Reizvolle Bilder mit alten Kameras
Friday, March 1, 2013 1:36:44 PM
Viele Fotografen greifen wieder öfter zur analogen Kamera. Die Bilder haben ihren eigene Reiz.
Digital ist billiger. Logisch, da kannst du knipsen wie ein Weltmeister, bis die Speicherkarte voll ist. Es kostet nichts, die Bilder sind sofort verfügbar. Schrott kann gelöscht werden. So weit so gut. Warum greifen nach dem ersten digitalen Hype immer mehr Fotografen, und nicht die schlechtesten, wieder zur analogen Kamera, mit Filmen und Wartezeiten, bis man endlich das Bild sieht?
Es gibt verschieden Gründe. Das ist wie beim Essen: Fast Food tut selten gut. Schon gar nicht auf die Dauer. Die Digitalkamera ist ein toller Fortschritt. Vieles möchte man gar nicht mehr missen. Vor allem ist es ja so, dass die Filme auch gescannt, also digitalisiert werden müssen, wenn man nicht gerade selber in der Dunkelkammer stehen kann.
Warum analog?
Der begrenzte Platz des Films mit seinen 24 - 36 Bildern auf 135er Film (Kleinbild), oder 12 - 15 Bildern auf einem Rollfilm verlangen nach gezielten Überlegungen: Was ist das Motiv? Wie baue ich das Bild auf? Wie belichte ich, Blende, Zeit? Und dann noch manuell scharfstellen, dann hat man das Bild von A bis Z durchdacht. Ein Bild mit viel liebevoller Überlegung wird schon von sich aus besser, als das Meiste, was man durch Abdrücken nach dem Motto "Den Rest macht Photoshop" erreicht.
Was dann noch fehlt, ist ein guter Entwicklungsservice. Die gibt es, ich bevorzuge Farbglanz. Und scannen muss ich dann die besten Bilder selber.
Die Kameras kann ein russischer Leica-Nachbau aus der Nachkriegszeit sein. Die haben gute Objektive und sind recht präzise. Bei eBay kosten diese Geräte meist unter hundert Euro. Filme gibt es von Fuji, Kodak, Rollei, Ilford und anderen.
Fazit: Analog kostet etwas mehr, bringt aber das fotografische Urgefühl zurück, das mit flotter digitaler Knipserei verloren geht.
