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Auszüge aus Bob's kleinem Notizbuch

and there was a pigeon that just crushed into a scaffolding tower

Handyfoto das zweite

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Beim Anblick des Menüplans in der Mensa heut Mittag bin ich nicht drumrumgekommen, wieder mal an die Mensa in Karlsruhe zu denken. Bzw. erst dann, als ich das "Emmentaler Gulasch" in der Auslage gesehen hab. Was auch immer das sein mag, es muss eine Kreation der Mensaköche hier sein, aus deren geistigen Höhenflügen auch die Spanische Nudelpfanne, die Asiatische Gemüsepfanne oder das Wildschweingulasch "Süderelbe" stammen muss. In der Regel kann man davon ausgehen, dass irgendwas-Pfanne und irgendwas-Gulasch fast identisch ausschaut, schmeckt, riecht, es Salat und Suppe dazu gibt. Ausserdem ist Fritatta und Auflauf auch das gleiche und Züricher Geschnetzeltes unterscheidet sich vom Gyrosgeschnetzelten auch nur durch die Sauce und das Tzatziki. Und dass das Zeugs "Züricher Geschnetzeltes" und nicht Zürigschnätzletz heisst ist auch wieder so eine Eigenkreation. Und weil ich so gern motze und mich über Kleinigkeiten aufrege, nerv ich mich jedesmal höllisch daran, dass alle was "richtiges" essen wollen, und sich dann die ganzen hungrigen Mäuler in der nicht-Gulasch- bzw. nicht-Pfanneschlange anstellen (also der Schnitzelschlange). Und da ich zudem auch Warten beim Essen (bzw. vor dem Essen) auf den Tod nicht ausstehn kann, gibt’s dann die olle Pfanne. Aber nie das Gulasch. Und der Tag ist perfekt.

…und die Sehnsucht nach der FH-Mensa in Karlsruhe kommt auf. Während hier nur eingerahmt "hat erfolgreich an einem Mensa-Wettbewerb teilgenommen" an der Wand hängt, hing dort "1. Platz im bundesweiten blablabla" oder "2. Platz im Preis-Leistungs-Vergleich blablabla bundesweit" oder "1. Platz in Menüvielfalt blablabla bundesweit". Und die Mensa dort war auch günstiger als hier und es gab auch die bessere Auswahl und man musste nie so lange anstehen und es gab auch keine pissige Drehtür *fluchfluchfluch*. Und daher mal zur Abwechslung zwei Bilder der grössten Griffe ins Klo was Mensaessen betrifft in Karlsruhe. Schmeckt beides gleich, schaut beides gleich aus. Wie ich darauf komme? Ehrlich? KEINE AHNUNG VERDAMMT!!!

Platz 1, die Frühlingsrolle mit Reis und süss-saurer-Sauce



Platz 2, die…war glaub Paprika mit Hackfleisch (?) mit Tomatensauce



…und die Saucen schmecken echt identisch!!!

Weg nach Basel

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Sonntagmorgen, kurzer Checklisten-Check des bisher vergangenen Weekends:

- Tram fahren, check
- Herbstmesse, check
- Bar Rouge, check
- Pinkeln in knapp 100 Metern über Basel, check
- SMS verschicken, check
- WG-Party, check
- Corona, check
- Gebrannte Mandeln, check
- Im Steine Grill einen Dürüm essen, check
- Heimlaufen, check
- Blog schreiben, check
- Starbucks, noch-nicht-check
- TM3 lernen, noch-nicht-check
- Irgendwas anderes lernen, noch-nicht-check

…also bis hierhin mal ein recht erfolgreiches Wochenende. Die letzten beiden Punkte werden auch heute Abend noch auf ihre Statusänderung warten müssen, aber der drittletzte wird heut Nachmittag auch sein "Check" erhalten.



Handyfoto

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Ehrlich...keine Ahnung woran es liegt...aber ich freu mich jedesmal wie ein Honigkuchenpferdle, wenn mir sowas vor die Linse kommt:

Handtaschen

Handtaschen können sehr praktisch sein. Nicht nur für Frauen, auch für Männer. Nein, ich laufe nicht mit einer Handtasche rum, aber wenn mein Cap am Wochenende vor einem Club schnell mal wo verschwinden muss, dann doch nach Möglichkeit in der Handtasche einer weiblichen Begleitung. Das Cap irgendwo in eine Jackentasche zu pfärchen dellt die Jacke aus und macht das Cap kaputt.
 
Also, durchaus praktisch. Danke, weibliche Begleitungen.
 
Aber was ich immer wieder beobachte ist, dass Handtaschen oft kombiniert werden mit überdimensional grossen Portemonnaies. Ist ja schön und gut, man(n) braucht es auch nicht verstehen, aber es hat doch so seine Tücken.
 
Gestern Abend, kurz nach 8, ich steige in einen Bus. Vorne, weil ab 20 Uhr geht nur noch vorne. Auf die kurze Aufforderung des Chauffeurs „Billiet bitte“, verlässt meine rechte Hand die rechte Hosentasche, öffnet die Jacke ein paar cm um dann in einer eleganten Bewegung in die linke Jackeninnentasche zu greifen. Geschmeidig legt sich die linke Hand um das darin befindliche Portemonnaie, um dieses zu umgreifen und in einer geschmeidigen Bewegung an die frische Luft zu befördern. Ein Kurzer aber bestimmter Impuls des Handgelenks öffnet dieses, während die linke Hand siech gezielt in Richtung hinterster der drei Kartenschlitze, in welchem sich das Ticket befindet, navigiert, um dann unmittelbar nach dem Öffnen des Portemonnaies das Ticket zücken zu können. Tschack-bumm-hier. Das ganze dauert, inklusive Begutachtung durch den Chauffeur und wieder sachgerechte Verstauung weniger als 10 Sekunden.
 
Alles passt, alle daran beteiligten Arme, Hände, Taschen und (natürlich) auch das Portemonnaie sind ein eingespieltes Team. Anders wäre so eine koordinatorische Meisterleistung auch gar nicht möglich. Ich setze mich hin und warte auf die Abfahrt des Busses.
 
Aber da ich nicht der einzige bin, der an diesem Abend zu fortgeschrittener Stunde mit dem Bus fahren will, steigen noch mehr Leute ein. Vorne, denn es ist bereits nach 8.
 
Nächster Passagier: weiblich, geschätzt Anfang 20. Erneut: „Billiet bitte“. Ihr Kopf dreht sich nach links, zu ihrer enormen Handtasche und beginnt in dieser herumzufuhrwerken. Zuerst nur mit der rechten Hand, dann (mit zusätzlichen Verrenkungen, da ihre Tasche über auf (über) der linken Schulter hängt) mit der linken Hand. Nach einer halben Minute Rumsucherei, der Time-Out-Satz: „Ich find‘s grad nicht, ich zeig es ihnen gleich, ich hab‘s hier irgendwo...“ . Ok, sie stellt/setzt sich auf den Stuhl hinter dem Fahrer uns sucht.
 
Noch bevor sie überhaupt richtig angefangen hat, steckt der nächste Fahrgast sein Portemonnaie wieder in die rechte hintere Hosentasche und sucht sich einen Platz, nachdem er dieses in einer routinierten Bewegung aus der Tasche hervorgezogen, impulsartig geöffnet (ähnlich meiner Handbewegung) hat, das Ticket gezückt-gezeigt-wiedervestaut-zugeklappt-weggesteckt hat. Das ganze in einem Tempo, das meinem durchaus konkurrenzfähig ist.
 
Eine Minute später, nächster Fahrgast. Frau, Anfang-Mitte-Ende 40. „Billiet bitte, es ist nach acht.“ - „Einen Moment bitte“ ... ... *kramkram* die Hoffnung steigt, sie zieht etwas aus ihrer Handtasche ... ein Ticket?!? Nein ... grösser ... ein Monatsabo? ... nein, grösser ... es ist ... ein Portemonnaie eine „Geldtasche“. „Moment, ich hab‘s gleich“ *kramkram* „ich hab‘s hier irgendwo, einen Moment bitte“. Sie setzt sich auf einen Sitz in der vordersten Busreihe und startet ihre Geldtaschen-Expedition. Während Lady 1 vorn vorhin immernoch sucht, hat Lady 2 ihr Ticket erstaunlicherweise innert kurzer Zeit gefunden. Zugegeben, ich bin positiv überrascht.
 
Gut, vielleicht bin ich (und der Typ der auch noch mit im Bus sass) eine Ausnahme und bei anderen Typen dauert sowas auch länger. Aber ich glaub nicht. Warum es so riesige Geldtaschen gibt, wieso mir sowas nur bei Frauen auffällt, ob in Handtaschen einfach mal meistens ein riesiges Chaos herrscht ... oder was auch immer, ich will‘s eigentlich gar nicht wissen ;)
 
Wahrscheinlich ist mir das auch nur aufgefallen, weil der Bus mit 5 Minuten Verspätung abgefahren ist und ich eigentlich Heim wollte zu Weisswürsten, süssem Senf, (mittlerweile erkalteten) Brezeln und einem kühlen Bier. Wahrscheinlich wird‘s das gewesen sein. Und nächstes Mal, wenn ich wieder mein Cap in irgendeiner Handtasche in einen Club schmuggeln will, werd ich mal versuchen einen genaueren Blick in eine solche erhaschen zu können, um das Geheimnis zu lüften. Danke für eure Handtaschen.

Kippen und Schweizergold

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Eigentlich ist Zugfahren ausserhalb der Hauptpendelzeiten total langweilig. Die Züge sind dann einfach nicht voll genug, wodurch die Möglichkeit entsteht, alleine in einem Abteil zu sitzen. Ausserdem bin ich da sicher nicht der einzige, der zuerst den gesamten Zug abläuft und auf ein leeres Abteil hofft, anstatt sich gleich von Anfang an irgendwo dazuzusetzen. Egal ob der Zug aus 15 Hängern oder nur 2 besteht.
Gerade jetzt besteht er auch nur aus zwei, was mir eine Menge Lauferei erspart hat, denn es war gerade noch eine Sitzgruppe frei. Hätte man meinen können.
Also setz ich mich hin, pack mein Laptop aus, schaue mich um und muss erstaunt feststellen, dass anscheinend doch schon jemand hier sitzt. Zu dieser Vermutung komme ich zwangsweise auf der Suche nach einem Grund, warum schräg gegenüber von mir auf dem Sitz eine verschweisste Packung Käse neben einer angebrochenen Packung Kippen liegt. Von einem allfälligen Besitzer weit und breit keine Spur.



Nachdem der Zug mittlerweile bereits die halbe Strecke zurückgelegt hat, gehe ich auch nicht davon aus, dass noch jemand kommt und seine Einkäufe abholt. Warum sollte jemand seinen Käse und Kippen einfach so im Zug vergessen???
…immer mehr beschleicht mich grad das Gefühl, nach versteckten Kameras oder Ähnlichem ausschau zu halten, kann aber nichts ausmachen. Zu meinem Glück bin ich eh kein Freund von Käse und verspüre daher keine Versuchung ihn einfach einzustecken. Und eine angefangene Packung Kippen ist glaub auch nicht so das Wahre.