My Opera is closing 1st of March

Macki in Charleston

First impressions

Servas lieber Leser, liebe Leserin!

Nachdem sich ein Weblog eh von selbst erklärt, brauch ich da nicht lang um den Brei herumschreiben. Mehr oder weniger regelmäßig werdet ihr hier lesen wie es mir hier im Süden der USA ergeht. Eins vorweg, heiß ist es hier scheinbar immer und schwül auch noch dazu. Aber es lässt sich trotzdem ganz gut aushalten.

Ok, nun zur tatsächlichen Geschichte. Der Flug in die Staaten verlief relativ reibungslos. Der Abflug vom Münchner Flughafen war auf dreiviertel eins geplant. Meine Eltern hatten sich beide Urlaub genommen und begleiteten mich dorthin. Nach einer filmreifen Abschiedsszene ging ich ohne Probleme durch den Sicherheitscheck und kurze Zeit später dann auch an Bord der Maschine nach Philadelphia, wo mich ein kurzer Zwischenstopp erwartete. Auf meinem Sitzplatz angelangt, empfing mich ein Bayer mit stylischen Hosenträgern, der sofort begann irgendwelche uninteressanten Gschichtln zu drücken. Zum Glück hatte ich mich um eine Sitzreihe vertan, so dass bald darauf ein wirklich fesches Mädel auf mich zu kam und mir "meinen" Sitzplatz streitig machte. Allerdings war sie nicht nur fesch, sondern auch noch gescheit und kapierte schnell, dass sie auch nicht wirklich neben dem Bayern sitzen wollte. Stattdessen setzte sie sich auf meinen Platz, mit der Ausrede, dass es ja eh wurscht sei. Nach einem Zeitl füllten sich die Plätze und es stellte sich heraus, dass auch der Platz neben ihr frei blieb. Vollgelabert vom Bayern, entschloss ich mich, mich neben sie zu setzen. Gute Entscheidung, denn wir verstanden uns ziemlich gut, so dass der Flug in nicht allzu langer Zeit bewältigt war.

In Amerika angekommen trennten sich dann unsere Wege, schade eigentlich. Sie flog weiter nach Denver und ich musste auf den verspäteten Anschlussflug nach Charleston warten. Bereits ziemlich müde setzte ich mich dann in die Maschine, wo dann ein Streit zwischen Stewardess und einem gschaftlerischen und oberstylischen Fluggast, der mich stark an Lex Luthor von Smallville erinnerte, entbrannte. Thema des Streits war, wo ich denn mein Gepäcksstück verstauen sollte. Abgesehen von diesem völlig sinnlosen Getue verlief der Flug aber problemlos.

Angekommen am Flughafen von Charleston, der sogar noch kleiner ist als der Flughafen in Salzburg, holte mich meine Freundin Melanie mit ihrem Prachtstück von Auto ab. Ein Toyota Corolla Station Wagon '94 der mehr Dellen als Jahre auf dem "Buckel" hat. Kaum zu glauben, aber das Ding fährt sich trotz seines eher negativen Äußeren ziemlich gut und ist äußerst praktisch für größere Einkäufe, wie sich später herausstellen sollte. Nach einer 20-minütigen Fahrt zu meinem Apartment beschlossen wir "to call it a day" und hauten uns auf gut österreichisch in die Harpfm.

Am nächsten Tag hatte ich dann die Ehre, Mel's Familie kennen zu lernen. Eine eher ungewöhnliche amerikanische Familie, die dafür aber umso liebenswürdiger ist. Die nächsten Tage verbrachte ich damit, von Melanie die Stadt und den Campus erklärt und gezeigt zu bekommen und Unmengen amerikanischen Essens in mich hineinzustopfen. Es fühlte sich stark nach Urlaub an und der Umstand, dass ich in eine "neue" Familie aufgenommen wurde erlaubte mir, die Entfernung von daheim als nicht so tragisch zu empfinden. Mit zur Familie von Melanie gehört auch ihre Arbeitgeberin Mama Kim, Inhaberin eines koreanischen Restaurants in der Calhoun Street, einer der Hauptsraßen Charlestons. Natürlich bedurfte ich auch noch ihrer Zustimmung, um als Freund Melanie's akzeptiert zu werden. Glücklicherweise bestand ich alle Herausforderungen (zumindest meiner und Mel's Meinung nach) mit Bravour.

Am Montag startete dann die Uni mit einem Orientation Day für Austauschstudenten. Nachdem ich aber bereits alles gezeigt bekommen hatte, war das mehr ein Wandertag als sonst was. Allerdings lernte ich auch zwei äußerst sympathische Spanier kennen, mit denen ich mich eigentlich vor ein paar Minuten treffen wollte, aber vor lauter Blogschreiben hab ich irgendwie die Zeit übersehen. Naja, auch nicht so tragisch, am Samstag ist sowieso Beach Party angesagt, da werden dann hoffentlich ein paar mehr Kontakte geknüpft. Der Rest der Austauschstudenten scheint aus Deutschland zu kommen, was mir eigentlich gar nicht taugt. Zum Deutsch sprechen brauch ich nämlich nicht so weit fliegen...
Aber zurück zur Geschichte: Am Abend sind Melanie und ich noch zu ein paar Freundinnen von ihr gegangen, die glücklicherweise nur ein paar Häuser entfernt wohnen und ein ganzes Haus ihr Eigen nennen. Da werd ich in Zukunft wahrscheinlich öfter mal ein paar Stunden verbringen, der Gedanke gefällt mir ziemlich gut.

Naja, nächsten Tag musste ich dann um dreiviertel sieben aufstehen, Uni beginnt Dienstags und Donnnerstags nämlich um acht Uhr früh. Zum Glück waren da nur kurze Einführungskurse angesagt. Vor dem Kurs gings allerdings noch ins Kudu Coffee, einem äußerst empfehlenswerten afrikanischen Coffeeshop, in dem es spitzen Eiskaffee gibt. Der Rest der Tage verlief äußerst ereignislos, außer dass ich halt ständig mit der Riesenauswahl und dem Self-Customizen der Fast Food Restaurants konfrontiert wurde.

Ein Wal-Mart Besuch stand dann am Dienstag abend auf dem Plan. Immerhin hatte ich außer meinem Murphy-Bed keinerlei "Kastln" oder sonstige Einrichtungsgegenstände in meinem Apartment. Gott sei Dank ist Wal-Mart ein riesiger Ramschladen, wo man alles um ziemlich wenig "Bucks" bekommt. Zwei Einkaufswagerl voll Einrichtung, Geschirr, Lampen, Essen usw. kosteten mich im Endeffekt 350 Dollar. Guter Deal. Die Sachen (wie zum Beispiel mein Bürosessel) sind dafür aber auch nicht komplett und man kann sie nicht fertig zusammenbauen. Glass! Aber wie auch immer, der Station Wagon hat wieder mal gezeigt, was er alles auf dem Kasten hat und hat die schwere "Fuhr" sicher nach Hause gebraucht.


Gestern fuhr ich dann mit Mel zum Flughafen, weil sie zum Begräbnis ihres Opas nach Hause musste. Die große Challenge bestand dann darin, das Auto heil wieder zu mir nach Hause zu bringen, ohne mich großartig zu verfahren. Ehrlich gesagt war mir schon etwas mulmig zumute, als sie mich dann allein mit dem Auto am Flughafen stehen ließ. Die Richtungsanweisungen des Routenplaners waren mehr als vage und wie sich herausstellte auch mehr verwirrend als hilfreich. Dank des amerikanischen Schildersystems und meines "hervorragenden" Orientierungssinns gelang es mir jedoch, ohne Umwege zu meiner Heimstätte zu gelangen. HAHA!

Naja, fürs erste wars das. Fotos von der Wohnung hab ich zwar schon gemacht, allerdings sind die eher schlecht. Vielleicht freuts mich mal und ich schlepp die Kamera mit auf den Campus. Sollte bald mal der Fall sein, vielleicht sogar schon morgen. Ich hoffe euch hat das Lesen meines ersten Blogs einigermaßen Spaß gemacht, so dass ihr vielleich sogar noch ein zweites Mal hier rein schaut. Das würd mich jedenfalls freuen. Weil dann muss ich nicht jedem alles doppelt und dreifach vazöhn. wink

Bis bald hoffentlich!
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Hurricanes

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