2:1 Österreich - Frankreich
Tuesday, November 25, 2008 1:08:25 AM
Ok, nachdem ich hier schon ewig nichts mehr geschrieben habe, wird’s schön langsam wieder mal Zeit. Im Moment sitze ich grade im Keller von Melanie’s Haus und will mein ärgerliches Tourism-Assignment nicht schreiben. Nachdem Mel aber etwas gewissenhafter ist als ich, hab ich nicht wirklich was zu tun. Darum der Zeitvertreib Blogschreiben.
Die letzten zwei Wochen war eine Freundin von Melanie zu Besuch – Emilie aus Frankreich, die zurzeit in Amerika lebt um eine Arbeitsstelle und eine Green Card zu bekommen. Nachdem wir (Mel und ich) zu Beginn noch einige Tests zu absolvieren hatten, konnten wir allerdings nicht so viel mit ihr unternehmen wie wir eigentlich wollten. Außerdem muss ich zugeben dass ich mir das neue Command & Conquer Red Alert 3 gekauft habe, wo auch einige Stunden dran glauben mussten. Egal, nun zur Geschichte. Über alltägliche Dinge wie fortgehen usw. werde ich hier jedoch keine Worte mehr verlieren… Obwohl. Eine kurze Sache: Wenn jemand von euch Lesern jemals auf eine Hausparty in Amerika geht wo das Bier schon aus ist, und einer der Hosts auf euch zukommt und sagt er geht Bier kaufen: gebt ihm kein Geld. Ich hab meins nicht wieder gesehen. Und Bier auch keins.
Ok, also nun zu den außergewöhnlichen Aktivitäten. Mehr aus Höflichkeit als aus anderen Gründen bin ich mit Melanie und Emilie ins Theater gegangen um mir ein französisches Stück anzuschauen. Glücklicherweise wurde es in Englisch aufgeführt. Trotzdem war es ausverkauft. Nur Melanie und Emilie konnten Karten am „Schwarzmarkt“ gleich neben dem Ticketschalter erwerben und ich stellte mich am Ende einer Reihe von Leuten an, die alle darauf hofften noch ein Ticket zu ergattern falls irgendwer nicht auftaucht. Naja, ich hatte Glück und ein Mädchen kam auf mich zu und schenkte mir eine Karte. Interessant: Die Karte die Emilie am schwarzen Markt gekauft hatte, war nicht mal für die Vorstellung an dem Tag sondern für ganz ein anderes Stück. Was soll man da von den Amerikanern denken, die einen sind dreiste Ganoven, die armen Mädchen falsche Tickets andrehen, die anderen nette Mädchen die armen Austauschstudenten Tickets schenken die zehn Dollar wert sind. Die KG würde sagen: What a double standard of morals…
Naja, das Kulturprogramm ist noch nicht zu Ende. Weiter geht’s mit einem Konzertbesuch in der Charlestoner Music Hall. Das Charlestoner Symphonie Orchester hat zünftig aufgespielt, darunter auch ein Stück von Mozart. Das war natürlich das Beste. Aber auch schon alles.
Zu einer Art Sekte sind wir auch noch gegangen. Dort gabs massig zu essen und einen riesigen Scheiterhaufen der dann zum Schluss auch noch angezündet wurde. Der war ohne Schmeh an die drei Meter hoch, und das Feuer hat dem ganzen dann natürlich noch ein paar Meter draufgesetzt. Dass rundherum Bäume standen hat keinen gestört. Achja, und es war gar keine Sekte, nur fanatische Christen.
Highlight der Wochen mit Emilie war dann ziemlich am Schluss ihres Aufenthalts. Ca. fünfzehn Minuten entfernt von meinem Wohnort befindet sich nämlich eine Gun Range wo wir uns ein bisschen mit den üblichen hand guns vertraut gemacht haben. Für völlige Waffen-Neulinge die wir sind, war das natürlich halbwegs aufregend. Ausprobiert haben wir einen .22 Kaliber Revolver der wie eine Spielzeugpix aus dem Faschingsrepertoire eines jeden fünfjährigen Cowboys aussah. Und dann auch noch eine echte Glock aus der Glock-Factory in Steyr. Dass Österreich Waffen in die USA exportiert find ich irgendwie ironisch, aber naja. Die 9 mm hat natürlich ein bisschen mehr Rückstoß gehabt als unser Anfangsrevolver, aber bei weitem auch mehr Spaß gemacht. Für die Glock haben wir uns auch gescheite Ziele geleistet, damit mehr real life feeling rüberkommt. Seitdem hängt ein durchlöcherter schwarzer Mann an meiner Balkontür.
Und wer jetzt den Titel des Blogs nicht versteht, dem kann ich auch nicht weiterhelfen.
griddings
Christian
Die letzten zwei Wochen war eine Freundin von Melanie zu Besuch – Emilie aus Frankreich, die zurzeit in Amerika lebt um eine Arbeitsstelle und eine Green Card zu bekommen. Nachdem wir (Mel und ich) zu Beginn noch einige Tests zu absolvieren hatten, konnten wir allerdings nicht so viel mit ihr unternehmen wie wir eigentlich wollten. Außerdem muss ich zugeben dass ich mir das neue Command & Conquer Red Alert 3 gekauft habe, wo auch einige Stunden dran glauben mussten. Egal, nun zur Geschichte. Über alltägliche Dinge wie fortgehen usw. werde ich hier jedoch keine Worte mehr verlieren… Obwohl. Eine kurze Sache: Wenn jemand von euch Lesern jemals auf eine Hausparty in Amerika geht wo das Bier schon aus ist, und einer der Hosts auf euch zukommt und sagt er geht Bier kaufen: gebt ihm kein Geld. Ich hab meins nicht wieder gesehen. Und Bier auch keins.
Ok, also nun zu den außergewöhnlichen Aktivitäten. Mehr aus Höflichkeit als aus anderen Gründen bin ich mit Melanie und Emilie ins Theater gegangen um mir ein französisches Stück anzuschauen. Glücklicherweise wurde es in Englisch aufgeführt. Trotzdem war es ausverkauft. Nur Melanie und Emilie konnten Karten am „Schwarzmarkt“ gleich neben dem Ticketschalter erwerben und ich stellte mich am Ende einer Reihe von Leuten an, die alle darauf hofften noch ein Ticket zu ergattern falls irgendwer nicht auftaucht. Naja, ich hatte Glück und ein Mädchen kam auf mich zu und schenkte mir eine Karte. Interessant: Die Karte die Emilie am schwarzen Markt gekauft hatte, war nicht mal für die Vorstellung an dem Tag sondern für ganz ein anderes Stück. Was soll man da von den Amerikanern denken, die einen sind dreiste Ganoven, die armen Mädchen falsche Tickets andrehen, die anderen nette Mädchen die armen Austauschstudenten Tickets schenken die zehn Dollar wert sind. Die KG würde sagen: What a double standard of morals…
Naja, das Kulturprogramm ist noch nicht zu Ende. Weiter geht’s mit einem Konzertbesuch in der Charlestoner Music Hall. Das Charlestoner Symphonie Orchester hat zünftig aufgespielt, darunter auch ein Stück von Mozart. Das war natürlich das Beste. Aber auch schon alles.
Zu einer Art Sekte sind wir auch noch gegangen. Dort gabs massig zu essen und einen riesigen Scheiterhaufen der dann zum Schluss auch noch angezündet wurde. Der war ohne Schmeh an die drei Meter hoch, und das Feuer hat dem ganzen dann natürlich noch ein paar Meter draufgesetzt. Dass rundherum Bäume standen hat keinen gestört. Achja, und es war gar keine Sekte, nur fanatische Christen.
Highlight der Wochen mit Emilie war dann ziemlich am Schluss ihres Aufenthalts. Ca. fünfzehn Minuten entfernt von meinem Wohnort befindet sich nämlich eine Gun Range wo wir uns ein bisschen mit den üblichen hand guns vertraut gemacht haben. Für völlige Waffen-Neulinge die wir sind, war das natürlich halbwegs aufregend. Ausprobiert haben wir einen .22 Kaliber Revolver der wie eine Spielzeugpix aus dem Faschingsrepertoire eines jeden fünfjährigen Cowboys aussah. Und dann auch noch eine echte Glock aus der Glock-Factory in Steyr. Dass Österreich Waffen in die USA exportiert find ich irgendwie ironisch, aber naja. Die 9 mm hat natürlich ein bisschen mehr Rückstoß gehabt als unser Anfangsrevolver, aber bei weitem auch mehr Spaß gemacht. Für die Glock haben wir uns auch gescheite Ziele geleistet, damit mehr real life feeling rüberkommt. Seitdem hängt ein durchlöcherter schwarzer Mann an meiner Balkontür.
Und wer jetzt den Titel des Blogs nicht versteht, dem kann ich auch nicht weiterhelfen.
griddings
Christian







Stefan K.sklampfer # Wednesday, November 26, 2008 7:46:05 AM