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derflorie

erzählt & denkt

Himmel hilf!

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http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,580937,00.html
Ne wart mal, das ist ja ihr Argument: http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&dx2={2380042F-90D2-B65D-7442-CD3035F18074}&rub={8CC83785-62D2-4B42-B5AD-630C38F48874}
Na, auch wenn der Link nicht funktioniert - es geht um Palins Auftritt vor einer Pfinglstergemeinde: Lass uns für die Pipeline durch Kanada beten und für den heiligen Krieg im Irak...ts.
Nochmal auf süddeutsch: http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/politik/400/312315/text/

Blöd nur, dass es in den USA wahrscheinlich keinen interessiert, der nicht sowieso demokratisch wählt.
Nick, Danke für die Mail.

Ein Tag im Zug

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Gestern Nacht sind wir in Haridwar, etwa 250 noerdlich von Delhi, angekommen. Ist eine Hauptpilgerstaette fuer Hindus, da der Ganges mitten durch die Stadt fliesst. Ueberall sind deshalb Bademoeglichkeiten, die zu jeder Tages- und Nachtzeit zahlreich genutzt werden.
Den Tag ueber haben wir entspannt: Die Luft ist mal ausnahmsweise nicht zum zerschwitzen heiss und wir konnten ganz in Ruhe unsere Reise ins Himalaya planen. Morgen fahren wir mit dem Bus nach Joshimath. Dort werden wir uebermorgen frueh auf etwa 3000 Meter aufsteigen, um dann die naechsten Tage einige Wanderungen von einem kleinen Bergdorf aus zu starten.
Mitte naechster Woche planen wir zurueck in Rishikesh zu sein, wo wir unsere letzten Tage in Indien entspannen wollen: Yoga, Kochen und ich wuerde so gerne noch Raften gehen.

Hier noch einige neue Bilder
Orcha, Blick auf den Palast von unserem Balkon aus:











Essen in Orcha:











Auch ich warte auf Essen:

















Am Tag davor - Blick auf die Rueckseite des Taj Mahal bei Sonnenuntergang, im Vordergrund ist der Yamuna:









Das Taj Mahal wird den Anspruechen (und dem Eintrittspreis) gerecht. Schnell hinfahren, sonst kann man es sich bald nicht mehr leisten:

Wo kommen die ganzen haesslichen Backpacker-Klamotten her?

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Neben mir im Internetcafe sitzen zwei Maedels - auch sie haben diese ewig bauschigen Hosen in augenzerschmerzenden Farben an, wie ungefaehr jeder andere "echte" Traveller in Thailand, Vietnam, China und eben auch in Kajuraho, im Herzen Indiens.
Aber wo bekommen die ganzen alternativen Individualreisenden ihre individuelle Alternativkleidung her? Wir habens herausgefunden - die Klammotte kommt allesamt aus einer einzigen Schneiderei in Jaipur, Rajasthan. Von dort aus liefert ein mafioeses Netzwerk Backpackerkleidung in die ganze Welt, ueberall dorthin, wo Traveller ihren ungestuemen, bequemen Lebensstil verbreiten und ausleben wollen.
Daheim sowas anzuziehen? Kommt bestimmt auch noch - zusammen mit dem endgueltigen Zerfall guten Geschmackes und aller kultureller und zivilisatorischer Werte...

Glaubst du nicht? Beweisfoto:

Leckeres Lassi im Lassiwala

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Gleich mal richtig schoen eingesaut-Ganeshafestival in Mount Abu:

Tiger-Lake, Udaipur:

Christiane beim leckersten Lassi der Reise, Lassiwala, Jaipur:

Bunter boeser Bube: Google-News

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Wein, Weib und Gesang

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Nach Udaipur bin ich ueber die Hill-Station Mount Abu nach Jodhpur gehuscht, habe mir dort innerhalb weniger Stunden die wichtigste Sehenswuerdigkeit, das Meherangarth-Fort angesehen, und bin mit dem Nachtzug weiter nach Delhi. You shall know my velocity :wink:. Dort habe ich erst Henning und Sonja, dann Christiane und anschliesend mit Christiane noch einmal Henning und Sonja getroffen - Kommilitonen aus Erlangen.

Meinen Geburtstag habe ich mit gutem Essen - Double Egg Double Paneer (so ne Art Huettenkaese)Roll, gutem Whiskey (Marke: "Pary Special", Kaufhergang: Florie geht mit zwei Englaendern, die er im Hostel kennengelernt hat, zum English Wine Shop, dem Alkoholhaendler seines Vertrauens gleich um die Ecke am Aeusseren Ring des Connaught Place in Neu Delhi unweit des Hotels, und fragt nach dem billigsten Whiskey, der die drei dann mit Cola mischen, deren Preis sie vorher noch lautstark nach unten handeln muessen), guten Geschenken (Clubtrikot fuer den Einsatz im Ausland: sprich Muenchen) und Weib und Gesang (Wein - die erste Komponente des geburtstaglichen Dreiklangs "Wein, Weib und Gesang" war bereits mit dem Party Special gedeckt) gebuehrend gefeiert. Langer Satz, deshalb nochmal aufgegriffen: Weib und Gesang bestand neben der Ankunft von Christiane am Abend des 10. September aus dem unbedingt empfehlenswerten Bollywood-Schinken "Bachna ae haseeno", der zwar in Hindi, dennoch vollstaendig problemlos ueber drei Stunden in der Nachtvorstellung konsumiert wurde. Zum besseren Verstaendnis empfiehlt der Auor unbedingt folgende Seite aufmerksam zu studieren: http://www.bachnaaehaseeno.net/

Am 12. September sind wir weiter nach Jaipur, der Pink City, in der viele Traveller schnell indische "Friends" unter den ansaessigen Juwelenhaendler finden - natuerlich ohne Kaufzwang :wink:. Am 14. sind wir mit A/C-Zug (den ich damit zum ersten Mal benutzt habe :smile:) nach Agra gefahren. Taj Mahal und ein schoenes rotes Sandsteinfort gibt es hier zu besichtigen. Damit genug fuer heute. Mehr Bilder gibt es beim naechstem Mal, bis dahin muessen die neuen Bilder von der Wanderung in Ratangad reichen.

China liegt vorn

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Viele Inder sehen in China einen Rivalen - auf regionaler
Ebene um die Vorherrschaft in Asien, aber vor allem auch als wirtschaftlicher Konkurrent. Experten bescheinigen den beiden Volkswirtschaften, die es zusammen weit ueber zwei Milliarden Einwohner bringen, hohes Wachstumspotential, rasante Entwicklungschancen und den Aufstieg in den Rang der Supermaechte. Im Moment sieht es aber ganz so aus, als ob China seine Moeglichkeiten besser ausschoepft als Indien.
Ein Armutsreport, der vergangenen Monat veroeffentlicht wurde, zeigte, dass die hohen Wachstumsraten von jaehrlich etwa acht Prozent, die Indien seit der wirtschaftlichen Oeffnung Anfang der 90er Jahre erzielt, nur wenigen zu Gute kommen. Am grossen Teil der indischen Bevoelkerung waechst die Wirtschaft des Subkontinents vorbei: Immer noch leben zwei Drittel von weniger in grosser Armut - laut Definition der Weltbank von weniger als zwei Dollar am Tag. Kaufkraftbereinigt (den indischen Preisen angepasst) schrumpft dies auf mickrige 20 Rupien zusammen (im Moment enspricht ein Euro etwa 63 Rupien). Damit ist der prozentuale Anteil der absoluten Armen gemessen an der Gesamtbevoelkerung groesser als in afrikanischen Staaten der Subsahara, die gemeinhin als Armenhaus der Welt gelten. Prozentual? - In absoluten Zahlen ist Indiens Armut sowieso unschlagbar. Vom Wachstum der vergangenen Jahre profitierten damit vor allem reiche Unternehmer: Unter den zehn reichsten Menschen der Welt sind laut Forbes-Magazin vier Inder; auf etwa 50 indische Familien fallen mehr als ein Fuenftel des indischen Bruttoinlandsproduktes; eine Summe von etwa 250 Milliarden Euro.
Nicht nur dass Chinas Volkswirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten staerker gewachsen ist, der zunehmende Wohlstand kommt auch verstaerkt den unteren Schichten der Bevoelkerung zu Gute. Der Drache liegt damit weit vor dem Elefanten.

Mehr? Bernhard Imhalsy: Ein reiches Land mit armen Menschen, erschienen in ApuZ 22/2008, abrufbar unter: http://www.bpb.de/publikationen/NCE2NR,0,Ein_reiches_Land_mit_armen_Menschen.html

Trek in Ratangad

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Erste Bilder vom Trek in Ratangad hat Sannal auf seine Facebook-Seite geladen. Ansonsten ist mittlerweile ja auch Christiane in Delhi angekommen. Nach einem Tag sind wir aber schon weiter nach Jaipur und dann Agra - zum Taj Mahal.
http://www.facebook.com/p.php?i=558660123&k=Y2DUQZTRWYXMYADDSEWZY

Bierdurst in Gujarat

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Ahmedabad - die groesste Stadt in Gujarat ist beruehmt fuer eine Reihe von Dingen: Ihre Unternehmer sind wirtschaftlich sehr erfolgreich. Trotzdem gibt es mehr Bettler und Obdachlose - und das nicht nur gefuehlt - als in anderen Staedten. Ausserdem war Gujarat Schauplatz fuer blutige Auseiandersetzungen zwischen Hindus und Moslems - zum letzten Mal im Jahr 2002. Dabei sollte doch eigentlich eine Botschaft der Gemeinsamkeit, Gewaltlosigkeit und Freundschaft von der Stadt ausgehen, in der Mahatma Gandhi sein Ashram - seine Schule - gruendete und in der er zahlreiche internationale Gaeste empfing.
In diese Reihe der Ungereimtheiten gesellt sich das strenge Alkoholverbot, das von der grossen Anhaengerschaft der Jain-Religion im ganzen Bundesstaat durchgesetzt wurde: Zwar gibt es wirklich fast nirgends einen Tropfen Bier oder Whiskey zu ergattern, der Schluesselanhaenger meines Hotels mit dem feinen Namen "Hotel Cadilac" vermochte den Bierdurst jedoch zu steigern. Er hatte die Form eines Flaschenoeffners.

Und dann noch mehr Atomkraftwerke bauen wollen...

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Umweltschutz auf indisch: Mit dem Boot raus auf den Fluss und die Segnungsgaben versenken. Erst Blumen in orange, dann Rauchpulver mit schwefelgelbem Stich hinterhergekippt, und nur nicht gespart, schlieslich ist ja Ganeshva und der elefantenkoepfige Gott, u.a. zuständig in Glücksangelegenheiten, will gefeiert werden. Da der ganze Dreck sowieso nicht in der dickflüssigen Suppe, die der Sabarmati durch Ahmedabad führt, versickert, werden die Plastiktüten, in denen die teueren Opfergaben über mehrere Kilometer in der Vespa-Rikscha (Modell Ape) vorsichtig an Schlagloechern und streunenden Hunden vorbeimanövriert wurden, schnell auch einfach über Bord geworfen. Die treiben dann mit dem bunten Brei aus Pflanzen und Pulver um die Wette - wobei der pflichtbewusste Hindu zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr auf die Farbabstimmung achtet.

Was das jetzt mit Umweltschutz zu tun hat? Die neue Wehranlage soll den Sabarmati weitlaeufig aufstauen und somit umweltschonend Wasser für die Landwirtschaft bereitstellen und gleichzeitig noch den Grundwässerspiegel auf eim gesundes Niveau heben. Trinkwasser und Gemüse werden davon profitieren - mit etwas Glück von Ganeshs Gnaden.

Sers aus Ahmedabad,
Florie