Buntes Dietzenbach

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Bildungshaus wurde offiziell eingeweiht

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Schon seit Wochen reger Betrieb
Bereits seit Ende Oktober vergangenen Jahres hatten die Nutzer ihr neues Domizil sukzessive in Besitz genommen und mit Leben erfüllt.

Nach diesem „Start der stillen Art“ – wie es die örtliche Presse nannte – wurde das Bildungshaus am Mittwoch, 18. Januar 2012, mit „großem Bahnhof“ nun auch offiziell von Bürgermeister Jürgen Rogg und dem Ersten Stadtrat Dietmar Kolmer eröffnet.

Zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Vereinen und Verbänden sowie von den Nutzergruppen hatten sich zu diesem feierlichen Akt eingefunden.

Ein "Mehrgenerationenhaus" für ganz Dietzenbach
In ihren Ansprachen würdigten die beiden Hauptamtlichen die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des neuen Zentrums für Bildung, Begegnung und Kultur und wünschten dem Bildungshaus und all seinen Nutzern eine erfolgreiche und sinnstiftende Zukunft, dass es von den Menschen aus ganz Dietzenbach angenommen wird, und dass von hier aus zahlreiche Impulse und eine positive Ausstrahlung für das Zusammenleben in Dietzenbach ausgehen.

Den musikalischen Rahmen bestritten junge Gitarren-Schüler der Musikschule, für die Bewirtung und Verköstigung hatte die AWO Süd gesorgt, die auch die Trägerschaft für die Lernwerkstatt übernehmen wird.

Hier können Sie die beiden Rede-Beiträge von Bürgermeister Rogg [PDF: 17 KB] und Erstem Stadtrat Kolmer [PDF: 52 KB] herunterladen.

Nur acht Monate Bauzeit
Am 22. März 2010 hatte die Stadtverordnetenversammlung den Bau des Bildungshauses mit einer Baukosten-Summe in Höhe von 2,527 Millionen Euro beschlossen.

Am 23. Februar 2011 fiel mit dem ersten Spatenstich der „Startschuss“ für das Bildungshaus, und bereits am 11. Mai konnte das Richtfest gefeiert werden.

Der ursprünglich vorgesehene Fertigstellungstermin im August musste dennoch verschoben werden, da der konventionelle Innenausbau und der Fassadenaufbau mehr Zeit in Anspruch nahm als geplant. Daher konnte das Gebäude erst im Oktober 2011 feiggestellt werden.

Städtische Hochbauabteilung hatte Projektsteuerung
Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf ca. 2,6 Millionen Euro, davon werden rund 60 % durch Zuschüsse aus dem Bund-Länder- Programm „Soziale Stadt“ finanziert.
Die Bruttogrundfläche des Gebäudes beträgt 1.170 Quadratmeter, die Nutzfläche 800 Quadratmater.

Die Planung und der Bau wurden über die gesamte Dauer von der städtischen Hochbauabteilung als Projektsteuerer geleitet.

Quelle: Stadt Dietzenbach

Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements für Perminder Kaur-Jasuja

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Aus dem RheinMain Extra Tipp vom 11.12.2011:

Erzählhommage für Valeri Gourski am 13.12.2011

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Am 13.Dezember jährt sich zum 5.Male der Todestag des Künstlers Valeri Gourski. Er lebte mehrere Jahre in Dietzenbach und schuf sich einen großen Freundeskreis. Seine Bilder hängen in vielen Wohnungen, aber auch in einer Dauerausstellung in der Ratsstube, in der Waldkapelle in Steinberg und auch im Hessischen Landtag. Seine Skulpturen zieren den Platz vor dem Ärztehaus und an der SG-Kreuzung sowie in Neu-Isenburg auf dem Gelände des Freibades. Die Stadtverwaltung Dietzenbach will seinen bekannten Waldgeisterstamm in der Grünachse im neuen Stadtzentrum wiederaufstellen.

Valeri Gourski starb im Dezember 2006 unter mysteriösen Umständen in Polen auf der Rückfahrt von der Ukraine zu seinen Freunden in Deutschland.

Daran möchte Horst Schäfer vom gemeinnützigen Verein „Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V.“ mit einer Erzählhommage und einer kleinen Ausstellung mit teils bisher unbekannten Bildern im Theaterbistro des Bürgerhauses in Dietzenbach erinnern. Die öffentliche Veranstaltung wird am Dienstag, dem 13.Dezember 2011, 19.30 Uhr beginnen.

Der Verein bittet Besitzer von Bildern oder Holzschnitzarbeiten von Valeri Gourski, diese mitzubringen und darüber zu erzählen. Besucher, welche Bilder mitbringen möchten, werden gebeten, sich vorab bitte bei Horst Schäfer unter der Telefonnr. 06074-28278 zu melden.

Das Ensemble „Saitensprung“ wird die Veranstaltung mit Klängen aus der ukrainischen Heimat des Künstlers begleiten. Der Eintritt ist frei.


Die Homepage von Valeri Gourski:
http://www.valeri-gourski.de/

Hausverwaltung im Spessartviertel wechselt sich, keine Mehrheit für die Stadt-Gesellschaft

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Aus der Frankfurter Rundschau:

Keine Mehrheit für die Stadt
Kleine Hausverwaltung künftig zuständig für die Wohnanlage Rosenpark

Die mehr als 3000 Dietzenbacher, die in den fünf Hochhäusern im östlichen Spessartviertel leben, bekommen wieder eine neue Hausverwaltung. Bei der Eigentümerversammlung der Wohnanlage Rosenpark, die aus 1019 Wohnungen besteht, setzte sich Freitagnacht überraschend die erst am Abend präsentierte Hausverwaltung Abendschein & Hetschold aus Obertshausen durch. Diese hatte nach Angaben von Teilnehmern der Veranstaltung nicht einmal eine Broschüre über ihr Unternehmen dabei.

Bisher hat diese Hausverwaltung nach Angaben von Geschäftsführer und Gesellschafter Manfred Abendschein vier Beschäftigte und betreut 250 Wohnungen. Darunter sei aber ein Objekt in Offenbach mit knapp 100 Wohnungen. Abendschein nannte die neue Aufgabe, die am 1. Januar beginnt, gestern eine Herausforderung.

Den Ausschlag für Abendschein gab offenbar, dass der Verwaltungsbeiratsvorsitzende Marcel Haufschild, der auch als Berater für die bisherige Hausverwaltung Bayerische Städtebau Immobilienverwaltung tätig war, und seine Unterstützer ihre Vollmachten für Abendschein verwendeten. Haufschild schloss am Wochenende nicht aus, auch für Abendschein tätig zu werden. „Die Hausverwaltung Abendschein würde sich über eine Beraterunterstützung durch mich und mein zehnjähriges Wissen über das Spessartviertel sehr freuen. Entschieden ist aber noch nichts“, teilt er der FR mit.

Die eigens für den Zweck, die Hausverwaltung im Rosenpark zu übernehmen, gegründete Stadtwerke-Tochter landete chancenlos auf dem dritten Platz. Nach Ansicht einiger Eigentümer ging es auch bei dieser Wahl nicht mit rechten Dingen zu.

So berichtet Walter Fontaine, der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Dietzenbach, er habe noch am Tag der Versammlung eine Vollmacht erhalten. Derselbe Mann, der ihm die Vollmacht gegeben habe, habe aber angeblich an diesem Tag auch eine Vollmacht für Haufschild unterschrieben.

„Mehr als unwahrscheinlich“, meint Fontaine dazu. Der Mehrfacheigentümer Peter Kunth berichtet von gefälschten Blankovollmachten. Das Datum auf diesen Vollmachten, die für mehrere Versammlungen genutzt werden können, sei im Nachhinein geändert worden, um inzwischen neu erteilte Vollmachten, etwa für die Stadt, auszustechen.

Dass wieder in großem Stil Vollmachten gefälscht worden seien, zeigt sich nach Ansicht von Kunth bereits an der Rekordbeteiligung an der Hausverwaltungswahl.

Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos) sagte gestern, die Stadt werde in dieser Woche gemeinsam mit einem Rechtsanwalt die Indizien und Beweise für Fälschungen prüfen. Danach werde entschieden, ob die Wohnungsgesellschaft gegen die Verwalterwahl juristisch vorgehe.


Hier geht es zum gesamten Artikel:Frankfurter Rundschau vom 28.11.2011

Projekt "Älter werden in Dietzenbach" kümmert sich um ausländische Senioren

Aus der Offenbach Post:

Projekt „Älter werden in Dietzenbach“ soll Migranten bei der Lebensgestaltung unterstützen
Chance nutzen, vorbereitet zu sein

Dietzenbach - Weil das Älter werden an sich schwierig genug ist, aber insbesondere für Migranten eine Vielzahl von Problemen aufwirft, ist vor drei Jahren das Projekt „Älter werden in Dietzenbach“ entstanden. Von Simone Weil



Speziell türkischen Senioren soll geholfen werden, den dritten Lebensabschnitt mit Informationen übers deutsche Altenhilfe-, Pflege- und Rentensystem, aber auch über Freizeitangebote möglichst selbstständig zu gestalten. Diese Idee wurde im vergangenen Jahr bei einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet und fand sogar europaweit Beachtung. Projektleiter Hidir Karademir, der als Migrationsberater für die Arbeiterwohlfahrt Offenbach-Land tätig ist, stellte das von der „Leitstelle Älterwerden“ initiierte Angebot sogar in Brüssel vor. Jetzt nutzte der „Runde Tisch – für ein humanes Miteinander“ unter Leitung von Stadtverordnetenvorsteherin Kornelia Butterweck die Gelegenheit, nach Konsequenzen aus den Erkenntnissen zu fragen. Pinar Yortanli, die sich innerhalb ihres Studiums der Sozialarbeit mit der türkischen Seniorengruppe beschäftigt hatte, plädiert für interkulturelle Öffnung und generationsübergreifende Angebote.

Hidir Karademir, der selbst als 15-Jähriger aus Anatolien kam, weiß aus seiner jahrelangen Beratungstätigkeit um die Probleme seiner Landsleute. So existieren bei den Gastarbeitern der ersten Generation bis heute Sprachschwierigkeiten, weil sie völlig isoliert gelebt haben. In Großbetrieben wie etwa bei Opel in Rüsselsheim sei alles auf die Arbeit ausgerichtet gewesen, erläuterte Karademir. Während die deutsche Gesellschaft in den 70er Jahren, als die türkischen Familien nachzogen, in keinster Weise auf deren Bedürfnisse vorbereitet gewesen sei, bestehe nun die Chance, die Lebensgewohnheiten der älter werdenen Migranten etwa in der Altenhilfe zu berücksichtigen. Die Unterstützung der Stadt von jährlich 3800 Euro sei gut angelegt, „weil wir viele Probleme nicht haben werden“, folgerte er.

Noch würden die türkischen Senioren weitgehend in den Familien versorgt, doch perspektivisch werden in den kommenden Jahren auch mehr Muslime in den Betreuungseinrichtungen zu finden sein. Der Migrationsberater ist deswegen in die Planung des neuen Pflegeheimes am Gustav-Heinemann-Ring / Ecke Offenbacher Straße einbezogen. Dabei versucht Karademir, für die Wünsche der ausländischen Senioren zu werben: Sie wollen nicht nur kein Schweinefleisch essen, sondern würden auch gerne im Fernsehen und im Radio ihre Muttersprache hören. Außerdem müsse gemeinsames Beten organisiert werden können. In der neuen Einrichtung soll dies etwa im Gemeinschafts- Wohnzimmer möglich sein, das den jeweils zehn bis zwölf Bewohnern eines Flurs ebenso wie eine Küche neben ihren Zimmern zur Verfügung steht. Problematisch sei aber, dass bislang wenig Migranten beim Pflegepersonal der Einrichtungen zu finden sei. Für diese zukunftsträchtige Ausbildung müsse intensiv geworben werden.

Wie wichtig die Beschäftigung mit diesen Fragen ist, belegen die Berechnungen von Gerlinde Wehner von der Leiststelle Älterwerden des Kreises: Die Anzahl der über 80-Jährigen in Dietzenbach wird sich demnach bis ins Jahr 2020 um 140,7 Prozent erhöhen, das sind 1282 Menschen über 80, die hinzukommen. Bis 2030 beträgt der Zuwachs sogar 242,2 Prozent, das heißt, es kommen weitere 924 Menschen hinzu. Dies bedeutet eine Zunahme innerhalb dieser Altersgruppe bis 2030 von insgesamt 2206 Senioren. Die Altersgruppe der 65- bis 80-Jährigen wird bis 2020 zunächst um 1325 Menschen wachsen und von 2020 bis 2030 um 223. Insgesamt wird sie bis 2030 um 1548 alte Menschen oder 36,6 Prozent ansteigen. Etwa ein Fünftel seien Migranten.

Diesem demografischen Wandel müsse ressortübergreifend begegnet werden. Wichtige Aspekte sind für Wehner der direkte Bezug zum Quartier und die Bürgerbeteiligung.

Hier geht es zum gesamten Artikel:
Offenbach Post vom 30.11.2011