zeit, wo ich tatsächlich mal nicht von meinem Gefühl betrogen wurde. Wo ich dachte, dass es kein Arschloch sein kann und auch keins ist. Wo ich mir schon erfolgreich einreden wollte, dass die Welt mit ihren Bewohnern schlecht ist und es so sein muss - Glück gehabt, vielleicht.
Es wird nie besser... Alle werden immer verlogener, unehrlicher, selbstsüchtig. Warum bloß lebe ich hier, mitten in diesem Nichts?
Ich freue mich verdammt auf die neue Wohnung, auf einen Auszug, etwas Eigenes? Ich weiß nicht, ob es unbedingt besser wird, aber es wird gut. Letztes Jahr um diese Zeit ging es mir verdammt Scheiße - und es hat lange gebraucht bis ich da wieder raus war. Jetzt geht es mir ziemlich gut, auch wenn ich genauso viel um die Ohren habe... Aber meine Einstellung ist vielleicht eine Andere. Ich nehme mich nicht so ernst und vor allem mache ich mir nicht mehr soviel Stress. Soll meine Schule doch meinen was sie will, ich komme auch mit weniger Aufwand zum gleichen Ergebniss. Ich lebe mit dem Schrott den man mir vorgibt und verwandele ihn in das Beste, dass ich für mich daraus machen kann. Vielleicht habe ich den Mut wiedergefunden, und den Glauben daran, dass ich irgendwann endgültig da ankomme wo ich hinwollte - und wo ich definitiv hingehöre.
Es ist noch verdammt weit zu gehen, aber was solls. Ich kann zum ersten Mal sagen: "Hey, ich bin jung und habe noch soviel vor!", ohne dass es mir Leid tut um die verlorene Zeit. Keine Zeit der Welt ist verloren und das Ziel ist immer noch da. Ich bin nicht planlos, vielleicht ein bischen verplant und konfus manchmal, aber es bleibt bei dem was es immer war. Und eigentlich ist es doch langweilig anzukommen. Der Weg ist das Schönste am Ziel...

Naja, jedenfalls habe ich in dem ganzen "Wohnungssuch-Pendel-Termingedöne" nicht so richtig auf mich aufgepasst und bin mal eben ein wenig krank geworden. Man nennt es Seitenstrangangina. Juchu!
Hat mir einen Kurztripp zum hausärztlichen Notdienst ins Andernacher Krankenhaus am Sonntag beschert (war wirklich ein Erlebnis!), hat mir nächtelang den Schlaf geraubt und dazu geführt, dass ich Silvester max. ein halbes Glas Sekt getrunken habe. Toll! Ach, erwähnte ich, dass ich ja Urlaub habe???? Nein? Das kann auch nur ich schaffen, im Urlaub krank werden... Nun ja, es ist dank Antibiotika schon wesentlich besser und es geht mir auch relativ gut. Was sollte mich auch umhauen, ich bekomme ja nicht mal Fieber.

Da außer mir irgendwie natürlich auch keiner Urlaub hat, habe ich mich zu einer Reise mit mir selber entschlossen. Das wird lustig!
Ich fliege von Köln nach Mailand, will aber eigentlich nach Padua. Da Zug fahren in Italien nicht so sonderlich teuer ist, werde ich dann von Mailand mit der Bahn nach Padua fahren. Bis jetzt habe ich allerdings noch keine Unterkunft, da die Jugendherberge genau in der Zeit Betriebsferien hat. Aber das macht nichts, es wird sich was finden. Einen Tag wollte ich dann noch nach Venedig pendeln, dass ist auch nicht so weit weg.
Eigentlich ist das ein Test, wie gut ich mit mir selber wegfahren kann. Bin gespannt ob ich mich selber anöde, oder ob es tatsache lustig wird. Ansonsten kann man ja viele Sachen machen in so einer Stadt. Es reicht mir schon, mich in ein original italienisches Café zu setzen und einfach die Sprache zu hören. Vielleicht ein bischen mit den Leuten plaudern und die Sprachkenntnisse mal verbessern. Ach, mir fehlt einfach der Wortschatz!
Ich glaube das wird gut...

Allen einen guten Start ins neue Jahr und viel Erfolg!
Frohes neues Jahr!

Angenervt. Freaks!

Gestern noch schnell eine Wohnung angeguckt... Ich mag nicht mehr.
Stirbt die Hoffnung immer zuletzt?

Geht man davon aus, dass ein Leben genug Zeit hat um all das zu machen, was man sich vorgenommen hat, warum tut man es nicht einfach?
Es gibt Leute, die laufen davon. Manche für immer, einige kehren geläutert und befreit wieder, manche sterben, manche verlieren. Alles Eventualitäten.
Die Frage nach dem "Warum?" ist immer die erste und letzte gleichzeitig. Ich kann kein Leben leben und gleichzeitig ich sein und gleichzeitig das sein, was ich wirklich bin. Man begegnet den richtigen Leuten im falschen Augenblick, man begegnet den falschen Leuten zu oft und man weiß es doch nie. Gibt es einen alles entscheidenen Moment im Leben? Stellt man irgendwann fest, dass man alles verschwendet hat. Kann man aus einer Begegnung neu hervor gehen, sie real werden lassen, so kann man auch Abschied nehmen. Das Umfeld neu definieren, neu wahrnehmen, sich neue Gedanken machen. Sich fragen was man hat, was man will, wo man endet, wenn man jetzt weitergeht. Wo man endet, wenn man umkehrt. Oder beschließen es hinter sich zu lassen und einen anderen Ort zu finden. Dieser Ort ist allerdings auch neu, wenn man schon da ist und ihn dann nur anders wahrnimmt.
Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich weiß was richtig ist. Ich kann nicht mal einschätzen, was richtig wäre für mich. Ich weiß, dass ich zu klein und zu jung bin um mitzuhalten. Dass ich noch so verdammt viel Leben vor mir habe, wenn es mir geschenkt wird. Dass ich in meiner Unzulänglichkeit nicht reiche um diesem Anspruch zu genügen.
Man trifft die richtigen Leute, man trifft sich selber ein paar Jahre jünger oder ein paar Jahre älter. Und dann weiß man nicht mehr, wer man ist, wer man war. Ist es das was man unter Seelenverwandtschaft versteht? Diese abgrundtiefe Melancholie in den Augen eines Anderen, die man nur wahrnimmt, weil man selber weiß woher sie kommt? Diese Traurigkeit im Blick die man selber so gerne hat, weil es irgendwie so, und nur so, geht?
Überhaupt ist es die Traurigkeit die einen zusammenbringt und nicht das Glück. Ich fühle mich fremd unter Freunden, fühle mich fehl an Orten die mir so vertraut sind.
Fühle mich wohl an Orten, die ich lieber nicht zu oft besuchen sollte, weil sie mir im Grunde mehr schaden als gut tun. Auch das stimmt so nicht. Wenn man die Chance bekommt sich selber durch andere kennenzulernen, einen Spiegel seiner Selbst zu finden ohne sich selber zu reflektieren, dann kann man die Gelegenheit nicht ausschlagen. Ich kann nicht gehen, ich kann nicht bleiben.
Überschreitet man einmal gemeinsam Grenzen, ist es überhaupt möglich zurückzukehren? Lügt man sich lieber selber an, als dieses Unvermögen darzustellen? Ich finde keine Antwort.
Weil das Nachdenken nichts nützt, wie wahr. Gedankenkonstrukte halten nur so lange, wie man das Objekt seiner Bemühungen wiedertrifft und schlichtweg anders erkennt. Man verschleiert immer die Realität, wenn man nur Fetzen von dem analysiert, was wirklich war. Bruchstücke werden zusammengesetzt, Realitäten repariert und dann interpretiert. Nichts von dem was ich mir denke kann so stimmen. Nichts kann wahr sein von dem was man an Gefühlen ausdrückt. Der Weg aus meinen Emotionen, hinein in meinen Kopf, durch meinen Mund in das gesprochene Wort ist viel zu lang, als dass es noch exakt das Selbe sein könnte. Wer kann schon seine Gefühle in Sprache fassen?
Am Ende bleiben wieder nur die tausend Fragen übrig... Vielleicht ist es das was ich will, keine Fragen mehr, keine Worte mehr, weil es das alles nicht mehr braucht. Seelenfrieden im Schweigen, kein stummes Stillschweigen, sondern ein allumfassendes einvernehmendes Miteinander-Schweigen. Kommunikation ohne Worte im Banne einer Gleichheit, die momentan nur einseitig existiert. Die aber auch nicht verleugnet werden kann. Es ist schon so, es ist was dran an dieser Theorie, es ist eine Wahrheit von vielen.
Ein Leben hat nur, wer leben kann...
"Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?" (Amadeu Inácio de Almeia Prado; fiktiver Autor, zum Leben erweckt durch Pascal Mercier)

Ein Tag noch... komme was wolle ?!

Yeah! Morgen muss ich noch einen Frühdienst machen und dann bin ich befreit.
3 Wochen Urlaub, Weihnachten und Sylvester frei, kein Stress mehr und everything will be allright.
Morgen wird nochmal eine kleine Probe, ich als einzige Schülerin mit der biestigen Hexe von 8h einfach. Huhuhuuuu...

Ach, ich war heute morgen so Stolz auf mich! Ich bin um 8 Uhr aufgestanden, habe mich mit Anni getroffen und dann sind wir Schwimmen gegangen. Ha, ich hätte noch so schön schlafen können und statt dessen machen wir Sport. Ok, ihr könnt mich nicht verstehen. Dazu: Ich mache nie Sport und müsste mal ganz dringend was tun. Ich fühle mich selber sehr unkonditioniert und irgendwie bewegungsunfähig. Daher haben wir beschlossen mal was für uns zu tun. Für die Kondition, die Gesundheit und... äh, die Figur? ^^
Danach waren wir schön im Blau frühstücken.
Und ich bin noch in den Bouvier gegangen. WÄÄÄÄH. Wo kommen eigentlich all die Menschen her? Haben die nix besseres zu tun als die Stadt zu verstopfen und für Weihnachten einzukaufen? (By the way: Ich bin öfter in der Stadt und in diesen Läden, ich zähle mich also nicht zu der Masse dieser Menschen!) Ich will nicht mehr. Aber morgen muss ich noch einmal... Letzte Runde Kampf im Trubel. Aber ich habe den "letzten ultimativen Weihnachtsplan"! Der wird mich und meinen Kopf retten.

Sonst. Ist alles etwas strange bei mir. Da stellt sich unter anderem die Frage: "Was geht eigentlich?" Bilde ich mir Dinge ein, ist die Lage vielleicht doch ganz anders, wird es irgendwie anders als gedacht, gibt es eine geringe Chance.... Oder oder oder.
Ich will nicht fragen, kann nicht fragen, sollte es nicht.
Ich weiß es aber auch nicht. Rausfinden kostet Zeit. Viel Zeit, Nerven, Durchhaltevermögen. Grenzt ein bischen an Selbstverletzung. Und das auch noch sehr gewollt.
Aber aber aber... es geht mir komisch gut damit. Manchmal nicht, aber gerade.

Das ist es auch schon wieder. Stresst Euch nicht, CyA maybe. Somehow.

Stranger - follow me closely.

Ich bin erschlagen vom Weihnachtstrubel. Es ist so unmöglich, man kann keinen Schritt in die Stadt setzen ohne von Menschen erschlagen und überrannt zu werden. Ich hasse große Menschenansammlungen und nun kann ich ihnen nicht entgehen. Ich liebe Bonn, ich liebe die Innenstadt, aber momentan ist es nur furchtbar. Ich hatte gestern frei und habe den Tag damit verbracht mich halb irre durch dieses Gedränge zu kämpfen und einzukaufen. Mit dem Ergebniss dass ich unglaublich viel Geld im Bouvier gelassen habe und sonst aber quasi nix gekauft habe. Yeah!

Zu den wichtigen Dingen:
@Melan Janki: Die Frage ist eigentlich, welche Form hätte dein Dämon? Oder: Wärest du wirklich was dein Dämon wäre? Schau dir die Wolfsdämonen der Tataren an. Wäre mein Dämon nicht vielleicht ein Wolf? Doch wäre ich dann... auch ein Tatar?
Freundschaft. Ja, und starke Hände. Ich habe auch niemanden der mich im Extremfall auffängt. Aber die Gewissheit, dass es 4-6 Hände gäbe, die mich so fest umklammern würden, dass ich nicht fallen könnte. Und alleine diese Vorstellung trägt mich. The question is: "Wen kann man denn dann wirklich nachts um 3 Uhr anrufen... ?"
Ich war fasziniert von der Verfilmung, nicht so sehr von der Umsetzung, sondern von dem Feuerregen der Vorstellung wenn Lyra das Alethiometer liest. Es ist der tiefe Fall den man mitmacht, die völlige Versunkenheit in dieses Nichts.
Ansonsten... Das Ende ist nicht wirklich produktiv und völlig fehl am Platze. So geht das nicht! Ich fand den Film außerdem ziiiiemlich heftig. Holla. Nix für Kinder und schwache Nerven.
Naja, steht mir hier ein Urteil zu? Nein.
Philosophische Katerstimmung und eine Unterschrift.

Für alle Anderen :-) : Ich weiß nicht so recht wo mein Weg gerade hingeht. Nachdem meine Lehrerin mir am Dienstag mit voller Absicht vor der Nase weggefahren ist... Ist sie denn heute tatsächlich zum Abschlussgespräch erschienen. Es war ganz gut, aber immer das Selbe. "Wäh, Sie müssen mehr aus sich rauskommen, sie dürfen sich nicht selber in die Ecke stellen. Blabla."
Schön, aber ich kenne das. Zitat:"Man muss sich nicht über seinen Charakter hinweg verausgaben!" Natürlich bin ich ruhig, aber ich mache meine Arbeit und ich behaupte ich mache sie ganz gut. Vielleicht mehr Initiative... oder so? Ach, 4 Dienste noch, dann habe ich frei! Ich rege mich über nichts mehr auf.

Andere Wege... Weiß auch nicht wo die so hinführen. Vielleicht ins Glück, vielleicht in die Hölle. Der verzweifelte Versuch eine Linie zu finden, zwischen sich selber schützen und tun was man eigentlich will. Dann fest damit rechnen, dass alle Männer irgendwie ein Arschloch-Gen besitzen. Oder doch daran glauben, dass es noch gute Kerle gibt? Ich weiß es nicht.
Es geht mir super gut, und dann geht es mir mal wieder gar nicht so gut. Zwei treue Seelen die ich sehr strapaziere, die mir unendlich gut tun und die ich nicht missen möchte.
Eine Seele die ich nicht einschätzen kann.
Weitere Seelen die ich sehr gerne habe und gerne treffe.
Zufälle.... im Café Blau z.B. ... Was auch immer.
Leben wäre nicht leben, wenn nicht alles völlig irre wäre. Kleine Zerreißprobe für mich und meine Seele. Aber ich habe noch alles überlebt!? Yeah!

Vertrauen lohnt nicht.

Bittere Erkenntnis die ich einmal mehr am Freitag gewonnen habe. Schlimmer hätte der Tag nicht kommen können.
Note: "Vertraue niemandem, schon gar keinem Makler." Fast hätte ich eine neue Wohnung gehabt, quasi hatte ich sie auch schon. Und innerhalb von zwei Minuten hatte ich gar nichts mehr.
Als wäre es mir an diesem Morgen nicht schon so schlecht genug gegangen. Ich weiß nicht wie lange ich nicht mehr geheult habe, aber Freitag ging gar nix mehr.
Ich sah aus wie ein Zombie, verlaufene Wimperntusche, rote Wangen wie Fieber, übermüdet und völlig fertig. So bin ich dann arbeiten gegangen.
Ein Lob an alle Zivis an dieser Stelle! Unserer hat es geschafft mich wieder aufzuheitern...

Jedenfalls hat es mich in meiner jahrelang begründeten Theorie bestätigt. Vertrauen lohnt nicht, nie und nie wieder. Maximal 2-3Leute. Und das sind die definitiven Ausnahmen.
Ich habe keine Lust mehr mich irgendwem anzuvertrauen, es ist zu bitter. Ich mag nicht mehr sagen was ich bin und will und habe, jeder wird es enttäuschen.
Ich halte fest: Die Situation ist völlig in Ordnung so. Wer hat hier wem nichts versprochen? See you, see me.
Weak as I am, no tears for you.
Deep as I am, I'm no ones fool.
Am I too much for you?

Tage auf fremden Stühlen

Sinnbildlich. Es gibt Tage, da sitzt man auf fremden Stühlen und liegt auf Sofas, die einem nicht gehören. Komische Sache, dass mir das so durch den Kopf geht.
Manchmal läuft auch ein Film an einem vorbei und man versteht gar nichts mehr. Gekennzeichnet durch eine abgrundtiefe depressive Grundstimmung. Am Grunde von was immer, vielleicht dem dreckigen Brunnen in den man schaut. Tiefe Wasser sind still und dreckig.
Kann man beschreiben, was man nicht mal wahrnimmt, weil man nichts weiß, so muss man ein bischen weiter gehen. An Grenzen ist das Leben grenzwertig. Zu betrachten als ein Stück, dass irgendwie noch zu einem gehört, aber doch schon nicht mehr so ganz richtig ist. Sperrzone.
Philosophische Katerstimmung. Man muss das durchstehen, oder sterben. Gestern dachte ich kurzfristig ich würde sterben. Lieber Sterben als je wieder aufstehen, lieber da bleiben und nichts mehr wissen. Um sich in diesen Zustand zu bringen ist Glühwein optimal. Zynisch, es ging mir nie so dreckig. Schuld: Alkohol? Ich, die ich mich nie betrinke. Kontrolle verlieren bedeutet Autonomieverlust.
Und jetzt sitze ich hier im psychischen Chaos, ohne Plan und ohne klare Ansage. Aber habe ich um eine gebeten? Was tun, wenn man zum fünften Mal unfähig ist irgendwas zu schreiben...
Was hier so wirr erscheint ist, was oben drüber steht.
Ich sitze auf fremden Stühlen, habe ein Pferd geklaut und jetzt verfolgt mich der Eigentümer. Ich habe mir ein Sofa geliehen, dass mir so gut gefällt, dass ich es behalten möchte. Ich habe tausend Bücher gelesen und die Welterkenntnis immer noch nicht gefunden.
Ich bin unehrlich. Und feige.
Cross my heart and hope to die...

Advent, -Andiamo?

Seit letzter Woche bin ich wieder auf Station. Es gibt gute Tage und es gibt schlechte Tage. Wenn ich klare Aufgaben bekomme, mich um spezielle Zimmer eben einfach alleine kümmern kann und so ein bischen das Gefühl habe, dass ich weiß was ich da tue. Dann sind es gute Tage.
Wenn keiner mir so richtig was zutraut, die Schwester lieber alles selber macht, weil sie sonst ein schlechtes Gewissen hat weil sie nicht kontrollieren kann was ich tue,wenn Chaos auf Station ist und mir jeder was anderes sagt und einen eigenen Ablauf hat. Dann ist es ein schlechter Tag.
Die können sich einfach nicht gemeinsam organisieren und mal eine Linie finden. Heute war super, ich hatte meine 2 Kinder, durfe/musste Mittags dann auch die Übergabe machen, die eine nette junge Schwester hat mich den ganzen Morgen betreut und unterstützt und alles war gut.
Gestern war es dagegen extrem dämlich. Ich wusste nicht so recht wohin, keiner hat mir irgendwas gesagt, ich hatte selber keinen Plan wie ich am Besten helfen soll. Dann habe ich was angefangen- die eine Schwester sagt ich solle das lassen, dafür wäre noch nicht die Zeit. Die zweite Schwester sagt 5 Minuten später, das mit dem Ablauf wäre bei mir wohl noch nicht so klar... Ich solle doch schonmal das machen. Eben das was mir die andere Schwester vorher ausgeredet hat. WO bin ich denn da bitte???
Praxisanleitungen werde ich auch auf dieser Station nicht bekommen. Die (sowieso total bescheuerte) Praxisanleiterin ist nämlich ewig krank und wer anders hat keine Zeit. Es hat überhaupt niemand Zeit die Schüler ordentlich auszubilden. Die Praxisbegleiterin unserer SChule ist seit einem dreiviertel Jahr krank!! Und einen Ersatz gibt es nicht, nur für den Papierkram...
Ich sehe schwarz für mein Examen, ich kann nix, ich lerne nichts vernünftiges und in der Schule ist es auch nicht besser. Wo soll ich es denn hernehmen?

Ansonsten weiß ich auch nicht wie es mir geht... Kleines Psycho-Chaos und zuwenige gesprochene Äußerungen. Aber vielleicht will ich auch gar keine Äußerungen, weil es gut so ist? Habe ich Angst? Und wenn ja - vor wem oder wovor? Bin ich ein dummes Kind, ein kleines Mädchen, oder doch eher Frau mit Willen? Verwirrt es mich nur, oder macht es mich traurig? Wenn es mich traurig macht, ist es dann richtig - oder mache ich mich selber traurig?
Hauptsache gute Filme gucken und Musik hören!